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    <title>online-resources.de</title>
    <link>https://www.online-resources.de/</link>
    <description>Recent content on online-resources.de</description>
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    <language>de-de</language>
    <copyright>2023–2026 online-resources.de</copyright>
    <lastBuildDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
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      <title>Über diese Seite</title>
      <link>https://www.online-resources.de/about/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;h2 id=&#34;was-ist-online-resourcesde&#34;&gt;Was ist online-resources.de?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;online-resources.de ist mein persönliches Archiv für Sitzungsberichte aus Pen-and-Paper-Rollenspielen. Keine Theorie, keine Regelkunde, keine Rezensionen — hier geht es ausschließlich darum, was am Spieltisch tatsächlich passiert ist. Wer wem das Schwert in den Weg gelegt hat. Welche Katze welchen Fauxpas beging. Und warum am Ende wieder irgendjemand in einer Zelle aufgewacht ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-kampagnen&#34;&gt;Die Kampagnen&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-schwarze-auge--greifenfurter-adel&#34;&gt;Das Schwarze Auge — Greifenfurter Adel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die bei Weitem umfangreichste Kampagne auf dieser Seite. Die Helden — oder zumindest Figuren, auf die das Wort „Held&amp;quot; mit etwas gutem Willen angewendet werden kann — schlagen sich durch die Welt Aventuriens. Was als Stadtstreicher-Abenteuer in einer aventurischen Kleinstadt begann, hat sich über mehr als sechzig Sitzungen zu einer epischen Reise entwickelt, die mittlerweile bis in die Gewölbe unter Khunchom führt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="was-ist-online-resourcesde">Was ist online-resources.de?</h2>
<p>online-resources.de ist mein persönliches Archiv für Sitzungsberichte aus Pen-and-Paper-Rollenspielen. Keine Theorie, keine Regelkunde, keine Rezensionen — hier geht es ausschließlich darum, was am Spieltisch tatsächlich passiert ist. Wer wem das Schwert in den Weg gelegt hat. Welche Katze welchen Fauxpas beging. Und warum am Ende wieder irgendjemand in einer Zelle aufgewacht ist.</p>
<h2 id="die-kampagnen">Die Kampagnen</h2>
<h3 id="das-schwarze-auge--greifenfurter-adel">Das Schwarze Auge — Greifenfurter Adel</h3>
<p>Die bei Weitem umfangreichste Kampagne auf dieser Seite. Die Helden — oder zumindest Figuren, auf die das Wort „Held&quot; mit etwas gutem Willen angewendet werden kann — schlagen sich durch die Welt Aventuriens. Was als Stadtstreicher-Abenteuer in einer aventurischen Kleinstadt begann, hat sich über mehr als sechzig Sitzungen zu einer epischen Reise entwickelt, die mittlerweile bis in die Gewölbe unter Khunchom führt.</p>
<p>Erzählt aus wechselnden Perspektiven, manchmal als nüchterner Bericht, manchmal als persönliches Tagebuch einer der Figuren.</p>
<p><strong>System:</strong> Das Schwarze Auge 5 (DSA5)</p>
<h3 id="die-schwarze-katze--tagebücher-aus-havena">Die Schwarze Katze — Tagebücher aus Havena</h3>
<p>In einer Welt, in der Katzen sprechen, denken und gelegentlich auch stehlen, treiben sich unsere Helden durch die Straßen und Tavernen. Erzählt vor allem aus der Feder von Inigo und Benjamin Büchernase — zwei sehr unterschiedlichen Charakteren mit sehr ähnlichem Talent, in Schwierigkeiten zu geraten.</p>
<p><strong>System:</strong> Die Schwarze Katze (DSK)</p>
<h3 id="ältere-abenteuer">Ältere Abenteuer</h3>
<p>Ein paar frühe Einträge aus dem Jahr 2006 stammen noch aus GURPS-Zeiten — mit Feuerbällen, Zwergen mit fragwürdiger Zielgenauigkeit und dem ein oder anderen Hafenkomplex in Flammen. Historische Dokumente, wenn man so will.</p>
<h2 id="wer-steckt-dahinter">Wer steckt dahinter?</h2>
<p>Ich bin Hans Jürgen Stark, online meistens als <strong>hnsstrk</strong> unterwegs. Hobby-Rollenspieler, seit ich denken kann. Diese Seite ist kein professionelles Projekt — sie ist ein Archiv für mich und meine Mitspieler, damit wir in drei Jahren noch wissen, warum die Gruppe eigentlich in Perricum strandet.</p>
<p>Wer mehr über mich erfahren möchte, findet meinen digitalen Knotenpunkt unter <strong><a href="https://hnsstrk.de">hnsstrk.de</a></strong> — noch in Vorbereitung, aber die Idee steht.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Datenschutzerklärung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/datenschutz/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/datenschutz/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;datenschutzerklärung&#34;&gt;Datenschutzerklärung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Stand: 28. März 2026&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;1-verantwortlicher&#34;&gt;1. Verantwortlicher&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Hans Jürgen Stark
Zum Steinberg 23
53902 Bad Münstereifel
Deutschland&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;E-Mail: &lt;a href=&#34;mailto:hans.juergen.stark@gmail.com&#34;&gt;hans.juergen.stark@gmail.com&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;2-hosting&#34;&gt;2. Hosting&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese Website wird auf einem Server der Contabo GmbH (Aschauer Straße 32a, 81549 München) gehostet. Der Server steht in Deutschland. Beim Aufruf dieser Website werden durch den Webserver (Nginx) automatisch Informationen in sogenannten Server-Logfiles gespeichert:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;IP-Adresse des anfragenden Geräts&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Datum und Uhrzeit des Zugriffs&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Aufgerufene URL und Referrer-URL&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Verwendeter Browser und Betriebssystem&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Übertragene Datenmenge&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die Server-Logfiles werden für maximal 14 Tage gespeichert und anschließend automatisch gelöscht. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit und dem fehlerfreien Betrieb der Website).&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="datenschutzerklärung">Datenschutzerklärung</h2>
<p>Stand: 28. März 2026</p>
<h3 id="1-verantwortlicher">1. Verantwortlicher</h3>
<p>Hans Jürgen Stark
Zum Steinberg 23
53902 Bad Münstereifel
Deutschland</p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:hans.juergen.stark@gmail.com">hans.juergen.stark@gmail.com</a></p>
<h3 id="2-hosting">2. Hosting</h3>
<p>Diese Website wird auf einem Server der Contabo GmbH (Aschauer Straße 32a, 81549 München) gehostet. Der Server steht in Deutschland. Beim Aufruf dieser Website werden durch den Webserver (Nginx) automatisch Informationen in sogenannten Server-Logfiles gespeichert:</p>
<ul>
<li>IP-Adresse des anfragenden Geräts</li>
<li>Datum und Uhrzeit des Zugriffs</li>
<li>Aufgerufene URL und Referrer-URL</li>
<li>Verwendeter Browser und Betriebssystem</li>
<li>Übertragene Datenmenge</li>
</ul>
<p>Die Server-Logfiles werden für maximal 14 Tage gespeichert und anschließend automatisch gelöscht. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Sicherheit und dem fehlerfreien Betrieb der Website).</p>
<h3 id="3-statische-website--kein-tracking">3. Statische Website — kein Tracking</h3>
<p>Diese Website ist eine statische Website, die mit Hugo generiert wird. Es werden:</p>
<ul>
<li><strong>Keine Cookies</strong> gesetzt</li>
<li><strong>Keine Analyse- oder Tracking-Tools</strong> verwendet (kein Google Analytics, kein Matomo, kein vergleichbarer Dienst)</li>
<li><strong>Keine Kommentarfunktion</strong> betrieben</li>
<li><strong>Keine Formulare</strong> verarbeitet</li>
<li><strong>Keine personenbezogenen Daten</strong> aktiv erhoben</li>
</ul>
<h3 id="4-localstorage">4. localStorage</h3>
<p>Das verwendete Theme (PaperMod) speichert die gewählte Farbschema-Einstellung (hell/dunkel) im localStorage des Browsers. Dies ist technisch notwendig, um die Einstellung beim nächsten Besuch beizubehalten. Es handelt sich nicht um Cookies und die Daten verlassen den Browser nicht.</p>
<p>Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Benutzerfreundlichkeit).</p>
<h3 id="5-externe-links-und-social-media-profile">5. Externe Links und Social-Media-Profile</h3>
<p>Diese Website enthält Links zu externen Diensten (GitHub, Discord, YouTube, LinkedIn u.a.). Beim Klicken auf diese Links verlässt du diese Website. Für die Datenverarbeitung auf den Zielseiten gelten die jeweiligen Datenschutzerklärungen der Anbieter.</p>
<p>Es werden keine Social-Media-Plugins oder eingebettete Inhalte externer Dienste geladen. Die Links sind reine Textverweise.</p>
<h3 id="6-kontaktaufnahme-per-e-mail">6. Kontaktaufnahme per E-Mail</h3>
<p>Wenn du per E-Mail Kontakt aufnimmst, werden die von dir übermittelten Daten (E-Mail-Adresse, Name, Inhalt) zum Zweck der Bearbeitung gespeichert. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.</p>
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<h3 id="7-deine-rechte">7. Deine Rechte</h3>
<p>Du hast gemäß DSGVO folgende Rechte:</p>
<ul>
<li><strong>Auskunft</strong> (Art. 15 DSGVO) — Welche Daten über dich gespeichert sind</li>
<li><strong>Berichtigung</strong> (Art. 16 DSGVO) — Korrektur unrichtiger Daten</li>
<li><strong>Löschung</strong> (Art. 17 DSGVO) — Löschung deiner Daten</li>
<li><strong>Einschränkung</strong> (Art. 18 DSGVO) — Einschränkung der Verarbeitung</li>
<li><strong>Widerspruch</strong> (Art. 21 DSGVO) — Widerspruch gegen die Verarbeitung</li>
<li><strong>Beschwerde</strong> bei einer Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO)</li>
</ul>
<p>Zuständige Aufsichtsbehörde:
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Kavalleriestraße 2–4, 40213 Düsseldorf
<a href="https://www.ldi.nrw.de">https://www.ldi.nrw.de</a></p>
<h3 id="8-änderungen">8. Änderungen</h3>
<p>Diese Datenschutzerklärung kann bei Bedarf aktualisiert werden. Der aktuelle Stand ist oben angegeben.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Unwasser und Unluft</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-05-03-unwasser_und_unluft/</link>
      <pubDate>Sat, 03 May 2025 21:29:58 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-05-03-unwasser_und_unluft/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---61-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 61. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;in-der-kanalisation&#34;&gt;In der Kanalisation&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Von der Grabkammer aus führten zwei Treppen weiter in die Tiefe. Da wir nicht allzu lange in der Gruft verharren wollten, beschlossen wir, dass wir uns aufteilen sollten. Andaryn und Link nahmen die nördliche Treppe, Gray, Nga&amp;rsquo;Churr und ich entschieden uns für die Südliche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über eine lange und dunkle Treppe gelangen wir in einen gemauerten Gang, der leider nach einigen Metern eingestürzt war. Dennoch vernahmen wir gedämpfte Kampflaute von der anderen Seite und uns war klar, dass diese von unseren Kameraden stammen mussten. Gemeinsam rannten wir zurück, die Treppe hinauf, um dem anderen zu folgen. Ein flotter Sprint zurück durch die Grabkammern und die südliche Treppe hinunter, brachte uns zu einer Wand aus widerlichem und stinkendem Wasser, welche wir irgendwie durchqueren müssten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---61-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 61. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="in-der-kanalisation">In der Kanalisation</h3>
<p>Von der Grabkammer aus führten zwei Treppen weiter in die Tiefe. Da wir nicht allzu lange in der Gruft verharren wollten, beschlossen wir, dass wir uns aufteilen sollten. Andaryn und Link nahmen die nördliche Treppe, Gray, Nga&rsquo;Churr und ich entschieden uns für die Südliche.</p>
<p>Über eine lange und dunkle Treppe gelangen wir in einen gemauerten Gang, der leider nach einigen Metern eingestürzt war. Dennoch vernahmen wir gedämpfte Kampflaute von der anderen Seite und uns war klar, dass diese von unseren Kameraden stammen mussten. Gemeinsam rannten wir zurück, die Treppe hinauf, um dem anderen zu folgen. Ein flotter Sprint zurück durch die Grabkammern und die südliche Treppe hinunter, brachte uns zu einer Wand aus widerlichem und stinkendem Wasser, welche wir irgendwie durchqueren müssten.</p>
<p>Ich benötigte zwei Versuche, da ich beim ersten Mal von der Strömung zurückgeworfen wurde, aber schließlich gelang es mir und den anderen durchzubrechen. Auf der anderen Seite sahen wir eine Kammer, in der die Abwässer der Stadt zusammenliefen. Sie schien von Zwergenhand gefertigt, überall gab es Hebel und Ventile. Bronzene Rohre leiteten Wasser zu und ab und vergitterte Schächte führten weiter in die Tiefe. In der Mitte des Raumes war eine Art Podest, von dem – so vermute ich – man den Fluss des Wassers regen konnte. Genau dort thronte auch die widerlichste und übelriechendste Gestalt, die ich je gesehen habe, und in dem verseuchten Abwasser um die Plattform schwammen weitere Geister des Unwassers.</p>
<p>Diesen Abscheulichkeiten mussten wir Einhalt gebieten. Andaryn sprang ins Wasser, um an den Dschinn heranzukommen, Link wich Richtung Westen aus und gab allen mit seinem neuen Bogen Deckung, Nga&rsquo;Churr kämpfte mit seinem Dreizack wie ein Berserker und Gray wirkte seine Eismagie. Ich selbst rief mein Feuer herbei. Stück für Stück kämpften wir uns vor und konnten einige der Geister besiegen. Allerdings geriet Nga&rsquo;Churr nach einer Verletzung in einer Art Blutrausch und war nicht mehr in der Lage, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. So musste ich mich nicht nur der Unelementare erwehren, sondern auch unserem neuen Freund ausweichen.</p>
<p>Der Dschinn des Unwassers hatte es in sich. Er war das stärkste der verdorbenen Elementare, dem wir uns bislang entgegengestellt hatten. Während der Dschinn des Unfeuers einfach nur stumpf und brutal abgegriffen hatte, so hatte dieses Wesen schon zu Beginn des Kampfes dafür gesorgt, dass wir aufgrund eines dichten Nebels kaum noch etwas sehen konnten. Auch gelang es ihm, Andaryn und Gray auf magische Weise im Boden versinken zu lassen oder unsere Lungen mit Abwasser zu füllen. Er lieferte einen harten Kampf, aber gemeinsam konnten wir ihn besiegen und ich war noch nie so erleichtert, wie in dem Moment, in dem Andaryn das Wesen mit einem finalen Schwerthieb niederstreckte.</p>
<p>Doch auch nachdem wir den mächtigen Unelementar besiegt hatten, war die Lage brenzlig. Der stinkende Nebel nahm uns noch immer die Sicht und erschwerte uns das Atmen. Gray war bis zum Brustkorb im Boden versunken und nur mit vereinten Kräften gelang es uns, ihn aus dieser Lage zu befreien.</p>
<p>Durchnässt, stinkend und erschöpft machten wir uns auf den Rückweg. In der Gruft sammelten wir Stordian wieder ein, denn auch wenn es übel zugerichtet war, war dies noch nicht der richtige Ort für ihn. Der gemeinsame Weg durch die Stadt, bis hin zum Hotel, war ebenso unangenehm wie der Rest des Tages. Egal, wo wir entlanggingen, drehten sich sämtliche Köpfe in unsere Richtung. Und obwohl ich den vergangenen Tagen schon mit dem Gedanken gespielt hatte, die hiesige Sprache zu erlernen, so war ich doch froh, dass ich die Verwünschungen der Khunchomer nicht verstand.</p>
<h3 id="die-zerstörte-windmühle">Die zerstörte Windmühle</h3>
<p>Erneut waren wir gezwungen, unsere Kleidung verbrennen zu lassen. Zu unserem Glück konnte man in einem so erstklassigen Hotel wie dem Erhabenen Mhanadi für die entsprechende Menge Silber und Gold nahezu alles bekommen. So wurden uns Badezuber und eine enorme Menge heißes Wasser, Seifen und Duftöle gebracht, und wir machen ausgiebig Gebrauch davon.</p>
<p>In einem Zustand, der einem gepflegten Menschen zumindest nahe kam, begaben wir uns auf den Basar, um uns für die Reise nach Selem einzudecken. Dabei musste Link, der auf der Suche nach neuen Pfeilen war, den Eifer der tulamidischen Händler erdulden. Jeder hatte angeblich bessere Ware als sein Nebenmann und man dürfe den anderen Händlern auf keinen Fall trauen. Die Preise der anderen seien ein Wucher und nur man selbst hätte die fairsten Angebote.</p>
<p>Während Link seine Suche entnervt aufgab, geriet Gray in eine Diskussion mit dem Lebensmittelhändler. Wie diese berichtete, hatte er heute kein Brot, da der Müller nicht erschienen war. Dieser Umstand war dahingehend besonders, da der Müller sonst immer sehr zuverlässig war. Ebenso erfuhren wir, dass die Mühle außerhalb der Stadt auf einem Hügel lag und die Bewohner der Stadt dort ein seltsames Unwetter wahrgenommen hatten.</p>
<p>Alarmiert machten wir uns auf einen circa dreistündigen Weg den Hügel hinauf. Es gab zwar noch einen kürzeren Weg, aber dieser führte über eine Hängebrücke und sollte im Allgemeinen schwerer zu begehen sein.  Mit jedem Kilometer, den wir zurücklegten, wurde das Wetter schlimmer und schon bevor wir die Mühle erreichten, war der Geruch nach Ozon kaum noch zu ertragen.</p>
<p>Bei unserer Ankunft bot sich uns ein Bild der Verwüstung. Die Mühle war zerstört und ihre Flügel waren davon geweht. Die Pferde des Müllers lagen tot auf der Weide und einige Unelementare der Luft spielten mit der Leiche des vermissten Müllers, indem sie ihn immer wieder in die Luft hoben und fallen ließen.  Keiner von uns zögerte, denn allen war klar, dass wir diesem unwürdigen Treiben Einhalt gebieten mussten. So stürmten wir auf die kreischenden Geister los und griffen sie an. Wir hatten es kaum geschafft, einige der verseuchten Wesenheiten zu vertreiben, als die Frau des Müllers aus dem Himmel auf uns fiel.</p>
<p>Durch den dauerhaften Kontakt mit dem reinen Element der Luft waren die Unelementare dem Wahnsinn nahe. In ihrer Wut und in ihrem Hass waren sie über die Familie des Müllers hergefallen und so langsam dämmerte uns, dass das Geschrei und das Geheule nicht nur von den Geistern stammten.</p>
<p>Es war furchtbar. Während wir uns zu der Ruine der Mühle vorkämpften, warfen die Geister der Unluft mit den ehemaligen Bewohnern nach uns. Selbst im Nachhinein kann ich nicht sagen, wie wir die Menschen hätten retten können. Aber wir wussten, wen wir dafür zur Rechenschaft ziehen würden. Doch zuerst mussten wir den Dschinn der Unluft vernichten und dieser wartete in der Ruine auf uns.</p>
<p>Es war schwierig, den Windstößen auszuweichen und auf den Beinen zu bleiben. Auch gelang es dem Wesen, uns die Luft zum Atmen zu nehmen. Letztlich konnten wir aber auch diesen Dschinn besiegen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Unelementare</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-26-unelementare/</link>
      <pubDate>Sat, 26 Apr 2025 23:12:04 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-26-unelementare/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---60-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 60. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der Begegnung mit nunmehr dem dritten Geist eines Unelements beschlossen wir, dass es an der Zeit für ein Gespräch mit ihrer Spektabilität Ashtarra Okharim war. In der Drachenei fanden wir sie wie üblich in ihrem privaten Studierzimmer. Dort erfuhren wir, dass Boronep gut in Fasar angekommen sei und sich nun auf dem Weg durch das Gebirge des Raschtulswall befände. Auch unserem Anliegen, bezüglich der Unelementaren schenkte sie Gehör und empfahl, dass wir uns um diese Sache kümmern sollten. Immerhin war es uns gelungen, diese verderbten Elementare aufzuspüren. Sicherlich könnten wir auch weitere finden.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---60-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 60. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Nach der Begegnung mit nunmehr dem dritten Geist eines Unelements beschlossen wir, dass es an der Zeit für ein Gespräch mit ihrer Spektabilität Ashtarra Okharim war. In der Drachenei fanden wir sie wie üblich in ihrem privaten Studierzimmer. Dort erfuhren wir, dass Boronep gut in Fasar angekommen sei und sich nun auf dem Weg durch das Gebirge des Raschtulswall befände. Auch unserem Anliegen, bezüglich der Unelementaren schenkte sie Gehör und empfahl, dass wir uns um diese Sache kümmern sollten. Immerhin war es uns gelungen, diese verderbten Elementare aufzuspüren. Sicherlich könnten wir auch weitere finden.</p>
<p>Unsere Gruppe zog sich in ein leerstehendes Studierzimmer zurück, damit wir ungestört waren und gebeugt über eine Karte der Stadt, überlegten wir gemeinsam, wie es weitergehen könnte. Wir hatten Elementare des Humus, des Erzes und des Wassers besiegt. Es verblieben also noch Feuer, Eis und Luft. Doch wo sollten wir diese finden? Luft und Wind könnten wir vielleicht an den Klippen des Meeres oder an einem Leuchtturm finden. Feuer war mit Sicherheit in den Krematorien der Stadt heimisch. Das Eis war ein Problem, selbst nach langem Überlegen fielen uns nur Eiskammern als mögliche Lösung ein.</p>
<p>Um voranzukommen, wollten wir uns zuerst dem verdorbenen Feuer stellen. Wir studierten die Karte und fragten ein wenig herum. In der Tat gab es etwas außerhalb von Khunchom einen Friedhof, der hauptsächlich für zu Lebzeiten ansteckende Kranke verwendet wurde und daher auch Verbrennungskammern für die Verstorbenen hatte.</p>
<p>Das Tor zum Friedhof war verschlossen, doch Link bewältigte das einfache Schloss mit geübter Hand und verschaffte uns Zugang zum Gelände. Zwischen verwitterten Grabreihen und bröckelnden Mauern erhoben sich drei gedrungene Gebäude aus dunklem Stein. Aus zweien stieg rußiger Rauch in den abendlichen Himmel – ein sicheres Zeichen für jüngst entfachte Feuer. Das dritte Gebäude wirkte auf den ersten Blick verlassen, doch der Eindruck trog.</p>
<p>Kaum hatten wir das Innere betreten, kam es zur Manifestation eines Wesens, wie ich es in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Die Erscheinung war von schrecklicher Intensität: eine von Flammen durchzuckte Kreatur, deren Körper aus brodelnder Glut und pechschwarzem Rauch bestand. Ihre Umrisse flackerten unstet, als vermöge sie keine feste Form zu halten. Aus einem klaffenden Rachen brach ein zischender Feuerschweif, der über den Boden fuhr und insektenhafte Gliedmaßen aus lodernder Asche umspielte. Die Hitze war drückend, doch ohne jede Wärme – ein Feuer, das nichts nährt, sondern nur verzehrt. Die Farben der Flammen wirkten unstet: neben dem gewohnten Rot sahen wir grünliches Glimmen, violettes Flackern, ja selbst bläuliche Glut, wie von einer unreinen Quelle gespeist.</p>
<p>Das Wesen griff ohne Vorwarnung an – ein Ausbruch reiner Raserei. Stordian wurde schwer verwundet, als ein peitschender Feuerstrahl ihn traf. Die Glut fraß sich durch die obere Kante seines Panzers, versengte das darunterliegende Gewebe. Nur durch entschlossenes und koordiniertes Handeln gelang es uns, das Wesen niederzuringen. Es zerfiel schließlich unter einem gellenden Aufschrei in stinkende Asche und beißenden Qualm, der sich wie eine schmutzige Schleierwolke im Raum legte.</p>
<p>Was genau wir bekämpften, bleibt unklar. Es wirkte wie ein Dschinn des Feuers, doch etwas an seinem Verhalten, seiner Erscheinung, seiner unnatürlichen Hitze – alles daran war&hellip; falsch. Verdorben. Ich werde die Akademie über diese Begegnung in Kenntnis setzen müssen.</p>
<p>Unter dem dritten Steingebäude führte eine schmale, rußgeschwärzte Treppe in die Tiefe. Der Geruch war beißend – eine Mischung aus kaltem Rauch, Verwesung und altem, nassem Stein. Gray und ich gingen voran, gefolgt von Link und Nga&rsquo;Churr A’Sar. Stordian, durch die schwere Wunde vom Unelementar gezeichnet, ging als Letzer, um sich nicht weiter zu gefährden.</p>
<p>Kaum hatten wir die untere Schwelle erreicht, wurden wir von Bewegung im Dunkel der Vorhalle empfangen. Sechs Skelettkrieger erhoben sich wie auf stummen Befehl aus den Wandnischen. Ihre Rüstungen waren verrostet, doch ihre Bewegungen erstaunlich präzise. In den leeren Augenhöhlen glomm eine unstete Kraft – kein Leben, doch auch kein bloßer Automatismus. Sie griffen augenblicklich an.</p>
<p>Gray reagierte zuerst. Mit ruhiger Stimme und sicherer Geste beschwor er einen Strahl aus beißender Kälte, der sich mit sirrendem Zischen durch den Raum schnitt. Der vorderste Skelettkrieger wurde von der Energie erfasst, mit Raureif überzogen und in einem Splittern aus Frost und Knochen auseinandergerissen.</p>
<p>Ich wandte mich dem linken Flügel zu und sandte, geleitet von Madas Gabe, einen konzentrierten Feuerstrahl gegen einen der Angreifer. Die Flammen griffen nach den morschen Überresten wie nach trockenem Reisig. Innerhalb von Sekunden war der Untote in eine brennende Silhouette verwandelt, ehe er kollabierte und zu Asche zerfiel.</p>
<p>Link und Nga’Churr gingen mutig in den Nahkampf über, banden je zwei Gegner mit großem Geschick. In diesem Moment stieß auch Stordian zu uns – langsam, doch mit ungebrochenem Kampfeswillen. Trotz seiner Verletzung gelang es ihm, einen der verbliebenen Krieger mit einem gezielten Hieb niederzustrecken.</p>
<p>Nachdem der letzte Feind gefallen war und sich der Kampfeslärm gelegt hatte, durchquerten wir die Gruftanlage bis zur südlich gelegenen Hauptkammer. Dort – an einem kleinen Altar oder Schrein – stand eine einzelne Gestalt, eingefasst in ein fahles, grünlich pulsierendes Licht. Alt, dürr, die Haut leichenfahl, das Gesicht durchzogen von der Art Furchen, die kein Alter, sondern nur Macht hinterlässt. Und doch zweifelsfrei: Pentagor Dunkelstein.</p>
<p>Er sah uns an – nicht überrascht, nicht feindselig. Seine Stimme war ruhig, bedauernd, wie von jemandem, der eine Entscheidung längst akzeptiert hat:
„Schade Gray, dass nicht du mein Geschenk angenommen hast.“</p>
<p>Ohne weiteren Laut löste sich seine Gestalt auf. Keine Flamme, kein Nebel, kein Geräusch. Nur das Zurückweichen einer Präsenz – als wäre sie nie da gewesen, und doch ein Teil des Raumes geblieben.</p>
<p>Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass dies nur der Schatten eines größeren Plans war.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Ein neuer Freund</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-16-neuer_freund/</link>
      <pubDate>Wed, 16 Apr 2025 13:30:20 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-16-neuer_freund/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---59-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 59. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir saßen in der Gaststätte des Hotels Zum Erhabenen Mhanadi, als ein Junge mit einer Nachricht zu uns kam. Am Hafen, so sagte er, würde ein neuer Freund unsere Hilfe benötigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir waren uns sicher, dass die Botschaft von Yorlak Barbrück stammte, und machten uns sofort auf den Weg. Noch bevor wir den Ort erreichten, hörten wir das Raunen der Menschenmenge, die sich an den Docks versammelt hatte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---59-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 59. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Wir saßen in der Gaststätte des Hotels Zum Erhabenen Mhanadi, als ein Junge mit einer Nachricht zu uns kam. Am Hafen, so sagte er, würde ein neuer Freund unsere Hilfe benötigen.</p>
<p>Wir waren uns sicher, dass die Botschaft von Yorlak Barbrück stammte, und machten uns sofort auf den Weg. Noch bevor wir den Ort erreichten, hörten wir das Raunen der Menschenmenge, die sich an den Docks versammelt hatte.</p>
<p>Als wir um die Ecke bogen, sahen wir den Grund: Eine aufrecht stehende Echse, von Arbeitern umringt, stand regungslos da und schien auf etwas zu warten. Es musste sich um einen Achaz handeln. Ich hatte schon von ihnen gehört, aber noch nie einen mit eigenen Augen gesehen. Den Hafenarbeitern in Khunchom schien es ähnlich zu gehen – ihre Verunsicherung war spürbar, und die Menge drohte in Panik zu geraten.</p>
<p>Und es kamen immer mehr Menschen. Wir mussten handeln. Stordian trat vor und verschwand in der Menge. Er hatte ein paar Anwesende erkannt und hoffte, beruhigend auf sie einzuwirken. Aus der Masse heraus rief er etwas zu Gray, das ich nicht verstand – aber der Achaz verstand es offenbar.</p>
<p>Ob es Zufall war oder mehr, lässt sich schwer sagen. Doch der Achaz verstand unsere Sprache. Und Yorlak wusste offenbar von seiner Ankunft. Es blieben viele Fragen offen, aber zuerst mussten wir unseren ungewöhnlichen Begleiter in Sicherheit bringen.</p>
<p>Damit er nicht zu sehr auffiel, gab Gray ihm seinen Umhang. In den Stoff gehüllt, die Kapuze tief über das Gesicht gezogen, folgte uns das Wesen. Wir brachten es in ein Hotel, das – gegen das entsprechende Entgelt – keine Fragen stellte.</p>
<p>Dort stellte sich der Achaz als Nga’Churr A’Sar vor. Er war auf dem Weg nach Selem – ausgerechnet dorthin, wo das Hauptkloster der Noioniten liegt. Und dort hofften auch wir, mehr über das Schicksal des alten, wahnsinnigen Abtes zu erfahren.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Alte Bekannte</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-15-alte_bekannte/</link>
      <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 17:29:18 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-15-alte_bekannte/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---58-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 58. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Gray wurde bei unserem letzten Kampf schwer verletzt. Daher brachten wir ihn zurück ins Hotel Erhabener Mhanadi und Stordian versorgte seine Wunden. Uns war klar, dass er eine Weile im Bett bleiben musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend besuchten Stordian, Link und ich erneut die Zwerge Thordra und Gundrabosch Eisenhammer in ihrer Schmiede, um dort nach Hinweisen zu suchen. Links Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn seiner Meinung nach war Gundrabosch durch seine Goldgier selbst an allem schuld. Da Stordian unvoreingenommen war und auch nicht am Kampf gegen die verdrehten Elementargeister teilgenommen hatte, führte er die Befragung der Zwerge. Leider brachte uns dies keine neuen Informationen, verhärtet aber den Verdacht, dass es sich bei der Gestalt, die Gray gestehen hatte, wirklich um Pentagor Dunkelstein gehandelt haben könnte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---58-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 58. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Gray wurde bei unserem letzten Kampf schwer verletzt. Daher brachten wir ihn zurück ins Hotel Erhabener Mhanadi und Stordian versorgte seine Wunden. Uns war klar, dass er eine Weile im Bett bleiben musste.</p>
<p>Am Abend besuchten Stordian, Link und ich erneut die Zwerge Thordra und Gundrabosch Eisenhammer in ihrer Schmiede, um dort nach Hinweisen zu suchen. Links Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn seiner Meinung nach war Gundrabosch durch seine Goldgier selbst an allem schuld. Da Stordian unvoreingenommen war und auch nicht am Kampf gegen die verdrehten Elementargeister teilgenommen hatte, führte er die Befragung der Zwerge. Leider brachte uns dies keine neuen Informationen, verhärtet aber den Verdacht, dass es sich bei der Gestalt, die Gray gestehen hatte, wirklich um Pentagor Dunkelstein gehandelt haben könnte.</p>
<p>Nach dem Gespräch durchsuchten wir die Schmiede und Stordian gelang  es, einen Brocken des seltsamen Erzes zu finden. Es war dunkel, von grünen und lila Adern durchzogen und hatte eine unheimliche Aura. Stordian wickelte es in Stoff und Leder und nahm es an sich. Als wir die Zwerge verließen, konnte man Thordra ansehen, dass sie froh war, dieses Zeug aus dem Haus zu haben.</p>
<p>Da es schon spät war, kehrten wir zurück ins Hotel, um bei einem gemeinsamen Abendessen die Lage zu besprechen, doch während Link, Stordian und ich auf unser Essen warteten erspähten wir zwei alte Bekannte, die sich ebenfalls in der Gaststube des Hotels aufhielten. Branibart Pausbäcker und Roban Honorald, die ebenfalls ein Abendessen zu sich nahmen, waren scheinbar in einem Gespräch vertieft, als wir uns nach kurzem zögern zu ihnen begaben. Link überraschte Aussage, dass es sich um einen Zufall handeln musste, verneinten die Beiden. Sie hatten uns erwartet. Mehr noch, sie hatten einen Auftrag für uns. In einem Lagerhaus nahe dem Dock am Hafen lag ein Päckchen, welches den beiden gehörte. Allerdings hatten sie keinen Zugang zum Lagerhaus und an diesem Punkt baten sie uns um Unterstützung. Wir sollten dieses Päckchen für sie abholen.</p>
<p>Am Lagerhaus patrouillierte die Stadtgarde, aber davon abgesehen schien alles ruhig zu sein. Spielend gelang es uns, den Soldaten aus dem Weg zu gehen und Link öffnete mit spielender Leichtigkeit die Tür des Lagerhauses. Doch als wir eintreten wollten, wurden wir von einem Plätschern im Wasser des Hafenbeckens abgelenkt. Ohne Vorwarnung und eher wir uns versahen, wurden wir von einem schleimigen, stinkenden Etwas angegriffen.</p>
<p>Im spärlichen Licht, das aus der offenen Lagerhaustür fiel, wehrten wir uns nach Leibeskräften und konnten nach einem kurzen Kampf dieses Etwas besiegen. Wir waren uns nicht sicher, was es war, aber aufgrund der anderen Vorfälle hatten wir den Verdacht, dass es sich um ein Unelementar des Wassers handeln musste. Aber es wäre sicherlich hilfreich, wenn wir uns das Dock nochmal mit Gray anschauen würden, wenn es ihm wieder besser geht.</p>
<p>Doch dies war nicht die Zeit Gedanken und Spekulationen nachzusinnen. Wir hatten ein ganzes Lagerhaus zu durchsuchen und der vage Hinweis, dass wir nach einem Sack an der Nordwand Ausschau halten sollten, schränkte den Umfang der Arbeit nur unbedeutend ein. Zu unserem Glück wurde das Lagerhaus nur von einem Bluthund bewacht, den wir schnell vertreiben konnten und auch den Sack konnten wir an der beschriebenen Stelle finden.</p>
<p>Als wir wieder im Hotel waren, trafen wir uns mit Branibart und Roban in den Stallungen. Es kann nie schaden, den Blicken neugieriger Augen zu entgehen. Gemeinsam öffneten die beiden Händler den mit Heu ausgestopften Sack und brachten einen wunderschön gearbeiteten Kurzbogen maraskanischer Machart zum Vorschein. Mit den Worten “den brauchen wir nicht”, übergab Branibart den Bogen an Link und Roban ergänzte:</p>
<p>“Es gibt Dinge, die werden nicht geschaffen, sie geschehen. Dieser Bogen&hellip; Sicherlich nur ein gewöhnlicher Bogen – wenn man noch nie von tanzenden Füchsen, flüsternden Blättern und nächtlichen Zufällen gehört hat.”</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Unheil in der Zwergenschmiede</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-02-zwergenschmiede/</link>
      <pubDate>Wed, 02 Apr 2025 18:46:21 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-04-02-zwergenschmiede/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---57-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 57. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Link, Gray und ich zogen uns zurück, um uns zu beraten. Die Andeutungen von Yorlak gaben uns zu denken. &lt;em&gt;Das Siegel, das er Link gezeigt hatte und sein Nachname&amp;hellip; Barbrück, wie die Stadt, in der die Sharika ay Mada Basari ihren Hauptsitz hat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir waren uns sicher, dass es da eine Verbindung gibt. Yorlak war ganz klar ein Teil der Mada Basari und sein Name ließ vermuten, dass er vermutlich eine bedeutende Rolle in der aranischen Handelsgesellschaft spielen würde, welche eng mit der &lt;em&gt;Phexkirche&lt;/em&gt; verbunden ist.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---57-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 57. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Link, Gray und ich zogen uns zurück, um uns zu beraten. Die Andeutungen von Yorlak gaben uns zu denken. <em>Das Siegel, das er Link gezeigt hatte und sein Nachname&hellip; Barbrück, wie die Stadt, in der die Sharika ay Mada Basari ihren Hauptsitz hat.</em></p>
<p>Wir waren uns sicher, dass es da eine Verbindung gibt. Yorlak war ganz klar ein Teil der Mada Basari und sein Name ließ vermuten, dass er vermutlich eine bedeutende Rolle in der aranischen Handelsgesellschaft spielen würde, welche eng mit der <em>Phexkirche</em> verbunden ist.</p>
<p>Doch wir wussten nicht viel über die Gesellschaft vom Mondkontor. Ursprünglich aus einer alten Handelskompanie hervorgegangen wird die Organisation heute von einem dreiköpfigen Gremium, dem Mondsilbernen Rat, bestehend aus Salamon ibn Dafar, Siminja al’Fenneqil <em>und einem geheimnisvollen dritten Mitglied</em>, geleitet. Unter dem Rat agieren die Mondsilberwesire, die eigenständig die einzelnen Handelsniederlassungen führen, während die einfachen Händler als Mondsilberhadjins bezeichnet werden.</p>
<p>Die wirtschaftliche Macht der Mada Basari beruht auf einem weitreichenden Handelsnetz. Mit der eigenen Kornflotte, die an der gesamten Ostküste im Einsatz ist, transportieren sie hauptsächlich Lebensmittel wie Getreide und Peraineäpfel, aber auch Handwerkswaren und nordländische Produkte. Zudem erstrecken sich ihre Besitzungen über weite Landflächen in Aranien. Doch seit dem Rückzug der Gründerin Sybia gibt es innere Spannungen, die zu unterschiedlichen Zielsetzungen innerhalb der Organisation geführt haben.</p>
<p>Uns war klar, dass es noch einiges gab, was wir nicht über die Mada Basari wussten und das wir noch einiges in Erfahrung zu bringen hatten. Doch dies mussten wir erst einmal vertagen. Es galt, unseren Weggefährten Boronep zu retten, daher begaben wir uns auf den Weg Richtung der Drachenei-Akademie.</p>
<p>Dort hatten Gray und ich in den letzten Tagen jede freie Stunde verbracht und gelernt. So erlangten wir das geheime Wissen, welches uns gegebenenfalls bei der Entschlüsselung der Schriftrollen helfen könnte. Vielleicht war dieses Wissen sogar eine Möglichkeit, Boronep zu helfen.</p>
<p>Unterwegs drehten sich unsere Gedanken um das Artefakt. Link, Gray und ich rätselten, was es wohl mit den <em>vier Kammern</em> auf sich hatte. Vermutlich würden sie etwas beinhalten, was zu den <em>vier Statuen in der Kammer unter der Höhle</em> passen könnte. Immerhin streckten diese die Hände aus, als ob man etwas hineinlegen sollte. Wenn wir nur den im Ur-Tulamydia verfassten Text lesen könnten.</p>
<p>Wir diskutierten lange. So lange, dass wir sogar eine ganze Weile vor der Akademie standen. Zwar außerhalb der üblichen Wege, um ungestört reden zu können, aber nicht unauffällig. Als drei geheimnistuerische Fremde nahe der magischen Fakultät zogen wir viel Aufmerksamkeit auf uns.</p>
<p>Um nicht noch weiter Verdacht zu erregen, betraten wir das Gebäude, um mit Ihrer Spektabilität Ashtarra Okharim zu sprechen. Boronep war noch immer tief in komplexe Rituale eingebunden, aber die Drachenei-Akademie zeigte sich zuversichtlich, dass bald greifbare Fortschritte erzielt würden. In 10 bis 15 Tagen, so versicherte uns die Spektabilität, könnten wir mit neuen Erkenntnissen rechnen. Wieder mussten wir uns in Geduld üben und darauf vertrauen, dass die Akademie tatsächlich alles unternahm, um unserem Freund zu helfen.</p>
<p>Wir waren hin- und hergerissen, ob wir dies alles abbrechen sollten, um Boronep auf den Weg zu schicken, oder ob wir die Akademie weiterarbeiten lassen sollten. Doch da wurden unsere Überlegungen von zwei Zwergen, einem Mann und einer Frau, unterbrochen, die sich lautstark mit dem niederen Verwaltungs-Magier am Empfang unterhielten. Da dies in Tulamydia geschah verstanden wir kein Wort. Dennoch erkannten wir, dass sie unter großem Stress standen.</p>
<p><img alt="Gundrabosch Eisenhammer" loading="lazy" src="/posts/2025-04-02-zwergenschmiede/token_GundraboschEisenhammer.webp"> <img alt="Thordra Eisenhammer" loading="lazy" src="/posts/2025-04-02-zwergenschmiede/token_ThordraEisenhammer.webp"></p>
<p>Auf Grund ihres Äußeren vermuteten wir, dass es sich bei den Beiden um Hügelzwerge handeln könnte und dass die Chance bestand, dass sie vielleicht sogar Garethi sprechen konnten. Daher machte sich mein stets hilfsbereiter Freund Gray auf, um zu schauen, ob wir etwas für die Zwerge tun könnten und sprach die Frau an.</p>
<p>Die Zwölfe waren mit uns und den Beiden, denn auch sie beherrschten Garethi. So schilderten Thordra und Gundrabosch Eisenhammer uns, dass vor kurzem ein Fremder bei ihnen aufgetaucht war und darum bat, für ihn ein Schwert aus einem gar seltsamen Metall zu schmieden. Thordra war wohl von Anfang an dagegen aber die enorme Menge Gold die der in eine schwarze Kutte gekleidete Fremde bezahlen wollte, ließ Gundrabosch alle Bedenken in den Wind schlagen. Doch als sein Schmiedehammer das erste Mal auf das seltsame Metall traf geschah Furchtbares. Die Esse, das Herzstück der Schmiede, explodierte förmlich und übel stinkender Rauch füllte den Raum. Dann erschienen grausame und verunstaltete Gestalten aus Erz. Sie entsprangen dem Schmiedefeuer und strömten in die Realität von Derre. Gundrabosch und Thordra gelang es gerade eben, sich zu retten und nun suchten sie Hilfe bei den Magiern.</p>
<p>Das <em>verdorbene Erz</em> ließ uns aufhorchen, war es doch erst wenige Tage her, dass wir ein Unelementar des Humus in der Kanalisation besiegt hatten. Wir beschlossen dem Fall nachzugehen und zu schauen, ob wir vielleicht Anzeichen für einen Zusammenhang finden konnten. Außerdem mussten diese Abnormitäten beseitigt werden.</p>
<p>Gemeinsam mit den beiden Zwergen begaben wir uns ins Schmiedeviertel der Stadt Khunchom. In der Schmiede stand, nah bei der Esse, ein Dschinn des Unerzes und im Raum verteilt fanden wir auch einige Unelementare. Wir boten alles auf und stellten uns der Bedrohung entgegen, doch wir mussten einiges einstecken. Aber nach einem harten Kampf gelang es uns zu siegen. Allerdings erspähte Gray, gerade als sich der verdrehte Dschinn zurückgezogen hatte, eine Gestalt, die ihm bekannt vorkam&hellip;</p>
<p><img alt="Pentagor Dunkelstein" loading="lazy" src="/posts/2025-04-02-zwergenschmiede/token_green_phylakteriker.webp"></p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Universität</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-03-02-die_universitaet/</link>
      <pubDate>Sun, 02 Mar 2025 18:55:14 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-03-02-die_universitaet/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---56-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 56. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Vormittag des Praiostages besuchten wir mit Stordian nochmal den Basar von Khunchom, da dieser bislang noch nicht die Gelegenheit gehabt hatte, sich über das reichhaltige Sortiment der ansässigen Händler zu informieren. Dieses Mal verlief unser Aufenthalt ruhig und wir wurden nicht belästigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Mittag begaben wir uns ins Maraskanerviertel der Stadt und erkundeten die Gegend rund um die Taverne, von der wir ausgingen, dass es die Universität sei. Wir teilten uns auf und bezogen unterschiedliche Stellungen, während Andaryn die Taverne betrat.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---56-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 56. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Am Vormittag des Praiostages besuchten wir mit Stordian nochmal den Basar von Khunchom, da dieser bislang noch nicht die Gelegenheit gehabt hatte, sich über das reichhaltige Sortiment der ansässigen Händler zu informieren. Dieses Mal verlief unser Aufenthalt ruhig und wir wurden nicht belästigt.</p>
<p>Gegen Mittag begaben wir uns ins Maraskanerviertel der Stadt und erkundeten die Gegend rund um die Taverne, von der wir ausgingen, dass es die Universität sei. Wir teilten uns auf und bezogen unterschiedliche Stellungen, während Andaryn die Taverne betrat.</p>
<p>Während die Rahjastunde verstrich und verließen nach und nach immer mehr Arbeiter die kleine Taverne, um erneut ihrem Tagewerk nachzugehen. Uns viel jedoch eine, in eine Kutte gehüllte Gestalt auf, die die Taverne betrat. Wir berieten kurz unser weiteres Vorgehen und betraten dann ebenfalls die Kaserne.</p>
<p>Zu unserer großen Überraschung entpuppte sich die verhüllte Gestalt als ein alter Bekannter und Yorlak Barbrück, der die anwesenden Arbeiter in irgendetwas zu unterrichten schien, begrüßte uns freundlich mit den Worten, dass er uns schon erwartet hätte. Klar, er hatte sich damals mit den Worten von uns verabschiedet, dass er wieder zurück nach Khunchom gehen würde und wir ihn dort besuchen sollten. Dies hatten wir aber im Laufe der Ereignisse völlig vergessen.</p>
<p>Er jedoch wusste, dass wir auftauchen würden und zum ersten Mal seit unserer Zeit am alten Turm bekamen wir Antworten. Das Problem war nur die richtigen Fragen zu finden. Daher möchte ich hier die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte noch einmal festhalten.</p>
<ul>
<li>Yorlak kennt Karlos Jurios und sagt, dass er und Karlos die unterschiedlichen Seiten derselben Münze seien.</li>
<li>Yorlak und Karlos suchen und sammeln Informationen, Wissen und Artefakte, wobei Karlos dies tut, um seine Macht und seinen Einfluss zu mehren und Yorlak verhindern möchte, dass so etwas geschieht.</li>
<li>Yorlak deutete an, dass er mit dem Sharika ay Mada Basari in Verbindung stünde, blieb dabei aber sehr vage.</li>
<li>Yorlak bestätigte, dass Karlos sich an den Wortlaut seiner Abmachung halten würde und Boronep das Armband abnehmen würde, wenn er rechtzeitig wieder in Ragath wäre.</li>
<li>Yorlak kann nicht sagen, ob es eine einfache Möglichkeit gäbe, Boronep von dem dämonischen Armband zu befreien, aber er würde es sich anschauen.</li>
<li>Yorlak wusste von den Schriftrollen und deutete an, dass er davon wusste, dass diese irgendwann in unseren Besitz gelangen mussten.</li>
<li>Yorlak machte generell viele Andeutungen und Anspielungen.</li>
</ul>
<p>Auch schien es so, als wüsste er genau über die Kinder Bescheid, die wir am Basar kennengelernt hatten. Er wusste sogar, dass die Gruppe einen Gönner namens Mâlik hatte. Allerdings hatte er keine Möglichkeit direkt etwas für die Kinder zu tun. Yorlak konnte sogar die Gerüchte aufklären, warum sich Kinder, die sich mit seiner Universität eingelassen hatten, angeblich so sehr verändert hätten. Nahrung, Obdach und Bildung verändern ein Straßenkind. Eine wichtige Aufgabe schärft den Fokus, kein Wunder, dass die Kleinen davon ausgehen mussten, dass die, die sich als vielversprechend erwiesen hatten, komplett verändert haben mussten.</p>
<p>Wir standen aber vor einem größeren Problem. Wir hatten einen Auftrag zu erfüllen und konnten dies nicht tun. Doch hier konnte uns Yorlak behilflich sein. Seine Leute verbreiteten das Gerücht seines Ablebens und er wollte alles weitere arrangieren.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Basar Bande</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-02-16-basar_bande/</link>
      <pubDate>Sun, 16 Feb 2025 18:52:20 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-02-16-basar_bande/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---55-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 55. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das schwarze Auge – 55. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel
Boronep war noch immer in der Obhut der Collega Drachenei-Akademie. Daher freuten wir uns umso mehr, als Stordian zu uns stieß. Nach allem, was wir bislang in Khunchom erlebt hatten, war ein starker Schwertarm für uns ein Segen. Der Geist des Unerzes, den wir in der Kanalisation besiegt hatten, musste irgendwo herkommen. Solche widerwärtigen Abscheulichkeiten entstehen selten aus dem Nichts.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---55-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 55. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Das schwarze Auge – 55. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel
Boronep war noch immer in der Obhut der Collega Drachenei-Akademie. Daher freuten wir uns umso mehr, als Stordian zu uns stieß. Nach allem, was wir bislang in Khunchom erlebt hatten, war ein starker Schwertarm für uns ein Segen. Der Geist des Unerzes, den wir in der Kanalisation besiegt hatten, musste irgendwo herkommen. Solche widerwärtigen Abscheulichkeiten entstehen selten aus dem Nichts.</p>
<p>Aber wir mussten auch noch diese sogenannte „Universität“ finden – und langsam ging uns die Zeit aus. Bei einem gemeinsamen Frühstück besprachen wir uns. Wir gingen davon aus, dass unsere beste Chance darin bestünde, uns am Hafen oder auf dem Basar umzuhören. Stordian schlug uns jedoch vor, uns zuerst in der Nähe der Tempel der Stadt nach versteckten Zeichen und Hinweisen umzusehen. Damit verbrachten wir den gesamten Vormittag.</p>
<p>Schließlich trieben uns Hunger und erfolglose Suche doch zum Basar. Dort ließen wir uns auf einer Dachterrasse nieder und genossen eine Tasse Tee. Als Gray sich schließlich an einem Stand mit köstlichen Backwaren ein Brot kaufen wollte, kam ein kleiner Junge zum Betteln. Grays weiches Herz veranlasste ihn, dem Kind ebenfalls ein Brot zu kaufen – und gerade als er sich zu dem Jungen herunterbeugte, stürmte eine ganze Schar Kinder heran und umzingelte meinen Freund. Dutzende kleiner Hände schoben sich unter seine Gewänder und in seine Taschen, bis – auf ein geheimes Zeichen, mit dem die Bande davonrannte – alles seinen Lauf nahm. Zum Glück konnten wir von der Dachterrasse aus erkennen, wohin die Kinder liefen, und folgten ihnen zu einem heruntergekommenen Haus, das nur wenige Meter vom Marktplatz entfernt lag.</p>
<p>Im Keller des Hauses fanden wir die Kinder – sowohl jene, die es gewagt hatten, Gray zu bestehlen, als auch einige, die tatsächlich noch sehr jung waren. Die Jüngsten waren höchstens drei Jahre alt. Meine Kameraden versuchten beruhigend auf die ängstlichen Straßenkinder einzureden, um sie dazu zu bringen, Grays Eigentum herauszugeben, doch es wollte nicht gelingen. Die Bande sah aus, als ob sie schon seit Tagen nichts Anständiges zu essen gehabt hätte, und einige der Kleinen wirkten offensichtlich sehr krank.</p>
<p>Es war eine Mischung aus Angst und der Tatsache, dass Gray in einer fremden Sprache auf sie einredete, die die Situation immer weiter verschlimmerte. Selbst Andary, der im Tulamidya mächtig war, konnte die weinenden Kinder nicht beruhigen. Dennoch wollten wir den Kleinen helfen, also versuchten wir es weiter – ohne zu bemerken, dass sich jemand von hinten an uns herangeschlichen hatte. Ein dürres Mädchen von höchstens dreizehn oder vierzehn Jahren hielt einen alten Dolch in der Hand und forderte uns in gebrochenem Garethi auf, von den Kleinen abzulassen.</p>
<p><img alt="Layla al-Fadir" loading="lazy" src="/posts/2025-02-16-basar_bande/token_Layla_al-Fadir.webp"></p>
<p>Mit viel Geduld und einigen Münzen konnten wir sie davon überzeugen, dass wir gerne helfen würden. Als sich die Situation etwas beruhigt hatte, erfuhren wir, dass die Bande einen Gönner hatte, der Mâlik hieß. Außerdem erfuhren wir zum ersten Mal etwas über diese sogenannte &ldquo;Universität&rdquo;. Es kursierten hauptsächlich Märchen und Gerüchte, doch Layla al-Fadir – die Anführerin der Basarbande – war sich sicher, dass einige der älteren Mitglieder mehr wussten. Allerdings wollte sie zunächst allein mit ihnen sprechen. Wir sollten in drei Stunden zu einer Adresse am Hafen kommen.</p>
<p>Wir holten also unser Mittagessen nach und vertrieben uns ein wenig die Zeit, bis wir uns auf den Weg machten. Kaum hatten wir um die letzte Ecke des Hafenviertels gebogen, trafen wir unsere neue Freundin zusammen mit einem &ldquo;alten Freund&rdquo;. Praiosmund vom Mistelteich hielt mit einer Hand Layla und schwang in der anderen etwas, das einer Keule oder einem Zepter ähnelte. Mit lauter, für ihn typischer, sich überschlagender Stimme rief er nach den Stadtwachen, von denen sich immer einige in Hafennähe aufhielten. Wild beschimpfte er das Mädchen und bezichtigte sie des Diebstahls.</p>
<p>Stordian – der bei unseren letzten Begegnungen mit diesem arroganten Fettsack nicht dabei gewesen war – wollte die Situation entschärfen und ging langsam auf die beiden zu. Praiosmund nahm das jedoch übel und blendete den tapferen Ritter mittels einer Anrufung an Praios.</p>
<p>Ich war schon dabei, dem unfreundlichen Geweihten ordentlich einzuheizen, doch Gray kam mir zuvor. Mit seiner Magie sorgte er dafür, dass sich das Gemüt des Dicken schlagartig abkühlte. Den Zwölfen sei Dank hatten die Stadtwachen mitbekommen, dass Praiosmund den ersten Angriff gestartet hatte. Auch die Tatsache, dass ein Fremder grob gegen eine junge Einheimische vorgegangen war und wir ihr lediglich zu Hilfe eilten, sprach zu unseren Gunsten – sodass der Geweihte davongejagt wurde.</p>
<p>Layla gestand uns, dass sie Praiosmund tatsächlich um seinen Geldbeutel beraubt hatte. Da wir aber davon ausgehen konnten, dass der Dicke – im Gegensatz zu den Kindern – nicht innerhalb der nächsten Tage dem Hunger erliegen würde, waren wir überzeugt, dass diese Umverteilung der weltlichen Güter auch in Praios’ Sinne sei. Dennoch beunruhigte es mich, warum das Schicksal dafür sorgte, dass wir quer durch ganz Aventurien immer wieder auf diesen Geweihten trafen.</p>
<p>In einem kleinen, leerstehenden Haus am Hafen trafen wir uns mit Layla und den anderen jugendlichen Mitgliedern der Bande. Von ihnen erfuhren wir, dass es sich bei der „Universität“ um eine Taverne handelte, die sich im Maraskaner-Viertel der Stadt befand. Noch am selben Abend schauten sich Stordian und Gray den Laden an. Allerdings konnte die Taverne – so berichteten sie – nichts anderes bieten als schlechtes Bier und unfreundliche Maraskaner.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Unter Khunchom</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2025-01-01-unter_khunchom/</link>
      <pubDate>Wed, 01 Jan 2025 15:52:50 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2025-01-01-unter_khunchom/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---54-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 54. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es regnete, als wir nach etwa eineinhalb Tagen auf See im Hafen von Khunchom anlegten. Wir hatten kaum das Schiff verlassen, als Gray von einem aufgeweckten jungen Mann angesprochen wurde, der ihm eine Karte der Stadt verkaufen wollte. Er verlangte einen stolzen Preis und ich glaube, dass er uns da übers Ohr gehauen hatte, aber da wir die Stadt nicht kannten, zahlte Gray nach einer zähen Verhandlung die verlangte Summe.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---54-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 54. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Es regnete, als wir nach etwa eineinhalb Tagen auf See im Hafen von Khunchom anlegten. Wir hatten kaum das Schiff verlassen, als Gray von einem aufgeweckten jungen Mann angesprochen wurde, der ihm eine Karte der Stadt verkaufen wollte. Er verlangte einen stolzen Preis und ich glaube, dass er uns da übers Ohr gehauen hatte, aber da wir die Stadt nicht kannten, zahlte Gray nach einer zähen Verhandlung die verlangte Summe.</p>
<p>Bis auf Boronep ließen wir uns im Hotel Erhabener Mhanadi, dem besten Haus der Stadt, nieder. Boronep hingegen entschied sich für die Herberge Zum Tanzenden Kamel. Noch am selben Abend berieten Andaryn, Gray, Link und ich bei einem guten Essen, wie wir vorgehen könnten. Immerhin wurde für Boronep die Zeit langsam knapp. Wenn er über Land zurück nach Ragath reisen wollte, müsste er durch die Wüste Gor und über den Raschtulswall. Dies würde ihn, bei leichtem Gepäck und mit einem schnellen Pferd, vermutlich drei Wochen kosten. Die Tatsache, dass er nur einen Esel besaß, wollte ich gar nicht in meine Überlegungen einbeziehen. Zur Not würden wir ein Pferd kaufen. Das Problem war, dass wir, wenn wir diese Reisezeit berücksichtigen, nur noch fünf Tage hatten, um den Auftrag, den uns Karlos Jurios gegeben hatte, zu erledigen. Somit blieben uns nur noch der Erdstag und der Markttag, um herauszufinden, wo sich diese ominöse Universität befand.</p>
<p>Wenn dies nicht gelänge, wäre unsere einzige Möglichkeit, Boronep schon einmal Richtung Ragath losreiten zu lassen und, sollte uns die Erfüllung des Auftrags gelungen sein, einen Beilunker Reiter mit einem Eilbrief hinterherzuschicken. Da dies nicht unsere einzige Alternative bleiben durfte, beschlossen wir, dass wir bei den Artefakt-Magiern in der Drachenei-Akademie um Hilfe bitten würden. Immerhin hatten wir mehrere Gründe, diese ehrwürdige Anstalt zu besuchen.</p>
<p>Noch am selben Abend machten wir uns gemeinsam mit Boronep auf den Weg zur Akademie. Der Umstand, dass Gray und ich ausgebildete Magier waren, öffnete uns die Türen und zu einem großen Erstaunen verwies man uns direkt an ihre Spektabilität Ashtarra Okharim und die Magistra spectabilitas befasste sich tatsächlich mit unseren Anliegen.</p>
<p>Sie führte eine erste Untersuchung des Armbandes durch, wobei sie einen dämonischen Einfluss feststellen konnte. Außerdem ließ die magische Aura erahnen, dass sich das Schmuckstück auch nicht mit Gewalt abnehmen lässt. Weitere Untersuchungen und Analysen, wie beispielsweise die Bestimmung der Domäne oder gar des betreffenden Dämons würden jedoch ein magisches Ritual erfordern. Diese wäre für einen Versuch, Boronep von dem Armband zu befreien, jedoch unerlässlich. Die nötigen Rituale würden jedoch den akademischen Betrieb und anderen Tätigkeiten an der Drachenei-Akademie empfindlichst beeinflussen. Da meine Kameraden jedoch auf eine einfache Lösung drängten, empfahl sie uns, den Praios-Tempel um Hilfe zu bitten, was wir dankend ablehnten. So verblieben wir damit, dass wir Boronep zunächst einmal der Akademie überantworteten, damit man in einem gewissen Rahmen schon einmal mit Voruntersuchungen beginnen konnte.</p>
<p>Wir zeigten ihr auch den Schuldschein, den wir bei dem Toten in der Höhle unterhalb des alten Turms gefunden hatten. Diese konnte sie anhand einiger der Symbole und Stempel tatsächlich der Akademie zuordnen. Allerdings war er wohl sehr alt und die Magistra spectabilitas erbat sich mehr Zeit.</p>
<p><img alt="Alter Schuldschein" loading="lazy" src="/posts/2025-01-01-unter_khunchom/alter_schuldschein.webp"></p>
<p>Als wir die Drachenei-Akademie am nächsten Tag kurz nach der Mittagsstunde wieder besuchten, erfuhren wir mehr. Die Magistra spectabilitas Ashtarra Okharim, konnte bestätigen, dass dieser Schuldschein zu Zeiten ihres Urgroßvaters Zakhaban Okharim al&rsquo;Amulsahib, vor etwa 150 Jahren, ausgestellt wurde. Aziru ben Melahath ai Beni Shadif, der damalige Schatzmeister der Akademie, beauftragte den Archäologen und Abenteurer Hassan y ben Khorim Al&rsquo;jamila mit der Bergung eines Artefakts. Allerdings wollte sie uns nicht mehr sagen, ohne dass wir uns nicht in einem besonderen Maße als vertrauenswürdig erwiesen hätten. Dieses Vertrauen könnten wir aber durch die Untersuchung des Einsturzes einer Straße erarbeiten. Dieser Einsturz war erst vor wenigen Stunden erfolgt und schuf einen Zugang zur Kanalisation unterhalb der Stadt. Auch wenn dies erst vor wenigen Stunden geschehen war, gab es bereits Gerüchte im entsprechenden Stadtviertel, dass etwas Unheimliches dort unten war und dass es heraufkam.</p>
<p>Zusammen mit einem Studioso der Akademie, der uns den Weg zeigte, brachen wir auf. Die Wachen der Stadt hatten die Straße bereits abgeriegelt und bewaffnete Männer in der Nähe des Einbruchs postiert. Mit einem Seil, das wir an einem Karren anbanden, ließen wir uns in die Kanalisation hinab. Es stank fürchterlich und in der Dunkelheit konnten wir Bewegungen erkennen. Während Gray eine Fackel entzündete, nutzte ich die Magie meines Stabes, um die Umgebung zu beleuchten. Wir sahen große Reptilien, sogenannte Alligatoren, in deren Revier wir in unserer Unwissenheit eingedrungen waren.</p>
<p>Die Tiere waren zäh und nur mit viel Mühe konnten wir ihre Angriffe abwehren. Wir schlugen etwa ein halbes Dutzend in die Flucht und erlegten Zwei. Doch auch wenn diese Alligatoren furchteinflößend waren, so glaubte ich nicht, dass sie der Auslöser für die wilden Gerüchte waren, die es gegeben hatte. Daher hielt ich meine Kameraden an, trotz des Gestanks und der Gefahr weiter Ausschau zu halten.</p>
<p>Durch eine Röhre gelangten wir in einem Raum, in dem Gray einen Unelementargeist des Unhumus entdeckte. Hierbei handelte es sich um eine pervertierte und verschmutzte Form eines Elementars. In einem gemeinsamen Kraftakt und unter Aufbringung unserer letzten Reserven gelang es uns, diese Monstrosität vom Antlitz Deres zu tilgen.</p>
<p>Wir sammelten einige Proben als Beweis und machten uns auf den Rückweg zur Drachenei-Akademie. Dies jedoch nicht ohne vorher einige unserer Kleidungsstücke zu verbrennen, ein ausführliches Bad zu nehmen und uns auf dem Basar neu einzudecken.</p>
<p>Nachdem wir von unserer Entdeckung berichtet hatten, erhielten wir mehr Informationen zum so lange gesuchten Artefakt. Bei diesem handelte sich um eine Art mechanisches Rätsel in Form eines Würfels mit vier Kammern. Wir erhielten die Kopien von zwei Seiten mit Zeichnungen und Notizen zu dem Artefakt. Diese sind jedoch in Ur-Tulamidya und scheinen obendrein in einer Art Rätsel oder Geheimsprache verfasst zu sein.</p>
<p><img alt="Zeichnung des Artefakts" loading="lazy" src="/posts/2025-01-01-unter_khunchom/artefakt.webp"></p>
<p><img alt="Hinweise zu dem Artefakt" loading="lazy" src="/posts/2025-01-01-unter_khunchom/heinweis_artefakt.webp"></p>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Loch</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-27-das_loch/</link>
      <pubDate>Fri, 27 Dec 2024 15:40:07 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-27-das_loch/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-21---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 21 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;So waren wir nun im Prem gestrandet. Eine Stadt, die angeblich für ihr Feuer berühmt ist. Gerne hätte ich mich an einem solchen Feuer gewärmt, aber wir fanden nur einen kalten Hafen mit einem Haufen betrunkener Zweibeiner vor, die Geschichten erzählten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Geschichte von angeblich intelligenten Katzen, die außerhalb der Stadt wohnten, interessierte uns sehr. Das heißt eher die anderen, mir war nicht wohl bei der Sache, ich hatte hinreichend Aufregung in den vergangenen Tagen und hätte lieber dieses Feuer gesucht. Allerdings konnte ich die anderen nicht alleine lassen. Schließlich musste jemand auf sie aufpassen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-21---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 21 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>So waren wir nun im Prem gestrandet. Eine Stadt, die angeblich für ihr Feuer berühmt ist. Gerne hätte ich mich an einem solchen Feuer gewärmt, aber wir fanden nur einen kalten Hafen mit einem Haufen betrunkener Zweibeiner vor, die Geschichten erzählten.</p>
<p>Eine Geschichte von angeblich intelligenten Katzen, die außerhalb der Stadt wohnten, interessierte uns sehr. Das heißt eher die anderen, mir war nicht wohl bei der Sache, ich hatte hinreichend Aufregung in den vergangenen Tagen und hätte lieber dieses Feuer gesucht. Allerdings konnte ich die anderen nicht alleine lassen. Schließlich musste jemand auf sie aufpassen.</p>
<p>Wir schlichen uns also durch den Wald und kamen bei einer seltsamen Grubenanlage an. Die Katzen, die hier lebten, suchten irgendwas. Als sie unseren Begleiter Arturo entdeckten, drehten sie jedoch ein wenig durch. Sie hielten ihn für eine Art Gesandten, Heiligen oder Erlöser. Er wäre der, auf den sie warten.</p>
<p>Da unser Begleiter ein wenig schüchtern schien, übernahmen wir die Verantwortung, mit den verrückten Katzen zu verhandeln. So konnten wir leicht eine angemessene Unterkunft für die Nacht und ein gutes Essen aushandeln.</p>
<p>Am nächsten Tag führten uns die verrückten Katzen in die Grube, an der sie schon seit Jahren herumbuddelten. Zu unserer Überraschung fanden wir dort eine Art Schrein und jede Menge Abbilder von Arturo.</p>
<p>Während wir uns noch umschauten, musste unserem Begleiter die Sache wohl ein wenig zu Kopf gestiegen sein, denn er wollte uns von den Wachen, die das Heiligtum bewachten, auf uns hetzen. Er befahl ihnen sogar, dass sie uns umbringen sollten. Wenn man mich fragt, so hätte ich von ihm ein wenig mehr Dankbarkeit erwartet, nachdem wir alles für ihn mit diesen Verrückten geregelt hatten. Außerdem würde er ohne uns noch in irgendeinem Käfig sitzen.</p>
<p>Ich nahm mir vor, diese Unverschämtheit zu ahnden, sobald ich mein Fell aus dieser misslichen Lage gebracht hätte. Meinen Kameraden war wohl der gleiche Gedanke gekommen und so fingen wir alle an zu laufen.</p>
<p>Wieder an der frischen Luft mussten wir feststellen, dass die Grube von den bösen Katzen umstellt war. Daher wäre es sinnvoll gewesen, wenn wir gemeinsam einen Durchbruch freigekämpft hätten. Doch bevor ich etwas sagen konnte, rannten die anderen in alle Himmelsrichtungen davon.</p>
<p>Wir kämpften um unser Leben, und mir gelang es, Inigo und Ruben zu retten. Jack musste jedoch einiges einstecken, und was mit Ravenna war, wusste ich nicht. Wir hatten uns gut geschlagen, steckten aber noch immer in der Klemme.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Keine besonderen Vorkommnisse</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-14-keine_besonderen_vorkommnisse/</link>
      <pubDate>Sat, 14 Dec 2024 15:37:51 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-14-keine_besonderen_vorkommnisse/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---53-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 53. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Tage bis zum Abschluss des Tribunals verliefen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Gerücht über verwerfliche Ausschweifungen eines Praiosgeweihten kann ich weder bestätigen noch dementieren. Elburum ist jedoch eine Stadt, in der alles passieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir nutzen die Zeit, um uns ein wenig zu erholen und unsere Ausrüstung aufzustocken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen des Tribunals wurde unsere Unschuld an der Zerstörung des Schiffes und der Beschwörung von Dämonen festgestellt und selbst seitens Praiosmund vom Mistelteich gab es fast keine Einwände. So stehen wir nun kurz davor, unsere Reise Richtung Khunchom fortzusetzen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---53-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 53. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Die Tage bis zum Abschluss des Tribunals verliefen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Gerücht über verwerfliche Ausschweifungen eines Praiosgeweihten kann ich weder bestätigen noch dementieren. Elburum ist jedoch eine Stadt, in der alles passieren kann.</p>
<p>Wir nutzen die Zeit, um uns ein wenig zu erholen und unsere Ausrüstung aufzustocken.</p>
<p>Im Rahmen des Tribunals wurde unsere Unschuld an der Zerstörung des Schiffes und der Beschwörung von Dämonen festgestellt und selbst seitens Praiosmund vom Mistelteich gab es fast keine Einwände. So stehen wir nun kurz davor, unsere Reise Richtung Khunchom fortzusetzen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Ende des Kultes</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-10-das_ende_des_kultes/</link>
      <pubDate>Tue, 10 Dec 2024 19:43:59 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-10-das_ende_des_kultes/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---51-und-52-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 51. und 52. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;erkundung-der-region-nördlich-von-elburum&#34;&gt;Erkundung der Region nördlich von Elburum&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Warentransport durch das Skorpiontor zog unsere Aufmerksamkeit auf sich, doch trotz der Vielzahl von Karren und Wagen ließ sich kein klarer Hinweis erkennen. Auch die Bauernhöfe nördlich der Stadt schienen auf den ersten Blick alle gleich. Nach einer genaueren Erkundung stach jedoch einer deutlich heraus: ungepflegt, beinahe verlassen – ein auffälliger Kontrast zu den anderen Anwesen der Gegend.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---51-und-52-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 51. und 52. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="erkundung-der-region-nördlich-von-elburum">Erkundung der Region nördlich von Elburum</h3>
<p>Der Warentransport durch das Skorpiontor zog unsere Aufmerksamkeit auf sich, doch trotz der Vielzahl von Karren und Wagen ließ sich kein klarer Hinweis erkennen. Auch die Bauernhöfe nördlich der Stadt schienen auf den ersten Blick alle gleich. Nach einer genaueren Erkundung stach jedoch einer deutlich heraus: ungepflegt, beinahe verlassen – ein auffälliger Kontrast zu den anderen Anwesen der Gegend.</p>
<p>Eine Weile blieben wir im Schutz der Entfernung und beobachteten das Gelände. Rauch stieg aus dem Kamin auf und zeigte, dass der Hof noch bewohnt war. Doch die vernachlässigten Felder und das verfallene Haus erzählten eine andere Geschichte. Es war offensichtlich, dass hier seit Langem keine Landwirtschaft mehr betrieben wurde.</p>
<p>Nach einer kurzen Beratung wurde beschlossen, die Lage bei der Stadtwache zu klären. Mit der notwendigen Genehmigung in der Hand, die es uns erlaubte, die Stadt auch nach Einbruch der Dunkelheit zu verlassen, kehrten wir in unser Quartier zurück, um den nächsten Schritt vorzubereiten. Am folgenden Tag brachen wir auf, entschlossen, dem Geheimnis dieses Hofes auf den Grund zu gehen.</p>
<h3 id="erkundung-des-bauernhofs">Erkundung des Bauernhofs</h3>
<p>Bei unserer Ankunft wirkte der Hof verlassen. Auf dem Gelände war niemand zu sehen, und die Fenster waren mit Tüchern verhangen. Link war es, der die Bewegung eines Kettenhundes entdeckte und diesen mit einem gut gezielten Pfeil tötete, bevor dieser Alarm schlagen konnte. Danach erkundete er mit Boronep die umliegenden Gebäude und das Gelände. Im Stall fanden sie zwei Zombies, die sie ohne Zögern vernichteten.</p>
<p>Andaryn, Gray und ich nahmen uns das Innere des Hauses vor, wo wir einige Kultisten und auch die jungen Frauen aus der Stadt vorfanden, die diese Verbrecher verschleppt hatten. Der Kampf gegen die Kultisten war erbittert und schnell. Wir teilten uns auf und kämpften uns durch die Räume des Anwesens.</p>
<p>Dabei stieß Gray auf Gonzalo, welcher mithilfe eines Unsichtbarkeitszaubers entkommen konnte. Allerdings ließ Gonzalo einen Brief für Gray zurück, welchen dieser mir schweigend zeigte, nachdem wir alle Kultisten im Haus besiegt hatten. Einen Brief, dessen Inhalt auch mich zutiefst erschütterte.</p>
<h3 id="der-keller">Der Keller</h3>
<p>Außerhalb des Gebäudes fanden wir einen Zugang zu seinem Keller. Andaryn übernahm draußen die Wache und über eine lange Treppe gelangten wir anderen in eine Art Gewölbe aus dunklem Stein. Eine zentral platzierte Feuerschale spendete ein schwaches Licht, und es roch nach Räucherwerk. Auch hier fanden wir die Kultisten des Moghulat Oron. Als wir uns ihnen stellten, wurden wir auch von Bhurkheschim, dämonischen Fröschen, angegriffen, welche uns mit ihrem berauschenden Gift zusetzten. Dennoch gelang es uns, die Oberhand zu erlangen und weiter ins Gewölbe vorzudringen.</p>
<p>Gray gelang es, weitere der jungen Frauen zu retten, die von Gift betäubt und in Ketten gelegt waren. Scheinbar kamen wir gerade noch rechtzeitig, um zu verhindern, was auch immer diese Verrückten mit ihren Gefangenen vorhatten.</p>
<p>Nachdem die Lage wieder halbwegs sicher schien, berieten wir uns kurz und Gray reichte mir sein magisches Eisschwert. Auch wenn er dem Element des Eises in besonderer Weise zugetan war, hatte er vermutlich erkannt, dass es in den Händen eines ausgebildeten Schwertkämpfers mehr bewirken konnte.</p>
<p>Währenddessen beschloss Boronep, dass er die Kellerräume weiter erkunden wollte und stieß in einem weiter entfernten Bereich auf einen riesigen Kultisten, welcher ihn beinahe getötet hätte. Ich musste ihm zu Hilfe eilen und konnte ihn nur mit knapper Not retten. Allerdings setzte mir dieser Riese hart zu und verletzte mich so schwer, dass ich ohne einen Heiltrank nicht hätte weiter kämpfen können.</p>
<h3 id="die-entweihte-kapelle">Die entweihte Kapelle</h3>
<p>Am Ende unseres Weges durch den Keller fanden wir eine Art Kapelle. Dort stand ein Priester der dunklen Künste, flankiert von einem beschworenen Khelevathan. Diese abscheuliche Kreatur, halb Widder und halb Mann, war fast dreieinhalb Schritt groß und konnte gerade noch aufrecht innerhalb des Gewölbes stehen.</p>
<p>Gray gelang es einen der Kultisten davon zu überzeugen, sich auf unsere Seite zu schlagen und den Dämon anzugreifen, doch dann wurde mein Kamerad Opfer der schändlichen Magie dieses Monsters. Er hielt den Khelevathan für einen Verbündeten und verteidigte ihn gegen den Kultisten. Die Situation eskalierte weiter, als der Khelevathan Boronep mittels Magie befahl, Gray anzugreifen, was diese auch tat. So blieb uns keine andere Möglichkeit, auch Boronep niederzuschlagen.</p>
<p>Doch letztlich gelang es uns, die Kreatur zu überwältigen, sowie den Priester und seine Kultisten gefangenzunehmen. Mittels eines meiner besten Heiltränke konnten wir auch Boronep retten, während Andaryn Verstärkung in Form der Stadtwache holte.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Prüfung der Götter</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-11-03-pruefung_der_goetter/</link>
      <pubDate>Sun, 03 Nov 2024 14:16:53 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-11-03-pruefung_der_goetter/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---50-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 50. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;ankunft-in-elburum&#34;&gt;Ankunft in Elburum&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir auf See fast unser Ende gefunden hatten, erreichten wir mit letzter Kraft den Hafen von Elburum. Der Angriff des Wellenwerfers hatte unser Schiff, die Sonnenwind schwer beschädigt. Nur mit größter Mühe und durch die tapfere Verteidigung der Mannschaft sowie unseren eigenen magischen und kämpferischen Fähigkeiten konnten wir das Schlimmste abwenden. Doch auch nachdem der Dämon sich zurückgezogen hatte, waren die Spuren des Angriffs unübersehbar: Risse im Rumpf, zerfetzte Segel und fast die ganze Crew tot.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---50-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 50. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="ankunft-in-elburum">Ankunft in Elburum</h3>
<p>Nachdem wir auf See fast unser Ende gefunden hatten, erreichten wir mit letzter Kraft den Hafen von Elburum. Der Angriff des Wellenwerfers hatte unser Schiff, die Sonnenwind schwer beschädigt. Nur mit größter Mühe und durch die tapfere Verteidigung der Mannschaft sowie unseren eigenen magischen und kämpferischen Fähigkeiten konnten wir das Schlimmste abwenden. Doch auch nachdem der Dämon sich zurückgezogen hatte, waren die Spuren des Angriffs unübersehbar: Risse im Rumpf, zerfetzte Segel und fast die ganze Crew tot.</p>
<p>Als wir in Elburum einliefen, wurden wir vom strahlenden Licht ihrer blendend weiß getünchten Fassaden empfangen. Die Häuser leuchteten in der Sonne des goldenen Herbstes, als wir das Schiff verließen und ließen erkennen, warum man Elburum auch die weiße Stadt nannte. Das Hafenviertel Zhinbabil war erfüllt vom geschäftigen Treiben der Händler, die hier ihre Waren entluden. Der Duft von Gewürzen und das Rufen der Kaufleute, die Arangen, Oliven und den berühmten aranischen Schlauchwein anpriesen, lenkten uns kurz von den Schrecken der See ab und wir waren froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.</p>
<p>Während wir uns in der Stadt umsahen, organisierte Kapitän Wulftan al’Awan die Rep aratur der Sonnenwind und schnell wurde klar, dass die Instandsetzung mindestens zwei Wochen dauern würde. Dies bedeutete, dass wir vorerst in Elburum festsaßen. Das Kontor der Sharika ay Mada Basari bot uns an, dass man uns nach der Reparatur des Schiffes nach Khunchom bringen würde und man brachte uns in der Pension &ldquo;Bei Yulmin&rdquo; im Stadtteil Elburial unter.</p>
<h3 id="vorladung-vor-das-tribunal">Vorladung vor das Tribunal</h3>
<p>Am Morgen nach unserer Ankunft – wir saßen gerade im Teehaus &ldquo;Blauer Pfau&rdquo; – wurden wir vor ein militärisches Tribunal gerufen, welches noch am selben Tag stattfinden sollte. Der Angriff auf die Sonnenwind, insbesondere durch die dämonische Erscheinung, hatte Fragen aufgeworfen. Daher hatten wir uns am Nachmittag in der Garnison des Regiments Skorpiongarde einzufinden</p>
<p>Bei unserer Ankunft fanden wir neben Kapitän Wulftan al’Awan und seinem ersten Maat Aedith Quent auch Boronike Dengler und Gonzalo Jurios vor.</p>
<p>Der Kapitän und sein Maat hatten ihre Berichte bereits abgeschlossen, und nun waren wir an der Reihe. Im Großen und Ganzen konnten wir die Aussagen der beiden Seefahrer bestätigen. Allerdings wurde schnell klar, dass der Hauptmann der Garnison kein Verständnis für unklare oder ungenaue Aussagen hatte. So wurde der eine oder andere unserer Gruppe, der keine militärische Ausbildung genossen hatte, scharf gemaßregelt.</p>
<p>Nach uns wurde Boronike vernommen. Da sie jedoch während des Angriffs auf das Schiff unter Deck bei dem ehemaligen Abt Borondrian Dergelmund war, konnte sie nicht viel aussagen. Gonzalo hingegen hatte viel zu erzählen. Er beschuldigte Gray, den Dämon beschworen zu haben und behauptet, dass es ihn schon während der ganzen Reise dabei beobachtet hätte, seltsame und dunkle Dinge zu tun. Er ging sogar so weit, dies bei den Zwölfen zu schwören, eine Geste, die unter den Tulamiden bedeutende Wirkung entfaltete. Zu unserem Glück glaubten die anwesenden Soldaten an Rastullah oder an Rur und Gror, wenn es sich um Maraskaner handelte.</p>
<p>Um den Schwur von Gonzalo zu bekräftigen, sollte ein reisender Pilger gerufen werden, der sich zufällig in der Stadt aufhielt und ein Geweihter sein sollte. Dafür wurde das Tribunal unterbrochen und Wachen ausgeschickt, den Pilger herbeizuholen.</p>
<p>Die Fortführung des Tribunals begann mit einem Schock für uns. Bei dem Geweihten, bei dem Gonzalo seinen Schwur bekräftigen sollte, handelte es sich um einen alten Bekannten. Praiosmund vom Mistelteich hatte seine Prüfungen abgeschlossen und war nun kein Akoluth mehr, doch er war nach wie vor ein arrogantes Arschloch. Er bestand darauf, mit Euer Gnaden adressiert zu werden und verunglimpfte uns ohne Zögern, insbesondere Gray. Für Praiosmund war die Frage der Schuld scheinbar bereits entschieden.</p>
<p>Wir beschworen unsere Unschuld und es entspann sich ein hitziger Disput, welcher hart von dem Hauptmann der Garnison unterbrochen wurde. Zu unserem Glück hatte er einen ausgeprägten Sinn für Recht und Gerechtigkeit, so beschloss er, dass, wenn beide Parteien auf ihre Götter schworen, diese über Schuld und Unschuld entscheiden sollten. Hierfür sollten wir eine Prüfung ablegen, die zeigen würde, ob uns unsere zwölf Götter gewogen waren oder nicht. Worum es in der Prüfung ging, würden wir am nächsten Tag erfahren, denn man in der Skorpiongarde beraten hatte.</p>
<h3 id="dämonischer-kult-in-elburum">Dämonischer Kult in Elburum</h3>
<p>Am folgenden Tag erhielten wir eine Aufgabe, die einer Prüfung der Götter angemessen war. Wir wurden angewiesen, den Gerüchten über dämonische Umtriebe in der Stadt nachzugehen. Angeblich sei ein Kult, der sich dem Moghulat Oron, verschrieben hatte, wieder aktiv. Wir sollten diesen Kult finden und neutralisieren. Leider konnte und wollte man uns nichts über den Kult sagen, verwies uns aber an die Bibliothek im Hesinde-Temple, wo wir noch am selben Tag mit den Nachforschungen begannen.</p>
<blockquote>
<p>Das Moghulat Oron war einst ein finsteres Reich, geschaffen durch die mächtige Dämonenbuhlerin Dimiona von Zorgan und ihre Anhänger. Ursprünglich aus den tulamidischen Reichen hervorgegangen, breitete sich das Moghulat von Zorgan aus über angrenzende Lande und herrschte mit Schreckensgewalt über einen großen Teil der heutigen Schwarzen Lande. Dimiona, die sich selbst als &ldquo;Königin von Oron&rdquo; bezeichnete, nutzte dämonische Kräfte und dunkle Riten, um ihre Macht zu festigen und Widersacher zu vernichten. Die Herrschaft des Moghulats war geprägt von grausamen Ritualen und Opferungen, die zur alltäglichen Einschüchterung und Unterdrückung der Bevölkerung dienten. Ein zentraler Bestandteil dieser Herrschaft war der Kult um Belkelel, die Dämonenfürstin der Verführung und Verderbnis. Der Belkelel-Kult diente Dimiona als mächtiges Werkzeug, um die Bevölkerung in Abhängigkeit und Manipulation zu halten. Unter dem Deckmantel von Hingabe und Genuss wurden die Menschen in eine Welt der Kontrolle und des Verlusts der Selbstbestimmung geführt. Tempel und geheime Treffpunkte des Kults, scheinbar Orte des Luxus und der Freizügigkeit, verbargen in Wahrheit die dunklen Machenschaften, die Dimionas Einfluss weiter stärkten. Auch nach dem Fall des Moghulats halten sich in Orten wie Elburum Gerüchte, dass der Kult Belkelels noch immer im Verborgenen agiert und die Erben des Moghulats die finsteren Lehren Dimionas und Belkelels weitertragen, um Einfluss und Macht zu gewinnen.</p>
</blockquote>
<p>Es war kein Wunder, dass man über das schwierige Erbe der Stadt schwieg und ich fragte mich, wie lange man schon hinsichtlich der Kultaktivitäten wegsah, war es doch so einfach in einer Stadt, in der man sich so hemmungslos den Freuden Rahja hingab, die Untriebe Belkelels zu ignorieren.</p>
<p>Wir begannen mit unseren Ermittlungen, wobei Link seinem Instinkt vertraute und in den ärmeren Vierteln der Stadt herumfragte. So fand er heraus, dass in der letzten Zeit mehrere junge und vor allem hübsche Frauen verschwunden waren. Er fand auch heraus, dass eine der Frauen, zuletzt am Skorpiontor gesehen wurde. Gray, der seine Ermittlungen in den lebenslustigeren Etablissements von Elburum durchführte, konnte Links Erkenntnisse bestätigen. Er könnte sogar ergänzen, dass sich dieser Kult vermutlich nördlich der Stadt niedergelassen hatte. Dies passte zu der Sache mit dem Skorpiontor.</p>
<p>Bei unseren weiteren Nachforschungen entdeckten wir einen heruntergekommenen Bauernhof nördlich von Elburum. Gray hatte vorgeschlagen, nach solch einem verlassenen und ungepflegten Orten Ausschau zu halten und der Zustand des Hofes ließ uns vermuten, dass sich dort möglicherweise Spuren des Kults finden könnten.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Calamari</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-10-28-calamari/</link>
      <pubDate>Mon, 28 Oct 2024 11:04:26 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-10-28-calamari/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-20---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 20 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da standen wir nun und meine Freunde wussten nicht mehr weiter. Klar, wir wollten das Kästchen in den Käfig mit dem seltsamen Hund tun, aber wie sollte es weitergehen? Sicherlich war es sinnvoll, sich in einem der Käfige zu verstecken, und nachdem wir den Fuchs mit den riesigen Ohren befreit hatten, war auch ein passender Käfig leer. Allerdings würden eine Handvoll Katzen in einem Käfig sicherlich auffallen. Wir brauchten dringend gute Verkleidungen und gemeinsam sahen wir uns auf dem Gelände, in der Hoffnung etwas zu finden, um.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-20---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 20 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Da standen wir nun und meine Freunde wussten nicht mehr weiter. Klar, wir wollten das Kästchen in den Käfig mit dem seltsamen Hund tun, aber wie sollte es weitergehen? Sicherlich war es sinnvoll, sich in einem der Käfige zu verstecken, und nachdem wir den Fuchs mit den riesigen Ohren befreit hatten, war auch ein passender Käfig leer. Allerdings würden eine Handvoll Katzen in einem Käfig sicherlich auffallen. Wir brauchten dringend gute Verkleidungen und gemeinsam sahen wir uns auf dem Gelände, in der Hoffnung etwas zu finden, um.</p>
<p>Jack war der Erste, der eine – seiner Meinung nach passende – Verkleidung fand. Es handelte sich um eine Katzenmaske aus schwarzem Leder, und ich war mir sicher, dass er damit niemanden täuschen würde. Da er aber so glücklich damit aussah, wollte ich ihm nicht die Freude daran nehmen.</p>
<p>Der Rest von uns musste sich weiter umschauen. Doch dabei sollten wir nicht allein bleiben. Der Zufall wollte es, dass die gute Ravenna ebenfalls in dieser seltsamen Menagerie zugegen war. Eigentlich wollte sie in den Wäldern nach dem Rechten schauen, aber ich glaube, dass sie nicht von mir lassen konnte. Als Zeichen der Zuneigung schenkte sie mir sogar einen Heiltrank. Die Ärmste musste es schwer erwischt haben. Bei einem so stattlichen und gepflegten Kater wie mir ist dies aber auch keine Überraschung. Ich fürchte nur, dass ich ihr eines Tages ihr kleines Herz brechen muss. Sie ist so gar nicht mein Typ.</p>
<p>Aber mit ihrer Hilfe fanden wir die Felle eines Löwons, zweier Bären und dreier dieser Füchse mit den großen Ohren. Diese nahmen wir an uns und bastelten in Windeseile ein paar brauchbare Kostüme. Als Anführer unserer kleinen Seilschaft war ich selbstverständlich der Löwon und nahm gemeinsam mit den anderen in einem Käfig mit dem passenden Hinweisschild Platz.</p>
<p>Dies passende Hinweisschild muss gesondert erwähnt werden, da nicht alle von uns in der Lage sind, die Schrift der Zweibeiner zu lesen und den Sternen sei Dank, dass ich dies vollbringen konnte. Sonst wären wir im schlimmsten Fall noch im falschen Schiff gelandet.</p>
<p>Wir verbrachten einige müßige Stunden in dem Käfig, bis wir von ein paar Menschen abgeholt und in den Bauch eines ihrer Schiffe gebracht wurden. Dort trafen wir auch wieder auf den Kater mit den Pfauenfedern. Wie sich herausstellte, war sein Name Arturo und an und für sich erschien er mir höflich und gebildet zu sein. Da er mich darum bat, ihm aus dem Käfig zu helfen, kam ich seinem Wunsch gerne nach. Hinsichtlich seiner Hoffnung, das Schiff zu verlassen, sah ich jedoch schwarz.</p>
<p>Nun galt es, dieses Kästchen in den Käfig mit diesem seltsamen Hund zu legen. Jack wollte sich darum kümmern, jedoch konnte ich ihm ansehen, welche Angst er hatte. Also wollte ich als Anführer meiner Pflicht nachkommen und dies selbst übernehmen. Allerdings schien der Hund gereizt auf meine dominante Ausstrahlung zu reagieren und gebar sich besonders aggressiv. Dieses Verhalten ist bei den Kötern leider nicht unüblich. So übernahm letztendlich Ravenna die Aufgabe und versteckte das Kästchen unter dem Futternapf des noch immer auf mich fixierten Monsterköters.</p>
<p>Da unsere wichtigsten Pflichten nun erfüllt waren, warteten wir bis sich die Zweibeiner zur Ruhe betteten und sahen uns dann im Schiff um. Bedauerlicherweise gab es nichts, was wirklich interessant oder spannend war. Mir fiel jedoch auf, dass auch dieses Schiff Kanonen und Kanonenkugeln hatte. Der Anzahl nach mussten sicherlich ständig Zweibeiner von Board fliegen.</p>
<p>Als wir an Deck waren, entdeckte ich, dass Arturo auf dem Ausguck saß und missmutig in die Ferne blickte. Also winkte ich ihm aufmunternd zu. Es war nur eine bescheidene Geste meinerseits, dennoch vermochte sie den Gram des Katers zu lindern und er begab sich zurück unter Deck. Nachdem wir uns umgesehen hatten, folgten wir ihm.</p>
<p>Wir hatten es uns gerade gemütlich gemacht, als das Schiff zu schwanken und zu knarzen begann. Darauf folgten schwere Erschütterungen und ein schrecklicher Lärm. Ehe wir uns versahen, durchschlugen zwei riesige violette Tentakel die Bordwand des Schiffes und zuckten im Lagerraum herum.</p>
<p>Beherzt ergriff ich meinen geliebten Wanderstab und drosch auf eines dieser sich windenden Dinge ein. Ich konnte erkennen, dass es den Treffer spürte, doch es schien ihm nicht viel auszumachen. Auch die Schläge und Hiebe meiner Kameraden steckten die Tentakel scheinbar mühelos weg. Mir war sofort klar, dass ich für das Leben meiner Kameraden verantwortlich war, und dass wir uns zurückziehen mussten, wenn wir mit heilem Fell aus der Sache rauskommen wollten. Mein wachsamer Geist hatte am Heck des Schiffes ein kleines Beiboot registriert, welches unsere Rettung hätte sein können. Meine Freunde waren jedoch wie von Sinnen und hatten anstelle der Schlacht nur den Kampf im Kopf. Sie schlugen weiter auf die beiden Tentakel ein und als dann Jack noch von einem gepackt wurde, war klar, dass sie dringend meine Hilfe brauchten.</p>
<p>Gemeinsam gaben wir alles. Wir wischen aus, griffen an, gingen in Deckung und setzten unseren Gegnern zu. So gelang es uns, dank eines besonders waghalsigen Manövers meinerseits, Jack zu befreien. Dies ermöglichte es dem gummiartigen Ding jedoch, mich zu schnappen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dem Tentakel aber schon so sehr zugesetzt, dass sich mich – mit ein wenig Hilfe von Inigo – seinem schlaffen Griff entwenden konnte. Nach einigen wenigen weiteren Schlägen hatten wir unsere Angreifer vertrieben.</p>
<p>In dem Schiff sah es übel aus. Die Wände waren mit Löchern und Rissen gezeichnet, an vielen Stellen drang Wasser ein. Sicherlich würde es bald sinken, wenn wir nichts unternehmen würden. Wir begannen also die Löcher zu stopfen und zu vernageln, aber dort, wo einst der Käfig des seltsamen Hundes stand, klaffte ein besonders großes Loch und von dem aggressiven Tier und seinem Käfig war nichts mehr zu sehen. Eine kalte Faust umschloss mein Herz, in der Sekunde, in der ich sah, dass der Käfig weg war, da dies bedeuten konnte, dass das Kästchen, das uns Kater Karlo anvertraut hatte, verloren war. Panisch begannen wir alles abzusuchen und Ruben konnte es tatsächlich finden. Allem Anschein nach war es aus dem Käfig gefallen und unter etwas von dem ganzen Unrat gerutscht, der hier überall herumlag.</p>
<p>Mit großem Entsetzen musste ich jedoch feststellen, dass es beschädigt und geöffnet war, was es uns unmöglich machte, den Auftrag von Kater Karlo – das Kästchen ungeöffnet und unversehrt zu überbringen – auszuführen. Die anderen sahen jedoch eine Chance, ihre Neugierde zu stillen und entdeckten einen hübsch gefertigten metallenen Schlüssel, der, wie ich vermutete, zu einem anderen Kästchen gehören musste. Wir beschlossen, dass wir versuchen würden, wenigstens den Schlüssel zu übergeben.</p>
<p>Bis dahin würden wir uns jedoch gedulden müssen. Das Schiff wurde um Hafen von Salza repariert und lag zwei Wochen im Dock.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Aus der Tiefe</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-30-aus_der_tiefe/</link>
      <pubDate>Mon, 30 Sep 2024 15:49:49 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-30-aus_der_tiefe/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---49-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 49. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Während wir die Akten des Klosters studierten und die ersten Schlüsse zogen, nahm der Wind stetig zu. Die Wellen wurden unruhiger, und bald peitschte das Meer die &lt;em&gt;Sonnenwind&lt;/em&gt; mit wachsender Wut. Es dauerte nicht lange, bis wir uns mitten in einem Sturm befanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Steuerbord schlugen die Wellen hart gegen den Rumpf, und das Knarzen der Spanten wurde besorgniserregend. Als die Rufe der Seeleute dringlicher wurden, erblickten wir die Ursache ihrer Furcht.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---49-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 49. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Während wir die Akten des Klosters studierten und die ersten Schlüsse zogen, nahm der Wind stetig zu. Die Wellen wurden unruhiger, und bald peitschte das Meer die <em>Sonnenwind</em> mit wachsender Wut. Es dauerte nicht lange, bis wir uns mitten in einem Sturm befanden.</p>
<p>Von Steuerbord schlugen die Wellen hart gegen den Rumpf, und das Knarzen der Spanten wurde besorgniserregend. Als die Rufe der Seeleute dringlicher wurden, erblickten wir die Ursache ihrer Furcht.</p>
<p>Aus den Untiefen erhob sich eine Welle, die sich wie ein gewaltiges Gebirge fast bis zu den Wolken auftürmte. Inmitten dieser urplötzlich entstandenen Seemassen zeichnete sich eine dämonisch verzerrte Fratze ab. Das Gesicht, in den Wellen nur kurz erkennbar, schien aus der Dunkelheit selbst zu bestehen. Die Augen, leer und tief wie der Abgrund, schienen das Licht zu verschlingen, während das Maul weit aufgerissen war, als ob es alles auf seinem Weg verschlingen wollte. Die See wurde von dieser finsteren Präsenz beherrscht.</p>
<p>Unter den Seeleuten machte ein Name die Runde, flüsternd, fast ehrfürchtig: der Wellenwerfer, der Blaue Herrscher der See.</p>
<p>Efferd steh uns bei! Das Schiff ächzte unter der Wucht der Wellen. Jede von ihnen türmte sich höher als die Letzte. Der Kapitän schrie Befehle und die Mannschaft begann, die Segel zu raffen. Währenddessen versuchen Gray und ich, uns nützlich zu machen. Mit Magie, Eis und Feuer drangen wir auf den Dämon ein. Auch wenn unsere Zauber Wirkung zeigt, so war es nicht viel, was wir ausrichten konnten.</p>
<p>Doch der Wellenwerfer, Turgoth der siebengehörnte Diener der unbarmherzigen Ersäuferin Charyptoroth, war nicht das Einzige, das sich aus der Tiefe erhob.</p>
<p>Sechs oder sieben schattenhafte Gestalten zogen sich an einer am Bug vergessenen Strickleiter an Bord. Sie waren schwer auszumachen im schwachen Licht, doch ihre Bewegungen verrieten sie. Ihre Körper, groß und massig, wirkten wie von schleimiger, aalglatter Haut überzogen. Ihre Tentakel zuckten in der kalten Luft, bereit, nach jedem zu greifen, der sich ihnen näherte.</p>
<p>Boronep, Andaryn und Link trafen als Erste auf die Eindringlinge, doch ihre Waffen schienen kaum einen Effekt zu haben. Die Haut der Kreaturen war zäh wie Gummi, und kein Hieb konnte sie ernsthaft verletzen. Zwei von ihnen verschwanden rasch unter Deck, während die übrigen die Männer auf dem Deck bedrängten.</p>
<p>Die Matrosen kämpften verzweifelt und ihre Schreie vermischten sich mit dem tosenden Wind. Am Bug verteidigten wir uns gegen den Ansturm der Tentakelköpfe und am Heck forderte der Wellenwerfer weitere Opfer. Ein Seemann nach dem anderen wurde von heftigen Wogen über des Deck des Schiffes geschleudert und von den Wassermassen erschlagen. Doch der Kapitän war von Efferd gesegnet. Er hielt sich unbeirrt am Steuerrad fest, während die Wellen über ihm zusammenbrachen.</p>
<p>Nach einer Weile tauchten die beiden Kreaturen, die unter Deck verschwunden waren, wieder auf. Zwischen sich schleppten sie den ehemaligen Abt Borondrian Dergelmund. Sein Körper hing schlaff in ihren Tentakeln, und er schien kaum noch bei Bewusstsein. Alle versuchten, ihn zu retten, doch die Kreaturen hatten ihn fest im Griff. Trotz aller Anstrengungen zogen sie ihn über die Reling und verschwanden mit ihm in den kalten Tiefen des Meeres. Auch gelang es einigen der Kreaturen weitere Matrosen in den Abgrund zu ziehen.</p>
<p>So schnell wie alles begonnen hatte, war es auch wieder vorbei. Von der Besatzung der Sonnenwind waren nur noch der Kapitän und ein schwer verletzter Matrose übrig. Das Schiff war beschädigt und die Bilge voll Wasser gelaufen. Nun galt es schnellstens die Leckagen zu finden und zu schließen.</p>
<p>Ich kann nicht mehr sagen, wie viele Stunden wir in engen Spalten unter Deck entlanggekrochen waren. Aber letztendlich gelang es uns, die Sonnenwind daran zu hindern weiter zu sinken. Aber das Schiff war schwer mitgenommen und wir mussten dringend den nächstgelegenen Hafen anlaufen. So gelangten wir nach Elburun.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Seltsame Gestalten</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-23-seltsame_gestalten/</link>
      <pubDate>Mon, 23 Sep 2024 12:30:28 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-23-seltsame_gestalten/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-19---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 19 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich die Karten studiert hatte, war mir klar, dass wir wohl nach Norden reisen mussten, um die vermissten Freunde zu finden. Es würde eine lange Reise werden und ich hatte Bedenken, was geschehen würde, wenn sich niemand um die Zweibeiner in meinem Haus kümmern würde. Ohne mich und völlig auf sich allein gestellt, wären diese hilflosen Geschöpfe aufgeschmissen. Aber ich habe mein Wort gegeben und dies bedeutete, dass ich die Bürde der Reise auf mich nehmen musste. &lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-19---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 19 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Nachdem ich die Karten studiert hatte, war mir klar, dass wir wohl nach Norden reisen mussten, um die vermissten Freunde zu finden. Es würde eine lange Reise werden und ich hatte Bedenken, was geschehen würde, wenn sich niemand um die Zweibeiner in meinem Haus kümmern würde. Ohne mich und völlig auf sich allein gestellt, wären diese hilflosen Geschöpfe aufgeschmissen. Aber ich habe mein Wort gegeben und dies bedeutete, dass ich die Bürde der Reise auf mich nehmen musste. </p>
<p> Selbstverständlich habe ich auch schon einen Plan ausgearbeitet, wie wir reisen würden. Einige Zweibeiner, so wusste ich, zogen regelmäßig mit ihren Wagen Richtung Norden. Wir müssten uns nur in einem davon verstecken und in aller Ruhe abwarten, bis wir angekommen wären. In den Städten hätten wir uns neu orientiert und gegebenenfalls einen anderen Wagen genommen. Dank meiner Belesenheit und Brillanz wäre es mir ein Leichtes gewesen, uns an unser Ziel zu bringen. Es könnte zwar ein wenig dauern, aber es gab keine bessere Art zu reisen. Leider wünschte mein sich Team eine schnellere Art der Fortbewegung und setzte auf eine Reise mit dem Schiff. Ich wäre ein schlechter Anführer, wenn ich nicht in erster Linie an meine Leute denken würde und so gab ich ihren Wünschen nach.</p>
<p>Wir gingen also zum Hafen, um ein Schiff zu finden, das uns zur Insel Orkin bringen würde.  Die anderen schienen aufgeregt oder gar begeistert von dem Treiben bei den Docks. Mir hingegen bereitete die Anwesenheit von derart vielen zwielichtigen Gestalten Sorgen. Aber wie der Zufall so spielt, traf ich am Hafen eine Brieffreundin und während die anderen fragwürdigen Tätigkeiten nachgingen, nutzte ich die Zeit für einen intensiven Austausch. Mit meiner Brieffreundin. </p>
<p>Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, sah ich, dass die anderen noch immer beschäftigt waren. Mir hingegen fiel aber auf, dass eine junge Dame eine rechtliche Beratung benötigte, und da ich selbstverständlich zu den Kavalieren zähle, nahm ich mir ausgiebig Zeit für diese Angelegenheit. </p>
<p>In der Zwischenzeit hatten sich die anderen um alles gekümmert.  Sie hatte sogar herausgefunden, dass dieser Kater Karlo der Anführer der Aranierkatzen war, und neben der Verhandlung über die Schiffsreise auch unser Eigentum zurückgefordert, das man uns so schmählich entwendet hatte. Ich war beeindruckt. Diese Selbstständigkeit meiner Leute spricht für meine überragenden Fähigkeiten als deren Anführer.</p>
<p>Bevor wir jedoch unsere Reise antreten konnten, mussten wir ein seltsames Tier finden, das ebenfalls in den Norden gebracht werden sollte. Kater Karlo wollte uns mit diesem an Bord des Schiffes schmuggeln. Von ihm wussten wir auch, dass es zurzeit eine recht merkwürdige Versammlung der Zweibeiner gab, welche eine Menge seltsamer Tiere bei sich hatte. Dies wollten wir uns einmal genauer anschauen.</p>
<p>Diese Versammlung, auf die uns Kater Karlo hingewiesen hatte, erkannte ich als eine Art Zirkus und darüber hatte ich schon einiges gelesen. Wir teilten uns auf und schlichen uns zwischen die Zelte und Ständer der Menschen, dürren Langohren und der dicken alten Kinder. Einige waren damit beschäftigt, Essen zuzubereiten, und es duftete vorzüglich. Es duftete leider so gut, dass Ruben seinen primitiven Instinkten nachgab und versuchte, sich ein wenig Essen zu stibitzen. Selbstverständlich wurde er bemerkt und er konnte nur knapp einem Beil ausweichen, welches ein Zweibeiner nach ihm warf, und den Sternen sei Dank, dass er mit heilem Fell davonkam. Von nun an mussten wir aber vorsichtiger sein, daher hielt ich die anderen zur Heimlichkeit und Umsicht an. </p>
<p>Als wir uns jedoch in einem Zelt umsahen, fielen auf einmal die schweren Vorhänge an den Eingängen herunter und wir wurden von drei Kreaturen angegriffen, über die ich noch nicht einmal in Büchern gelesen habe. Ich erschlug eines dieser Monster und mein Team übernahm die restlichen beiden.</p>
<p>Hinter dem Zelt fanden wir Sakura und Alanna, wurden aber von großen schwarzen Hunden angegriffen. Wir kämpften heldenhaft, aber bedauerlicherweise erwischte eins der Biester die arme Alanna und als der Kampf gewonnen war, war leider jegliche Hilfe zu spät für sie. Auch Kieran ist es nicht gut ergangen. Wir fanden ihn zwischen Kisten und Kästen, mehr tot als lebendig. Scheinbar hatte diese verrückten Zweibeiner ihm eine Pfote abgeschnitten und diese durch die Schere eines Hummers ersetzt. Auch für ihn konnten wir im Moment nichts mehr tun, also konzentrierten wir uns auf unseren Auftrag.</p>
<p>Als wir die Käfige mit den seltsamen Tieren fanden, war ich entsetzt. Wir sahen Wesen, die so seltsam waren, dass ich sie kaum beschreiben kann. Den Sternen sei Dank konnte ich die Schilder an den Käfigen lesen und so herausfinden, wo die Reise des bedauernswerten Geschöpfes hingehen sollte. Wir unterhielten uns mit einer Pfauenkatze und versuchten deren Käfig zu knacken, um mit ihr zu reisen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Patientenakten</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-15-patientenakten/</link>
      <pubDate>Sun, 15 Sep 2024 17:28:09 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-15-patientenakten/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;akte-des-patienten-abdul-al-hazred-ibn-jafar&#34;&gt;Akte des Patienten Abdul al-Hazred ibn Jafar&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&#34;Abdul al-Hazred ibn Jafar&#34; loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2024-09-15-patientenakten/abdul.webp&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;TL;DR&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Der wahnsinnige Magier Abdul al-Hazred ibn Jafar, geplagt von Visionen fremder Welten und Mächte, ward in die Obhut eines Boron-Klosters gegeben. Trotz der Bemühungen der Brüder und Schwestern, insbesondere des Abtes Borondrian Dergelmund, verschlimmerte sich sein Zustand stetig. Der Abt, von den Geheimnissen des Magiers besessen, vertiefte sich in dunkle Studien. Am Ende fand man Abdul grausam verstümmelt, doch mit friedvollem Antlitz, während der Abt selbst dem Wahnsinn anheimzufallen droht.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="akte-des-patienten-abdul-al-hazred-ibn-jafar">Akte des Patienten Abdul al-Hazred ibn Jafar</h2>
<p><img alt="Abdul al-Hazred ibn Jafar" loading="lazy" src="/posts/2024-09-15-patientenakten/abdul.webp"></p>
<blockquote>
<p><strong>TL;DR</strong><br>
Der wahnsinnige Magier Abdul al-Hazred ibn Jafar, geplagt von Visionen fremder Welten und Mächte, ward in die Obhut eines Boron-Klosters gegeben. Trotz der Bemühungen der Brüder und Schwestern, insbesondere des Abtes Borondrian Dergelmund, verschlimmerte sich sein Zustand stetig. Der Abt, von den Geheimnissen des Magiers besessen, vertiefte sich in dunkle Studien. Am Ende fand man Abdul grausam verstümmelt, doch mit friedvollem Antlitz, während der Abt selbst dem Wahnsinn anheimzufallen droht.</p>
</blockquote>
<h3 id="1-bericht">1. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 12. Tag des Tsa im Jahre 1037 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Bruder Theophilus, Archivarius<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Bruder Alrik, Schwester Liora</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>An diesem Tage wurde Abdul al-Hazred ibn Jafar in unsere Obhut gebracht. Ein Mann von beeindruckender Herkunft, geboren in den unendlichen Weiten der Wüste Khôm. Seine Herkunft und die Berichte über seine Fähigkeiten als Magier und Gelehrter flößen sowohl Respekt als auch Furcht ein. Seine Augen zeugen von einem Wissen, das tief und fremdartig ist, doch liegt über ihnen der Schleier des Wahnsinns.</p>
<p>Sein Zustand bei der Ankunft war äußerst besorgniserregend. Er sprach wirr und sein Blick war unstet, als würde er Welten sehen, die uns verborgen bleiben. Es schien, als ob sein Geist die Grenzen unserer Welt durchbrochen hätte und nun in einem endlosen Labyrinth gefangen sei.</p>
<p>Unsere ersten Beobachtungen und Gespräche mit Abdul al-Hazred zeigten, dass sein geistiger Zustand äußerst labil ist. Wir befürchten, dass sein Verstand durch den Kontakt mit unbekannten und möglicherweise gefährlichen Mächten schwer beschädigt wurde. Unser vorrangiges Ziel ist es, seinen Geist zu stabilisieren und ihm die notwendige Ruhe und Sicherheit zu bieten, um eine mögliche Heilung zu ermöglichen.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
<h3 id="2-bericht">2. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 5. Tag des Efferd im Jahre 1037 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Bruder Augustinus, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Schwester Elara, Bruder Cedric</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>In den vergangenen Wochen haben wir Abdul al-Hazred ibn Jafar intensiv beobachtet und behandelt. Sein geistiger Zustand bleibt weiterhin äußerst instabil. Der Patient spricht häufig in einem unverständlichen Kauderwelsch, durchsetzt mit Begriffen, die scheinbar aus einer unbekannten Sprache stammen. Worte wie &lsquo;Pforten&rsquo;, &lsquo;Schlüssel&rsquo; und &lsquo;Sphären&rsquo; tauchen in seinen Monologen immer wieder auf, was uns zu der Annahme führt, dass diese Begriffe von zentraler Bedeutung für seinen inneren Zustand sind.</p>
<p>Abdul al-Hazreds Augen flackern unruhig, als ob er ständig etwas Unsichtbares verfolgen würde. Er scheint in ständiger Furcht vor unsichtbaren Bedrohungen zu leben. Diese Paranoia erschwert es, einen stabilen Kontakt zu ihm herzustellen und seine Gedanken zu ordnen.</p>
<p>Die körperliche Verfassung des Patienten hat sich durch die regelmäßige Pflege leicht verbessert, jedoch bleibt seine mentale Gesundheit ein großes Anliegen. Wir haben begonnen, ihm Beruhigungsmittel zu verabreichen, um seine extremen Angstzustände zu lindern. Gleichzeitig versuchen wir durch gezielte Gesprächstherapie und spirituelle Betreuung, eine Basis für seine Heilung zu schaffen.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die notwendige innere Ruhe und Klarheit bringen. Die Unterstützung der Brüder und Schwestern wird fortgesetzt, um ihm in dieser schweren Zeit beizustehen und seine geistige Verfassung zu stabilisieren.</p>
<h3 id="3-bericht">3. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 19. Tag des Boron im Jahre 1037 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Abt Borondrian Dergelmund<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Bruder Faelan, Schwester Mara</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>Mit großem Interesse und nicht minderer Besorgnis habe ich mich den Berichten über unseren Patienten Abdul al-Hazred ibn Jafar gewidmet. Es wurde mir anvertraut, dass dieser Mann in seiner Heimat als ein Gelehrter von immensem Wissen und zugleich als eine Figur von großer Gefahr angesehen wurde. Die Geschichten, die sich um ihn ranken, sind gleichermaßen faszinierend und verstörend.</p>
<p>Die Brüder und Schwestern berichten von unheimlichen Geräuschen und Schreien, die aus seinen Gemächern drangen. Diese nächtlichen Manifestationen seines Wahnsinns sind besonders beunruhigend. Zusätzlich gibt es Berichte über unangenehme Gerüche, die aus der Kammer des verrückten Magiers dringen, deren Ursache jedoch nicht gefunden werden kann.</p>
<p>Bei meinen eigenen Beobachtungen konnte ich feststellen, dass Abdul al-Hazreds Zustand weiterhin äußerst instabil ist. Sein Geist scheint von einer tiefen Zerrüttung gezeichnet zu sein, und seine Augen verraten ein Wissen, das jenseits unserer gewöhnlichen Wahrnehmung liegt. Er spricht oft in Rätseln und benutzt Begriffe, die ich bisher noch nie gehört habe. Es ist, als ob er Zugang zu einer anderen Realität hat, die für uns verborgen bleibt.</p>
<p>Meine Faszination für diesen Mann wird nur durch meine Sorge um seine und unsere Sicherheit übertroffen. Es ist offensichtlich, dass Abdul al-Hazred eine immense Belastung für seinen Geist erlitten hat, die ihn an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Unsere Aufgabe ist es nun, seine geistige Gesundheit zu stabilisieren und die Kräfte zu verstehen, mit denen er zu kämpfen scheint.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft und Klarheit schenken. Wir werden weiterhin mit größter Sorgfalt und Hingabe daran arbeiten, ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen, in der Hoffnung, dass wir eines Tages das volle Ausmaß seines Wissens und seiner Gefahren begreifen können.</p>
<h3 id="4-bericht">4. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 2. Tag des Rahjamondes im Jahre 1038 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Abt Borondrian Dergelmund<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Bruder Alrik, Bruder Faelan</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>Seit der Übernahme des Falls von Abdul al-Hazred ibn Jafar habe ich mich intensiv mit ihm und seinen mysteriösen Äußerungen befasst. Seine Gedanken kreisen unablässig um Sterne, Tore und Schlüssel. Es scheint, als versuche er, einen kosmischen Code zu entschlüsseln, der ihm Zugang zu unermesslichem Wissen oder Wahnsinn verschaffen könnte. Seine Sprache ist oft unverständlich, durchsetzt mit Begriffen und Redewendungen, die tiefes und verborgenes Wissen zu enthalten scheinen.</p>
<p>Meine bisherigen Bemühungen, seinen Zustand zu lindern, haben keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Ohne das Verständnis seiner Sprache scheint jede Annäherung an seinen geistigen Zustand zum Scheitern verurteilt. Ich bin überzeugt, dass die Heilung dieses gequälten Geistes nur möglich ist, wenn wir die unverständlichen Worte und Begriffe, die er benutzt, entschlüsseln und verstehen.</p>
<p>In den vergangenen Wochen habe ich meine gesamte Energie und Zeit darauf verwendet, diese mysteriösen Äußerungen zu entschlüsseln. Ich habe mich in die Bibliothek zurückgezogen, alte und obskure Texte durchforscht und selbst die ältesten Schriftrollen des Klosters studiert. Leider ohne allzu großen Erfolg. Einige wenige Worte, jedoch in scheinbar abgewandelter Form, konnte ich in uralten Berichten finden. Wenn ich diese Worte ausspreche, merke ich, dass meine Worte oft von der gleichen Willenskraft durchsetzt sind, die auch der Patient an den Tag legt. Daher werde ich weitere Zeit erübrigen müssen, die ich den Schriften und Manuskripten widme, die möglicherweise den Schlüssel zu Abdul al-Hazreds Heilung enthalten. Leider lenkt mich das Verhalten der Brüder und Schwestern unseres Klosters viel zu häufig ab. So ziehe ich mich nun gelegentlich in meine Kammer zurück, um arbeiten zu können.</p>
<p>Die Behandlung des Magiers gestaltet sich als äußerst schwierig und frustrierend. Trotz meiner intensiven Bemühungen und tiefgehenden Studien scheint sein Zustand sich nicht zu bessern. Abdul al-Hazred verharrt in einem Zustand tiefer geistiger Umnachtung, seine Augen starren oft ins Leere, als ob er etwas sieht, das für uns unsichtbar bleibt. Er murmelt unverständliche Gebete und Beschwörungen, welche es zu analysieren gilt. Sie könnte der Weg zu seiner Heilung sein.</p>
<p>Ich habe weiter versucht, seine Gedankenwelt zu durchdringen, indem ich intensiv mit ihm sprach und versuchte, seine wirren Erzählungen zu ordnen und zu verstehen. Doch jedes Mal, wenn ich glaube, einen Zusammenhang zu erkennen, entgleitet er mir. Es scheint, als ob der Magier in einer anderen Realität gefangen ist, eine Realität, die ihm völlig real erscheint, aber für uns unerreichbar bleibt.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass er glaubt, dass seine Verbindung zu den Sternen, Toren und Schlüsseln mehr als nur metaphorisch ist. Es tut so, als ob er tatsächlich in der Lage ist, diese Konzepte einer fremden Realität zu erleben und zu manipulieren. Dies macht es umso schwieriger, ihn zu behandeln, da seine Realität und unsere so fundamental unterschiedlich sind.</p>
<p>Ich habe überlegt, ob es möglich wäre, durch tieferes Eintauchen in seine Welt und seine Gedanken eine Brücke zu schlagen. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, durch Magie oder Rituale seine Realität zu betreten und von innen heraus zu verstehen und zu heilen. Doch diese Gedanken sind gefährlich und könnten auch meinen eigenen Verstand gefährden.</p>
<p>Meine Bemühungen, Abdul al-Hazreds Zustand zu lindern, haben bisher keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Es scheint, als ob die Dunkelheit und das Chaos, die seinen Geist beherrschen, zu tief und zu stark sind, um mit herkömmlichen Mitteln bekämpft zu werden. Aber ich werde nicht aufgeben. Ich werde weiterhin alles in meiner Macht Stehende tun, um die Geheimnisse, die er mit sich bringt, zu lüften und die Rätsel, die seinen Wahnsinn umgeben, zu lösen.</p>
<h3 id="5-bericht">5. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 14. Tag des Travia im Jahre 1038 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Abt Borondrian Dergelmund<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Bruder Alrik, Schwester Liora</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>Dank meiner unermüdlichen Studien alter Texte und meiner intensiven Recherchen in den teils abgelegensten Archiven des Klosters konnte ich einen kleinen Fortschritt erzielen. Einige der wirren Worte des wahnsinnigen Magiers beginnen nun mehr Sinn zu ergeben. Diese Fortschritte haben mir ermöglicht, einen besseren Zugang, nicht nur zu dem gequälten Geist des Magiers, zu finden. Die Erkenntnisse, die ich durch meine Forschung gewonnen habe, sind von unschätzbarem Wert und doch sind sie nur ein kleiner Schritt in der Erkenntnis dessen, was Abdul al-Hazred ibn Jafar plagt.</p>
<p>Dieser spricht jetzt, nachdem ich eine vertrauensvolle Bindung zu ihm aufbauen konnte, von den Traumlanden, einer anderen Realität, die aus den Träumen der Menschen geformt ist. Seine Beschreibungen dieser Orte sind detailliert und erschreckend zugleich. Oft erwähnt er eine Entität namens Yog-Sothoth, deren Geheimnisse er angeblich in den Traumlanden ergründet hat.</p>
<p>Meine Arbeit mit Abdul al-Hazred hat meine Aufmerksamkeit und meine Bemühungen voll und ganz in Anspruch genommen, aber diese Studien sind unerlässlich, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und um eine effektive Behandlung für Abdul al-Hazred entwickeln zu können. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass ihn etwas sehr Reales oder besser Irreales plagt.</p>
<p>Die Brüder und Schwestern des Klosters mögen besorgt sein über meine Hingabe, doch sie verstehen nicht das Ausmaß der Bedrohung und des Wissens, das in diesem Fall steckt. Auch haben sie Geräusche und Schreie aus den Gemächern Abdul al-Hazreds gehört und einen unangenehmen Geruch wahrgenommen, dessen Quelle nicht zu identifizieren war. Diese Phänomene sind nicht zufällig; sie sind Indikatoren für die tiefen, unergründlichen Mächte, mit denen wir es zu tun haben.</p>
<p>Ich habe weiterhin intensive Gespräche mit Abdul al-Hazred geführt, versucht, seine Gedankenwelt zu durchdringen und seine wirren Erzählungen zu ordnen. Es ist offensichtlich, dass seine Verbindung zu den Traumlanden und Yog-Sothoth tiefer und komplexer ist als zunächst angenommen. Doch ich bin zuversichtlich, dass meine Forschung und meine Hingabe uns schließlich den Schlüssel zu seinem Geist liefern werden.</p>
<p>Es ist wahr, dass meine Bemühungen bisher keine nachhaltige Wirkung gezeigt haben, doch dies ist kein Grund zur Resignation. Ich bin fest entschlossen, die Geheimnisse zu lüften und die Rätsel zu lösen, die Abdul al-Hazreds Wahnsinn umgeben. Meine Studien und meine Hingabe sind der einzige Weg, um dieses Wissen zu erlangen und dennoch habe ich das Gefühl, nicht weit genug zu gehen.</p>
<h3 id="6-bericht">6. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 23. Tag des Peraine im Jahre 1039 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Abt Borondrian Dergelmund<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern:</strong> Bruder Alrik, Schwester Mara</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>Dank meiner unermüdlichen Studien und meiner intensiven Recherchen, durch teils fremde Gebete und Anrufungen, habe ich weitere Erkenntnisse über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar erlangt. Diese neuen Erkenntnisse haben mein Verständnis verbessert, doch sie haben auch neue Fragen aufgeworfen. Fragen, die möglicherweise der Ursprung seines Wahnsinns sein könnten.</p>
<p>Der verrückte Magier spricht nun gelegentlich von falsch angeordneten Sternen und fehlerhaften Sternbildern. Diese falschen Sternbilder könnten Hinweise auf Zugänge zu der fremdartigen Dimension sein, die er angeblich bereist hat. In meinen intensiven Studien habe ich Hinweise auf die von verschobenen Sternbildern gefunden. Abdul al-Hazreds Worte und Beschreibungen passen beängstigend genau zu diesen uralten Berichten.</p>
<p>Die Behandlung des Magiers gestaltet sich weiterhin als äußerst schwierig. Trotz meiner intensiven Bemühungen und der Vertiefung in seine mysteriösen Äußerungen scheint sein Zustand sich nicht zu bessern. Abdul al-Hazred verharrt in einem Zustand tiefer geistiger Umnachtung; seine Augen starren oft ins Leere, als ob er etwas sieht, das für uns unsichtbar bleibt. Er murmelt unverständliche Gebete und Beschwörungen, die scheinbar verborgene Wahrheiten und immense Macht enthalten. Ich bin überzeugt, dass ich ein vollständiges Verständnis dieser fremden Wahrheiten erlangen muss, um ihn zu heilen.</p>
<p>Denn nur das Verstehen der Ursache ermöglicht die Heilung.</p>
<p>In der Nacht seines Todes vernahmen die Brüder und Schwestern einen seltsamen und üblen Geruch aus der Zelle von Abdul al-Hazred, schlimmer als alles, was diesem voranging. Am nächsten Morgen fanden wir ihn leblos auf dem Boden, sein Inneres nach außen gekehrt. Trotz der schrecklichen Szene, die sich den Anwesenden bot, war der friedliche und zufriedene Ausdruck in den Augen des Toten unendlich viel schlimmer und traumatischer. Was auch immer der wahnsinnige Magier erreichen wollte; es war ihm gelungen&hellip;</p>
<p>Obwohl meine Bemühungen bisher keine nachhaltige Wirkung gezeigt haben, bin ich entschlossen, die Geheimnisse, die Abdul al-Hazred mit sich bringt, weiter zu erforschen. Es ist offensichtlich, dass die Lösung seiner Rätsel tief in den Sternen verborgen liegt. Nur durch ein tiefes Verständnis dieser fremden Sphäre können wir hoffen, die Wahrheit zu enthüllen und möglicherweise eine Heilung zu finden.</p>
<h3 id="7-bericht">7. Bericht</h3>
<p><strong>Datum:</strong> 5. Tag des Efferd im Jahre 1039 BF<br>
<strong>Verfasser:</strong> Bruder Alrik, Nervenheiler</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abdul al-Hazred ibn Jafar</strong></p>
<p>Am Morgen des 5. Efferd wurden wir mit einem erschütternden Anblick konfrontiert. Abdul al-Hazred ibn Jafar wurde leblos in seiner Kammer gefunden, sein Inneres grotesk nach außen gekehrt. Der Raum war erfüllt von einem bestialischen Gestank, der wie eine Manifestation des Bösen selbst wirkte. Der Geruch war eine widerwärtige Mischung aus fauligem Verfall und einer unerklärlichen, fast außerirdischen Fäulnis. Der Gestank war so intensiv, dass er unsere Sinne überflutete und die Luft im Raum schwer und unheilvoll machte. Die Quelle dieses Geruchs war nicht nur der Leichnam, sondern schien auch aus den tiefsten Ecken des Raumes zu kommen, als ob die Wände selbst dieses abscheuliche Aroma abgesondert hätten.</p>
<p>Trotz der schrecklichen Szene, die sich uns bot, war der Ausdruck in den Augen des Toten das beunruhigendste Element. Ein unnatürlich friedlicher und zufriedener Blick, der völlig im Widerspruch zu der entsetzlichen Verstümmelung seines Körpers stand. Es war, als ob er im Moment seines Todes eine unbegreifliche Erleuchtung oder Erfüllung erreicht hätte. Die Umstände seines Todes bleiben ein großes Rätsel, das schwer auf unseren Herzen lastet.</p>
<p>Ich muss jedoch auch meine wachsende Sorge um unseren ehemaligen Abt Borondrian Dergelmund ausdrücken. Sein Verhalten weist vielleicht Ähnlichkeiten mit dem des verstorbenen Magiers auf. Er hat sich immer weiter von der Gemeinschaft zurückgezogen, verbringt unzählige Stunden in der Bibliothek und in seiner Kammer, vertieft in alte und mysteriöse Texte. Es ist offensichtlich, dass er tief in seinen Studien versunken ist, doch seine Fixierung auf die wirren Worte und Gedanken von Abdul al-Hazred</p>
<h2 id="akte-des-patienten-borondrian-dergelmund">Akte des Patienten Borondrian Dergelmund</h2>
<p><img alt="Borondrian Dergelmund" loading="lazy" src="/posts/2024-09-15-patientenakten/borondrian.webp"></p>
<blockquote>
<p><strong>TL;DR:</strong><br>
Abt Borondrian Dergelmund entwickelte eine Obsession für die Heilung des geisteskranken Magiers Abdul al-Hazred ibn Jafar. Dies führte zu einer zunehmenden Vernachlässigung seiner Pflichten und einer Verschlechterung seiner eigenen geistigen und körperlichen Gesundheit. Trotz des Todes des Magiers und vorübergehender Besserungen verschlechterte sich Borondrians Zustand weiter. Er zog sich immer mehr zurück, litt unter Halluzinationen und wurde zunehmend pflegebedürftig. Schließlich wurde eine Verlegung nach Selem zur intensiveren Behandlung geplant, da sein Zustand kritisch wurde.</p>
</blockquote>
<h3 id="1-bericht-1">1. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Rahjamondes im Jahre 1037 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Theophilus, Archivarius<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Augustinus, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Mit wachsender Besorgnis stelle ich fest, dass unser geschätzter Abt Borondrian Dergelmund in den letzten Monaten zunehmend seine Aufmerksamkeit auf den geistig schwer erkrankten Magier Abdul al-Hazred ibn Jafar gerichtet hat, der seit einiger Zeit in unserer Obhut ist. Diese Fokussierung auf einen einzelnen Patienten hat dazu geführt, dass Borondrian seine Pflichten gegenüber den anderen Patienten vernachlässigt.</p>
<p>Es scheint, dass Borondrian in seiner Bemühung, den gequälten Geist des Magiers zu heilen, sehr viel Zeit in der Bibliothek oder allein in den Gebetsräumen verbringt. Er vertieft sich in alte Bücher sowie intensive Gebete. Seine Gespräche mit den Brüdern und Schwestern thematisieren meist den verrückten Magier, um den seine Gedanken und Sorgen kreisen.</p>
<p>Einige von uns machen sich Sorgen, dass Borondrian unter einer leichten Form der Überarbeitung leidet. Sein Engagement und seine Hingabe an die Heilung des Magiers sind unbestreitbar, doch befürchten wir, dass er dabei seine eigenen Grenzen überschreitet. Um ihn zu entlasten und eine mögliche Erschöpfung zu vermeiden, haben wir beschlossen, ihn vorübergehend von den meisten seiner alltäglichen Aufgaben zu entbinden. Dies ermöglicht ihm, sich weiterhin intensiv um Abdul al-Hazred zu kümmern.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Ewigen, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überwinden. Wir alle hoffen auf seine baldige Erholung und seine Rückkehr zu der mitfühlenden und weisen Führungsperson, die er einst war. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="2-bericht-1">2. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Firunmondes im Jahre 1037 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Augustinus, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Die Situation von Abt Borondrian Dergelmund hat sich in den letzten sechs Monaten nur wenig verbessert. Obwohl er weiterhin unermüdlich daran arbeitet, den geistig schwer erkrankten Magier Abdul al-Hazred ibn Jafar zu heilen, zeigt sich, dass Borondrians Engagement eine zunehmende Belastung für seine eigene Gesundheit darstellt.</p>
<p>Borondrian nimmt nur noch selten an den gemeinsamen Gottesdiensten und Gebeten teil, die zu Ehren des Ewigen abgehalten werden. Stattdessen verbringt er den Großteil seiner Zeit in der Bibliothek, vertieft in alte und mystische Texte, oder in den Gebetsräumen, wo er sich intensiv mit Gebeten beschäftigt. Seine Gespräche mit den Brüdern und Schwestern drehen sich fast ausschließlich um seine Sorgen und Bemühungen bezüglich Abdul al-Hazred, was bei vielen von uns Besorgnis hervorruft.</p>
<p>Einige von uns befürchten, dass Borondrian unter einer Form von Kraftverzehr und Geistesschwund leidet. Seine Hingabe an die Heilung des Magiers ist bewundernswert, doch sie scheint ihn an seine eigenen Grenzen zu bringen. Wir haben beschlossen, ihn weiterhin von den meisten seiner alltäglichen Aufgaben zu entbinden, um ihn zu entlasten und eine mögliche Erschöpfung zu vermeiden.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Greisen Gott, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir hoffen, dass er bald zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfindet. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="3-bericht-1">3. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Rondramondes im Jahre 1038 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Hieronymus, Chronist des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Kaspar, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>In den letzten Monaten hat sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiter verschlechtert. Er nimmt nur noch selten an den täglichen Gebeten und Gottesdiensten teil, die zu Ehren des Schweigsamen abgehalten werden. Stattdessen verbringt er den Großteil seiner Zeit in der Bibliothek oder seiner Kammer. Gelegentlich sieht man ihn, wie er durch die abgelegenen und verlassenen Teile des Klosters wandert.</p>
<p>Seine Gespräche mit den Brüdern und Schwestern werden immer seltener und sind meist nur kurz. Er zeigt eine zunehmende Fixierung auf Abdul al-Hazred ibn Jafar. Diese Fixierung und seine Isolation führen zu wachsender Besorgnis unter den Brüdern und Schwestern des Klosters.</p>
<p>Wir befürchten, dass Borondrian unter einer schweren geistigen und körperlichen Erschöpfung leidet. Seine Hingabe an die Heilung des Magiers ist bewundernswert, aber sie scheint seine eigenen Grenzen zu überschreiten. Um seine Genesung zu unterstützen, haben wir beschlossen, ihn weiterhin von den meisten seiner alltäglichen Aufgaben zu entbinden und ihm so viel Ruhe wie möglich zu ermöglichen. Unsere Bitten, die Arbeit mit dem verrückten Magier ruhen zu lassen, verweigert er sich kategorisch.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Ewigen, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir hoffen, dass er bald zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfindet. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="4-bericht-1">4. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Peraine im Jahre 1038 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Kaspar, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Hieronymus, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Im aktuellen Behandlungszeitraum hat sich die Situation von Abt Borondrian Dergelmund weiter zugespitzt. Er hat fast vollständig aufgehört, an den täglichen Ritualen und Pflichten des Klosters teilzunehmen. Seine Isolation ist so ausgeprägt, dass er nur noch selten außerhalb der Bibliothek oder seiner Kammer gesehen wird. Gelegentlich wandert er durch die verlassenen Teile des Klosters, doch auch diese Momente werden seltener.</p>
<p>Seine Gespräche mit den Brüdern und Schwestern des Klosters sind fast vollständig verstummt. Wenn er spricht, sind seine Worte oft kurz und er wirkt stark abgelenkt. Die Fixierung auf Abdul al-Hazred ibn Jafar hat weiter zugenommen und dominiert seine Gedanken und Handlungen. Er wirkt oft gereizt, wenn man versucht, ihn von seiner Arbeit mit dem verrückten Magier abzubringen.</p>
<p>Borondrians körperliche Verfassung hat sich ebenfalls verschlechtert. Er wirkt müde, abgemagert und zeigt Anzeichen von Erschöpfung. Die Sorge unter den Brüdern und Schwestern wächst, da seine Hingabe an die Heilung des Magiers ihn offenbar völlig verzehrt. Unsere wiederholten Bitten, die Arbeit mit dem Magier ruhen zu lassen und sich zu erholen, lehnt er weiterhin ab.</p>
<p>Wir haben beschlossen, ihn von allen seinen Aufgaben zu entbinden, um ihm die notwendige Ruhe und Erholung zu ermöglichen. Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der Letzten Dinge, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir hoffen, dass er bald zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfindet. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="5-bericht-1">5. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Ingerimm im Jahre 1039 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Antonius, Gelehrter des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Augustinus, Schwester Kalina</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Seit dem letzten Bericht hat sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiter verschlechtert. Aufgrund seiner anhaltenden körperlichen und geistigen Erschöpfung haben wir beschlossen, ihn offiziell als Patienten zu anerkennen. Dies war eine schwere Entscheidung, aber notwendig, um ihm die notwendige Ruhe und Fürsorge zukommen zu lassen.</p>
<p>Kalina Niodas hat nun offiziell das Amt des Abtes übernommen, um die Führung des Klosters sicherzustellen und Borondrian die Möglichkeit zu geben, sich vollständig auf seine Genesung zu konzentrieren. Diese Entscheidung wurde von allen Brüdern und Schwestern des Klosters unterstützt.</p>
<p>Borondrian verbringt den Großteil seiner Zeit entweder in der Bibliothek, vertieft in seine Studien, oder einsam in den alten Gebetsräumen des Klosters. Seine Isolation und die anhaltende Fixierung auf die Schriften und Rituale zur Heilung des Magiers Abdul al-Hazred ibn Jafar haben zu einer deutlichen Verschlechterung seines physischen und psychischen Zustands geführt.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir alle hoffen, dass er bald zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfindet. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="6-bericht-1">6. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Rahjamondes im Jahre 1039 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Augustinus, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Antonius, Schwester Kalina</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Im aktuellen Behandlungszeitraum hat sich die Situation im Kloster dramatisch verändert. Der Tod des geistig schwer erkrankten Magiers Abdul al-Hazred ibn Jafar hat tiefe Spuren bei Abt Borondrian Dergelmund hinterlassen. Obwohl dieser Verlust eine schwere Belastung darstellt, zeigt sich in Borondrians Verhalten eine leichte Besserung.</p>
<p>Borondrian hat begonnen, gelegentlich wieder an gemeinsamen Mahlzeiten, Gebeten und Gottesdiensten teilzunehmen. Diese Teilnahme, obwohl nicht regelmäßig, zeigt, dass er zumindest zeitweise wieder Kontakt zu den Brüdern und Schwestern des Klosters sucht. Seine Gespräche mit uns nehmen wieder zu, obwohl sie oft ein wenig wirr und unzusammenhängend erscheinen. Es ist jedoch ein Hoffnungsschimmer, dass er versucht, sich wieder in das klösterliche Leben zu integrieren.</p>
<p>Trotz dieser positiven Anzeichen bleibt Borondrian in einer großen geistigen Belastung gefangen. Seine Fixierung auf die Heilung des verstorbenen Magiers hat tiefe Spuren hinterlassen, die nicht so leicht zu heilen sind. Wir hoffen, dass die wiederaufgenommenen sozialen Kontakte und die Teilnahme an den klösterlichen Aktivitäten ihm helfen werden, seine geistige Gesundheit weiter zu stabilisieren.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der Letzten Dinge, sollen ihm weiterhin die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir alle hoffen, dass er sich von diesem Verlust erholen kann und zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfindet. In der Zwischenzeit werden wir sicherstellen, dass sowohl er als auch die anderen Patienten die notwendige Pflege und Aufmerksamkeit erhalten.</p>
<h3 id="7-bericht-1">7. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Rondramondes im Jahre 1040 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Hieronymus, Chronist des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Im aktuellen Behandlungszeitraum zeigt sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiterhin als wechselhaft. Es gibt Tage, an denen er sich etwas stabiler zeigt, doch ebenso gibt es Phasen tiefer Erschöpfung und geistiger Verwirrung.</p>
<p>Borondrian nimmt gelegentlich wieder an Gottesdiensten teil, was ein positiver Schritt ist. Diese Teilnahme ist jedoch sporadisch und scheint stark von seinem momentanen Zustand abhängig zu sein. Häufig sieht man ihn in den Gebetsräumen, wo er unverständliche Gebete murmelt, als ob er mit einer anderen Welt in Kontakt stünde.</p>
<p>Die Gespräche mit den Brüdern und Schwestern des Klosters sind ebenfalls nur gelegentlich und oft kurz. Es fällt auf, dass er ein scheinbares Vertrauensverhältnis zu Novizin Boronike entwickelt hat, die sich besonders um seine Pflege kümmert. Ihre Anwesenheit scheint ihm ein gewisses Maß an Ruhe und Stabilität zu geben.</p>
<p>Körperlich zeigt Borondrian weiterhin Schwäche, doch es gibt leichte Verbesserungen durch regelmäßiges Essen, welches ihm von Novizin Boronike verabreicht wird. Diese kleinen Fortschritte geben uns einen Funken Hoffnung, dass er sich mit der Zeit weiter erholen könnte.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Meister der Rätsel und Mysterien, sollen ihm weiterhin die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir hoffen, dass die Betreuung durch Novizin Boronike und die Gemeinschaft des Klosters ihm den nötigen Halt geben, um seine geistige und körperliche Gesundheit zu stabilisieren.</p>
<h3 id="8-bericht">8. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Peraine im Jahre 1040 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Kaspar, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Bruder Hieronymus, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Seit dem letzten Bericht ist eine deutliche Verschlechterung im Zustand von Abt Borondrian Dergelmund zu beobachten. Seine geistige Klarheit nimmt wieder ab, und er zieht sich immer häufiger in die Isolation zurück. Dies äußert sich in einem verstärkten Rückzug in seine Kammer und den alten Gebetsräumen des Klosters.</p>
<p>Vermehrt zeigt Borondrian Ausbrüche von Unruhe und Gereiztheit, was das Zusammenleben im Kloster erschwert. Seine geistige Belastung scheint unerträglich zu werden, und die Hoffnung auf eine langfristige Besserung schwindet zunehmend. Die Brüder und Schwestern berichten von nächtlichen Schreien aus seiner Kammer, was auf Albträume oder innere Qualen hinweisen könnte.</p>
<p>Er verbringt seine Tage und Nächte vertieft in das Studium alter Bücher, als suche er verzweifelt nach einer Antwort oder Erlösung. Diese obsessive Beschäftigung mit den alten Schriften und Ritualen verstärkt unsere Besorgnis um seine geistige Gesundheit.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Unergründlichen, sollen ihm weiterhin die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Die Gemeinschaft des Klosters bemüht sich weiterhin, ihm den nötigen Halt und die notwendige Pflege zu bieten, in der Hoffnung, dass er eines Tages zu seiner alten Stärke und Weisheit zurückfinden wird.</p>
<h3 id="9-bericht">9. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Ingerimm im Jahre 1041 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Antonius, Gelehrter des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Schwester Kalina</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Im aktuellen Behandlungszeitraum hat sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiter verschlechtert. Der Patient zeigt Anzeichen extremer geistiger und körperlicher Erschöpfung und reagiert kaum noch auf Ansprache. Er verbringt die meiste Zeit in völliger Isolation und Rückzug in sich selbst.</p>
<p>In den letzten Monaten wurde Borondrian mehrmals tagelang im Kloster nicht gefunden, was uns dazu zwang, ihn in seiner Kammer einzusperren, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Seine mentale Verfassung ist so fragil, dass er kaum noch in der Lage ist, auf seine Umgebung zu reagieren.</p>
<p>Aufgrund seines kritischen Zustands planen wir eine Verlegung nach Selem zur intensiveren Behandlung. Wir hoffen, dass die erfahrenen Heiler dort ihm helfen können, seine geistige Gesundheit wiederherzustellen.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
<h3 id="10-bericht">10. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Hesinde im Jahre 1043 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Schwester Kalina Niodas, Äbtissin<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Augustinus</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund hat sich weiter verschlechtert. Er befindet sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und ist vollständig auf die Pflege durch Novizin Boronike und die Brüder des Klosters angewiesen. Seine geistige und körperliche Verfassung ist so besorgniserregend, dass wir uns entschieden haben, die Verlegung nach Selem vorzubereiten.</p>
<p>Wir hoffen, dass die erfahrenen Heiler und Therapeuten am Hauptsitz der Noioniten in Selem ihm die dringend benötigte Hilfe bieten können. Die Verlegung wird mit größter Sorgfalt geplant, um sicherzustellen, dass Borondrian während des Transports und der Behandlung bestmöglich versorgt wird.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
<h3 id="11-bericht">11. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Rondramondes im Jahre 1042 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Hieronymus, Chronist des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Seit dem letzten Bericht hat sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiter verschlechtert. Seine geistige und körperliche Verfassung sind in einem besorgniserregenden Zustand. Borondrian muss nun regelmäßig gefüttert werden, da er selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Auch die Vernachlässigung seiner Körperpflege ist offensichtlich, was eine intensive Betreuung durch Novizin Boronike notwendig macht.</p>
<p>Seine Fixierung auf alte und unbekannte Gebete sowie Anrufungen hat zugenommen. Er verbringt viel Zeit in den alten und abgelegenen Gewölben des Klosters, wo er in einer für uns unverständlichen Sprache Gebete murmelt. Diese Rituale sind uns fremd und verstärken die Besorgnis um seinen geistigen Zustand.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir hoffen weiterhin auf seine Genesung, auch wenn die Zeichen zunehmend düster erscheinen.</p>
<h3 id="12-bericht">12. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Peraine im Jahre 1042 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Kaspar, Nervenheiler<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Antonius</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Seit dem letzten Bericht ist der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund weiterhin besorgniserregend. Er nimmt kaum noch am klösterlichen Leben teil und ist vollständig auf die Pflege durch Novizin Boronike angewiesen, da er sich selbst nicht mehr versorgen kann. Seine geistige und körperliche Erschöpfung sind offensichtlich und schwerwiegend.</p>
<p>Borondrian verbringt die meiste Zeit in seiner Kammer oder in den abgelegenen Teilen des Klosters, wo er oft in sich gekehrt und teilnahmslos wirkt. Gespräche mit ihm sind selten und meist zusammenhangslos. Die Hoffnung auf eine Besserung seines Zustands ist nahezu aufgegeben worden.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der Letzten Dinge, sollen ihm die Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen, auch wenn die Zeichen zunehmend düster erscheinen.</p>
<h3 id="13-bericht">13. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 1. Tag des Ingerimm im Jahre 1043 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Bruder Antonius, Gelehrter des Klosters<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Schwester Kalina</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Im aktuellen Behandlungszeitraum hat sich der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund auf besorgniserregende Weise weiter verschlechtert. Der Patient zeigt Anzeichen extremer geistiger und körperlicher Erschöpfung und reagiert kaum noch auf Ansprache. Er verbringt die meiste Zeit in völliger Isolation und Rückzug in sich selbst.</p>
<p>In den letzten Monaten wurde Borondrian mehrmals tagelang im Kloster nicht gefunden, was uns dazu zwang, ihn in seiner Kammer einzusperren, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Seine mentale Verfassung ist so fragil, dass er kaum noch in der Lage ist, auf seine Umgebung zu reagieren.</p>
<p>Aufgrund seines kritischen Zustands planen wir eine Verlegung nach Selem zur intensiveren Behandlung. Wir hoffen, dass die erfahrenen Heiler dort ihm helfen können, seine geistige Gesundheit wiederherzustellen.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
<h3 id="14-bericht">14. Bericht</h3>
<p><strong>Datum</strong>: 15. Tag des Hesinde im Jahre 1043 BF<br>
<strong>Verfasser</strong>: Schwester Kalina Niodas, Äbtissin<br>
<strong>Behandelnde Brüder und Schwestern</strong>: Novizin Boronike, Bruder Augustinus</p>
<hr>
<p><strong>Bericht über den Zustand von Abt Borondrian Dergelmund</strong></p>
<p>Der Zustand von Abt Borondrian Dergelmund hat sich weiter verschlechtert. Er befindet sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und ist vollständig auf die Pflege durch Novizin Boronike und die Brüder des Klosters angewiesen. Seine geistige und körperliche Verfassung ist so besorgniserregend, dass wir uns entschieden haben, die Verlegung nach Selem vorzubereiten.</p>
<p>Wir hoffen, dass die erfahrenen Heiler und Therapeuten am Hauptsitz der Noioniten in Selem ihm die dringend benötigte Hilfe bieten können. Die Verlegung wird mit größter Sorgfalt geplant, um sicherzustellen, dass Borondrian während des Transports und der Behandlung bestmöglich versorgt wird.</p>
<p>Unsere Gebete zu Boron, dem Herrn der vollkommenen Seelen, sollen ihm die nötige Kraft geben, diese schwere Prüfung zu überstehen. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihm die notwendige Pflege und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Der verrückte Abt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-08-der_verrueckte_abt/</link>
      <pubDate>Sun, 08 Sep 2024 11:51:09 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-08-der_verrueckte_abt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---48-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 48. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir wurden gebeten, unsere Mitreisenden abzuholen. Daher begaben wir uns zum Kloster des Vergessens, am westlichen Rand der Stadt. An diesem Ort, an dem die seelisch Kranken gepflegt werden, war es anders als erwartet. Es war ruhig, sehr ruhig. Ich hätte mit Schreien oder Ähnlichem gerechnet. Mit Verrückten, die durch die Flure und Säle toben. Aber es war einfach nur ruhig. Wenn man innehielt und lauschte, konnte man das leise Murmeln von Gebeten hören, aber dieser Ort zeigte wie kein Zweiter, dass Boron auch den Beinamen &amp;ldquo;der Schweigsame&amp;rdquo; trug.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---48-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 48. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Wir wurden gebeten, unsere Mitreisenden abzuholen. Daher begaben wir uns zum Kloster des Vergessens, am westlichen Rand der Stadt. An diesem Ort, an dem die seelisch Kranken gepflegt werden, war es anders als erwartet. Es war ruhig, sehr ruhig. Ich hätte mit Schreien oder Ähnlichem gerechnet. Mit Verrückten, die durch die Flure und Säle toben. Aber es war einfach nur ruhig. Wenn man innehielt und lauschte, konnte man das leise Murmeln von Gebeten hören, aber dieser Ort zeigte wie kein Zweiter, dass Boron auch den Beinamen &ldquo;der Schweigsame&rdquo; trug.</p>
<p><img alt="Der ehemalige Abt Borondrian Dergelmunds" loading="lazy" src="/posts/2024-09-08-der_verrueckte_abt/token_BorondrianDergelmunds.webp"> <img alt="Die Novizin Boronike Dengler" loading="lazy" src="/posts/2024-09-08-der_verrueckte_abt/token_BoronikeDengler.webp"></p>
<p>Wir wurden zur Äbtissin des Klosters, Kalina Niodas, geleitet. Die Geweihte berichtete uns mit wenigen, aber mitfühlenden Worten vom Schicksal des ehemaligen Abtes Borondrian Dergelmund, welcher einer Art Manie anheimgefallen war und dem man hier in Perricum nicht mehr helfen konnte. Nun bestand die letzte Hoffnung darin, den alten Mönch zum Gründungsort der Noioniten, dem Kloster der Heiligen Noiona in Selem zu bringen.</p>
<p><img alt="Abfahrt aus Perricum" loading="lazy" src="/posts/2024-09-08-der_verrueckte_abt/abfahrt_aus_perricum02.webp"></p>
<p>Wir erklärten uns bereit, den ehemaligen Abt zusammen mit einer Novizin zum Schiff zu bringen, da es dem alten Mann, der sichtlich abgemergelt war, schwerfiel, alleine zu gehen. Die junge Novizin, ihr Name war Boronike Dengler, hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten um den Erkrankten gekümmert und würde dies auf der Reise weiter übernehmen. Auch hatte sich schon alles vorbereitet, um zeitig aufbrechen zu können. So sprach die Äbtissin noch einen Segen über uns und wir machten uns mit unseren Begleitern auf den Weg zum Hafen. Das Schiff, die Sonnenwind, war bereits fertig beladen und brach auf, sobald wir an Bord waren.</p>
<p>Die See war rau und das Wetter eisig, der Wind blies von Osten und das Schneegestöber machte die Navigation zu einer Herausforderung. Abgesehen von Gray und der Mannschaft des Schiffes litten alle unter den harten Bedingungen. Besonders Boronep hatte es schlimm erwischt. Bereits am ersten Tag fiel er der Seekrankheit anheim und musste sich die meiste Zeit in der Nähe der Reling oder Kübeln aufhalten. Wie es hingegen Gonzalo erging, blieb uns ein Rätsel, da dieser nicht mehr aus seiner Kajüte heraus kam, nachdem das Schiff angelegt hatte.</p>
<p>Die junge Novizin kümmerte sich aufopferungsvoll um den ehemaligen Abt. Dem alten Mann bekam die Reise gar nicht. Er wirkte immer abwesender und entrückter. Die meiste Zeit plapperte er unverständliches Zeug vor sich hin. An einem Tag, an dem uns Boronike bat, kurz noch ihm zu schauen, war es besonders schlimm. Borondrian war scheinbar aufgebracht und versuchte sich mit uns in einer uns unbekannten Sprache zu unterhalten.</p>
<p>Ich verstand so etwas wie:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Ph&rsquo;nglui mglw&rsquo;nafh Yog-Sothoth R&rsquo;lyeh wgah&rsquo;nagl fhtagn&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Ia! Ia! Yog-Sothoth k&rsquo;yarnak y&rsquo;gth&rsquo;ye li&rsquo;hee&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Ng&rsquo;gha Yog-Sothoth, k&rsquo;yarnak li&rsquo;e ch&rsquo;agl nafl&rsquo;th&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Yog-Sothoth h&rsquo;shagg li&rsquo;e hr&rsquo;an ch&rsquo;ary&hellip; Ph&rsquo;nglui mglw&rsquo;nafh&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Wir versuchten, ihn anzusprechen und ihn wieder ins Hier und Jetzt zu holen. Nach einer Weile wurde seine Sprache langsam klarer:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Yog-Sothoth**! Zha&rsquo;lon gu&rsquo;rath.&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Yog-Sothoth ist das Tor, Yog-Sothoth ist der Schlüssel und der Wächter des Tores.&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Daraufhin hatte Link die Idee, dem verwirrten alten Abt einige unserer Schriftrollen zu zeigen. Immerhin hatten wir auch eine Rolle, die eine Art Tor oder Portal darstellte.</p>
<p>Die Schriftrolle des Schattentores und die Schriftrolle des Sternenkompasses veranlassten den aufgeregten Mann zu folgenden Äußerungen:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Träume sind der Pfad&hellip; die Portale zu den Traumlanden&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Yog-Sothoth führt den Weg&hellip; die Sterne weisen den Pfad&hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Wir zeigten ihm weitere Schriftrollen. Bei der Rolle der Wächterhaut entfuhr es ihm:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Ehrt ihr die Zwölfe? Fürchtet ihr deren Widersacher? Ich habe sie alle gerufen aber sie wissen es nicht. Abgesehen von ihr. Doch sie versteht es nicht. Sie sind wie Kinder.&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;Sie, die in der Tiefe lauert, weiß es. Sie hat die Sterne beobachtet und den Fehler gesehen. So hat sie einen kurzen Blick erhascht. Nun versucht sie es zu vergessen, indem sie es Unschuldigen unter die Haut schiebt. Aber es hat auch sie gesehen und es lässt sie nicht mehr los.&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Was deutete dieser Wahnsinnige da nur an? Das Beschwören von Göttern und Erzdämonen? Er musste wahrlich von Sinnen sein.  Dies zeigte sich besonders deutlich, als er die Rolle des Labyrinths in die Finger bekam. Er wollte sie gar nicht mehr hergeben. Er war wie besessen und behauptete, den Weg klar zu erkennen. Dabei wussten wir alle, dass es auf dem Bildnis keinen Weg gab. Wir mussten ihm die Schriftrolle letztlich abnehmen, da er sich immer tiefer in einen Wahn zu steigern drohte.</p>
<p>Was auch immer mit dem ehemaligen Abt des Klosters des Vergessens vor sich ging, es war sicherlich nicht nur eine einfache Manie, und wir beschlossen, das Erlebte mit der Novizin zu besprechen. Immerhin pflegt diese den seelisch Kranken schon eine ganze Weile und wusste daher vielleicht mehr über seinen Zustand.</p>
<p>Sie berichtet uns, dass er, noch zu seiner Zeit als Abt, versuchte, einem anderen Patienten, einem verrückten Magier, zu helfen. Dies trieb ihn mit der Zeit dazu, seine Pflichten als Abt zu vernachlässigen, um alte Bücher und Texte zu studieren, von denen er sich Hinweise auf die Krankheit des Magiers erhoffte. Irgendwann war es so schlimm, dass er selbst zu einem Patienten des Klosters wurde, aber man konnte ihm nicht helfen. Genaueres könnte sie uns leider nicht sagen. Aber sie gab uns, in der Hoffnung, dass wir vielleicht helfen könnten, die Aufzeichnungen der Brüder und Schwestern aus dem Kloster, die mit der Seelsorge des verrückten Magiers und des ehemaligen Abtes beauftragt waren.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Streik der Hafenarbeiter</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-31-streik_der_hafenarbeiter/</link>
      <pubDate>Sat, 31 Aug 2024 15:32:09 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-31-streik_der_hafenarbeiter/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---47-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 47. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wurde durch den Lärm einer Menschenmenge geweckt, die sich unten am Hafen versammelt hatte. Der Tumult ließ keinen Zweifel daran, dass etwas Wichtiges im Gange war, doch zu dieser frühen Stunde konnte ich die Tragweite der Ereignisse noch nicht erahnen. Während des Frühstücks kam schließlich die schicksalhafte Nachricht: Die Hafenarbeiter waren in den Streik getreten und der Vertreter der Mada Basari wirkte sichtlich aufgelöst, als er uns mit zittriger Stimme informierte, dass auch ihre Angestellten die Arbeit niedergelegt hätten. Damit war klar, dass unser Schiff nicht wie geplant abfahren konnte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---47-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 47. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Ich wurde durch den Lärm einer Menschenmenge geweckt, die sich unten am Hafen versammelt hatte. Der Tumult ließ keinen Zweifel daran, dass etwas Wichtiges im Gange war, doch zu dieser frühen Stunde konnte ich die Tragweite der Ereignisse noch nicht erahnen. Während des Frühstücks kam schließlich die schicksalhafte Nachricht: Die Hafenarbeiter waren in den Streik getreten und der Vertreter der Mada Basari wirkte sichtlich aufgelöst, als er uns mit zittriger Stimme informierte, dass auch ihre Angestellten die Arbeit niedergelegt hätten. Damit war klar, dass unser Schiff nicht wie geplant abfahren konnte.</p>
<p>Andaryn von Arestehr, Gray der Eisige und ich beschlossen, uns die Lage einmal genauer anzusehen. Gemeinsam verließen wir das Gasthaus &ldquo;Der Hartsteener&rdquo; und gingen die wenigen Schritte zum Hafen. Die eisige Kälte des frühen Winters schnitt uns ins Gesicht, und die Dunkelheit machte die ohnehin angespannte Atmosphäre noch bedrückender. Am Hafen protestierten die Arbeiter und ihre Stimmen hallten durch die kalte, klare Luft. Die Stadtgarde von Perricum hatte sie bereits umstellt; die Spitzen ihrer Speere blitzten bedrohlich im Schein einiger weniger Fackeln. Es war ein gefährliches Patt, das jederzeit kippen konnte. Die Bereitschaft zum Einsatz von Gewalt lag in der Luft. Wenn dies so weiterging, würde es nicht lange dauern, bis das erste Blut fließen würde.</p>
<p>Wir mussten etwas unternehmen, aber mein Plan, die Arbeiter mit einer Flammenwand davon abzuhalten, weitere Dummheiten zu begehen, stieß bei Andaryn und Gray auf wenig Gegenliebe. Dabei wäre es ein sicherer Weg gewesen, die beiden Parteien voneinander zu trennen und die Arbeiter daran zu erinnern, dass sie nicht nur ihren Bäuchen, sondern auch dem garethischen Königreich verpflichtet waren. In einer Stadt wie Perricum, die wie keine andere unter Krieg und Fluten gelitten hatte, mussten die Bürger wissen, dass auch sie Verantwortung trugen. Überall sah man noch die Spuren, die der Angriff des Erzverräters Helme Haffax hinterlassen hatte – Narben einer Stadt, die vielleicht niemals ganz verheilen würden. Doch so sehr ich meine Kameraden auch zu einer schnellen Lösung drängte, sie bestanden darauf, sich noch weiter zu beraten. Die Zeit drängte, und ich fühlte, wie die Situation uns entglitt. Während ich mich bereit machte, notfalls auf der Seite von Recht und Ordnung einzuschreiten, verschwanden Andaryn und Gray in Richtung der Handelskontore und Lagerhäuser.</p>
<p>Nach einer Weile kehrten Andaryn und Gray mit einem Karren voller Getränkeschläuche zurück, den sie unbemerkt von Pöbel und Garde hinter einigen Häusern entlanggezogen. Die Anwesenheit eines Magus des Kaiserlich Garethischen Lehrinstituts der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth, wirkte zwar auf beide Parteien beruhigend, und ich konnte förmlich spüren, wie die Gardisten sich durch meine Anwesenheit entspannt hatten. Doch meine Neugier war geweckt, und ich wollte unbedingt wissen, was meine Kameraden mit den Getränkeschläuchen vorhatten. Also erklärte ich dem verantwortlichen Wachmann, dass ich in der Nähe bleiben würde, aber einen genaueren Blick auf die Streikenden werfen müsse.</p>
<p>Andaryn und Gray zeigten einmal mehr, dass sie den Charakter des einfachen Mannes mehr als nur gestanden hatten. Die Getränkeschläuche, die sie hergebracht hatten, waren voller Wein, den sie den Hafenarbeitern zum Trinken geben wollten. Ein riskanter wie genialer Plan, die aufgebrachte Menge mit Alkohol abzulenken. Sicherlich würden sie nicht Nein sagen, aber es gab einen Zeitraum zwischen angetrunken und betrunken, an dem die bereits bestehende Gewaltbereitschaft eskalieren könnte. Trotzdem entschlossen wir uns, den Plan in die Tat umzusetzen – in der Hoffnung, dass der Wein die Wogen glätten und nicht weiter anheizen würde.</p>
<p>Während ich mich im Hintergrund hielt, verhandelten Andaryn und Gray mit dem Anführer der Arbeiter und gaben die Weinschläuche an die Streikenden aus. Nach einiger Zeit gelang es ihnen, die Hafenarbeiter dazu zu bewegen, sich ins Gasthaus &ldquo;Der Hartsteener&rdquo; zurückzuziehen. Dort erfuhren wir schließlich den Grund für den Streik: Ein Hafenarbeiter war anscheinend im betrunkenen Zustand verunglückt und würde nun für lange Zeit ausfallen. Die Verträge sahen vor, dass die Kontore die Arbeiter nach Unfällen weiterbezahlen mussten, was die Händler dazu veranlasste, jeglichen Alkoholkonsum während der Arbeit zu verbieten. Die Arbeiter, die tagtäglich Kälte, Wind und Wetter ausgesetzt waren, während sie ihre schwere und monotone Arbeit verrichten, wollten dieses Verbot jedoch nicht hinnehmen. So kam es an diesem Morgen zum Konflikt, und da die Kontore um ihre Schiffe und Waren fürchteten, wurde die Garde gerufen.</p>
<p>Nachdem wir uns die Punkte der Hafenarbeiter angehört hatten, schlug Andaryn vor, dass wir versuchen könnten, mit den Kaufleuten zu verhandeln. Auf diese Idee hatte ihn wohl der Vorwurf gebracht, dass wir so aussähen, als würden wir auch zu den Pfeffersäcken gehören, die die Arbeiter ausbeuteten.</p>
<p>Zu dritt machten wir uns auf den Weg zu den Kontoren, staunten aber nicht schlecht, als wir dies leer vorfanden. Nur durch Zufall trafen wir einen Handlanger, der uns berichtete, dass sich die Herren im Phex-Tempel versammelt hatten. Da dieser nur ein kurzes Stück von den Kontoren entfernt war, machten wir uns gleich auf den. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, wenn ich daran dachte, was sich aufgebrachte Leute ausdenken konnten, die sofort die bewaffnete Garde anrücken ließen.</p>
<p>Die Stimmung im Tempel war nicht weniger angespannt als zu Beginn des Tages am Hafen. Vor den versammelten Händlern stand der Vertreter des Hauses Stoerrebrandt, von dem wir wussten, dass es ein machtbesessener Emporkömmling war, der in die ehrwürdige Familie eingeheiratet hatte. Er wollte alle Arbeiter loswerden und durch andere ersetzen, die dann mit deutlich schlechteren Verträgen leben müssten. Er bemühte sich sichtlich, die zwiegespaltene Menge auf seine Seite zu ziehen, was ihm aber bislang nicht gelang.</p>
<p>Wir hingegen konnten den Anwesenden auf ein Angebot machen. Die Arbeiter würden bis auf etwas Grog zum Mittag auf den Alkohol verzichten. Dafür bekämen sie bessere Kleidung und zur kalten Jahreszeit Feuerschalen zum Aufwärmen. Auch müssten die Arbeitgeber keine Gehälter mehr an Arbeiter bezahlen, die aufgrund von Alkohol verunfallt wären. Mit diesem Angebot konnten wir die Menge überzeugen und dem Vertreter des Hauses Stoerrebrandt blieb nichts anderes übrig, als sich anzuschließen.</p>
<p>Auf dem Rückweg zum Gasthaus und den Hafenarbeitern liefen wir durch Zufall Branibart Pausbäcker und Roban Honorald, die wir von der gemeinsamen Reise nach Wehrheim kannten, in die Arme. Sie drücken Andaryn und Gray eingewickelte Gegenstände in die Hände und baten, dass die beiden diese an sich nehmen sollten. Die Gegenstände gehörten wohl unserem mysteriösen Freund Calvin Cordozar Broadus Jr., in dessen Auftrag sie unterwegs waren. Sichtlich überrumpelt nahmen meine Kameraden die unverhofften Geschenke an sich, woraufhin Branibart und Roban schnellstmöglich das Weite suchten. Sie waren kaum um eine Ecke gebogen, als wir sahen, wie drei schwarz vermummte Gestalten sie stoppten. Allerdings sahen wir auch, dass unsere Bekannten dabei sehr entspannt aussahen.</p>
<p>Nach einem kurzen Wortwechsel mit den Arbeitern begutachteten wir die Geschenke, bei denen es sich um sehr edle Schwerter handelte. Andaryn ist ein formidabler Kämpfer, der hervorragend mit dem Schwert umgehen kann, aber was Gray mit einer solchen Waffe anfangen wollte, war mir klar. Dennoch strahlte sein Schwert eine gewisse Kälte aus, die gut zu seinem neuen Träger passte. Als Magus müsste er aber aufpassen, dass er nicht damit gesehen wird; das verbietet ihm der Codex Albyricus.</p>
<p>Nachdem wir die Waffen kurz in Augenschein genommen hatten, sprachen wir mit den Hafenarbeitern über die Lage. Diese waren von dem Ergebnis unserer Verhandlungen durchaus beeindruckt und versprachen, sich an die Abmachungen zu halten und ich glaube, dass wir von nun an einige Freunde in Perricum hatten.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Vermisste Freunde</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-24-vermisste_freunde/</link>
      <pubDate>Sat, 24 Aug 2024 13:26:06 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-24-vermisste_freunde/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-18---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 18 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war ein schöner Tag in Havena, und ich genoss die ersten Sonnenstrahlen auf der Treppe meines beschaulichen Hauses. Es lag zentral in einer der besseren Gegenden der Stadt und war recht groß. Daher machte es mir auch nicht allzu viel aus, es mit einigen Zweibeinern zu teilen. Immerhin versorgten sie mich dafür auch mit allem, was ich im Leben brauchte. Gerade als ich dachte, dass es nicht besser sein könnte, vernahm ich ein schüchternes &amp;ldquo;Hallo&amp;rdquo;. Zugegebenermaßen etwas träge öffnete ich ein Auge und erblickte die wunderschöne Kitty Kuschelpfote aus Wolldorf.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-18---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 18 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Es war ein schöner Tag in Havena, und ich genoss die ersten Sonnenstrahlen auf der Treppe meines beschaulichen Hauses. Es lag zentral in einer der besseren Gegenden der Stadt und war recht groß. Daher machte es mir auch nicht allzu viel aus, es mit einigen Zweibeinern zu teilen. Immerhin versorgten sie mich dafür auch mit allem, was ich im Leben brauchte. Gerade als ich dachte, dass es nicht besser sein könnte, vernahm ich ein schüchternes &ldquo;Hallo&rdquo;. Zugegebenermaßen etwas träge öffnete ich ein Auge und erblickte die wunderschöne Kitty Kuschelpfote aus Wolldorf.</p>
<p>Zwar hatte ich die Gute eingeladen, mich in Havena zu besuchen, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie mit Gesellschaft kommen würde …</p>
<p>Und trotzdem, in ihrem Schlepptau erkannte ich drei Katzen, die wir während unserer Zeit in Wolldorf kennengelernt hatten. Kieran Nachtgesicht, Alanna Morgenstern und Sakura Sternwanderer standen nur wenige Schritte hinter Kitty und schauten betrübt aus der Wäsche.</p>
<h3 id="taverne">Taverne</h3>
<p>Mein Anstand verbot es mir, die Katzen aus Wolldorf einfach so auf der Straße stehenzulassen, also ging ich mit ihnen in die Taverne unter die Riesen, wo wir auch auf Inigo, Jack und Ruben trafen. Während ich eine leckere Sahne genoss, schilderten unsere Überraschungsgäste meinen Freunden ihr Leid.</p>
<p>Ihre Kameraden, also Gadhra vom Schwertturm, Meroth aus dem Fass und Nino Blütentasche, hatten Kieran, Alanna und Sakura das letzte Mal gesehen, als sie gemeinsam in einen Hinterhalt der Drei Krallen gerieten. Während unsere Gäste die Gefangenschaft der selbst ernannten Wächter von Wolldorf und die Verbannung auf die Möwe genossen, konnten die anderen fliehen. Nachdem die Sache mit dem verfluchten Schiff und Moloch überstanden war, haben sie sich auf die Suche gemacht.</p>
<p>Es gab wohl Spuren, dass die anderen Wolldorf verlassen hatten, doch diese verliefen sich nach einer Weile. Seltsamerweise wussten weder die Drei Krallen noch Saytan Wollsammler etwas über den Verbleib der Geflüchteten. Scheinbar hatten diese ihre Sache gut gemacht. Ohne einen Anhaltspunkt konnte uns nur noch ein Wunder helfen – oder eine Weissagung.</p>
<p>Eine Weissagung, das könnte die Lösung sein. Ich erinnerte mich an die Geschichten über das Orakel von Havena, eine geheimnisvolle Schleiereule, die angeblich das Wissen der Welt in sich trägt und in Vergangenheit sowie Zukunft blicken kann. Diese schattenhafte Patronin der Katzen von Havena soll hoch oben in einem Turm des goldenen Hauses in den Unterfluren nisten. Man sagt, dass das Orakel nur zu wenigen Auserwählten spricht, und auch dann sind seine Worte oft kryptisch und schwer zu entschlüsseln.</p>
<p>Der Weg zu ihr ist allerdings gefährlich, denn das goldene Haus ist der Stammsitz der goldenen Horde, einer Gruppe von arroganten, verwöhnten Aranierkatzen. Diese fettleibigen Rotfelle genießen die Verehrung der praiosgläubigen Menschen, die sie füttern und pflegen. Trotz der Gefahr, die von diesen faulen, aber feigen Katzen ausgeht, beschloss ich, dass wir es wagen sollten, das Orakel aufzusuchen. Vielleicht konnte uns seine Weissagung den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib der Vermissten geben.</p>
<h3 id="orakel">Orakel</h3>
<p>Wir machten uns also mit Kieran, Alanna und Sakura auf den Weg und wie vermutet saßen die Aranier auf dem Platz vor dem Goldenen Haus. Allerdings muss ich gestehen, dass die Gerüchte über deren Fettleibigkeit doch etwas übertrieben waren. Im Gegenteil. Mir fielen einige wohlproportionierte Kätzchen auf.</p>
<p>Als verantwortungsvoller Anführer war es eine Selbstverständlichkeit für mich, für ausreichend Ablenkung zu sorgen. Daher machte ich einigen der Katzen schöne Augen und ließ meinen Charme spielen. Spielend gelang es mir, die Damen um den Finger zu wickeln. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich, auch wenn es für einen guten Zweck war, meine Gabe der Verführung ausgenutzt habe, um die Aranierkatzen und -kater dazu zu bringen, sich mit mir an einen ruhigeren Ort zurückzuziehen. Allem Anschein nach habe ich es aber ein wenig übertrieben, denn auch Inigo und Ruben schlossen sich der liebestollen Meute an. Lediglich Jack blieb ungerührt, aber er hatte da ja auch einen gewissen Vorteil … oder Nachteil. Das kommt wohl ganz auf die Perspektive an.</p>
<p>Wir verbrachten eine schöne Zeit, doch leider mit einem bitteren Nachgeschmack. Diese unverschämte Araniererin hat mir doch tatsächlich mein wunderschönes Medaillon und ein Stück der alten Tempelkarte gestohlen. Inigo hat es noch viel schlimmer erwischt. Dem Armen fehlten am Ende seine Rüstung und ein Schwert und ich wundere mich noch heute, wie er so unaufmerksam sein konnte. Der kleine dicke Ruben hingegen hat rechtzeitig bemerkt, was vor sich ging, hat aber, anstatt uns zu warnen, eine philosophische Diskussion über Richtig und Falsch mit der Katze geführt, die ihn ausnehmen wollte. Am Ende wollte er dem frechen Ding noch aus der Patsche helfen. Na ja, wenigstens hat er das Herz am rechten Fleck.</p>
<p>Nach diesem unrühmlichen Vorfall berappelten wir uns wieder und beschlossen zum Orakel zu gehen. Da sich die Aranier aus dem Staub gemacht hatten, war der Weg frei und nichts hielt uns mehr auf. Sogar Jack, der sich ein wenig umgesehen hatte, stieß wieder zu uns.</p>
<p>Wir schlichen also durch das Goldene Haus, vorbei an vielen Statuen der Zweibeiner, bis zum Turm hinauf, wo wir an einem Fenster das Orakel fanden, das den leuchtenden Mond beobachtete. Ein Umstand, der meinem umfänglichen Wissen nach für Schleiereulen nicht unüblich ist.</p>
<p>Für Orakel hingegen ist es unüblich, eine Bezahlung zu verlangen, aber Spenden und Opfergaben sind wohl obligatorisch. Hier macht Ruben alle Versäumnisse dieses Abends wieder gut, indem er dem Orakel das &ldquo;Maus auf Toast Sandwich&rdquo; gab, das er wohlweislich von der Taverne mitgebracht hatte. Scheinbar hatte das Orakel auch wirklich genug von all den weißen Mäusen, die ihr üblicherweise angeboten wurden, und so schlang sie das Essen gierig herunter und belohnte uns mit einer Weissagung.</p>
<blockquote>
<p>Im Schoße des weiblichen Orks wird aus den Samtpfoten ein Werkzeug des menschlichen Tiers.</p>
</blockquote>
<p>Ich tat mein Bestes, um aus diesem Rätsel schlau zu werden und bat sogar das Orakel um Hilfe, doch leider konnte sie uns nichts Weiteres sagen. Allerdings schlug sie vor, dass wir uns mal in der Bibliothek umschauen sollten. Dieser Vorschlag war so gut, der hätte glatt von mir sein können.</p>
<p>Wir zogen also von dannen und verließen das Goldene Haus. Zu unserem Entsetzen lag auf dem Platz, auf dem sich zu Beginn des Abends noch die Aranierkatzen getummelt haben, nun eine tote Katze. Eine tote Katze, die Jack wohl den Weg zum Orakel gezeigt hatte. Sie lag da, mitten auf dem Platz, gespickt mit Glassplittern. Das, obwohl nirgends ein zerbrochenes Fenster zu sehen war. Bei genauerem Hinsehen erkannten wir, dass die Katze mit einer Glasscherbe erstochen wurde. Scheinbar sollte die Weissagung des Orakels nicht das einzige Rätsel an diesem Abend bleiben. Aber wir mussten weiter. Die Bücher warteten.</p>
<h3 id="bibliothek">Bibliothek</h3>
<p>Die Bibliothek, ein Ort des Geistes und des Verstandes, mein zweites Zuhause. Aber scheinbar auch das Zuhause von zwei Kötern, die eifersüchtig den Eingang bewachten, was uns ein angemessenes Passieren des vorgesehenen Zugangs unmöglich machte. Wir sahen uns also gezwungen, einen anderen Weg in das Gebäude zu finden und prinzipiell wäre es auch kein Problem gewesen, dass ich über das Dach geklettert wäre. Allerdings hatten wir ja noch Kieran, Alanna und Sakura im Schlepptau und die sahen arg mitgenommen aus. Daher unternahm ich zusammen mit Ruben einen sehr halbherzigen Versuch, ein wenig zu klettern und ließ es dann bleiben. So konnten die anderen ihr Gesicht wahren.</p>
<p>Dennoch mussten wir irgendwie in die Bibliothek und Jack hatte die passende Idee. Er zögerte nicht lange und gab Inigo seine schwere Rüstung und sein Schild. Während wir uns versteckten, lenkte er die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich und flitzte blitzschnell um eine Ecke, vorbei an noch mehr Hunden. Auch diese rannten ihm nach, sodass nun eine ganze Meute hinter ihm her war. Ich bekam noch mit, dass er sich zwar auf einen Baum retten konnte, aber einiges einstecken musste.</p>
<p>Wir hingegen schlichen uns in die Bibliothek, die selbst zu dieser späten Stunde noch von Zweibeinern besucht war. Mutig ging ich voran und entdeckte schon bei den ersten Regalen Zweibeiner-Welpen. Damit ich die Bücher inspizieren konnte, bat ich Alanna und Ruben, diese für mich abzulenken.</p>
<p>Das Vorgehen war klar, wir mussten uns unserer Kleidung entledigen, um wie normale Katzen zu wirken. Dann einfach nur zu den Menschen gehen und sich auf dem Rücken rollen. Das klappt fast immer, was Alanna und Ruben eindrucksvoll unter Beweis stellten.</p>
<p>Ich hingegen widmete mich dem wichtigen Teil und nahm das Büchersortiment in Augenschein: Reihe um Reihe, Regal für Regal. Leider fand ich nichts, was uns einen Hinweis liefern konnte. Mir war klar, dass wir uns auch in den anderen Teilen des Hauses umschauen mussten, daher bat ich die anderen beiden, mit dem Spielen aufzuhören und mir zu folgen.</p>
<p>In einem Raum mit Treppen zum Keller und zum Obergeschoss schliefen zwei Dachse. Hätte nicht auch ein Kater ruhig und friedlich in einer Ecke des Raumes gesessen, wäre das ein Anlass zur Sorge gewesen. So hingegen blieb ich cool und ließ mich auf ein leises Gespräch mit dem Herren ein. Wie sich herausstellte, verkaufe er Karten von Aventurien und um ihn gewogen zu stimmen, kauften Ruben und ich einige seiner Stücke.</p>
<p>Daraufhin erzählte er uns freudig von einem geheimnisvollen Buch im Keller des Anwesens. Ich war zwar nicht sicher, was wir in Anbetracht eines geheimnisvollen Orakelspruches auch noch mit einem geheimnisvollen Buch anfangen sollten, aber sicherlich war es besser, einmal nachzuschauen. Allerdings warnte uns der Kater mit den Karten vor dem Keller.</p>
<h3 id="keller">Keller</h3>
<p><img alt="Wasserspeier" loading="lazy" src="/posts/2024-08-24-vermisste_freunde/gargoyle.webp"></p>
<p>Aus vielen meiner Bücher weiß ich, dass in Kellern Ratten hausen und es Helden bedarf, die diese widerlichen Tiere erschlagen. Genau diese Aufgabe erwartete uns auch im Keller der Bibliothek. Ich machte kurzen Prozess mit den Viechern, aber meine Kameraden schlugen sich ebenfalls relativ gut. Kaum hatten wir die Ratten vertrieben, sah ich mich in dem ersten Kellerraum um. Schnell fiel mir eine alte hölzerne Standuhr auf, wie nicht so richtig in den Raum passen wollte und Ruben sah sich das Ding einmal genauer an. In der Uhr entdeckte er einen versteckten Heiltrank, den wir noch gut gebrauchen konnten.</p>
<p>Am anderen Ende des Raumes fanden wir eine schwere Tür, die in einen weiteren Raum führte, der seltsamer nicht sein konnte. In der Mitte des Raumes war eine Art Metallgitter oder -geflecht in den Boden eingelassen, in dessen Zentrum ein Bücherpult stand. An den vier Ecken des Metallgitters standen Steinstatuen in Form von Gargoyles. Außerdem stand auch in diesem Raum eine Uhr, dessen Heiltrank ich mir sicherte.</p>
<p>Gemeinsam standen wir vor dem Metallgitter und überlegten, was zu tun sein. Vorsichtig setzte ich eine Pfote auf das Metall und sofort ertönte ein Klappern und Scheppern. Fieberhaft überlegte ich, welch ein Geheimnis hinter all dem stecken könnte. Schnell wurde mir klar, dass dies nicht der Moment für langwierige Überlegungen war. Handeln war gefragt und das tat ich. Ich rannte so schnell ich konnte zum Zentrum des Geflechtes und schnappte mir das Buch. Grade, als ich mich umdrehte, sah ich, wie sich meine Freunde den Wasserspeiern stellten, die auf einmal zum Leben erwacht waren. Ich brachte das Buch in Sicherheit und half Inigo und Ruben im Kampf gegen die Steinmonster. Dabei mussten wir alle heftig einstecken und ich bin wirklich dankbar für die Heiltränke, die wir gefunden hatten. Die Statuen waren nahezu unbesiegbar, aber als keiner von uns mehr auf dem Metall stand, war der Spuk vorbei. Inigo hatte es übel erwischt und wir anderen hatten heftige Blessuren. Ein erster Blick in das geheimnisvolle Buch machte uns klar, dass mein Mut und die Aufopferung meiner Kameraden umsonst gewesen war. Dieses literarische Machwerk war voll von sinnlosem Gekritzel, aber zumindest war es geheimnisvoll.</p>
<p>Enttäuscht verließen wir den Keller wieder.</p>
<h3 id="die-suche-geht-weiter">Die Suche geht weiter</h3>
<p>Im Raum mit dem Kartenhändler trafen wir Jack wieder, der den Hunden entkommen war. Es war ihm gelungen, sich über das Dach in das Gebäude zu schleichen, wovon er eifrig berichtete. Leider hatte ich keine Zeit, ihm hinsichtlich seiner Erzählungen die Gunst meiner Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Es galt, Hinweise auf eine Weissagung zu finden, und in dieser Bibliothek war ich in meinem Element. Ich erinnerte mich, dass es nahe dem Eingang noch eine Tür gegeben hatte, die zu einem weiteren Raum mit Büchern führen konnte und ich beschloss dies zu prüfen.</p>
<p>Es dauerte nicht lange und einige der anderen folgten mir, aber ich war mit meinen Gedanken ganz bei den Büchern und bei meiner Aufgabe, einen Hinweis zu finden. Vermutlich hätten andere, weniger willensstarke Katzen, längst aufgegeben, doch ich hatte den Anspruch, meinem stolzen Namen gerecht zu werden.</p>
<p>Nachdem das ganze Erdgeschoss abgesucht war, erinnerte ich mich, dass Jack irgendetwas von Büchern im Obergeschoss gemurmelt hatte, aber auch, dass sich dort Zweibeiner herumtrieben. Und dennoch, wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Wir gingen also gemeinsam nach oben.</p>
<h3 id="obergeschoss">Obergeschoss</h3>
<p>In dem Raum, den wir am Ende der Treppe vorfanden, war eine Zweibeinerin an einem Herd beschäftigt. Unsere Suche sowie unser Interesse für den Küchentisch erschreckte sie jedoch sehr und so verließ sie schimpfend den Raum. Auf dem Tisch fanden wir weitere Karten, welche wir sicherheitshalber mitnehmen. Leider hatte dieser Raum nichts, was uns einen Hinweis gab, so begannen wir die anderen Räume zu durchsuchen.</p>
<p>Der Raum, der an der Küche anschloss, hatte fünf Regale voll mit Büchern, aber keins davon war in irgendeiner Form hilfreich bei der Lösung unseres Rätsels. Erst im letzten Raum des Hauses, den wir erreichen konnten und als hätte das Schicksal so beabsichtigt, fand ich eine hilfreiche Karte des nordwestlichen Aventuriens. Auf dieser Karte war die Insel Orkin verzeichnet. Mir war sofort klar, dass dies eine Referenz zu &ldquo;Im Schoße des weiblichen Orks&rdquo; sein musste. Leider bemerkten die Zweibeiner, die sich hinter dem Regal aufgehalten hatten, dass ich die Karte genommen habe und sie begannen zu schimpfen und zu schreien. Dabei erwähnten sie jedoch auch andere erwachte Katzen. Während meine Kameraden versuchten zu fliehen, war mir sofort klar, dass wir hier nur mit einer geschickten Verhandlungsführung davonkommen würden. Wohlgemerkt, ein Sachgebiet, in dem ich durchaus brilliere. Mir gelang ein anständiger Handel, in dem ich die Bücher eintauschte, die ich auf der Möwe gefunden habe und mir war, als ob es Fügung war, dass ich sie damals mitgenommen habe.</p>
<p>Der erste Teil der Weissagung war also gelöst und die vielen Bücher über Affen und Menschenaffen geben mir auch einen klaren Hinweis auf den Teil mit dem menschlichen Tier. Es war also Zeit, wieder nach Hause zu gehen. Dummerweise hatten die Köter dieses Stadtteils nur darauf gewartet, dass wir das Gebäude verlassen. Daher mussten wir sie erst einmal ordentlich verprügeln.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Postraub</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-14-postraub/</link>
      <pubDate>Wed, 14 Aug 2024 16:15:10 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-14-postraub/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---46-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 46. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;mittagstisch&#34;&gt;Mittagstisch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir im Kontor der Mada Basari die Überfahrt auf dem Postschiff &lt;em&gt;Sonnenwind&lt;/em&gt; nach Khunchon vereinbart hatten, gab es nicht mehr viel für uns in Perricum zu tun. Da es auf die Mittagszeit zuging, beschlossen wir, eine Kleinigkeit im &lt;em&gt;Hartsteener&lt;/em&gt; zu essen. Das &lt;em&gt;Hartsteener&lt;/em&gt; bot eine recht einfache und rustikale Kost, doch nach fast zwei Wochen Reise war dies eine willkommene Abwechslung zu den Proviantpaketen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---46-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 46. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="mittagstisch">Mittagstisch</h3>
<p>Nachdem wir im Kontor der Mada Basari die Überfahrt auf dem Postschiff <em>Sonnenwind</em> nach Khunchon vereinbart hatten, gab es nicht mehr viel für uns in Perricum zu tun. Da es auf die Mittagszeit zuging, beschlossen wir, eine Kleinigkeit im <em>Hartsteener</em> zu essen. Das <em>Hartsteener</em> bot eine recht einfache und rustikale Kost, doch nach fast zwei Wochen Reise war dies eine willkommene Abwechslung zu den Proviantpaketen.</p>
<p>Dennoch war uns ein ruhiges Mahl nicht vergönnt. An einem Nachbartisch saßen drei angetrunkene Hafenarbeiter, die sich lautstark unterhielten. Obwohl wir anfangs gewillt waren, ihre Prasserei zu ignorieren, zwangen uns einige Gesprächsfetzen dazu, unsere Aufmerksamkeit auf sie zu richten. Schnell wurde uns klar, dass diese drei eigentlich eine private Unterhaltung führen wollten, jedoch vom fortgeschrittenen Alkoholkonsum daran gehindert wurden. Höflich versuchten wir, wegzuhören, zumindest so lange, bis wir den Begriff <em>Post</em> vernahmen, was unser Interesse weckte.</p>
<p>Viel konnten wir nicht aufschnappen, doch einige Gesprächsfetzen erregten unsere Aufmerksamkeit:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; und heute Nacht kommt die Post? &hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; (unverständlich) vorbereitet &hellip; ganz wichtig, keine Fehler &hellip; wertvoll &hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; aus Gareth &hellip; Schiff nach Khunchom (unverständlich) &hellip; und den halben Süden &hellip;&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Um mehr zu erfahren, gesellten wir uns zu den drei Herren, deren Skepsis uns gegenüber durch die Spendabilität von Gray und Andaryn schnell gelindert wurde. Einige Runden des besten oder besser des stärksten Bieres des Hartsteener später war uns klar, dass einer der dreien entweder viel weniger vertrug als seine Kumpane oder aber viel langsamer im Kopf war. So gelang es uns, noch ein wenig mehr zu erfahren, da er den anderen immer wieder Fragen stellte:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; nun zu sechst &hellip;?&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; Hal Felswegen hat das Kommando &hellip;?&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; Seitenweg zur Reichsstraße &hellip;?&rdquo;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p>&ldquo;&hellip; alte Jägerhütte &hellip;?&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Wir konnten mit diesen Informationen nicht viel anfangen, doch eines war uns klar: Diese Bande plante entweder noch heute Nacht die Post in die <em>Sonnenwind</em> zu bringen oder einen Überfall auf die Postkutsche.</p>
<h3 id="sicherheitshalber">Sicherheitshalber</h3>
<p>Da wir nicht so recht an den überbordenden Fleiß der Herren glauben wollten, gingen wir vom Letzteren aus und beschlossen, sie im Auge zu behalten. Link, Andaryn und Zayn folgten dem weniger intelligenten Mann und bekamen mit, dass er in einem der kleinen Häuser am Hafen verschwand. Währenddessen beschwor Gray einen kleinen Eis-Geist und trug diesem auf, das Haus im Auge zu behalten und uns zu informieren, sollte der Mann aufbrechen. Um weiter sicherzugehen, wartete Link mit seinem Pferd außerhalb der Stadtmauer.</p>
<p>Zum Einbruch des Abends verließ der Beobachtete sein Haus und machte sich zu Fuß auf den Weg aus der Stadt. Wir sattelten unsere Pferde und folgten ihm so schnell wir konnten. Vor der Stadt trafen wir Link und folgten der Spur im frischen Schnee, welche sich nach einigen Weggabelungen mit fünf weiteren Spuren vereinte. Die Tatsache, dass die Spuren sich vereinigten, bestätigte unsere Befürchtungen, dass wir es mit einer organisierten Bande zu tun hatten.</p>
<h3 id="vereitelter-hinterhalt">Vereitelter Hinterhalt</h3>
<p>Während wir der Spur der Räuber folgten, wuchs die Anspannung in unserer Gruppe. Die Gefahr, dass ein direkter Angriff die Postkutsche gefährden könnte, lag auf der Hand. Daher entschieden wir uns, mit Bedacht vorzugehen, um den Überraschungseffekt auf unserer Seite zu halten. Wir ließen uns ein wenig zurückfallen, um die Bande nicht auf uns aufmerksam zu machen, bis der richtige Moment für einen Angriff gekommen war.</p>
<p>Als die Räuber schließlich angriffen, waren wir vorbereitet. Der Kampf war hart, doch dank unserer abgestimmten Vorgehensweise gelang es uns, die Oberhand zu gewinnen. Wir konnten vier der sechs Verbrecher lebend - wenn auch übel zugerichtet - gefangen nehmen. Mit Hilfe des Kutschers und unserer Pferde brachten wir die Posträuber zurück nach Perricum und übergaben sie der Stadtwache, die sich um sie kümmerte.</p>
<p>Der Sieg war schwer erkämpft, doch die Unversehrtheit der Kutsche und ihres wertvollen Inhalts war gesichert. Während die Stadtwache die Verbrecher abführte, erfuhren wir auch, dass wir nicht alleine Richtung Khunchom reisen würden. Allem Anschein nach hatte das Kloster des Vergessens zu Perricum nach einer Passage in den Süden gefragt und wurde an das Kontor der Mada Basari verwiesen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Buttercup</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-02-buttercup/</link>
      <pubDate>Fri, 02 Aug 2024 11:24:46 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-02-buttercup/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-17---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 17 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;teppich&#34;&gt;Teppich&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ach, wie herrlich war doch der Moment der Ruhe und Freundschaft, als wir uns in diesem prächtigen Raum befanden und der Musik lauschten. Der Frieden wurde jedoch jäh unterbrochen, als ein besonders großer Teppich plötzlich zu schweben begann. Aber er bewegte sich im Takt von Ravennas Melodie, die sie geschickt auf ihrem Instrument spielte. Diese ungewöhnliche Situation nutzten wir aus, um uns lautlos und vorsichtig durch den Raum zu bewegen und nach dem Schlüssel zur Treppe zu suchen. Ravenna setzte ihr Spiel unermüdlich fort, bis wir den Schlüssel gefunden hatten. Erst als sie aufhörte zu spielen, sank der Teppich wieder sanft zu Boden.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-17---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 17 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="teppich">Teppich</h3>
<p>Ach, wie herrlich war doch der Moment der Ruhe und Freundschaft, als wir uns in diesem prächtigen Raum befanden und der Musik lauschten. Der Frieden wurde jedoch jäh unterbrochen, als ein besonders großer Teppich plötzlich zu schweben begann. Aber er bewegte sich im Takt von Ravennas Melodie, die sie geschickt auf ihrem Instrument spielte. Diese ungewöhnliche Situation nutzten wir aus, um uns lautlos und vorsichtig durch den Raum zu bewegen und nach dem Schlüssel zur Treppe zu suchen. Ravenna setzte ihr Spiel unermüdlich fort, bis wir den Schlüssel gefunden hatten. Erst als sie aufhörte zu spielen, sank der Teppich wieder sanft zu Boden.</p>
<h3 id="quelle">Quelle</h3>
<p>In der nächsten Kammer erwartete uns ein erstaunlicher Anblick. Aus der nördlichen Wand strömte ein Wasserfall, dessen kristallklares Wasser sich in einem Bassin aus Marmor sammelte. In der Mitte des Raumes stand eine Feuerschale, welche den Raum erwärmte. Der Raum war eingehüllt von grünen Flechten und es gab blau leuchtende Pilze. An der Ostwand entdeckten wir eine schlafende Zweibeinerin. Doch auf den zweiten Blick erkannte ich, das da mit ihr etwas vermutlich nicht stimmte. Sie war keine gewöhnliche Zweibeinerin. Unter ihrem Rock wanden sich Tentakeln hervor, die uns einen Schauer über den Rücken laufen ließen.</p>
<p>Gemeinsam gelang es uns, sie zu besiegen, was uns den Besitz des nächsten Schlüssels einbrachte. Mit diesem Schlüssel stiegen wir die Treppe hinauf in den nächsten Raum.</p>
<h3 id="goldfisch-und-rätsel">Goldfisch und Rätsel</h3>
<p>Die neue Kammer war voller seltsamer Dinge. An den Wänden hingen die Köpfe toter Tiere und auf dem Boden lagen Felle verstreut. Mehrere Statuen standen im Raum und auf einem Tisch befand sich ein Glas mit einem Goldfisch, der glücklicherweise nicht durch den Raum fliegen konnte. Auf dem Tisch lagen zudem Pergamente mit Rätseln.</p>
<p>Das erste Rätsel lautete:</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Erst wenn ich zu Hause bin, haben die Wächter frei.&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Dieses Rätsel konnte ich relativ schnell lösen: Ein Fisch mit Rätseln und ein verwunschener Raum mit einem Bassin und Wasserfall – das musste der Ort sein. Vorsichtig, um ihn nicht zu quälen, setzte ich den Goldfisch in das Bassin, welches wir ein Stockwerk tiefer gefunden hatten. Kaum hatte ich dies getan, ertönte ein lautes Poltern und Scheppern, ein gutes Zeichen!</p>
<p>Das zweite Rätsel war recht einfach. Sogar meine Kameraden konnten es problemlos lösen.</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Töte den Unhold und der Priester teilt sein Wissen.&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>Den Unhold lag im Sarkophag und - tot wie er war - ließ er sich recht leicht,… töten.</p>
<p>Das dritte Rätsel war etwas kniffliger.</p>
<blockquote>
<p>&ldquo;Der Schlüssel um weiterzukommen, befindet sich in dem Maul des Tiers, welches es zweimal gibt.&rdquo;</p>
</blockquote>
<p>In diesem Raum gab es jedes Tier nur einmal. Also durchsuchten Ruben und ich den Turm. Im untersten Raum entdeckte ich schließlich einen Teppich, der aus einem Bärenfell gemacht war, und tatsächlich befand sich ein Schlüssel in dessen Maul.</p>
<p>Rätsel sind für einen belesenen Kater wie mich halt kein Problem, und so konnten wir endlich in die oberste Kammer des Turms vordringen.</p>
<h3 id="buttercup">Buttercup</h3>
<p>In der obersten Kammer fanden wir Buttercup, eine wirklich wunderschöne Katze, die in ihrem himmlischen Bett saß. Aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund begannen meine Freunde erneut, um sich zu schlagen und in der Luft herumzufuchteln. Und wieder wollten sie, dass ich dieses seltsame Spiel mitmachte, was ich aus reiner Gutherzigkeit auch tat.</p>
<p>Als sie von diesem Spiel genug hatten, machten sich keine große Mühe, Buttercup lange zu überreden. Die Arme hatte ohnehin schon einiges durchgemacht und hatte keine andere Wahl, als uns zu folgen. Es war offensichtlich, dass sie nicht zu dem Don wollte.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Reise nach Perricum</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-07-06-reise_nach_perricum/</link>
      <pubDate>Sat, 06 Jul 2024 17:24:35 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-07-06-reise_nach_perricum/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---45-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 45. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;aufbruch&#34;&gt;Aufbruch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei mildem Herbstwetter begann unsere Reise am frühen Nachmittag in Ragath, doch die Atmosphäre war alles andere als friedlich. Gonzalo Jurios erwartete uns vor dem Gasthaus und gemeinsam verließen wir die wehrhafte Stadt auf der Reichsstraße 2 in Richtung Nordosten. Bereits nach wenigen Minuten trafen wir auf die schwer bewaffneten Kavallerieeinheiten Ragaths, die entlang der Reichsstraße patrouillierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese scheinbar zufällige Begegnung mit der Patrouille, die unter dem Befehl von Esteban Carvajal, einem Verbündeten unseres Widersachers Karlos Jurios, stand, war eindeutig eine Machtdemonstration. Sie sollten uns zeigen, dass wir beobachtet und unsere Schritte genau überwacht werden.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---45-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 45. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="aufbruch">Aufbruch</h3>
<p>Bei mildem Herbstwetter begann unsere Reise am frühen Nachmittag in Ragath, doch die Atmosphäre war alles andere als friedlich. Gonzalo Jurios erwartete uns vor dem Gasthaus und gemeinsam verließen wir die wehrhafte Stadt auf der Reichsstraße 2 in Richtung Nordosten. Bereits nach wenigen Minuten trafen wir auf die schwer bewaffneten Kavallerieeinheiten Ragaths, die entlang der Reichsstraße patrouillierten.</p>
<p>Diese scheinbar zufällige Begegnung mit der Patrouille, die unter dem Befehl von Esteban Carvajal, einem Verbündeten unseres Widersachers Karlos Jurios, stand, war eindeutig eine Machtdemonstration. Sie sollten uns zeigen, dass wir beobachtet und unsere Schritte genau überwacht werden.</p>
<p>Die imposanten Schlachtreiter, die im Fürstentum Almada entlang der Reichsstraßen patrouillierten, waren eine ständige Erinnerung an die potenzielle Gefahr, die von unserem Auftraggeber ausging. Sollte es nötig sein, könnten diese Kavalleristen rasch gegen uns mobilisiert werden.</p>
<h3 id="von-ragath-nach-franfeld">Von Ragath nach Franfeld</h3>
<p>Die erste Etappe führte uns nach Ciragad, einer friedlichen Ortschaft am Ufer des Yaquir. Doch die Ruhe des Ortes konnte unsere Anspannung nicht lindern. Die drängende Pflicht, den Auftrag zu erfüllen, trieb uns weiter. Nach einer kurzen Rast setzten wir unseren Weg fort und erreichten bei Einbruch der Dämmerung Wilsemund. Hier fanden wir Unterkunft in einem kleinen Gasthaus, doch Gonzalos wachsamem Blick entging nichts, und so blieben wir auf der Hut.</p>
<p>Der nächste Morgen brachte uns auf einen Weg durch offene Felder und Wiesen, deren herbstliche Farben kaum über die bedrückende Stimmung hinwegtrösten konnten. Am Abend erreichten wir Franfeld, wo uns Regen und Dunkelheit empfingen. Die mächtigen Mauern der Grenzfeste Franfeld, die über die Almadanische Pforte wachen, boten uns Schutz für die Nacht. Doch das Grollen eines Sturms ließ uns nicht gänzlich zur Ruhe kommen. Außerdem vermuteten wir, dass wir in der Nacht gehört hatten, wie Gonzalo durch die Flure schlich.</p>
<h3 id="von-franfeld-nach-eslamsgrund">Von Franfeld nach Eslamsgrund</h3>
<p>Früh am Morgen verließen wir Franfeld wieder. Die Straßen waren matschig und der Himmel dunkel. Unsere erste Zwischenstation war Grannerau, wo die Dorfbewohner trotz der nahenden Winterkälte gastfreundlich blieben. Die Kälte des späten Herbstes nahm zu, als wir Steynebruk erreichten, eine Ortschaft, deren Bewohner uns mit Misstrauen begegneten, besonders Gonzalo.</p>
<p>Der weitere Weg nach Eslamsgrund war lang und beschwerlich, der Wind sowie die ersten Schneeflocken machten die Reise unangenehm. Eslamsgrund erreichten wir spät in der Nacht.</p>
<h3 id="von-eslamsgrund-nach-wiesengrund">Von Eslamsgrund nach Wiesengrund</h3>
<p>Die Abreise am nächsten Tag begann verspätet, da Gonzalo uns etwa eine Stunde warten ließ und dies, obwohl erneut ein besonders langer Reisetag vor uns lag.</p>
<p>So traten wir an diesem Tag unsere Reise durch die frostige Landschaft der Baronie Erlenstamm mit schlechter Laune an. Ein Umstand, der sich bei diesem anspruchsvollen Streckenabschnitt auch nicht mehr ändern wollte. Der Boden war hart gefroren, mit einer Frostschicht überzogen und der Wind blies uns eisig ins Gesicht. Mit letzter Kraft erreichten wir nach einem 15-stündigen Ritt Wiesengrund, wo uns eine kalte Scheune als Unterkunft diente. Gonzalo verschwand kurz nach unserer Ankunft in einem der Häuser der Siedlung und wir mussten die Nacht in der Kälte verbringen.</p>
<h3 id="von-wiesengrund-nach-wandleth">Von Wiesengrund nach Wandleth</h3>
<p><img alt="alt text" loading="lazy" src="/posts/2024-07-06-reise_nach_perricum/reise_nach_perricum04.webp"></p>
<p>Nach einer schmerzhaften Nacht setzten wir am darauffolgenden Tag unsere Reise fort. Die Kälte wurde unerträglich, und die ersten Schneeflocken fielen bereits vom Himmel. Nach ca. neun Stunden erreichten wir Wandleth. Die Stadt ist geprägt von zwergischer Architektur und bot alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Die Burg, das Wiesenschlösschen, ein aus rosafarbenem Marmor erbautes Schloss, wirkte in der Abenddämmerung einladend und imposant. Wir fanden Unterschlupf im Gasthaus „Zum Wiesenschlösschen“, das für seine Gemütlichkeit und gute Küche bekannt ist.</p>
<p>Nach einer kleinen Stärkung beschlossen wir, die Stadt zu erkunden und unseren Proviant aufzustocken. Während unseres Einkaufes sahen wir eine Gruppe von Menschen, die sich um einen Prediger der Wandlether Apokalyptiker versammelt hatten. Er verkündet lautstark die bevorstehende Apokalypse und warnt die Bürger vor dem kommenden Unheil.</p>
<h3 id="von-wandleth-nach-wasserburg">Von Wandleth nach Wasserburg</h3>
<p>Früh am Morgen brachen wir auf, Gonzalo ritt wie immer hinter uns und blieb weiterhin distanziert. Die hügelige Landschaft der Baronie Ingerimmsschlund war von herbstlichen Farben bedeckt, doch die Kälte und die Anstrengungen der Reise ließen uns die Schönheit kaum wahrnehmen. In Perainsgarten, einer kleinen Ortschaft, sahen wir die ersten Anzeichen des hereinbrechenden Winters. Der erste Schnee hat die Dächer leicht bedeckt und die Bewohner waren damit beschäftigt, ihre Häuser und Scheunen auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Wir nutzten die Gelegenheit, um uns und unseren Tieren eine kurze Rast und eine kleine Stärkung zu gönnen; dann setzten wir unsere Reise fort.</p>
<p>Nach vielen weiteren Stunden, die wir auf dem Rücken unserer Reittiere verbracht hatten, fanden wir eine kleine Travia-Hütte und beschlossen, dort die Nacht zu verbringen. Es war eine Selbstverständlichkeit für uns, die Vorräte aufzufüllen, Holz zu hacken und eine kleine Spende zu hinterlassen, um der Göttin Travia unseren Respekt zu erweisen.</p>
<p>Der nächste Tag führte uns weiter entlang des Darpat. Das Wasser des Flusses war bereits von einer dünnen Eisschicht bedeckt, und die Kälte machte die Reise unerträglich.</p>
<p>Als wir schließlich Wasserburg erreichten, war es bereits früher Abend. Die mittelgroße Stadt liegt auf einer Insel im Darpat, und die Brücke, die zur Stadt führt, wirkte im Schneegestöber und Dämmerlicht fast mystisch. Die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser, und wir waren froh, endlich eine Möglichkeit zur Rast in einem Gasthaus nahe dem Stadttor gefunden zu haben.</p>
<h3 id="von-wasserburg-nach-perricum">Von Wasserburg nach Perricum</h3>
<p>Am nächsten Morgen brachen wir früh auf. Die Winterkälte war allgegenwärtig und der Himmel von grauen Wolken bedeckt. Der Wind peitschte durch Wasserburg und wir waren froh, als wir die Stadt hinter uns ließen und wieder auf die Reichsstraße 3 entlang des Darpat gelangten.</p>
<p>Wir ritten zügig, doch die Straßen waren rutschig. Gonzalo beobachtete uns weiterhin misstrauisch. Nach einigen Stunden erreichten wir Gnitzenkuhl. Die Dorfbewohner waren freundlich, aber zurückhaltend, und wir verweilten nur kurz. Dennoch ließ Gray es sich nicht nehmen, einen Vorrat des berühmten Fruchtbrands Gnitzer zu erwerben.</p>
<p>Die Kälte machte die Reise beschwerlich und als wir Gaulsfurt erreichten, neigte sich der Tag dem Ende zu. Die Ortschaft war friedlich, und wir beschlossen, dort zu übernachten. Im Gasthaus wärmten wir uns am Kaminfeuer. Später besuchten wir die nahegelegene Tempelanlage Raschia&rsquo;Hal, wo ich eine größere Spende hinterließ.</p>
<p>Gonzalo verschwand am späten Abend wortlos im Dorf und wir gingen zu Bett, blieben aber wachsam. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise fort, doch das Wetter wurde zunehmend ungemütlicher. Gegen Mittag erreichten wir Rabicum und stärkten uns aus unseren Vorräten.</p>
<p>Die letzte Etappe führte uns nach Perricum. Als wir schließlich die Stadt erreichten, war es tief in der Nacht. Wir fanden Unterkunft im Gasthaus „Der Hartsteener“. Gonzalo blieb bei uns, schweigsam, aber anwesend.</p>
<p>Die Nacht in Perricum war ruhig, doch die Geräusche der Großstadt und das Rauschen des Meeres ließen uns nicht vollständig zur Ruhe kommen.</p>
<h3 id="in-perricum">In Perricum</h3>
<p><img alt="Perricum" loading="lazy" src="/posts/2024-07-06-reise_nach_perricum/perricum01.webp"></p>
<p>Am Morgen genossen wir ein einfaches Frühstück im Gasthaus „Der Hartsteener“ welches im Stadtteil Darpatstieg, nahe dem Ingerimm-Tempel und dem Hafen lag. Trotz der Kriegsnarben in Darpatstieg hatte das Gasthaus überlebt und bot eine einfache, aber gemütliche Atmosphäre. Der Wirt, Hartmut, servierte uns frisches Brot, dicken Käse und Haferbrei. Der Duft von heißem Tee und gebratenem Speck erfüllte den Raum.</p>
<p>Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Die Straßen von Darpatstieg waren belebt, aber die Narben des Krieges waren überall sichtbar. Die Bewohner trugen dicke Mäntel und trotzten der Kälte. Der Hafen war geschäftig, Händler feilschten und Seefahrer bereiteten ihre Schiffe vor.</p>
<p>Am Kai sahen wir, wie ein Schiff Richtung Süden davonfuhr. Die Segel blähten sich im Wind, und das Schiff entfernte sich rasch. Ein alter Seemann erklärte uns, dass die „Seeadler“ erst in mehreren Wochen zurückkehren würde, da sie über Khunchom bis nach Havena segelte.</p>
<h3 id="suche-nach-einer-neuen-passage">Suche nach einer neuen Passage</h3>
<p>Wir fragten die Seeleute und Matrosen am Hafen nach Auskunft, wann das nächste Schiff Perricum Richtung Khunchom verlassen würde, aber in der Winterzeit fuhren nur noch selten Schiffe.  Man riet uns, in den Handelshäusern und Kontoren zu fragen, ob und wann Schiffe fahren würden.</p>
<p>Im Kontor der Mada Basari erfuhren wir, dass eines der Schiffe, die Sonnenwind, in drei Tagen nach Selem aufbrechen und auf dieser Reise auch Post nach Khunchom bringen würde. Da es sich bei dem Schiff um ein Frachtschiff handelte, standen keine Kabinen zur Verfügung, aber dies ermöglichte uns, unsere Pferde mitzunehmen. Für einen kleinen Aufpreis sollte das Schiff entsprechend umgebaut werden. So wurden wir uns schnell mit dem Inhaber des Kontors handelseinig und hatten nun drei ruhige Tage in Perricum vor uns.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Geschäfte mit dem Don</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-22-geschaefte_mit_dem_don/</link>
      <pubDate>Sat, 22 Jun 2024 20:03:29 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-22-geschaefte_mit_dem_don/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-16---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 16 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der &amp;hellip; ähm &amp;ldquo;Sache&amp;rdquo; mit dem Köter starteten wir unsere weitere Erkundung im Erdgeschoss, wo überall Wollfäden gespannt waren. Offensichtlich hatte Ramon hier einige Fallen aufgestellt. Nachdem wir die Fäden mehr oder weniger geschickt umgangen hatten, beschlossen wir, das Obergeschoss in Angriff zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;obergeschoss&#34;&gt;Obergeschoss&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In einem großen Schlafzimmer schnarchte ein dicker männlicher Zweibeiner so laut, dass wir dies schon von der Treppe aus hören konnten. Der Gefahr für unsere Ohren zum Trotz beschlossen wir, dass wir uns in diesem Raum einmal genauer umschauen sollten. Ruben und Ravenna waren jedoch etwas zu genau, oder aber, sie konnten ihre Neugier nicht zügeln und begannen, die Kisten und Kästen in diesem Raum zu durchsuchen. Leider war Ruben dabei ein wenig zu ungeschickt und stieß eine Kiste um, die neben einer scheinbar tauben Menschenfrau auf einem Nachttisch stand. Diese war zu meinem Entsetzen gar nicht taub und wachte auf. Sie packte Ruben und warf ihn in eine Ecke, weil sie dachte, er sei ein Kuscheltier. Nach diesem Erlebnis zogen wir uns doch lieber aus diesem Raum zurück.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-16---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 16 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Nach der &hellip; ähm &ldquo;Sache&rdquo; mit dem Köter starteten wir unsere weitere Erkundung im Erdgeschoss, wo überall Wollfäden gespannt waren. Offensichtlich hatte Ramon hier einige Fallen aufgestellt. Nachdem wir die Fäden mehr oder weniger geschickt umgangen hatten, beschlossen wir, das Obergeschoss in Angriff zu nehmen.</p>
<h3 id="obergeschoss">Obergeschoss</h3>
<p>In einem großen Schlafzimmer schnarchte ein dicker männlicher Zweibeiner so laut, dass wir dies schon von der Treppe aus hören konnten. Der Gefahr für unsere Ohren zum Trotz beschlossen wir, dass wir uns in diesem Raum einmal genauer umschauen sollten. Ruben und Ravenna waren jedoch etwas zu genau, oder aber, sie konnten ihre Neugier nicht zügeln und begannen, die Kisten und Kästen in diesem Raum zu durchsuchen. Leider war Ruben dabei ein wenig zu ungeschickt und stieß eine Kiste um, die neben einer scheinbar tauben Menschenfrau auf einem Nachttisch stand. Diese war zu meinem Entsetzen gar nicht taub und wachte auf. Sie packte Ruben und warf ihn in eine Ecke, weil sie dachte, er sei ein Kuscheltier. Nach diesem Erlebnis zogen wir uns doch lieber aus diesem Raum zurück.</p>
<p>Wir schauten uns weiter um. Hier gab es viele geschlossene Türen, aber so etwas hält so geschickte Katzen wie uns nicht auf. Wir öffneten eine weitere Tür und in einem kleinen Schlafzimmer schlief eine junge Menschenfrau. In diesem Raum hatten die Zweibeiner aber keine tollen Sachen für uns versteckt und so schlichen wir weiter, ohne Aufsehen zu erregen.</p>
<p>Im Kinderzimmer schliefen zwei kleine Zweibeiner. Diese kleinen Menschen sind für mich immer schwer zu unterscheiden, daher kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Männlein oder Weiblein waren. Meine Freunde, die mir in den Raum folgten, erschraken bei den vielen großen Puppen, die wie Bären und Menschen aussahen. Ich, der in einem Haus mit Menschen lebte, erklärte ihnen selbstverständlich, dass dies nur Spielzeug sei. Also etwas, mit dem sich die kleinen Zweibeiner gerne die Zeit vertreiben und kein Grund zur Sorge. Gerne hätte ich den anderen noch ein wenig mehr erklärt, aber Ravenna begann auch hier gierig nach Wertsachen zu suchen und weckte dabei die Kinder. Diese entdeckten uns sofort. Sie riefen aufgeregt und wollten mit uns kuscheln. Ein Umstand, mit dem an und für sich zu rechnen war. Ich habe den Kameraden mehr als einmal von unserer Wirkung auf die Zweibeiner berichtet. Leider wollten sie mir da nie so wirklich Glauben schenken. Und dies, obwohl sie im Maushaus von Wolldorf, die Riesen sagen Krankenhaus dazu, doch am eigenen Leib erfahren durften, wie sehr sich die Zweibeiner nach unserer Niedlichkeit und unserem zarten Fell sehen. Vielleicht hören meine Freunde ja das nächste Mal auf mich.</p>
<h4 id="flucht-und-versteckspiel">Flucht und Versteckspiel</h4>
<p>Die kleinen Zweibeiner hatten mit ihrem Geschrei die großen Riesen geweckt und wir mussten fliehen. Ich versuchte, mich zwischen einer Wand und einem Schrank zu verstecken, hatte jedoch Mühe, da die Menschen hier nicht ausreichend Platz für einen so stattlichen Kater wie mich gelassen hatten. Bei meinem zweiten Versuch gelang es mir, mit angehaltener Luft mich in die schmale Spalte zu drücken, aber ich verlor die anderen aus den Augen. Nervös sah ich mich um und lauschte. Die junge Zweibeinerin kam aus ihrem Zimmer, das gegenüber dem Kinderzimmer lag, um nachzusehen, warum mitten in der Nacht so viel Lärm war. Nahe der Treppe wurde Ruben von dem großen groben Zweibeiner bedroht. Dieser schimpfte fast so laut, wie er schnarchte und trat nach Ruben. Mir war sofort klar, dass ich helfen musste, so schlich ich um die Magd herum. Eigentlich wollte ich mir ein Versteck suchen, von dem aus ich den groben Kerl anspringen konnte, doch wieder war ein Schrank falsch aufgestellt und vor allem viel zu dicht an der Wand. Eine dürre Katze wie Ravenna hätte da vielleicht noch einen Platz gefunden, mir war dies bedauerlicherweise nicht vergönnt.</p>
<h4 id="rückzug">Rückzug</h4>
<p>Ruben hatte schon einige Tritte einstecken müssen, daher sprang ich den großen Zweibeiner von hinten an, um Ruben zu helfen. Wie immer war Ravenna die Erste, auch bei der Flucht. Da der Zweibeiner abgelenkt war, folgten wir ihr und rannten so schnell wir konnten die Treppe hinunter, durch das Erdgeschoss und nach draußen. Die ganze Aktion war gründlich schiefgegangen. Wir hatten den Vogel, den wir für den Don holen sollten, nicht einmal gesehen und wo Inigo und Jack geblieben waren, wussten wir auch nicht.</p>
<h3 id="wiedersehen">Wiedersehen</h3>
<p>Wir gingen in die Taverne &ldquo;Unter den Riesen&rdquo;, um auf die anderen zu warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit stieß Jack zu uns und war noch schweigsamer als sonst. Von Inigo fehlte noch immer jede Spur und so langsam machte ich mir Sorgen, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Daher schlug ich vor, nach ihm, aber auch nach dem Vogel, zu suchen. Immerhin wollten wir es uns nicht mit dem Don verderben. Jack erklärte sich sofort bereit dazu mitzukommen, wollte jedoch nicht, dass Ruben und Ravenna mitkamen. Ich tat mein Bestes, ihn davon zu überzeugen, dass wir gemeinsam viel sicherer sein würden und darüber hinaus waren wir ein Team.</p>
<p>Gemeinsam zogen wir los, um uns unseren Gegnern zu stellen und um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Es galt, einen Freund zu retten und einen Vogel zu fangen. Komme, was wolle, wir waren bereit. Entschlossen schritt ich voran und stieß mit Inigo zusammen.</p>
<p>Zurück in der Taverne berichtete Inigo, dass der Vogel nicht mehr da sei und mein erster Gedanke war, dass wir dem Don alles beichten mussten. Doch Inigo riet davon ab, und auch Ruben wollte abwarten. Die Situation eskalierte, als Jack berichtete, dass er schon beim Don war, den Vogel übergeben und davon berichtet hatte, dass uns die Zweibeiner gesehen hatten. Auf die darauffolgenden Diskussionen gehe ich aufgrund meines überragenden Taktgefühls nicht ein. Was ich hingegen jedoch nicht unerwähnt lassen kann, ist der Fakt, dass Inigo die halbe Nacht bei den kleinen Zweibeinern verbracht hat und sich kuscheln ließ. Und auch wenn er es vehement abstreitet, glaube ich fest, dass er es genossen hat. So ausgeglichen und entspannt hatte ich ihn noch nie erlebt.</p>
<h3 id="geschäfte-mit-dem-don">Geschäfte mit dem Don</h3>
<p>Als ob diese Nacht nicht schon hinreichend Aufregung geboten hätte, erschien der Don höchst persönlich in der Taverne und schimpfte, weil wir ihm den Vogel nicht gemeinsam gebracht hatten. Auch die Tatsache, dass wir schon wieder von Menschen gesehen wurden, missfiel ihm sehr. Er machte uns deutlich, dass wir in Anbetracht der Umstände noch immer in seiner Schuld standen und dass er einen neuen Auftrag für uns hätte.</p>
<p>Wir sollten ein Kätzchen namens Buttercup entführen, welches im Haus Marteniel im Nord-Westen von Havena lebte. Ravenna war nicht sonderlich erpicht darauf, dem Don &ldquo;Gefallen&rdquo; zu erweisen und verhandelte geschickt eine Bezahlung von 150 Mondglöckchen pro Nase für uns aus. Der Don bot uns sogar 50 Mondglöckchen im Voraus. Die Bezahlung war geklärt und der Auftrag auch. Bis auf einige Kleinigkeiten, welche dem Don erst zum Schluss einfielen: Buttercup wollte nicht aus dem Turm weg, und es hieß, dort gäbe es Geister.</p>
<p>Es war also klar, dass uns eine neue, gefährliche Mission bevorstand. Aber das Versprechen von 100 weiteren Mondglöckchen und der Drang, uns den Don zu beweisen, trieb uns voran.</p>
<h3 id="turm-marteniel">Turm Marteniel</h3>
<p>Im Turm Marteniel trafen wir auf eine rätselhafte Katze, die uns den Weg zu Buttercup versperrte. Um weiterzukommen, mussten wir durch ein verschlossenes Treppenhaus und sie hatte den Schlüssel. Die Katze verlangte von uns, dass wir mit ihr ein Würfelspiel spielen sollten, um den Schlüssel zu bekommen.</p>
<p>Auf dem Tisch lagen drei Würfel. Jack nahm sich einen davon und würfelte. Anstelle des Schlüssels bekam er jedoch eine deutlich sichtbare Wunde. Mir war sofort klar, dass diesen Würfeln eine Art Zauberei innewohnen musste und dass es vermutlich nicht ums Würfeln an sich ging. Meiner Meinung nach war viel mehr eine Art Rätsel zu lösen. Eines, das sich meinem brillanten Geist leider nicht sofort erschloss und während ich noch überlegte, würfelte Jack weiter. Er würfelte, bis er schwer verletzt war und kaum noch stehen konnte. Inigo musste ihm sogar einen seiner Heiltränke geben, damit er uns nicht umfiel.</p>
<p>Als Jack jedoch einfiel, dass er noch diesen seltsamen Würfel aus dem Schiff bei Wolldorf hatte und der diesen zum Würfeln verwendete, wurde Inigo verwundet. Die seltsame Katze hingegen gab uns den Schlüssel und löste sich dann im Nichts auf.</p>
<h4 id="der-kampf-gegen-mygalon">Der Kampf gegen Mygalon</h4>
<p>Kaum hatten wir den Schlüssel, machten wir uns auf den Weg nach oben. Gespannt öffneten wir die Türe und blickten auf einen Raum voller Spinnweben und Spinnennetze. Ich fühlte mich an den Tempel in Wolldorf zurückerinnert, doch dort gab es wenigstens nur Spinnen. Hier begrüßten uns zwei Mygalon oder besser gesagt, diese Untiere – zur Hälfte Spinne und zur Hälfte Hund – griffen uns an. Dank meines treuen Wanderstabes gelang es mir, eines dieser Monster zu erledigen, aber dies war ein ordentliches Stück Arbeit für mich. Ruben hingegen holte nur ein einziges Mal mit seinem Schwert aus und ließ das zweite Mygalon in einer Wolke aus Blut und Gedärm verschwinden. Ich frage mich noch heute, wie der kleine Müllwühler es immer hinbekommt, die unwahrscheinlichsten Heldentaten mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit hinzubekommen.</p>
<p>Nachdem wir alle aus dem Stauen heraus waren, schnappte ich mir den Schlüssel zum Treppenhaus und wir begaben uns erneut ein Stockwerk nach oben.</p>
<h4 id="das-naturrätsel">Das Naturrätsel</h4>
<p>In diesem Stockwerk fanden wir einen großen Baum, der mitten im Raum stand. Gesellschaft hatte dieser Baum von einem Feenwesen, einem in höchstem Maße unfreundlichen Wurzelbold, auch Blättermännlein genannt. Da meine lieben Freunde, ob der Gestalt des Feenwesens, ein wenig verwirrt dreinblickten, teilte ich gerne mein Wissen bezüglich der Natur dieses schimpfenden Kerls. Der Wurzelbold wollte nichts sehnlicher als uns loswerden, aber die Tür zur Treppe war verschlossen. Den Schlüssel, so sagte die Fee, würden wir erst erhalten, wenn wir sein Rätsel lösen würden:</p>
<blockquote>
<p>Ich bin hässlich,<br>
deswegen fress ich.<br>
Davon werd ich fett<br>
und geh ins Bett.<br>
Steh ich wieder auf,<br>
bin ich süß wie eine Zuckermaus.</p>
</blockquote>
<p>Die Lösung, Raupe und Schmetterling, wusste ich sofort und ich bin mir sicher, dass auch meine Kameraden dies früher oder später erraten hätten. Der mürrische Wurzelbold händigte uns den Schlüssel aus und schien ernsthaft erleichtert, dass wir gingen.</p>
<h4 id="das-spiegelrätsel">Das Spiegelrätsel</h4>
<p>In dem Raum, den wir nun vorfanden, war ein riesiger Spiegel in den Boden eingelassen und an der Nordseite hing die Statue eines Adlers an der Wand. Eine ähnliche Statue muss früher einmal an der Südseite gehangen haben, heute waren jedoch nur Bruchstücke davon übrig. Als ich den Spiegel umrundete, fiel mir auf, dass der Adler im Süden noch ein Spiegelbild hatte und in seinem Schnabel den Schlüssel trug. Doch wie sollten wir da herankommen? Mein erster Gedanke war es, den Spiegel zu zerschlagen, aber dies schien mir zu einfach, gar zu primitiv, um die Lösung zu sein. Lieber wollte ich alles doppelt und dreifach prüfen, als mich zu früh in einem Exzess der Gewalt hinzugeben.</p>
<p>Vielleicht war der Spiegel ein Fenster. Um sicherzugehen, stieg ich ein Stockwerk hinab, wurde aber nur von dem unfreundlichen Wurzelbold, auf seine besonders herzliche Art, begrüßt. Es war vielleicht ein guter Gedanke, aber nicht des Rätsels Lösung.</p>
<p>Wieder zurück bei meinen Kameraden umrundete ich erneut den Spiegel und ein neuer Gedanke formte sich in meinem Verstand. Ich bat Jack zur zerbrochenen Statue zu gehen und Richtung des Schlüssels zu greifen, während ich den Vorgang im Spiegel beobachtete. Leider blieben meine Bemühungen ohne Erfolg.</p>
<p>Während ich noch überlegte, setzte Ruben seine eigenen Überlegungen in die Tat um und zerschlug den Spiegel. Nun, da er durch Zufall, meine ursprüngliche Idee aufgegriffen hatte, begaben wir beide uns auf den Spiegel, welcher eine Art Portal darstellte. Ehe wir uns versahen, fanden wir uns in einer anderen Version des Raumes wieder. In der Version, die wir zuvor im Spiegel erblickt hatten. Hier trafen wir auf den Geist, den der Don erwähnt hatte, und zu meinem großen Erstaunen griff er uns nicht an. Allerdings bedankte er sich für seine Befreiung und erneut fühlte ich mich an den Tempel in Wolldorf erinnert. Vielleicht sollten wir es zukünftig besser vermeiden, &ldquo;Dinge&rdquo; zu befreien. Dies war aber ein Problem für Morgen. Heute galt es sich den Schlüssel zu schnappen und ein Stockwerk emporzusteigen.</p>
<h4 id="teppiche">Teppiche</h4>
<p>Ich habe einmal gelesen, dass bedeutende Personen hinter vielen Türen leben. Demnach muss diese Buttercup sehr bedeuten sein. Und bei all den Treppen, die wie hinaufstiegen, wünschte ich, dass Ravenna einen Preis pro Stufe ausgehandelt hätte. Ich bin ein Kater des wachen Verstandes und des feinen Geistes und kein Bergsteiger. Dennoch quälte ich mich ein weiteres Stockwerk hinauf und meine Mühen wurden scheinbar belohnt. Wir wurden weder beleidigt, noch wurden wir angegriffen. Es gab keine Spiegel und auch keine Geister. Der Raum war ausgelegt mit wunderschönen Teppichen und vollgestellt mit Musikinstrumenten. Die liebe Ravenna war so erfreut, dass sie ihr eigenes Instrument zog und zu musizieren begann. Welch ein erholsamer Moment dies doch war.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Gastfreundschaft</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/</link>
      <pubDate>Sun, 09 Jun 2024 19:09:01 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---44-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 44. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;ungebetener-besuch&#34;&gt;Ungebetener Besuch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Beseelt von dem zutiefst befriedigenden Gefühl der Rechtschaffenheit und der festen Überzeugung, dass wir Gonzalo schnappen werden, unterlief uns ein Fehler. Zwar gingen wir, davon aus, dass wir Probleme mit unserem Widersacher aus Ragath bekommen würden, aber das Ausmaß schätzten wir völlig falsch ein. So war ich mehr als überrascht, als Gonzalo mit einem Dutzend seiner Spießgesellen, am helllichten Tag in die Weinstube stürmte. Ein kurzer Seitenblick zu meinem Freund dem Wirt verriet mir, dass dies nicht der Moment für einen Kampf war. Der Kollateralschaden würde vermutlich ins Unermessliche gehen. Außerdem waren viele unbeteiligte Passanten anwesend. Schnell war ich umzingelt, von hinten wurde mir ein Sack über den Kopf gezogen, dann verspürte ich einen stechenden Schmerz, welcher sich, ausgehen von meinem Kopf durch den ganzen Körper zog. Dann wurde alles dunkel.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---44-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 44. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="ungebetener-besuch">Ungebetener Besuch</h3>
<p>Beseelt von dem zutiefst befriedigenden Gefühl der Rechtschaffenheit und der festen Überzeugung, dass wir Gonzalo schnappen werden, unterlief uns ein Fehler. Zwar gingen wir, davon aus, dass wir Probleme mit unserem Widersacher aus Ragath bekommen würden, aber das Ausmaß schätzten wir völlig falsch ein. So war ich mehr als überrascht, als Gonzalo mit einem Dutzend seiner Spießgesellen, am helllichten Tag in die Weinstube stürmte. Ein kurzer Seitenblick zu meinem Freund dem Wirt verriet mir, dass dies nicht der Moment für einen Kampf war. Der Kollateralschaden würde vermutlich ins Unermessliche gehen. Außerdem waren viele unbeteiligte Passanten anwesend. Schnell war ich umzingelt, von hinten wurde mir ein Sack über den Kopf gezogen, dann verspürte ich einen stechenden Schmerz, welcher sich, ausgehen von meinem Kopf durch den ganzen Körper zog. Dann wurde alles dunkel.</p>
<h3 id="zu-gast">Zu Gast</h3>
<p>Als ich wieder erwachte befand ich mich in einem recht luxuriös eingerichteten Zimmer. Mein Schädel dröhnte, bedauerlicherweise nicht nur von dem Schlag, den ich einstecken musste. Man hatte mir auch eine Art Helm aus Eisen verpasst, welcher meinen Zugang zur Magie erschweren oder gar verhindern würde. Eisen ist für die, die von Mada gesegnet wurden, ein echter Fluch und bei diesem Helm schmerzte mich nicht nur das Eisen, sondern auch der Umstand, dass er nach allen Regeln der Kunst so angefertigt war, dass er unangenehm zu tragen ist, was einen Magier zusätzlich bei der für Zauber benötigten Konzentration stören würde. Eine Art Verschluss oder Schloss hinderte mich daran, dieses furchtbare Ding abzunehmen.</p>
<p>Dennoch war meine Unterbringung recht luxuriös. In meinem Raum befand sich ein kleiner Tisch mit Brot, Fleisch, Orangen, Wasser und Käse sowie einer Karaffe Wasser. Es gab bequeme Sitzgelegenheiten, ein Bücherregal und ein Fenster mit hervorragendem Ausblick. Bedauerlicherweise lag mein Zimmer wohl in einer Art Turm. So konnte ich es zwar öffnen, aber eine Flucht war unmöglich. Weiterhin hatte der Raum zwei Türen. Eine davon war verschlossen, die andere führte in ein kleines aber gut ausgestattetes Badezimmer.</p>
<p>Dieses Zimmer war nun für eineinhalb Tage mein goldener Käfig. Da ich nicht viel zu tun hatte verbrachte ich meine Zeit mit Lesen. Gelegentlich kamen Bedienstete, welche nicht mit mir sprachen, in der Begleitung von grimmigen Wachen. Man brachte mir frische Lebensmittel und sogar Kleidung. Ich muss zugeben, dass ich nicht einmal zuhause in einem solchen Luxus lebe. Auf der anderen Seite machen zu viele Annehmlichkeiten weich und sind schlecht für den Charakter. Dies war eine der Lehren am Kaiserlich Garethischen Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth. Eine der Wichtigsten möchte ich meinen.</p>
<p>In der Nacht konnte ich auf Grund des Helms kaum schlafen und während die Stunden vergingen glaubte ich einige Male seltsame Geräusche gehört zu haben. Vielleicht Gesang, vielleicht Schreie aber in Anbetracht der Kopfschmerzen, des Schlafmangels und der Tatsache, dass mir auch die Ohren unter dem Helm schmerzten, könnte ich mir dies auch eingebildet haben.</p>
<h3 id="geschäfte">Geschäfte</h3>
<p><img alt="Karlos Jurios" loading="lazy" src="/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/token_karlos.webp">
<img alt="Gonzalo Jurios" loading="lazy" src="/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/token_Gonzalo_Jurios.webp">
<img alt="Fernando Jurios" loading="lazy" src="/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/token_FernandoJurios.webp">
<img alt="Esteban Carvajal" loading="lazy" src="/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/token_EstebanCarvajal.webp"></p>
<p>Am nächsten Tag wurde ich am späten Nachmittag oder frühen Abend von vier Wächtern zu den Pferdestallungen des Anwesens gebracht. Diese waren groß und im ragathischen Stil gehalten. Massive Steinwände, kunstvoll verzierte Türen und Fenster sowie ein gepflegter Innenhof mit Orangenbäumen prägten das Bild. Die Pferde standen in geräumigen Boxen aus dunklem Holz, versehen mit glänzenden Beschlägen. Die Atmosphäre strahlte Eleganz und Stolz aus, ein Zeugnis der tiefen Leidenschaft des Hausherrn für seine Tiere oder eine beeindruckende Zurschaustellung von Reichtum und Status.</p>
<p>In den Stallungen erwarteten uns weitere Wachen, doch diese waren im Gegensatz zu meinen vier Begleitern schwer gerüstet und bewaffnet. Ein Umstand, der sich als positiv erwies, nahmen sie mir doch endlich diesen unsäglichen Helm ab.</p>
<p>Kaum als ich die Stimmen meiner Kameraden vernommen hatte, brachte man mich zu ihnen. Sie saßen mit Karlos und Gonzalo sowie einem weiteren, alten Mann an einem Tisch auf einer Art Terrasse, tranken Wein und verhandelten. Etwas abseits stand noch ein vierter Mann, der zugleich fettleibig und muskulös war. Später erfuhr ich, dass es sich bei dem alten Mann um Fernando Jurios, dem Bruder von Karlos und bei dem Fleischberg um Esteban Carvajal, den Chef der Stadtwache gehandelt hatte.</p>
<p>Es dauerte einige Momente, bis ich den Faden des Gespräches aufnehmen konnte aber wie es aussah, war Karlos Jurios der Meinung, dass wir ihm etwas schulden würden und nun sollten wir die Schuld begleichen. Dafür sollten wir nach Khunchom reisen. Dort trifft sich an jedem Praiostag zur Praiosstunde eine Gruppe Menschen an einem Ort, den man wohl die Universität nennt. Leider war damit keine echte Lehranstalt gemeint. Vielmehr war dies der Spitzname für ein Haus in einem der schlechteren Viertel von Khunchom, dessen Adresse niemand kannte. Diese müssten wir vor Ort selbst herausfinden. Wenn wir dies geschafft hätten, so sollten wir die älteste Person identifizieren, die am Treffen teilnimmt und sie töten.</p>
<p>Es war widerwärtig, was da von uns verlangt wurde, aber Gray führte die Verhandlung mit Karlos und es war immerhin meine Freiheit und Unversehrtheit, die er mit diesem Handel erkaufte. Daher schwieg ich. Auf dem Weg nach Khunchom, welchen wir auf Grund der Schriftrolle des Verlieses und dem alten Schuldschein, eh antreten wollten, würde uns schon etwas einfallen, so dachte ich zumindest. Doch dann öffnete Karlos eine Schatulle, welche schon die ganze Zeit auf dem Tisch stand. Darin befand sich ein Armband.</p>
<h3 id="ein-ungewolltes-geschenk">Ein ungewolltes Geschenk</h3>
<p><img alt="Das Armband" loading="lazy" src="/posts/2024-06-09-gastfreundschaft/armband.webp"></p>
<p>Das Armband bestand aus dunklem, fast schwarzem Metall, das wie verschlungene Wurzeln oder Äste geformt war. Die Struktur hatte etwas Lebendiges an sich, als würden die Metallstränge sich ständig bewegen und ineinander verschlingen. Eingebettet in diese unheimliche Metallstruktur waren mehrere irisierende Edelsteine, die in einem verführerischen, jedoch bedrohlichen Schimmer leuchteten. Die Edelsteine reflektierten das Licht in schillernden Farben, die von tiefem Violett bis zu glühendem Grün reichten, und strahlten eine düstere Aura aus, die sofort alle Blicke auf sich zog. Die Fertigung des Armbands war meisterhaft und doch unheimlich.</p>
<p>Karlos verlangte, dass einer von uns dieses Armband anlegen solle, warnte aber gleichzeitig davor, dass es eine unangenehme Nebenwirkung hätte. Es würde sämtliche Magie des Trägers unterdrücken. Entsetzt sahen Gray und ich uns an. Noch bevor wir protestieren oder Fragen hinsichtlich weiterer Nebenwirkungen stellen konnten zog Boronep dieses seltsame Ding an. Ich weiß nicht, ob es sein Mut war, aber er beeindruckte mich zutiefst und ein Blick zu meinen restlichen Gefährten verriet mir, dass es ihnen ebenso ging. Es war fast so, als wäre er größer oder mehr als sonst.</p>
<p>Die Familie Jurios schien jedoch gänzlich unbeeindruckt. Karlos freute sich, dass wir nun Geschäfte zu beiderseitigem Interesse machten. Ein Euphemismus, der seines Gleichen sucht. Dennoch, seine Selbstsicherheit lenkte meine Aufmerksamkeit von Boroneps Ausstrahlung wieder auf das Gespräch. Im selben Tonfall, in dem er von Geschäften im beiderseitigen Interesse sprach, erwähnte Karlos, dass der Verlust von Madas Gabe zwar nur eine Nebenwirkung sei, der eigentliche Sinn des Armbands wäre jedoch, dass nur er es wieder abnehmen könnte. Dies und dass es den Träger nach Ablauf von zwei Monaten qualvoll töten würde.</p>
<h3 id="reisebegleitung">Reisebegleitung</h3>
<p>Dieser Karlos Jurios war ein Mann, der schwer zu durchschauen war und diesbezüglich waren wir nicht die einzigen. So erfuhren wir von ihm, dass uns sein Sohn Gonzalo begleiten würde und ich könnte schwören, dass dieser selbst erst in diesem Moment davon erfahren hatte. Zumindest schien er nicht sonderlich glücklich mit dieser Entscheidung zu sein und wie sich herausstellte, war dies auch als eine Art Bestrafung für ihn gedacht.</p>
<p>Nach dieser Überraschung entschuldigte sich Karlos höflich und man brachte uns zurück in die Taverne. Noch am selben Abend machten wir uns erste Gedanken zu einer möglichen Reiseroute. Mit nur 60 Tagen Zeit von Ragath nach Khunchom zu reisen, dort diesen &ldquo;Auftrag&rdquo; zu erfüllen und wieder rechtzeitig zurück zu sein, war eine Herausforderung. Wir überlegten, ob wir durch den Raschtulswall und die Wüste Gor reisen sollten, da dies die kürzere Strecke wäre, entschlossen uns dann aber von Perricum aus mit dem Schiff zu fahren. So könnten wir bei einer günstigen Verbindung einige wertvolle Tage sparen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Abschied und eine Begrüßung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-01-ein_abschied_und_eine_begruessung/</link>
      <pubDate>Sat, 01 Jun 2024 18:35:21 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-01-ein_abschied_und_eine_begruessung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-15---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 15 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;schätze-und-andere-fundsachen&#34;&gt;Schätze und andere Fundsachen.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dieses wunderschöne Kleeblatt auf der Karte veranlasste mich, an der passenden Stelle im Tempel einmal genauer zu suchen. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass es kein Zufall war, dass ich genau dort diese Kiste gefunden habe. Auch das Schloss war kein Problem für mich. Die Symbole auf der Karte waren selbstverständlich die Lösung für dieses Rätzel. So kamen wir zu einigen wirklich schönen Edelsteinen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-15---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 15 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="schätze-und-andere-fundsachen">Schätze und andere Fundsachen.</h3>
<p>Dieses wunderschöne Kleeblatt auf der Karte veranlasste mich, an der passenden Stelle im Tempel einmal genauer zu suchen. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass es kein Zufall war, dass ich genau dort diese Kiste gefunden habe. Auch das Schloss war kein Problem für mich. Die Symbole auf der Karte waren selbstverständlich die Lösung für dieses Rätzel. So kamen wir zu einigen wirklich schönen Edelsteinen.</p>
<p>Von meinem Erfolg beeindruckt wollten meine Kameraden auch ein wenig buddeln, doch das, was sie ausgruben, war uns nicht freundlich gesonnen. Jack brachte eine Monstrosität zum Vorschein, wie ich sie noch nie gesehen habe. Ja noch nicht einmal gelesen habe ich darüber. Das Ding sah aus, als hätte ein Verrückter mehrere Zweibeiner miteinander verknotet. Es bewegte sich auf Händen und Füßen und ich konnte nicht erkennen, wo oben und wo unten war. Als ob dieses Unding nicht Warnung genug gewesen wäre, fing auch Ruben noch an zu graben, während ich mich mutig an Jacks Seite stellte.</p>
<p>Das, was Ruben da ausgrub, war in keinster Weise besser als Jacks Untier und Beide waren nicht sonderlich gut gelaunt. Das Ding aus Armen und Beinen griff mich an und hätte mir auch beinahe ein frühes Ableben beschert. Allerdings gelang es Inigo und Jack mich aus dem Tempel zu tragen, während Ruben die Nachhut bildete. Ich glaube Ravenna war schon mal vorgegangen.</p>
<p>An der frischen Luft spendierte mir Ruben erst einmal einen Heiltrank, den ich auf Grund meines Heldenmutes auch sehr nötig hatte. Leider währte der Frieden nur kurz. Warna Perlenglanz und die fünf Krallen schienen schon auf uns gewartet zu haben.</p>
<p>Ja, es waren wieder fünf. Allem Anschein nach gab es einen neuen Five. Dafür wollte der alte Quatre aber die Krone von Toblin haben. Unverschämt wie er war, behauptete er, dass es sogar an der Zeit gewesen wäre, dass wir endlich einmal aus diesem Tempel herauskamen. Verständlicherweise zögerten wir ein wenig und Quatre wurde ungeduldig. Ich hielt es für keine gute Idee einem Kater wie Quatre die Krone eines Drachens aus einem uralten Tempel zu überlassen. Jack sah dies scheinbar nicht so eng und gab Quatre das Ding. Dieser sagte sogar noch süffisant, dass er uns dafür vielleicht irgendwann mal einen Gefallen tun würde. Persönlich erachte ich dies jedoch tendenziell als eher unwahrscheinlich.</p>
<p>Wir zogen uns erst einmal in die Taverne zurück und Ravenna versuchte auf eine ganz rührende Art sich um mich zu kümmern. Ich glaube, sie hängt wirklich sehr an mir und mein heldenhafter Einsatz muss sie wirklich beeindruckt haben. Dennoch, ein paar Tage dauerte es schon, bis es uns allen wieder etwas besser ging. Als wir uns letztlich alle in der Milchschenke versammelt hatten, berichtete Lysa uns, dass die Drei Krallen mit uns reden wollten. Nach dem Gespräch mit Quatre erachtete ich dies als eine weniger unangenehme Sache, ging aber nicht davon aus, dass es etwas Gutes bedeuten würde.</p>
<p>Wie ich mich doch getäuscht hatte. Die Drei Krallen hatten zum Essen im Tanzsaal geladen und bedankten sich bei uns. Alles war prachtvoll und festlich. Ravenna fing sogar ohne Musik an, zu tanzen. Niedlich wie sie immer versucht, meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Aber ich schweife ab. Es war prachtvoll und nahezu alle waren da. Lediglich Sial, Warna und die fünf Perlen fehlten. Dies trug in meinen Augen aber eher zur guten Stimmung bei und zusammen mit Inigo machte ich mich über das herrliche Essen her.  Ein wahrer Genuss, der zumindest so lange anhielt, bis Inigo meinte, dass wir ganz dringend gehen sollten.</p>
<p>Wie sich herausgestellt hat, hatte er Draußen etwas gehört und als er nachsehen war, stolperte ihm eine Katze mit einem Beil in der Brust in die Arme. Scheinbar war sein erster Gedanke, dass man so ein Beil immer mal gebrauchen könne und daher nahm er eine Mordwaffe an sich. Das Blut an seiner Kleidung machte die Situation nicht weniger verdächtig. Irgendwie gelang es ihm Inigo zu alarmieren und der sorgte dafür, dass wir noch am selben Abend nach Havena aufbrachen.</p>
<h3 id="wieder-zuhause">Wieder Zuhause</h3>
<p>Unsere Zeit in Wolldorf war interessant und aufregend. Umso mehr freute ich mich auf ein paar ruhige Tage in Havena. Ich würde es mir in meiner Kiste bequem machen und mein Zweibeiner dürfte mich mit Leckereien versorgen und kraulen. Ich würde ein bisschen lesen und ganz viel schlafen.</p>
<p>Irgendwie kam es aber anders. Auf dem Weg in die Stadt hinein trafen wir auf Don Gato, den Patron von Havena. Alle Katzen wissen, dass hier nichts ohne seine Zustimmung läuft und nun wollte er mit uns reden. Er muss auf uns gewartet haben, denn er sagte, dass es auch mal an der Zeit gewesen wäre, dass wir von unserem Ausflug zurückkämen, und ich fragte mich, warum immer alle auf uns warteten und warum sie dabei so wenig Geduld hatten.</p>
<p>Apropos Geduld… geduldig sahen die beiden Leibwächter des Dons, zwei riesige Pradel, nicht aus. Mit allem Respekt und der gebotenen Freundlichkeit bat ich den Don uns zu erläutern, warum uns die Ehre seiner persönlichen Aufmerksamkeit zuteilwurde. Der ungekrönte König von Havena berichtete, dass wir vor einer Weile auf dem Fischmarkt für Aufsehen gesorgt hätten und ein Mensch uns entdeckt hätte.</p>
<p>Dies alles wäre nicht passiert, wenn die anderen schon damals auf mich gehört hätten und nicht in ihren Klamotten zu der Frau in dem Fischladen gegangen wären. Mich hingegen, der sich der Zweibeinerin nackt präsentiert hatte, hätte diese auf alle Fälle für eine ganz normale Katze gehalten. Nun hatte die Frau aber auch aufrechtgehende Katzen in Kleidung gesehen und musste dies auch anderen Zweibeinern erzählt haben. Doch Don Gato hatte das Problem gelöst. Auf sehr unschöne Art und Weise, aber zumindest würde die Frau nicht mehr von Katzen in Kleidung erzählen. Dummerweise schuldeten wir ihn nun etwas und der Don wäre nicht der Don, wenn er uns nicht direkt auch daran erinnert hätte.</p>
<p>Ravenna sah dies scheinbar nicht exakt so wie der Don und ich versuchte mein Bestes, sie zu überzeugen. Freundlicherweise gab uns der Don ein wenig Bedenkzeit und die Möglichkeit ihm einen Gefallen zu tun oder ihn mit 5000 Mondglöckchen auszuzahlen.  Bei dem Gefallen handelte es sich darum, einem Rivalen von ihm, einem Kater aus Al’Anfa namens Ramon einen besonders prächtigen Vogel zu stehlen, den dieser sein Eigen nannte.</p>
<p>Noch in der Taverne unter den Riesen, umschmeichelt von der Fürsorge der Guten Layla, diskutierten wir, was wir den nun tun sollten. Da mich das hin und her der Argumente langsam ermüdete schlug ich vor, dass wir uns zumindest mal das Anwesen, in dem Ramon residierte, ansehen könnten. Hierbei handelte es sich um ein großes Haus mit einem Ladengeschäft für Stoffe und einem wunderschönen Garten.</p>
<p>Wo wir nun schon einmal hier seien, so schlug ich vor, könnten wir uns ja auch gleich einmal umsehen und gesagt getan schlichen wir uns auf das Anwesen. In den Ställen und der Werkstatt fanden wir nichts von Interesse aber bei den Stoffen musste ich mich schon ein wenig zusammenreißen, mich nicht darin zu wälzen. Als Jack jedoch eine Flasche umstieß mussten wir erst einmal schnellstmöglich den Rückzug antreten. Zum Glück kehrte nach kurzer Zeit wieder Ruhe ein und wir setzten unsere Erkundung des Haupthauses fort.</p>
<p>Noch bevor ich ihn sah, roch ich den Hund, der auf einem bequemen Sofa schlief und warnte die anderen. Inigo nahm sich der Sache an und schlich sich an den Köter heran. Jack und ich taten es ihm gleich und gemeinsam beseitigten wir die Gefahr.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der Drachentempel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_drachentempel/</link>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 20:42:33 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_drachentempel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-14---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 14 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;kammern-und-gänge&#34;&gt;Kammern und Gänge&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam standen wir vor dem riesigen Tor des Drachentempels. Der Schlüssel, den wir in der Statue gefunden hatten, zitterte leicht in der Hand meines Freundes. Mit einem Knirschen öffnete sich das Tor und gab den Blick auf eine düstere Höhle frei. Ein kurzer Gang führte uns in eine von Fackeln erleuchtete Kammer. Drei mächtige Statuen – Praeteritus, Presentus und Futurus – bewachten je einen weiteren Gang.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-14---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 14 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="kammern-und-gänge">Kammern und Gänge</h3>
<p>Gemeinsam standen wir vor dem riesigen Tor des Drachentempels. Der Schlüssel, den wir in der Statue gefunden hatten, zitterte leicht in der Hand meines Freundes. Mit einem Knirschen öffnete sich das Tor und gab den Blick auf eine düstere Höhle frei. Ein kurzer Gang führte uns in eine von Fackeln erleuchtete Kammer. Drei mächtige Statuen – Praeteritus, Presentus und Futurus – bewachten je einen weiteren Gang.</p>
<p>Ich erinnerte mich daran, dass diese Statuen auf ihre Namen hörten, und befahl Praeteritus, zur Seite zu treten. Zu meiner Erleichterung gehorchte er und gab einen Gang frei, der von dichten Spinnweben überwuchert war. Am Ende dieses Ganges fanden wir eine gruselige Kammer, die noch schlimmer aussah als der Gang.</p>
<p>Eine riesige Spinne lag tot in Bärenfallen, umgeben von Knochen und Schädeln. Überall hingen Spinnweben, und aus ihnen starrten uns kleinere Spinnen an. Dieses schaurige Bild wollte ich mir nicht genauer ansehen, also kehrten wir zurück.</p>
<p>Auch Presentus befahl ich, zur Seite zu treten, doch der Gang hinter ihm war noch schlimmer – Spinnweben und Spinnen, wohin das Auge reichte. Das würde ich nie wieder aus meinem Fell bekommen. Ich befahl Presentus, durch den Gang zu laufen und folgte ihm, während er die meisten Spinnen zerquetschte. Den Rest erledigten meine Freunde und ich. Leider war auch die Kammer am Ende dieses Ganges voller dicker Spinnen, so beschlossen wir kurzerhand, unser Glück mit dem dritten Gang zu versuchen. Das hieß wir alle bis auf Jack, der in der Kammer hinter dem zweiten Gang blieb.</p>
<p>Auch Futurus gehorchte meinem Befehl und trat zur Seite. Der Gang führte uns in eine Kammer, die von Drachenstatuen gesäumt und von brennenden Fackeln erleuchtet war. Eine weitere riesige Spinne war hier in Bärenfallen verendet. Wir durchquerten die Kammer und folgten einem Gang, der uns wieder zu Jack führte.</p>
<p>Die Kammer, in der unser Freund zurückgeblieben war, war ein Bild des Schreckens – voller Unrat, Spinnweben und Spinnen. Gemeinsam kämpften wir uns hindurch und fanden schließlich eine Treppe, die tiefer in den Tempel führte.</p>
<h3 id="der-hauptsaal-des-tempels">Der Hauptsaal des Tempels</h3>
<p>Am Ende der Treppe erwartete uns ein enormer Saal, in dessen Mitte eine gewaltige Drachenstatue thronte. Auch die Wände waren mit Drachenstatuen verziert. Vor der Statue stand ein Meckerdrache, der sich Toblin nannte und behauptete, ein Schüler des großen Pyrdacor zu sein. In dem Raum waren außerdem mehrere seltsam aussehende Katzen – Zombies, Mumien und Vampire, die ich dank meines umfassenden Wissens sofort erkannte. Toblin erklärte, er sei schon lange hier eingesperrt und wollte nun hinaus, um Wolldorf zu zerstören. Das konnten wir nicht zulassen.</p>
<p>Mutig stürzten wir uns in den Kampf. Die Zombies waren harte Gegner, die Vampire noch viel härter, und die Mumien schienen fast unbesiegbar. Mehrere Heiltränke retteten mir das Leben, während ich tapfer an vorderster Front kämpfte. Die gute Ravenna sorgte sich sehr um mich, doch ich ließ mich nicht unterkriegen. Jack stellte sich dem Meckerdrachen, doch er konnte ihn nicht besiegen. Schließlich war es an mir, das Untier zur Strecke zu bringen.</p>
<p>Müde, verwundet, aber ungeschlagen begannen wir, den Raum zu durchsuchen&hellip;</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der Schlüssel zum Tempel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_schluessel_zum_tempel/</link>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 16:21:01 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_schluessel_zum_tempel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-13---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 13 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der Milchschenke trafen wir Joka Schlaufuss, einen durch und durch gebildeten Kater. Selbstverständlich nutzte ich die Gelegenheit, nach all den Tagen wieder einmal einen gebildeten Diskurs zu führen und so lud ich den feinen Herren auf eine feine Tasse Sahne ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Laufe unserer Unterhaltung stieß Ruben zu uns und nach einer Weile drehte sich unser Gespräch um die uns fehlenden Kartenteile. Herr Schlaufuss wusste zu berichten, dass sich diese in Wolldorf befanden. Ein Stück war im Laden der 1000 Wunder und das andere entweder im Haus der Felle oder beim Farbenteich.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-13---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 13 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>In der Milchschenke trafen wir Joka Schlaufuss, einen durch und durch gebildeten Kater. Selbstverständlich nutzte ich die Gelegenheit, nach all den Tagen wieder einmal einen gebildeten Diskurs zu führen und so lud ich den feinen Herren auf eine feine Tasse Sahne ein.</p>
<p>Im Laufe unserer Unterhaltung stieß Ruben zu uns und nach einer Weile drehte sich unser Gespräch um die uns fehlenden Kartenteile. Herr Schlaufuss wusste zu berichten, dass sich diese in Wolldorf befanden. Ein Stück war im Laden der 1000 Wunder und das andere entweder im Haus der Felle oder beim Farbenteich.</p>
<p>Da ich, bezüglich des Ladens der 1000 Wunder, von einer gesicherten Annahme ausgehen konnte, empfahl ich meinen Freunden die Suche dort zu beginnen. Leider erwarteten uns dort einmal mehr gar garstige Köter, auch wenn diese nicht wirklich mit einem Verstand beseelt waren.  So konnten wir diese Flohsäcke besiegen und ich darf berichten, dass ich daran nicht ganz unbeteiligt war.</p>
<p>Als Nächstes begaben wir uns zum Haus der Felle, was einen recht gruseligen Anblick bot. Allem Anschein nach begnügen sich die Zweibeiner nicht nur damit, das Fell von Bären und Löwons in ihren Häusern liegen zu haben. Dem hier zu ertragenden Anblick konnte man entnehmen, dass sie wohl generell gerne Tieren das Fell abziehen. Vielleicht sollte ich mich diesbezüglich mal mit meinem eigenen Zweibeiner unterhalten, wenn ich zurück in Havena bin. Der bekommt was zu hören.</p>
<p>Eigentlich sollte ich mich freuen, dass es nicht nur tote Tiere im Haus der Felle gab, doch die die dort lebten trachteten uns nach selbigen. Dennoch gelang es der geschickten Ravenna, das letzte uns fehlende Kartenstück zu entwenden. Ich glaube, sie tut alles, um mich zu beeindrucken.</p>
<p>Da die Nacht noch jung war, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Farbenteich. Dort färben die Zweibeiner ihre Stoffe. Eine höchst interessante Sache, aber ich muss gestehen, für einen Kater mit so einer feinen Nase, wie ich eine mein Eigen nenne, ist dies kein besonders angenehmer Ort. Ruben hingegen schien sich wohlzufühlen. Wir schauten uns ein wenig um, aber das Haus oder die Hütte, war derart von Ratten überrannt, dass wir kurzerhand beschlossen diese zu töten. Ich bin sicher, dass ich die Zweibeiner am nächsten Morgen über all die toten Nager gefreut haben.</p>
<p><img alt="Karte des Drachentempels" loading="lazy" src="/posts/2024-05-25-der_schluessel_zum_tempel/dsk_karte.webp"></p>
<p>Zurück in der Milchschenke setzten wir die Karte zusammen und sahen eine Art Grab oder Gruft. Ich hatte schon so eine Ahnung, dass es sich um einen Ort im Drachentempel handeln muss, doch wollten wir uns nicht allzu lange damit aufhalten, immerhin hatten wir auch endlich die fünf Murmeln in unserem Besitz.</p>
<p>Gemeinsam gingen wir also zu der Statue auf dem Dorfplatz und warfen nach kurzem Überlegen die Murmeln und die Löcher der Statue, worauf hin sich eine Kammer öffnete, der wir einen Schlüssel entnehmen konnten.</p>
<p>Es war also ähnlich wie in meinen Büchern. Daher wusste ich auch, dass wir nun zum Tor des Tempels mussten. Allerdings gingen wir sicherheitshalber vorab noch einmal einkaufen, damit es uns im Zweifelsfall nicht am nötigsten fehlen würde.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Zurück nach Ragath</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-19-zurueck_nach_ragath/</link>
      <pubDate>Sun, 19 May 2024 14:36:35 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-19-zurueck_nach_ragath/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---43-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 43. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;bedenken&#34;&gt;Bedenken&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Mahmud und Aishulibeth waren wieder vereint und wir hatten Tage mit dem Studium der Informationen über die Schriftrollen verbracht. Dennoch beschlich mich eine Unruhe, welche ich nicht bei Seite wischen konnte und meinem geschätzten Collega Gray schien es nicht anders zu gehen. In Ragath ging noch immer ein fähiger Schwarzmagier um, der keinen Respekt vor dem Gesetz hatte und sicherlich auch nicht sonderlich gut auf uns zu sprechen war. Je mehr Zeit diesem zur Verfügung stand, desto mehr konnte er im Zweifelsfall gegen uns aufbieten. So beschlossen wir, dass wir wieder zurück in die Stadt mussten, um die Sache ein für alle Mal zu regeln.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---43-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 43. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="bedenken">Bedenken</h3>
<p>Mahmud und Aishulibeth waren wieder vereint und wir hatten Tage mit dem Studium der Informationen über die Schriftrollen verbracht. Dennoch beschlich mich eine Unruhe, welche ich nicht bei Seite wischen konnte und meinem geschätzten Collega Gray schien es nicht anders zu gehen. In Ragath ging noch immer ein fähiger Schwarzmagier um, der keinen Respekt vor dem Gesetz hatte und sicherlich auch nicht sonderlich gut auf uns zu sprechen war. Je mehr Zeit diesem zur Verfügung stand, desto mehr konnte er im Zweifelsfall gegen uns aufbieten. So beschlossen wir, dass wir wieder zurück in die Stadt mussten, um die Sache ein für alle Mal zu regeln.</p>
<h3 id="zurück-nach-ragath">Zurück nach Ragath</h3>
<p>Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden in der Fakultät des Eises und machten uns auf den Weg. In Ragath bezogen wir wieder Zimmer in der wunderbaren Herberge, die ich schon bei unserem ersten Besuch ins Herz geschlossen hatte und nach dem wir einen geselligen Abend, mit Musik aus der Heimat, verbracht hatten machten wir uns am nächsten Tag auf, mehr über unseren Widersacher herauszufinden.</p>
<p>Das Erste, was uns merkwürdig vorkam, war die Geschichte über die dummen Diebe, die man sich seit Kurzem in Ragath erzählte. Diese handelte von unfähigen Einbrechern, welche in ein Lagerhaus eingebrochen waren und vergessen hatten etwas zu stehlen. Mit etwas Fantasie konnte man hier einen Zusammenhang mit der Befreiung von Aishulibeth herstellen.</p>
<h3 id="jurios">Jurios</h3>
<p>Auch fanden wir heraus, dass sich das Lagerhaus, aus dem wir Mahmuds große Liebe retteten im Besitz eines Karlos Jurios befand.  Es dauerte ein wenig, bis der Groschen gefallen war und wir die Verbindung herstellen konnten. Aber unser Freund, der alte Apotheker konnte uns einige entscheidende Tipps geben. Im Nachhinein frage ich mich, warum uns der Nachname nicht direkt aufgefallen war, aber dieser Karlos war der Vater von Gonzalo.</p>
<p>Wir erfuhren, dass Karlos eine Art Patriarch einer der wichtigsten Familien in Ragath war, eine bekannte Größe mit einem weitreichenden Freundeskreis in Politik und Adel. Darüber hinaus hatte er sehr gute Verbindungen zu Vertretern des Gesetzes und exzellente Verbindungen zu mächtigen Persönlichkeiten in ganz Aventurien.</p>
<p>Außerdem war Karlos reich. Wenn man den Erzählungen glauben darf, gehörte ihm mindestens die halbe Stadt. Dies bezweifle ich zwar, aber dennoch ist er der Eigentümer vieler Miets- und Handelshäuser. Zusammen mit seinem Bruder führt er eine Art Familienunternehmen aus einem der prächtigsten Anwesen der ganzen Region.</p>
<h3 id="recherche">Recherche</h3>
<p>Während meine Kameraden sich noch einmal mit der Verkäuferin aus der Apotheke befassen wollten, beschloss ich zurückzubleiben und ein wenig zu recherchieren. Dieses Mal aber wenigstens nicht in einer Bibliothek. Mein Freund der Eigentümer und Wirt der Weinstube war schon früher mit der Familie Jurios aneinandergeraten und wusste, im Vertrauen, einiges zu berichten. Auch lud er einige seiner Bekannten ein, die ebenfalls höchst Interessantes zu erzählen hatten.</p>
<p>In der Familie Jurios machte man allem Anschein nach nicht nur legale Geschäfte. Diese waren viel mehr nur ein Deckmantel für die eigentlichen Tätigkeiten. Karlos handelte mit Wissen und Artefakten von beträchtlicher Macht. Nahe zu jeder, der in irgendeiner Art und Weise wichtig war, schuldete ihm mindestens einen Gefallen. Für den Rest fand er immer etwas, um diese Gefallen zu erzwingen. So konnte er im Laufe der Jahre eine Machtposition einnehmen, an der nicht mehr zu rütteln ist.</p>
<p>So wie es aussah, handelte Karlos nicht nur mit Artefakten. Wie auch sein Sohn ist er ein Magier mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Ein Magier, der keine Skrupel kennt und einige der dunkelsten magischen Gegenstände sein Eigen nennt, von denen ich je gehört habe.  Ein Mächtiger, der über Wissen zu verfügen scheint, von dessen Existenz man nur hinter vorgehaltener Hand spricht. Ich muss unbedingt meine Kameraden zur Vorsicht mahnen, wenn sie zurück sind.</p>
<p>Bis dahin werde ich aber erst einmal eine besonderes Sorte Wein verkosten können. Mein Freund hat ein neues Fass, von einem ganz besonderen Jahrgang, in seinem Keller angestochen und dieses lagert schon lange unter ausgezeichneten Bedingungen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Schriftrollen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-18-schriftrollen/</link>
      <pubDate>Sat, 18 May 2024 18:29:18 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-18-schriftrollen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---das-gesammelte-wissen-über-die-schriftrollen&#34;&gt;Das schwarze Auge - Das gesammelte Wissen über die Schriftrollen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dank der großzügigen Hilfe der Fakultät des Eises im Ewigen Konzil der Elementaren Gewalten im Raschtulswall und fleißiger Recherchen unsererseits konnten wir die nachfolgend aufgeführten Informationen bezüglich der Schriftrollen zusammentragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Wissen soll uns Wegweiser und Leuchtfeuer aber auch zugleich Warnung und Mahnung beim Lösen der zugrundeliegenden Rätsel sein.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;rolle-der-ruine&#34;&gt;Rolle der Ruine&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&#34;Rolle der Ruine&#34; loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;../2024-01-14-schriftrollen/DieRollederRuine.webp&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Schriftrolle, geschätzt auf ein halbes Jahrtausend an Jahren, ist sorgfältig auf Haut gezeichnet, deren Farbton das Blutrot vergangener Tage bewahrt, nun überzogen mit einer bräunlichen Patina der Alterung. Der Text und die Abbildung einer Ruine sind über die Jahre verblasst, doch immer noch sichtbar, ein stummes Zeugnis der Geschichte, die sie erzählen. Im Gegensatz dazu stehen die Linien, das zentrale Hexagon und die umgebenden Heptagramme, deren Kanten trotz des Alters scharf und deutlich bleiben, fast so, als wären sie immun gegen die Erosion der Zeit.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---das-gesammelte-wissen-über-die-schriftrollen">Das schwarze Auge - Das gesammelte Wissen über die Schriftrollen</h2>
<p>Dank der großzügigen Hilfe der Fakultät des Eises im Ewigen Konzil der Elementaren Gewalten im Raschtulswall und fleißiger Recherchen unsererseits konnten wir die nachfolgend aufgeführten Informationen bezüglich der Schriftrollen zusammentragen.</p>
<p>Dieses Wissen soll uns Wegweiser und Leuchtfeuer aber auch zugleich Warnung und Mahnung beim Lösen der zugrundeliegenden Rätsel sein.</p>
<h3 id="rolle-der-ruine">Rolle der Ruine</h3>
<p><img alt="Rolle der Ruine" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRollederRuine.webp"></p>
<p>Diese Schriftrolle, geschätzt auf ein halbes Jahrtausend an Jahren, ist sorgfältig auf Haut gezeichnet, deren Farbton das Blutrot vergangener Tage bewahrt, nun überzogen mit einer bräunlichen Patina der Alterung. Der Text und die Abbildung einer Ruine sind über die Jahre verblasst, doch immer noch sichtbar, ein stummes Zeugnis der Geschichte, die sie erzählen. Im Gegensatz dazu stehen die Linien, das zentrale Hexagon und die umgebenden Heptagramme, deren Kanten trotz des Alters scharf und deutlich bleiben, fast so, als wären sie immun gegen die Erosion der Zeit.</p>
<p>Rechtsseitig auf der Rolle ziehen sich zwei sich kreuzende Linien zum Fundament der Ruine, von deren Schnittpunkt eine Linie streng nach oben führt, als würde sie eine Verbindung zwischen Erde und Himmel oder Vergangenheit und Zukunft symbolisieren. Ober- und unterhalb der Turmruine sind die Heptagramme platziert, als Wächter oder vielleicht als Zeichen eines höheren Zwecks. Das Hexagon, in perfekter Harmonie mit der orthogonalen Linie, liegt direkt auf der Darstellung des Turms und fügt sich nahtlos in das Bild ein. Links erscheint die Andeutung einer Gestalt in einer Kutte oder einem Umhang, deren Konturen in den Hintergrund verschwimmen und die Interpretation dem Betrachter überlassen. Die gesamte Rolle ist mit Texten in einer nicht mehr zu entziffernden Schrift bedeckt, die das Gefühl von Geheimnis und verschollener Weisheit vermitteln.</p>
<p>Der mysteriösen Texte, der sich über die gesamte Oberfläche der Schriftrolle erstreckt, bleibt ein Rätsel. Seine Buchstaben sind in einer geheimen Sprache verfasst, die ebenso alt wie die Ruine selbst zu sein scheint, und deren Bedeutung sich nur im Flüstern der Legenden erhalten hat. Die Gestalt in der Kutte, die in die linke Seite der Schriftrolle eingebettet ist, wacht über dieses Geheimnis mit einer Präsenz, die fast spürbar ist. Die Schärfe der Heptagramme und des Hexagons kontrastiert mit der verblassten Darstellung der Ruine und des Textes, was darauf hindeuten könnte, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt wurden – vielleicht als Schlüssel zu dem Rätsel, das die Ruine birgt. Die Kreuzung der Linien und die aufsteigende orthogonale Linie könnten einen Ort von Bedeutung markieren, einen verborgenen Punkt der Kraft oder des Übergangs, der die Ruine einst mit Energie versorgte und dies vielleicht auch noch immer tut.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Die Abbildung auf der Schriftrolle könnte eine Stätte von kultischer Bedeutung darstellen oder zumindest einen Teil davon. Vermutlich ein zentraler Ort für Rituale und Verehrungen. Die verschwommene Gestalt in der Robe deutet auf einen Anhänger oder vielleicht einen Wächter des Kultes hin.</p>
<p>Die Abwesenheit erkennbarer Symbole göttlicher oder dämonischer Mächte verleiht der Darstellung eine beunruhigende Neutralität. Dieses Fehlen konkreter Hinweise wirft zahlreiche Fragen auf, insbesondere nach der Natur der dort praktizierten Verehrung.</p>
<p>Die gezeichneten Linien und Symbole scheinen eher magischer als sakraler Natur zu sein. Dies könnte Aufschluss über den Charakter und die Praktiken des dargestellten Kultes geben.</p>
<p>Es spricht vieles dafür, dass die Ruine eine geheime Kultstätte abbildet. Ihre deutliche Sichtbarkeit als Turm steht im Kontrast zu der vermuteten Intention, sie verborgen zu halten.</p>
<p>Die Ruine, die den Turm zeigt, ist eindeutig ein Teil einer größeren kultischen Anlage. Sie könnte als Eingang oder Befestigung dienen, was auf einen Kult von erheblicher Reichweite oder Macht hindeutet.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-kriegskunst">Erkenntnisse der Kriegskunst</h4>
<p>In der Kriegskunst diente die Positionierung solcher Türme strategisch der Überwachung und Sicherung von wichtigen Punkten wie Passwegen oder Grenzlinien. Ihre robuste Konstruktion war darauf ausgelegt, Belagerungen zu widerstehen und als letzter Rückzugspunkt zu dienen.</p>
<p>Die Ruinenstruktur könnte darauf hinweisen, dass der Turm kein Teil eines größeren Festungskomplexes war, sondern vielmehr alleine stand. Türme wie dieser dienten häufig als Wachposten, um frühzeitig vor anrückenden Feinden zu warnen.</p>
<p>Türme, wie der auf der Schriftrolle abgebildete, müssten typischerweise von einer unterstützenden Infrastruktur umgeben sein. Um einen solchen Turm herum würden sich oft Gehöfte oder andere Einrichtungen befinden, die sowohl den Bewohnern des Turms als auch durchreisenden Truppen Dienste leisten. Diese Strukturen würden Lebensmittel, Unterkunft und möglicherweise auch Werkstätten zur Instandhaltung von Waffen und Rüstungen zur Verfügung stellen. Solche Orte könnten auch als Sammelpunkte für lokale Milizen dienen, um auf Bedrohungen schnell reagieren zu können.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die auf dieser Schriftrolle verewigten Symbole und Linien sind eindeutig von magischer Provenienz, was darauf hindeutet, dass sie in magischen Praktiken eingebunden waren oder eine spezifische arkane Funktion erfüllten.</p>
<p>Obgleich die Symbole und Linien mit großer Sorgfalt einheitlich gezeichnet wurden, scheint ihr Zusammenspiel disharmonisch – ein Hinweis darauf, dass sie aus verschiedenen magischen Kontexten zusammengesetzt sein könnten.</p>
<p>Die mysteriösen Symbole, deren magische Natur unverkennbar ist, entziehen sich jeder bekannten Kategorisierung. Ihre Bedeutung muss von großer Tragweite sein und könnte Schlüssel zu verborgenen arkanen Geheimnissen enthalten.</p>
<p>Die horizontalen Linien könnten in der magischen Geometrie als Leitbahnen für energetische Ströme oder Kraftlinien gedeutet werden, während die aufsteigende Linie eine ungewöhnliche und potenziell beunruhigende Anomalie darstellt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die Ruine, festgehalten auf dieser Schriftrolle, könnte einst ein strategischer Verteidigungspunkt oder ein alter Magierturm gewesen sein, um den sich nun Mythen ranken, die von unterirdischen Schatzkammern und alten Mächten flüstern, die dort verborgen liegen sollen. Die Darstellung ähnelt stark dem &ldquo;Finsterturm&rdquo;, einem mysteriösen Ort östlich des Finsterkamms, bekannt durch Sagen, die ihn als einen Ort beschreiben, der mit undurchsichtigen Geheimnissen und einer bedrückenden Vergangenheit behaftet ist.</p>
<p>Der Finsterturm, eingefangen in der Zeichnung, wird als einstiges Herz einer mächtigen Kultstätte beschrieben, von der aus ein geheimer Pfad zu einem verborgenen Ort der Macht führen soll, so tief in der Erde versteckt, dass er in den Legenden als fast unerreichbar gilt.</p>
<p>Die klaren Linien, das Hexagon und die Heptagramme könnten als Zeichen einer verschollenen Magie interpretiert werden, die den Turm als einen Ort von besonderer magischer und ritueller Bedeutung auszeichnet.</p>
<p>In einigen der düstersten Überlieferungen wird gemunkelt, dass der Turm ein Tor zu anderen Sphären sein könnte, bewacht von finsteren Kräften, die in längst vergangenen Zeiten dunkle Rituale dort abgehalten haben.</p>
<h3 id="rolle-der-wächterhaut">Rolle der Wächterhaut</h3>
<p><img alt="Rolle der Wächterhaut" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRollederWaechterhaut.webp"></p>
<p>Diese Schriftrolle ist eine Tätowierung auf menschlicher Haut, die ein Leben lang Wind und Wetter ausgesetzt war – eine Leinwand, die vielleicht einst einem Seefahrer gehörte. Eingraviert in die Haut sind seltsame Kreaturen, deren bloßer Anblick genügt, um den Betrachter zu verwirren. Ihre Gesichter sind ein Rätsel: mit außerweltlichen Zügen und Augen, die an die Abgründe des Ozeans erinnern – oder sind es vielleicht doch nur Masken? Ihre Gewänder, wirken seltsam und faltig, man könnte vermuten, dass sich Tentakeln darunter verbergen und sich an manchen Stellen daraus hervorwinden.</p>
<p>Starr und undurchdringlich wie Wächter positionieren sich diese Figuren um einen Sog, der entweder in die Tiefen des Meeres oder in die Unendlichkeit zu führen scheint. Ihre Präsenz wirkt ruhig und abwartend, doch ein Zweifel bleibt, was ihr wahrer Zweck sein mag. In der unteren rechten Ecke der Darstellung lässt sich gerade noch die Silhouette von Efferds Dreizack erkennen, obwohl dieser Teil der Tätowierung schon stark verblasst ist</p>
<p>Diese ganze Szenerie ist umgeben von Text in einer fremden und vermutlich sehr alten Schrift, die wie ein Netz über das Bild gespannt ist. Die Schriftzeichen flüstern von einer Zeit, die längst vergangen ist, und bergen Geheimnisse, die tief im Ungewissen wurzeln. Sie umrahmen die Tätowierung und verleihen ihr eine Aura des Mystischen, als wären sie der Schlüssel zu einer Welt, die jenseits unseres Verständnisses liegt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte-1">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Das Symbol des Efferd auf der alten Haut wirft Fragen auf. Es scheint eine ältere, stark verblasste Tätowierung zu sein, aber irgendetwas daran wirkt ungewöhnlich oder fehl am Platz.</p>
<p>Der Dreizack des Efferd ist zwar erkennbar, aber es sieht aus, als ob sich die Krake der Charyptoroth in einer Tarnung präsentiert, die die Spitze des Dreizacks bildet. Eine solche Darstellung könnte auf eine Vermischung oder Verflechtung der Symbole beider Entitäten hindeuten.</p>
<p>Dieses gemischte Symbol aus göttlichen und dämonischen Aspekten lässt auf die Existenz eines Kultes oder einer ähnlichen Gruppierung schließen, die Efferd und Charyptoroth vereint oder sich nahe sind.</p>
<p>Gerüchten zufolge gibt es unter den Katakomben des Efferd-Tempels in Havena eine versteckte Kultstätte der Charyptoroth. Ebenso sollen sich in der Unterstadt von Havena Anhänger der Erzdämonin aufhalten.</p>
<p>Es existieren vereinzelte und höchst unsichere Berichte, dass in Havena vor zwei oder drei Jahrzehnten ein großes Unheil ausgehend von solchen Kultaktivitäten abgewendet wurde.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-1">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die auf der Haut tätowierten Gestalten erscheinen wie Wächter oder eine Garde, uniformiert und mit einer deutlichen Verbindung zum Meer. Ihre Präsenz und das maritime Thema lassen auf mysteriöse Aspekte des Meeres schließen, die dem Menschen unbekannt oder unverständlich sind.</p>
<p>Ihre Haltung wirkt, als würden sie nicht bewachen, sondern auf etwas warten, das entweder in einem Sog verschwindet oder daraus emporsteigt. Die Darstellung lässt offen, ob es sich um einen Abstieg in die Tiefen oder um einen Aufstieg aus diesen handelt.</p>
<p>Viele Sagen und Legenden berichten von der unendlichen Dunkelheit und den Schrecken der Meerestiefen. Die Tätowierung scheint die Essenz dieser Geschichten einzufangen. Je länger man die Figuren betrachtet, desto unheimlicher wirken sie, mit möglichen Tentakeln, die sich unter den Gewändern bewegen.</p>
<p>Die Darstellung hat eine dämonische Komponente, die möglicherweise auf Charyptoroth, die Erzdämonin des verdorbenen Wassers und Widersacherin Efferds, hinweist. Ihre Aspekte umfassen tödliche Fluten, Meeresungeheuer und verpestete Wasserpflanzen, zugeordnet zur Domäne Gal&rsquo;k&rsquo;zuul in der Dämonologie.</p>
<p>Die mysteriösen Gestalten Zeichen der Tätowierung könnten auch auf den geheimen Kult der Allesverschlingenden in Havena hinweisen. Dieser Kult ist berüchtigt für seine blutigen Rituale, die tief in der Unterstadt von Havena abgehalten werden. Deren finstere Zeremonien könnten durch die Tätowierung symbolisiert oder sogar dokumentiert sein, was auf eine Verbindung oder Kenntnis solch okkulter Praktiken durch den Träger der Tätowierung hindeutet.</p>
<h3 id="rolle-des-blutgottes">Rolle des Blutgottes</h3>
<p><img alt="Rolle des Blutgottes" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesBlutgottes.webp"></p>
<p>Gefertigt aus der Haut eines Sklaven, entfaltet sich die Schriftrolle als ein Dokument, das zwar nicht Jahrhunderte, sondern nur Jahrzehnte überdauert hat. Die makabre Herkunft des Materials ist bezeichnend für diejenigen, die sie in Händen hielten – die Orks, deren rauer Umgang mit heiligen Gegenständen ebenso roh ist wie ihre Sitten. Die Haut ist stellenweise abgenutzt, an einigen Stellen rissig und mit Flecken übersät, die von blutigen Ritualen und der rauen Behandlung ihrer Besitzer zeugen. Die Schriftrolle ist robust, doch die Spuren ihres Gebrauchs sind unverkennbar, und man kann erahnen, dass sie Zeuge von dunklen Zeremonien und barbarischen Festen war.</p>
<p>Das zentrale Element der Darstellung ist eine rote Mondscheibe, in der unteren Hälfte der Darstellung, die mit einem unheilvollen Glühen den Betrachter fixiert. Sie dominiert die Szenerie, die von der Endlosen Nacht des Blutenden Mondes zu erzählen scheint. Der Himmel selbst scheint von einem unendlichen Blutschleier überzogen, der die Welt in eine ewige Dämmerung taucht. Oberhalb der Mondscheibe findet man die Abbildungen von düstern Schwarzpelzen – grausamen Kriegern und finsteren Schamanen, die in ihren archaischen Rüstungen und mit Ritualgegenständen ausgestattet, durch ihre pure Erscheinung Furcht und Schrecken verbreiten. Ihre Gesichter sind von einer erbarmungslosen Aggression gezeichnet, die nur im Kampf und durch Blutvergießen gestillt werden kann. Runen, die entfernt an eine orkische Ursprache erinnern, durchziehen die Szene und scheinen die Darstellung sowohl zu erzählen als auch zu beschwören.</p>
<p>Die Krieger und Schamanen auf der Schriftrolle wirken wie Geister von Verstorbenen, ehrbare Kämpfer, deren Pflicht selbst im Tode unvollendet bleibt. Sie stehen wie Wächter einer Schwelle zwischen den Welten. Hüter einer Wahrheit, deren Augen leere Abgründe sind, aus denen noch immer die Glut des Kampfes lodert. Ihre Gestalten sind eingehüllt in die Schatten des Unheils, des Todes, des Leids, der Qual und der Folter – jedes Bild ein Echo der Grausamkeiten, die sie im Leben vollbracht haben und im Tode weiterführen. Die rote Mondscheibe thront unter ihnen, ein unmissverständliches Zeichen des Blutgottes, dessen lebendige Kraft aus jeder Faser der Schriftrolle zu pulsieren scheint. Sie ist nicht nur ein Symbol der Macht, sondern auch ein Portal, durch das die unermüdliche Energie eines Gottes fließt – ein dunkles Herz, das in der Brust der Orks und ihrer Schamanen schlägt und sie antreibt, in einem endlosen Zyklus des Blutvergießens und der Zerstörung.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte-2">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Das Symbol des Efferd auf der alten Haut wirft Fragen auf. Es scheint eine ältere, stark verblasste Tätowierung zu sein, aber irgendetwas daran wirkt ungewöhnlich oder fehl am Platz.</p>
<p>Der Dreizack des Efferd ist zwar erkennbar, aber es sieht aus, als ob sich die Krake der Charyptoroth in einer Tarnung präsentiert, die die Spitze des Dreizacks bildet. Eine solche Darstellung könnte auf eine Vermischung oder Verflechtung der Symbole beider Entitäten hindeuten.</p>
<p>Dieses gemischte Symbol aus göttlichen und dämonischen Aspekten lässt auf die Existenz eines Kultes oder einer ähnlichen Gruppierung schließen, die Efferd und Charyptoroth vereint oder sich nahe sind.</p>
<p>Gerüchten zufolge gibt es unter den Katakomben des Efferd-Tempels in Havena eine versteckte Kultstätte der Charyptoroth. Ebenso sollen sich in der Unterstadt von Havena Anhänger der Erzdämonin aufhalten.</p>
<p>Es existieren vereinzelte und höchst unsichere Berichte, dass in Havena vor zwei oder drei Jahrzehnten ein großes Unheil ausgehend von solchen Kultaktivitäten abgewendet wurde.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sternenkunde">Erkenntnisse der Sternenkunde</h4>
<p>Die Darstellung der roten Mondscheibe auf der Schriftrolle wird als Symbol des Blutgottes Tairach identifiziert. Dieses Zeichen wird oft mit dem Blutmond in Verbindung gebracht, einer seltenen Himmelserscheinung, die in vielen Kulturen als Omen für Unheil und Blutvergießen gilt.</p>
<p>Die Runen und die Position der Kriegerfiguren könnten auf bestimmte astrologische Konstellationen hindeuten, die während des Blutmondes auftreten, was auf besondere Rituale oder Ereignisse hinweist, die zu diesen Zeiten stattfinden.</p>
<p>Die Spekulationen über die Konstellation von Sonne, Erde und Mond während des Blutmondes legen nahe, dass solche Ereignisse möglicherweise magische Energien freisetzen oder verstärken, die in alten Ritualen genutzt wurden.</p>
<p>Das Erscheinen eines Blutmondes ist für die Mitte des Jahres 1045 BF vorhergesagt.</p>
<h3 id="rolle-des-eises">Rolle des Eises</h3>
<p><img alt="Rolle des Eises" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesEises.webp"></p>
<p>Die Schriftrolle ist von einer kühlen Eleganz, die durch die seltenen und wertvollen blauen Tinten hervorgerufen wird, mit welchen Text und Darstellung ausgearbeitet wurden. Das Pergament ist sehr hochwertig und bis auf kleine Risse an den Kanten gut erhalten. Die Zeichnung selbst scheint an einigen Stellen absichtlich verblasst, um den nebelhaften Figuren, die aus dem eisigen Hintergrund hervortreten, mehr Ausdruck zu verleihen.</p>
<p>Bei oberflächlicher Betrachtung präsentiert die Rolle drei sorgfältig gezeichnete Eissterne oder Frostblumen, deren kristalline Strukturen das Licht einfangen und reflektieren, als wären sie aus gefrorenem Himmel geschnitten. Doch eine tiefere Analyse enthüllt das wahre Genie dieser Kreation: Ein Hexagon, gefasst von zwei Heptagrammen, zeugt von einer verborgenen Ordnung und Symmetrie, die in der eisigen Tiefe der Rolle eingebettet liegt. In einer Schlucht, so tief, dass weder Sonnen- noch Mondlicht auf ihren Grund scheinen, wachen zwei gespenstische Hüter aus Raureif. Über ihnen dargestellt ist ein Schwert, umgeben von einer Aura der Ehre, welche aus längst vergangenem Schlachten herrührt. Ein Text in unbekannten Lettern erstrecket sich zwischen den eisigen Rändern der Schlucht, eine geheime Botschaft, die nur jene entschlüsseln können, die der fremden Sprachen mächtig sind.</p>
<p>Je länger man die Darstellung betrachtet, desto lebendiger werden die nebelhaften Figuren, bis man glauben könnte, dass es Totengeister sind, die einen direkt in die Seele schauen. Ihre blassen Augen sind gefüllt mit der Weisheit und dem Leid unzähliger Jahrhunderte. Die massiven Wände der Eisschlucht ragen immer bedrohlicher empor, als könnten sie jeden Moment einstürzen und alles unter sich begraben. Ein längerer Blick auf die Zeichnung lässt einem die Kälte bis in die Knochen spüren, ein Frösteln, das tiefer geht als die bloße physische Empfindung – es ist, als ob die Rolle eine Brücke schlägt zu einer Welt, in der der Frost herrscht und das Schwert der Ehre von legendärer Bedeutung ist.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-geographie">Erkenntnisse der Geographie</h4>
<p>Die eisigen Formationen auf der Schriftrolle sind charakteristisch für die raue, unerbittliche Landschaft des hohen Nordens Aventuriens, weit entfernt von den milderen klimatischen Bedingungen der zentralen Regionen.</p>
<p>Die Darstellung könnte die Schlucht der Madalosen Nacht im Ehrnen Schwert repräsentieren, eine Region, die für ihre undurchdringliche Dunkelheit und tiefen Klamm bekannt ist, durch die der Fluss Nagrach fließt.</p>
<p>Es gibt Anzeichen, dass die Rolle weiter über die Schlucht der Madalosen Nacht hinausführen könnte, vielleicht als eine Karte, die zu einem noch unbekannten Ziel weist.</p>
<p>Die Komposition der Elemente auf der Schriftrolle – das Hexagon und die Heptagramme, die gespenstischen Hüter und das Schwert der Ehre – könnte auf einen vergessenen Ort von großer Bedeutung hindeuten, vielleicht ein altes Schlachtfeld oder eine heilige Stätte, die mit einem historischen Ereignis von epochaler Tragweite verbunden ist.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-1">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die transparenten Gestalten aus Raureif könnten als visuelle Manifestation von Elementargeistern des Eises interpretiert werden, was auf eine intensive Präsenz und möglicherweise auch auf einen Ort hinweist, der stark von ewiger Kälte durchdrungen ist.</p>
<p>Die Darstellung der Geister oder Elementare, eingerahmt von den eisigen Wänden, legt eine Verbindung zur Schlucht der Madalosen Nacht nahe, die sich im Ehrnen Schwert befindet.</p>
<p>Das Hexagon, mit den nach außen weisenden Pfeilen an jeder Kante, könnte ein Wegweiser zu verborgenen Heiligtümern oder Orten großer Macht darstellen, die in den tiefen Eisschluchten versteckt sind.</p>
<p>Die präzise Anordnung der Symbole deutet auf eine Verbindung zu tiefgründigeren magischen Prinzipien hin, die als Zugangspunkt zu verborgenen Pfaden fungieren könnte.</p>
<h3 id="rolle-des-labyrinths">Rolle des Labyrinths</h3>
<p><img alt="Rolle des Labyrinths" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesLabyrinths.webp"></p>
<p>Das Ziegenleder, ein Meisterstück alter Handwerkskunst, dessen Oberfläche die Zeiten überdauert hat, zeigt sich als ein Zeugnis alten Wissens. Es strahlt Beständigkeit aus und wirkt trotz der leichten Zerschlissenheit an den Rändern – den stummen Zeugen einer langen Reise – robust. Der Kern der Schriftrolle, mit der Darstellung eines Labyrinths ist bemerkenswert gut erhalten, fast als ob er die unzähligen Blicke, die über ihn geglitten sind, willkommen heißt, ja sogar anzieht.</p>
<p>Im Zentrum des Labyrinths entfaltet sich ein zentraler Weg, ein gerader Pfad, ein unermesslicher Weg, der sich scheinbar bis in die Unendlichkeit erstreckt. Um diesen Hauptweg herum entfaltet sich ein Netz aus Pfaden, die wie von einem labyrinthischen Wahnsinn gezeichnet scheinen. Diese Pfade erstrecken sich entlang aller Ebenen an den Wänden und der Decke. So bleibt es unklar, ob der zentrale Weg hinein, heraus, hinab oder hinauf führt.</p>
<p>Die beiden Heptagramme, die ihn in der Tiefe der Darstellung flankieren, dienen nicht nur als Hinweise innerhalb des Labyrinths, sondern als Fixpunkte im Chaos, als mystische Wegmarken, die den einsamen Wanderer locken und zugleich verspotten.</p>
<p>Inmitten des Labyrinths befindet sich ein Hexagon, von dem Pfeile ausgehen, die sich entlang verschlungener Pfade winden. Sie erschaffen eine Illusion der Bewegung für diejenigen, die den Blick zu lange darauf ruhen lassen, als würden sie sich lebendig durch das Labyrinth schlängeln und den Betrachter tiefer in das Rätsel hineinziehen. Verliert man sich in der Darstellung des Labyrinths, scheint es, als würden sie sich bewegen.</p>
<p>Auch der Lichtkegel des einsamen Wanderers, auf seinem Weg durch die Unendlichkeit der Möglichkeiten, beginnt scheinbar zu unruhig flackern und zu tanzen und auch er selbst scheint unermüdlich auf seinem Weg voranzuschreiten. Es entsteht der Eindruck einer Unruhe oder Rastlosigkeit, wie sie nur aus einer tiefen Verzweiflung entstehen kann. Die Heptagramme, die stets eine konstante Entfernung zum Wanderer beibehalten und so immer außer Reichweite blieben, tragen zu diesem Gefühl bei. Doch getrieben von seinem Wahn schreitet der Wanderer stets voran.</p>
<p>Es ist eine Reise ohne Bestimmungsort, ein endloses Streben nach Erleuchtung inmitten der Schatten, die das Labyrinth wirft. Die Schriftrolle lädt dazu ein, diesem Wanderer auf einem Weg zu folgen, der sich stets verändert und nie endet – eine metaphysische Wanderung durch die Unendlichkeit, bei der jede Wendung und jeder neue Korridor nur die Gewissheit verstärkt, dass es keine Rückkehr gibt, nur den Weg vorwärts, tiefer hinein in die unergründlichen Tiefen des Labyrinths und des eigenen Geistes.</p>
<p>Betrachtet man die Darstellung zu lange, scheint es als ob man vom Wahnsinn des Wanderers ansteckt wird. Obwohl man niemals eine Veränderung beobachten kann, zeigt jeder neue Blick auf das Labyrinth neue Wege, Pfade und Sackgassen. Es fällt immer schwerer sich von der Darstellung loszureißen, da man sich der Lösung des Rätsels nahe wähnt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-des-geschichtswissen">Erkenntnisse des Geschichtswissen</h4>
<p>Heute nutzt man Labyrinthe hauptsächlich zum Lustwandeln. In der Antike waren sie jedoch nicht für Unterhaltungszwecke gedacht, sondern dienten als Schutz für wichtige Strukturen wie Gräber und Mausoleen. Ihre Komplexität und Verwirrung sollten ungebetene Gäste fernhalten. Neben den verwirrenden Pfaden waren Labyrinthe oft mit tödlichen Fallen ausgestattet, um den Schutz weiter zu verstärken und Eindringlinge abzuschrecken.</p>
<p>In historischen Berichten werden Labyrinthe manchmal als Orte des Wahnsinns beschrieben, wo die ständige Konfrontation mit unauflösbaren Wegen und Sackgassen den Verstand der Eingeschlossenen auf die Probe stellte. Der Ursprung vieler Labyrinth-Geschichten liegt oft in der Überlieferung, dass diejenigen, die sich in den Tiefen solcher Anlagen verirrten, selten zurückkehrten, was den Mythos von Labyrinthen als unheimliche Orte des Wahnsinns und der Verzweiflung nährte. Einige Labyrinthe waren angeblich so komplex gestaltet, dass man annahm, sie existierten teilweise jenseits der materiellen Ebene. Diese Vorstellung führt jedoch schnell in den Bereich der Mythen und Legenden.</p>
<p>Historisch gesehen spiegeln Labyrinthe oft die menschliche Faszination für das Unbekannte und Rätselhafte wider. In verschiedenen Kulturen wurden sie als metaphorische Darstellungen für Lebenswege, spirituelle Reisen oder als symbolische Repräsentationen des Universums verwendet. Labyrinthe könnten daher auch als Abbildungen tieferer philosophischer oder esoterischer Konzepte gesehen werden, die über ihre physische Struktur hinaus Bedeutung haben.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-2">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Das Labyrinth könnte als metaphysischer Schutz konzipiert worden sein, der dazu bestimmt ist, Wissen oder magische Geheimnisse zu bewahren. Die verschlungenen Pfade repräsentieren möglicherweise komplexe magische Formeln oder Zaubersprüche, die nur von Eingeweihten entziffert werden können.</p>
<p>Die Einbeziehung der Heptagramme zusammen mit dem Hexagon in der Darstellung des Labyrinths lässt auf eine ausgeklügelte magische Struktur schließen, deren Komplexität möglicherweise eine höhere magische Ordnung und tiefere Geheimnisse andeutet.</p>
<p>Das Hexagon im Zentrum könnte als ein Wegweiser innerhalb des Labyrinths fungieren, der vielleicht nicht nur einen, sondern mehrere Pfade aufzeigt. Es könnte ein Schlüssel zu geheimem Wissen sein oder zu versteckten Orten führen.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-2">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die Schriftrolle scheint eine Warnung zu verkörpern: Sie symbolisiert den Verlust des Verstandes, der eintritt, wenn man einem ziellosen Weg folgt und sich mit Rätseln beschäftigt, die für Sterbliche nicht bestimmt sind.</p>
<p>Es gibt Hinweise auf die mysteriösen und rätselhaften Strukturen, die auf den Zyklopeninseln vermutet werden. Diese könnten in Verbindung mit dem Labyrinth der Schriftrolle stehen.</p>
<p>Möglicherweise ist die Schriftrolle eine Art Karte oder besser ein Leitfaden, der einen Weg durch ein Labyrinth weist. Gleichzeitig könnte sie aber auch als Warnung dienen, einen solchen Pfad niemals zu betreten.</p>
<p>Der Schöpfer der Schriftrolle hat diesen Weg wahrscheinlich selbst beschritten oder war in diesem Labyrinth. Obwohl er einen Ausweg fand, zahlte er dafür einen hohen Preis – den Verlust seines Verstandes.</p>
<p>Der unermessliche Weg des Labyrinths könnte eine Reise durch den Limbus andeuten, voller Gefahren und potenziell in den Wahnsinn führend, sollte man vom vorgegebenen Pfad abweichen.</p>
<h3 id="rolle-des-schattentores">Rolle des Schattentores</h3>
<p><img alt="Rolle des Schattentores" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesSchattentores.webp"></p>
<p>Das Pergament zeigt eine Braunfärbung, die an die Seiten eines alten, viel gelesenen Buches erinnert. Über die Jahre hat es an manchen Stellen Flecken angesammelt, die sich in das Material eingebettet haben und es stellenweise schwierig machen, die ursprünglichen Zeichnungen von den Markierungen der Zeit zu unterscheiden. Die Tinte der Zeichnungen ist dunkel und deutlich, trotzt den Jahren und hebt sich stolz vom Hintergrund ab. Sie hat eine bemerkenswerte Tiefe bewahrt und zieht klare, entschlossene Linien über das Pergament, das die Hände vieler Generationen überdauert hat.</p>
<p>Auf dem Pergament breitet sich eine Abbildung aus, die Raum für Interpretationen lässt – ein Bauwerk, das sich als Pforte, Torbogen, Durchgang oder eine andere Art von Schwelle präsentiert. Dieses Motiv steht geheimnisvoll im Mittelpunkt, umgeben von einem Nimbus der Rätselhaftigkeit, als ob es ein Tor zu einem unbekannten Ziel wäre.</p>
<p>Aus dieser undurchdringlichen Öffnung emporragend, zeichnet sich ein senkrechter Strahl ab, der eher Dunkelheit als Licht verbreitet und somit den Pfad, der sich dahinter erstreckt, in Schatten hüllt. Dieser Strahl vermittelt den Eindruck eines leitenden, aber zugleich warnenden Zeichens, das den Betrachter in eine tiefere, fast mystische Dimension des Unbekannten führt.</p>
<p>Die Art und Weise, wie der Strahl das Bauwerk überlagert, lässt die Grenzen zwischen dem Realen und dem Übernatürlichen verschwimmen. Es scheint, als ob der Strahl eine verborgene Botschaft oder ein Geheimnis birgt, das nur denen offenbart wird, die den Mut haben, den Pfad zu beschreiten. Die Darstellung spielt mit Licht und Schatten, erzeugt eine Atmosphäre der Unbestimmtheit und des Geheimnisvollen und lädt dazu ein, über die verborgenen Bedeutungen und die möglichen Geschichten, die sich hinter diesem geheimnisvollen Bauwerk verbergen, zu spekulieren.</p>
<p>Entlang der Ränder des Pergaments sind undeutliche Silhouetten zu erkennen, die fast mit den Flecken und Vergilbungen des Materials verschmelzen. Es ist schwer zu sagen, ob diese Gestalten bewusst gezeichnet wurden oder eher zufällige Schöpfungen der Zeit und der natürlichen Alterungsprozesse des Pergaments sind. Diese schattenhaften Figuren stehen in einer Pose des Wartens, wobei unklar bleibt, ob sie darauf warten, eingelassen oder herausgelassen zu werden.</p>
<p>Bei genauerer Betrachtung der Zeichnung fällt eine Art Strömung auf, die scheinbar aus dem Tor herauskommt oder alles in dieses hineinzieht. Trotzdem verharren die schattenhaften Gestalten in ihrer Position. Ihre unentschiedene Haltung und die Mehrdeutigkeit ihrer Existenz verleihen der gesamten Darstellung eine Atmosphäre des Geheimnisvollen und Unerklärlichen, als würde die Schriftrolle eine Geschichte erzählen, die über das Sichtbare hinausgeht.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-geographie-1">Erkenntnisse der Geographie</h4>
<p>Bei näherer Betrachtung des architektonischen Stils des Durchgangs offenbart sich ein Muster, das nicht den verspielten und lebhaften Formen des Südens Aventuriens entspringt. Vielmehr erinnert es an die schlichten und robusten Bauwerke, die man im kühlen Nord-Osten des Kontinents vorfindet, ein Zeugnis der dort herrschenden rauen und unnachgiebigen Natur.</p>
<p>Eine tiefere Analyse des kühlen und nüchternen Stils der Pforte deutet auf eine Verbindung zu Schwarz-Tobrien hin, möglicherweise sogar zu den geheimnisvollen und unheilvollen Ländern der Warunkei oder Transysilien. In diesen Regionen spiegelt sich die Dunkelheit und Trostlosigkeit in den Bauwerken wider, ein Echo der düsteren Geschichten, die diese Landstriche umgeben.</p>
<p>Die surreale und rätselhafte Darstellung des Torbogens, in der selbst die humanoiden Figuren keine verlässliche Größeneinschätzung zulassen, führt zu der beunruhigenden Vermutung, dass es sich um einen Eingang handeln könnte, der im Stil der verfluchten und legendären Stadt Yol-Ghurmak gestaltet ist. Ein Ort, der in den dunkelsten Legenden Aventuriens verankert ist und dessen bloße Erwähnung Furcht und Aberglauben weckt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-3">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Bei genauerer Untersuchung der Zeichnung offenbart sich, dass diese Pforte nicht bloß ein <em>mundanes</em> Bauwerk ist. Schon die bloße Betrachtung der Darstellung lässt eine Art magisches Phänomen erahnen, das in den feinen Linien und Mustern verborgen liegt. Es scheint, als würde die Zeichnung selbst eine verborgene, mystische Energie ausstrahlen, die weit über das Sichtbare hinausgeht.</p>
<p>Besonders auffällig ist die senkrechte Linie, die durch ihre Intensität und Präsenz hervorsticht. Die umgebenden Linien wirken, als würden sie diese nur <em>komplementieren</em>, als wären sie Teil eines größeren, magischen Gefüges. Diese Anordnung lässt vermuten, dass hier nicht bloß zufällige Muster, sondern gezielte magische Symbole zum Einsatz kommen, deren Bedeutung und Kraft tief in den Geheimnissen der Magie verwurzelt sind.</p>
<p>Die Vermutung verdichtet sich, dass die senkrechte Linie eine Kraftlinie darstellen könnte, eine Manifestation magischer Energie. Allerdings verlaufen solche Kraftlinien üblicherweise nicht <em>orthosphärisch</em>. Dies könnte darauf hindeuten, dass wir es hier mit einer seltenen oder gar einzigartigen magischen Formation zu tun haben, einer Anomalie, die die konventionellen Regeln der Magie herausfordert und möglicherweise auf bisher unbekannte magische Prinzipien oder verborgene Kräfte hinweist.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sphärenkunde">Erkenntnisse der Sphärenkunde</h4>
<p>Bei genauerem Hinsehen scheinen die schattenhaften Gestalten am Rand der Darstellung mehr zu sein als bloße Flecken oder Zeichnungen. Es ist jedoch klar, dass sie aus einem bestimmten Grund dort sind. Sie könnten Wächter sein, Wächter eines Tores, das in eine unbekannte und gefährliche Sphäre führt. Die Gestalten erinnern an Geister oder Dämonen, an die Bewohner einer gefürchteten Sphäre.</p>
<p>Nach eingehender Betrachtung und Analyse kommt die Vermutung auf, dass die Rolle nicht nur eine Darstellung eines Zugangs zu einer unbekannten Sphäre, sondern auch eine Warnung. Die Dunkelheit und das Chaos, die diese Sphäre kennzeichnen, sind gefährlich und unberechenbar. Wer versucht, das Tor zu durchschreiten, um in diese Sphäre zu reisen, riskiert, sich Kräften auszusetzen, die jenseits des menschlichen Verständnisses liegen.</p>
<p>Die weiterführende Entschlüsselung der Zeichnung führt zu einer erschütternden Vermutung. Es könnte sich um einen Zugang zu der Siebte Sphäre handeln, auch Niederhöllen genannt, der Heimat der Dämonen und der Ort des absoluten Chaos. Die schattenhaften Gestalten sind mehr als nur Abbilder – sie sind die dunkle Wächter, die an der Schwelle der Niederhöllen warten, ein Mahnmal für die tödlichen Gefahren, die nicht nur hinter diesem Tor lauern.</p>
<p>Doch scheint es so, als endet an dieser Stelle das gesammelte Wissen der Bibliothek des Ewigen Konzils der Elementaren Gewalten im Raschtulswall. Vielleicht mag es andere Orte geben, welche die dunkler oder einfach nur weniger voreingenommen sind, und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Auch scheint es angebracht, euer Wissen über die Grundlagen hinaus zu vertiefen. Es soll Geheimnisse geben, in die einfachen Studiosi niemals anvertraut würden.</p>
<p>Die abschließende Analyse der Schriftrolle enthüllt schließlich ihre wahre und erschreckende Natur. Die Schriftrolle ist nicht nur ein Wegweiser zu einer Pforte des Grauens, sondern auch ein verschlüsselter Hinweis auf die Macht Agrimoths, des Erzdämons der Veränderung und Zerstörung. Die Darstellung verweist auf einen Zugang Widharcal, der unheimliche Domäne Agrimoths, wo die Realität sich unter seinem Willen verformt. Die schattenhaften Wächter, die die Rolle zieren, sind nicht nur Beschützer der Pforte, sondern auch Botschafter von Widharcal, wo die Grenzen zwischen den Welten so dünn sind, dass die Schrecken der Niederhöllen in die unsere überfließen können. Dieses Wissen offenbart eine tiefere Bedeutung der Schriftrolle: Sie ist ein Wegweiser, der es ermöglichen könnte, die Mächte Agrimoths zu bändigen oder zu entfesseln.</p>
<h3 id="rolle-des-sternenkompass">Rolle des Sternenkompass</h3>
<p><img alt="Rolle des Sternenkompass" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesSternenkompass.webp"></p>
<p>Das Pergament, ein Zeugnis vergangener Epochen, präsentiert sich in einem Zustand, der sowohl seine Zerbrechlichkeit als auch seine Widerstandsfähigkeit gegen die Zeit offenbart. Der Hauptteil ist von einer hellen, gleichmäßigen Beschaffenheit, während die Braunfärbung, ein subtiles, aber deutliches Zeichen des Alters, bereits am unteren Rand nagt.</p>
<p>Im Zentrum des Dokuments finden sich zwei Heptagramme, fein gezeichnet und doch kraftvoll in ihrer Ausstrahlung, die ein Hexagon einfassen. Diese siebenstrahligen Sterne, in der Tradition der Astrologie stehend, symbolisieren vielleicht eine Verbindung zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos, zwischen den Himmelskörpern und den irdischen Geschicken.</p>
<p>Das Hexagon, das von den Heptagrammen umschlossen wird, könnte als ein Werkzeug der Astronomen betrachtet werden, ein Spiegel der Himmelsmechanik und mathematischen Präzision. Die Pfeile, die von seinen Kanten ausgehen, deuten auf die äußeren Punkte eines nicht sichtbaren Kreises, der an die Umlaufbahnen der Planeten oder an die unsichtbaren Linien erinnert, die Sternbilder in der Nacht miteinander verbinden.</p>
<p>Die Kombination dieser Elemente auf dem Pergament – die Heptagramme, das Hexagon, die Pfeile – erzählt von einer tiefen Verehrung für die himmlischen Muster, sowohl in wissenschaftlicher als auch in mystischer Hinsicht. Sie illustriert die Doppelnatur der Gestirne als Objekte der präzisen Berechnung und als Schriftzeichen eines älteren, geheimnisvollen Codes. Dieses Zusammenspiel von Wissenschaft und Mystizismus hebt die Rolle der Sterne als Wegweiser durch die Zeit und als Schlüssel zu verborgenen Wahrheiten hervor. Es ist ein leiser Hinweis darauf, dass die wahre Reise des Verstehens an der Schnittstelle von beobachtbarer Ordnung und den Rätseln des Kosmos beginnt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-4">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die Darstellung legt nahe, dass Hexagon und Heptagramme in mathematische und zyklische Muster eingebunden sind, was darauf hindeutet, dass sie einen tieferen Zusammenhang mit zeitlichen und räumlichen Zyklen haben könnten.</p>
<p>Die Anordnung der Symbole im Kontext des Sternenhimmels deutet darauf hin, dass ihnen eine spezielle Bedeutung zukommt, möglicherweise in Verbindung mit der Bestimmung bestimmter astronomischer Ereignisse oder Zyklen.</p>
<p>Die komplexe Verbindung mit mathematischen, astronomischen und astrologischen Konzepten lässt vermuten, dass die zentralen Symbole eine wichtige Rolle in einem fortgeschrittenen Verständnis wissenschaftlicher Disziplinen spielen.</p>
<p>Die mögliche Beziehung zu Sternbildern könnte auf eine Nutzung der Symbole für Navigationszwecke hinweisen, ähnlich der Verwendung von Sternbildern in traditionellen Navigationsmethoden.</p>
<h4 id="erkenntnisse-des-rechnens">Erkenntnisse des Rechnens</h4>
<p>Bei der Untersuchung der Schriftrolle wird deutlich, dass eine mathematische Logik in ihrer Darstellung verborgen ist. Die Anordnung der Symbole und Sterne folgt einem erkennbaren Muster, das auf eine bewusste Strukturierung und Berechnung hindeutet.</p>
<p>Eine genaue Zählung ergibt, dass sowohl in der oberen als auch in der unteren Hälfte jeweils 16 Sterne zu finden sind. Diese Anzahl stimmt exakt mit der Anzahl der Flächen innerhalb des zentralen Symbols überein, was auf ein ausgewogenes und symmetrisches Verhältnis hindeutet.</p>
<p>Beginnend mit 16 Flächen im zentralen Symbol, verdoppelt sich die Anzahl zu 32 Sternen, um dann auf 48 Verbindungslinien anzusteigen. Diese aufsteigende Reihenfolge, von den Flächen über die Sterne zu den Linien, lässt auf einen inhärenten Rhythmus oder die Darstellung eines wiederkehrenden Ereignisses schließen. Die mathematische Kohärenz dieser Zahlenabfolge, jede folgende Zahl genau das Doppelte der vorherigen, betont eine sorgfältige und durchdachte Konstruktion der gesamten Darstellung auf der Schriftrolle und könnte auf tieferliegende rhythmische Muster oder zyklische Vorgänge hinweisen.</p>
<p>Die Erkenntnis, dass der größte gemeinsame Teiler der Anzahlen der Sterne, Flächen und Verbindungslinien auf der Schriftrolle 16 ist, gewinnt eine tiefere Bedeutung, wenn man sie aus der Perspektive der Numerologie betrachtet. In der Numerologie wird die Zahl 16 oft als Symbol für tiefgreifende Prüfungen und Herausforderungen interpretiert. Diese Assoziation könnte darauf hinweisen, dass die Schriftrolle selbst eine Art metaphysische &ldquo;Prüfung&rdquo; oder &ldquo;Herausforderung&rdquo; darstellt. Die wiederkehrende Präsenz der Zahl 16 in der Struktur der Schriftrolle könnte symbolisieren, dass das Verständnis und die Interpretation dieser Rolle eine geistige und intellektuelle Herausforderung ist, die tiefe Einsichten und Transformationen mit sich bringen kann. Die Verwendung der Zahl 16 in der Schriftrolle könnte daher als ein Hinweis darauf gesehen werden, dass die Entschlüsselung ihrer Geheimnisse nicht nur akademische oder mathematische Kenntnisse erfordert, sondern auch eine tiefere spirituelle Einsicht, ähnlich der dramatischen Wandlungen und Erleuchtungen, die mit der 16. Karte des Tarot, dem &ldquo;Turm&rdquo;, assoziiert werden. Die Karte symbolisiert gewaltsame Veränderungen und das Ende alter Strukturen, was notwendig für neue Anfänge ist. Sie zeigt die Zerstörung als einen Prozess, der eingefahrene Wege bricht und Raum für Neues schafft. Diese Verbindung zu &ldquo;Der Turm&rdquo; deutet darauf hin, dass die Schriftrolle nicht nur eine mathematische Herausforderung darstellt, sondern möglicherweise auch einen Hinweis auf bevorstehende tiefgreifende Veränderungen gibt und die Notwendigkeit eines geistigen Neubeginns symbolisiert.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sternenkunde-1">Erkenntnisse der Sternenkunde</h4>
<p>Die Pfeile am oberen Teil des Hexagons weisen auf die Sternbilder Nachen, Ringe und Harfe, während die unteren Pfeile auf die Hand, die Finstersonne und den Borbarad-Stern zeigen. Alle diese Konstellationen sind charakteristisch für den Südhimmel, was auf eine geographische und kosmische Ausrichtung der Schriftrolle in Richtung dieser spezifischen Himmelsregion hindeutet.</p>
<p>Eine tiefere Analyse der symbolischen Bedeutung dieser Sternbilder offenbart ihre vielschichtigen Aspekte: Die Ringe symbolisieren Verbindung und Vereinigung; die Harfe steht für Inspiration, Studium und Überzeugung. Die Hand repräsentiert Lebenskraft, Schicksal und Bestimmung, während die Finstersonne geistige Verwirrung und spirituelle Blindheit verkörpert. Der Borbarad-Stern wird in der Alchemie mit Astralkraft und dem Gleichgewicht der Elemente assoziiert.</p>
<p>Bei eingehender Betrachtung offenbart sich eine verborgene Verbindung zwischen den Sternbildern, eingewoben in ihre symbolischen Bedeutungen. Die Ringe, als Zeichen der Verbindung und Vereinigung, könnten metaphorisch auf das universelle Prinzip der Harmonisierung gegensätzlicher Kräfte hinweisen. Die Harfe, Symbol für Inspiration und geistige Erleuchtung, suggeriert die essenzielle Rolle von Wissen und Kreativität, um diese Gegensätze in Einklang zu bringen. Die Hand, als Darstellung von Lebenskraft und Schicksal, betont die entscheidende Rolle des menschlichen Willens und Eingreifens in das kosmische Spiel. Gleichzeitig mahnt die Finstersonne vor den Gefahren geistiger Verwirrung und spiritueller Blindheit, die entstehen, wenn Einsicht und Verständnis der kosmischen Ordnung fehlen. Der Borbarad-Stern, ein Sinnbild für Astralkraft und das Gleichgewicht der Elemente, unterstreicht die Notwendigkeit, die elementaren Kräfte des Universums in ein feines Gleichgewicht zu bringen. Diese kryptische Symbiose der Sternbilder auf dem Pergament könnte darauf hinweisen, dass eine tiefgründige und harmonische Integration verschiedenster Aspekte – Wissen, Persönlichkeit und Geist – erforderlich ist, um die verborgenen Mysterien zu entschlüsseln und die innewohnenden Kräfte zu meistern.</p>
<p>Bei weiterer Betrachtung der Sternkonstellationen und ihrer Beziehung zum Hexagon wird ein Muster sichtbar, das über reine Navigation hinausgeht. Die von den Seiten des Hexagons ausgehenden Pfeile zeigen nicht nur auf die Sternbilder, sondern scheinen auch einen Nodix zu indizieren, einen Knotenpunkt astraler Energien. Diese Erkenntnis lässt darauf schließen, dass die Konstellation möglicherweise einen Zeitpunkt markiert.</p>
<p>Eine weitere Analyse der Sternbilder und ihrer spezifischen Ausrichtung auf dem Pergament legt nahe, dass diese eine seltene Konstellation der Himmelskörper darstellen könnten, die nur selten auftritt. Diese seltene Ausrichtung könnte ein Schlüssel sein. Ein tiefes Verständnis von Astrologie und Himmelskartographie ist erforderlich, um den genauen Zeitpunkt zu berechnen, wann die richtige astrale Konstellation eintritt und der Zugang sich öffnet.</p>
<p>Die Erkenntnis verdichtet sich, dass das Hexagon und die Heptagramme einen kryptischen Hinweis auf die Lage und Aktivierung eines Durchgangs enthalten könnten. Die Sternbilder und Pfeile könnten mehr als bloße Wegweiser sein, sondern Teil eines komplexen Sicherheitssystems, das sowohl magische als auch profane Schutzmechanismen umfasst, wie Wächterdämonen und -elementare oder magische Fallen. Diese könnten nur während einer spezifischen astralen Ausrichtung deaktiviert werden. Die Erforschung der Sterne und astrologischen Daten könnte die Schlüsselinformationen liefern, um die Pforte sicher zu betreten und die Gefahren, die von ungebetenen Gästen aus dem Limbus drohen, zu umgehen.</p>
<h3 id="rolle-des-verlieses">Rolle des Verlieses</h3>
<p><img alt="Rolle des Verlieses" loading="lazy" src="../2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesVerlieses.webp"></p>
<p>Die kunstvolle Gestaltung der Schriftrolle ist ein wahres Meisterwerk. Jeder Strich, jede Linie und jedes Detail wurde mit größter Präzision ausgeführt. Die Farben wurden sorgfältig ausgewählt und das Blau leuchtet, als ob es gerade erst aufgetragen wurde. Die Präzision, mit der die Schriftrolle bearbeitet wurde, ist beeindruckend. Jeder Linie ist perfekt geformt, jede Verzierung exakt platziert. Es ist, als ob der Künstler eine unfehlbare Hand hatte, die jeden Strich mit einer unglaublichen Genauigkeit setzte. Man kann sich nur vorstellen, wie viel Zeit und Mühe in die Herstellung dieses Werks investiert wurden. Auch der Zustand der Schriftrolle ist bemerkenswert. Keine Spur von Alter oder Abnutzung ist zu erkennen. Es ist, als wäre sie gerade erst erschaffen worden, frisch und unberührt.</p>
<p>Die Darstellung stellt den Betrachter inmitten eines verfallen Verlieses, dessen Wände und Nischen von Geheimnissen zu erzählen scheinen. Hierbei steht der Zustand des dargestellten Gewölbes in Gegensatz zum Zustand der Schriftrolle.</p>
<p>Das Zentrum der Darstellung wird von einem Hexagon beherrscht, das strategisch platziert zu sein scheint, um vielleicht Ausgang oder Ziel des Verlieses zu markieren. Von jeder seiner Seitenflächen weist ein Pfeil nach außen, als ob sie den Weg aus der Dunkelheit oder tiefer hinein weisen. Dieses Sechseck ist nicht einfach nur ein Teil des Verlieses, es scheint dessen Herzstück zu sein, der Schlüssel zu einem Rätsel, das sich in den umgebenden Mauern verbirgt.</p>
<p>Neben dem Sechseck nehmen die Heptagramme ihren Platz ein. Sie sind wie Tore angeordnet, die einen nicht nur physisch, sondern auch geistig in die Dunkelheit zu führen drohen. Ihre Positionierung im Verlies gibt dem Betrachter das Gefühl, vor einer Schwelle zu stehen, die sowohl einladend als auch bedrohlich wirkt.</p>
<p>Das gesamte Kunstwerk ist durchdrungen von einer obsessiven Liebe zum Detail, die sowohl die Virtuosität des Künstlers als auch seine mögliche geistige Verfallenheit offenbart. Die Darstellung auf dem Pergament ist so intensiv, dass es den Betrachter in seinen Bann zieht und ihn Teil dieser gefährlich detaillierten Welt werden lässt. Es ist, als ob jede Linie, jede Schattierung dazu beiträgt, das Verlies zum Leben zu erwecken und es in den Raum hinein auszudehnen, in dem die Schriftrolle entrollt wird.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-5">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die präzise und intakte Darstellung des Hexagons im Zentrum des Verlieses suggeriert eine magische Absicht hinter seiner Platzierung. Die Heptagramme, die oft mit mystischer Symbolik in Verbindung gebracht werden, könnten hier als magische Siegel fungieren, die darauf abzielen, die Energien des Verlieses zu binden oder zu lenken. Auch das strahlende Blau und die makellose Erhaltung der Schriftrolle könnten durch eine magische Behandlung bedingt sein, die darauf abzielt, die Schriftrolle über die Zeiten hinweg zu bewahren. Das Gefühl des Hineingezogenwerdens in das Kunstwerk entsteht alleine durch die Darstellung und das künstlerische Talent des Schöpfers.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Symbole in einem sonst verfallenen Verlies so präzise dargestellt sind, könnte darauf hindeuten, dass sie einen wichtigen Schlüssel zur Entschlüsselung des dargestellten Ortes darstellen.</p>
<p>Das zentrale Hexagon, mit den nach außen weisenden Pfeilen an jeder Kante und in Kombination mit den Heptagrammen lässt auf eine magische Bedeutung schließen. Die Art und Weise der Darstellung im Verlies lässt einen Weg- oder Zugangspunkt vermuten.</p>
<p>Die Anordnung und die präzise Ausführung der Symbole innerhalb des Verlieses lassen auf eine tiefere Verbindung zwischen den physischen und verborgenen magischen Prinzipien schließen, die auf verschlüsselte Weise in die Schriftrolle eingewoben sind.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-3">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Das Verlies, festgehalten auf der Schriftrolle, wirkt wie ein aus der Zeit gefallenes Relikt. Es erinnert an Legenden alter Zivilisationen, die solche Bauwerke als Schwellen zu anderen Welten oder als Orte der Bewahrung verbotenen Wissens erschufen. Die makellose Erhaltung der Schriftrolle kontrastiert mit dem Verfall des dargestellten Gewölbes und deutet auf einen zeitlosen Ursprung oder eine magische Konservierung hin.</p>
<p>Die zentrale Platzierung des Hexagons könnte in alten Mythen auf das Herzstück eines verschlungenen Rätsels hinweisen, dessen Lösung den Zugang zu verborgenen Kammern oder verstecktem Wissen eröffnen könnte. Die nach außen weisenden Pfeile verstärken den Eindruck eines Schlüssels oder eines Wegweisers.</p>
<p>Heptagramme, die wie Tore wirken, könnten auf eine Schwelle hindeuten, die in die Dunkelheit führt – ein Motiv, das in vielen Sagen als Übergang zu verborgenen oder verfluchten Orten erscheint. Die Positionierung im Verlies könnte auf einen Schwellenraum zwischen der bekannten Welt und unergründlichen Abgründen deuten.</p>
<p>Die detailverliebte Ausführung der Schriftrolle lässt vermuten, dass der Künstler nicht nur ein Handwerker, sondern auch ein Wissender war, der vielleicht selbst an der Schwelle zum Wahnsinn stand. Das Bild könnte als eine Art Karte dienen, die den Weg durch ein mystisches Verlies weist, oder als eine Darstellung eines gefährlichen Pfades, der den Wanderer in die Irre führt.</p>
<p>Die intensive Darstellung des Verlieses auf dem Pergament könnte darauf hindeuten, dass es sich um mehr als eine bloße künstlerische Darstellung handelt. Vielleicht ist es eine visualisierte Erzählung eines realen Ortes, der in alten Sagen erwähnt wird, ein Ort, der so gefährlich und verworren ist, dass er den Verstand eines jeden Besuchers zu verschlingen droht.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Vernichtung von Moloch</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_vernichtung_von_moloch/</link>
      <pubDate>Wed, 01 May 2024 10:58:39 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_vernichtung_von_moloch/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-12---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 12 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-ende-von-moloch&#34;&gt;Das Ende von Moloch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Warme Haus war voller Katzen und Kater, die mit dem Dicken Flook befreundet waren und als dieser um Hilfe rief, kamen sie. Wir waren eingekesselt. Draußen versammelten sich erboste Katzen und hier drin jammerte Flook so sehr, dass Ruben und ich uns bemüßigt sahen uns um ihn zu kümmern. Mein Freund tat alles, um den dicken Kater zu beruhigen, während ich seine Wunden versorgte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-12---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 12 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="das-ende-von-moloch">Das Ende von Moloch</h3>
<p>Das Warme Haus war voller Katzen und Kater, die mit dem Dicken Flook befreundet waren und als dieser um Hilfe rief, kamen sie. Wir waren eingekesselt. Draußen versammelten sich erboste Katzen und hier drin jammerte Flook so sehr, dass Ruben und ich uns bemüßigt sahen uns um ihn zu kümmern. Mein Freund tat alles, um den dicken Kater zu beruhigen, während ich seine Wunden versorgte.</p>
<p>Die wütenden Rufe wurden immer lauter und Fäuste hämmerten gegen die Türe. Doch dann mischten sich andere Laute hinzu. Kratzen und Reißen, Knurren und Schmerzensschreie… Moloch war zurück und griff die Katzen an. Uns war klar, dass wir ihnen helfen mussten, aber das furchtbare Gedränge im Flur machte uns dies nahezu unmöglich, dennoch tat ich mein Bestes, um aus dem Raum zu kommen.</p>
<p>Ravenna nutzte die Gunst der Stunde, mir nahe zu kommen und warf sich auf mich. In solch einer gefährlichen Situation kann ich es ihr nicht verdenken, dass sie meinen Schutz und meine Nähe suchte. Dennoch, zuerst mussten wir dieses Untier vertreiben. So schoben wir uns alle weiter und weiter nach vorne Richtung der Treppe auf der Moloch stand. Die anderen Katzen, sofern sie nicht von dem monströsen Hund zerrissen wurden, flüchteten. Nur meine Freunde und ich kämpften tapfer weiter.</p>
<p>Ich landete einige gute Treffer mit meinem neuen Wanderstab und auch Jack, Inigo und Ruben teilten ordentlich aus. Ravenna hatte eine gar seltsame Gerätschaft dabei, die an eine kleine Kanone erinnerte. Diese hatte sie auf der Seemöwe gefunden. Vermutlich, weil ich ihr von dem Adligen erzählt hatte, der auf den Kugeln der großen Kanonen ritt war sie nun ganz versessen auf das Ding. Ich habe damals schon gemerkt, dass ich sie mit meinem Wissen enorm beeindruckt hatte. Auf alle Fälle setzte sie mit diesem kleinen, lauten Ding Moloch heftig zu. Mit meiner Hilfe gelang es meinen Kameraden so, diesem Vieh ein für alle Mal den Gar auszumachen.</p>
<p>Warum Jack und Ruben Moloch dann auch in aller Ruhe zerlegten erschließt sich mir noch heute nicht. Mir war es wichtiger nach Flook zu schauen und ihm noch ein wenig gut zuzureden. Zu meinem Glück verplapperte er sich hierbei und ich erfuhr, dass Sial was mit Moloch zu tun hatte. Dies musste ich unbedingt meinen Freunden erzählen.</p>
<p>Ich machte mich auf den Weg und fand die anderen in einer aufgewühlten Menge auf dem Großen Platz von Wolldorf wieder. Mit den blutigen Überresten sorgten sie für einiges Aufsehen. Letztlich wurde sogar Ajom gerufen, der die Menge beruhigen konnte. Er nahm sich des Körpers von Moloch an und wollte einiges Regeln. Den Kopf hätte er mit Sicherheit auch mitgenommen, aber Jack wollte sich nicht davon trennen.</p>
<p>Doch bevor Ajom uns verlassen konnte berichtet ich ihm von den Hunden und deren Bedauern darüber, dass sie aus Wolldorf verbannt wurden. Doch der Anführer der Drei Krallen zeigte sich zurecht unversöhnlich. Die Hunde hatten in Wolldorf gewütet und viele Katzen getötet, bevor sie vertrieben werden könnten. Diesen Umstand hatten sie beim Erzählen ihrer Geschichte wohl vergessen.</p>
<h3 id="praeteritus-und-presentus">Praeteritus und Presentus</h3>
<p>Eigentlich wollten wir uns von Ajom verabschieden, aber mir fiel eine Statue mit bronzenen Flügeln auf, die auf der anderen Seite des Platzes stand. Sie glich der Statue beim Haus der Hunde bis aufs Haar. Lediglich die Flügel hatten eine andere Farbe. Auf dem Schild stand:</p>
<blockquote>
<p>Ich bin der Wächter der Vergangenheit und <strong>reagiere</strong> auf den Namen <strong>Praeteritus</strong>.</p>
</blockquote>
<p>Aber auch dieser Wächter reagierte auf gar nichts.</p>
<p>Ajom berichtete uns, dass es am Duellplatz eine weitere dieser Statuen gab und mir war klar, dass wir uns auch diese dringend, anschauen sollten. Wir verabschiedeten uns und begaben uns zu besagtem Ort. Warum dieser so hieß, wie er hieß war mir nicht klar, denn Duelle fanden hier keine statt. Lediglich die Karren der Zweibeiner wurden hier beladen. Kaum angekommen fanden meine scharfen Augen und mein wacher Verstand nahezu sofort die dritte Statue. Sie hatte silberne Flügel und auf ihrem Schild stand:</p>
<blockquote>
<p>Ich bin der Wächter der Gegenwart und <strong>reagiere</strong> auf den Namen <strong>Presentus</strong>.</p>
</blockquote>
<p>Drei Wächter, einer für die Vergangenheit, einer für die Zukunft und einer für die Gegenwart… Dieses Wolldorf war voller Geheimnisse, die es zu lösen galt. Aber das Geheimnis der Statuen musste noch ein wenig warten. Ich nutzte den Moment, in dem wir uns in Ruhe und unbeobachtet unterhalten konnten, indem ich den Freunden davon erzählte, dass Flook sich verplappert hatte und das Sial etwas mit Moloch zu tun hatte. Ach ja, habe ich erwähnt, dass Jack noch immer dessen Kopf mit sich herumtrug?</p>
<h3 id="die-fünfte-murmel">Die fünfte Murmel</h3>
<p>Wenn man mal nicht weiß, wo man beginnen soll, dann ist der Anfang immer die richtige Antwort. Bevor wir also irgendwelche anderen Geheimnisse lüften, wollten wir uns erst einmal um die fünf Murmeln kümmern. Also machten wir uns erneut auf den Weg zu den Hunden. Dieses Mal war es mir wichtig höflich zu sein, daher klopften wir an. Argar öffnete uns und ich berichtete ihm, dass ich versucht habe ein gutes Wort für sie einzulegen. Die Murmel wollte er aber dennoch nicht rausrücken.</p>
<p>Ich überlegte noch, ob ich ihm nicht ordentlich, was mit meinem Wanderstab mitgeben sollte, da schoss Ravenna mit einem Pfeil auf den Köter. Sie muss sich sicherlich schreckliche Sorgen um mich gemacht haben, zumindest sah sie mich schon wieder so komisch an.</p>
<p>Ach ja, die Gute findet einfach nie den rechten Zeitpunkt.</p>
<p>Nun galt es erst einmal diesen Kötern ordentlich eins auf die Mütze zu geben. Dies gelang uns sogar besser als erwartet. Ich teilte ordentlich aus und gemeinsam machten wir die Hunde fertig. Ravenna gelang es sogar die Murmel aus dem Haus zu stehlen und das war der geeignete Moment Fersengeld zu geben und wir sahen zu, dass wir verschwanden.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Rettung von Aishulibeth</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_rettung_von_aishulibeth/</link>
      <pubDate>Wed, 01 May 2024 10:49:26 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_rettung_von_aishulibeth/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---42-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 42. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Von dem Dach des südlichen Lagerhauses aus versuchten wir einen Überblick über die Lage zu bekommen. Gray hatte es ziemlich erwischt, aber er würde durchhalten. Zu unserem Glück kam, wie durch einen Zufall, Andaryn auch noch zum Lagerhaus. Dieser hatte uns in der Herberge gesucht und da er uns dort nicht gefunden hatte, beschlossen sich noch einmal am Lagerhaus umzusehen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---42-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 42. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Von dem Dach des südlichen Lagerhauses aus versuchten wir einen Überblick über die Lage zu bekommen. Gray hatte es ziemlich erwischt, aber er würde durchhalten. Zu unserem Glück kam, wie durch einen Zufall, Andaryn auch noch zum Lagerhaus. Dieser hatte uns in der Herberge gesucht und da er uns dort nicht gefunden hatte, beschlossen sich noch einmal am Lagerhaus umzusehen.</p>
<p>Die Situation war nun wie folgt. Bis auf Zayn waren wir vollzählig. Andaryn und Gray standen vor dem Westtor und der Rest von uns kauerte auf dem Dach des Lagerhauses. Link erkundete durch die Oberlichter das Innere des Gebäudes, konnte aber nichts Ungewöhnliches im Gebäude entdecken. Der Hof hingegen wurde jedoch von vier Wehrheimer Bluthunden bewacht, welche sich zu unserem Glück der Nachtruhe hingaben.</p>
<p>Link gelang es, vom Dach aus, den Hund, der uns am nächsten war mit seinem Bogen zu erschießen. Wir ließen ein Seil hinab, mit dem Andaryn und Gray über das große Tor klettern konnten. Danach kletterten wir mit demselben Seil das Gebäude hinunter. Leider rutschte Boronep dabei ab und landete, Gesicht voran, in einigen Kisten. Der hierbei entstandene Lärm ließ die Hunde aufschrecken, die noch Sekunden zuvor friedlich geschlafen hatten.</p>
<p>Andaryn stellte sich den Tieren, die bellend und knurrend auf uns zustürmten, entgegen. Dies ermöglichte es uns Boronep zu helfen und uns um die Arbeiter oder Wachen des Lagerhauses zu kümmern, die alarmiert von den Hunden, aus dem nordwestlichen Gebäude gestürzt kamen. Warum so viele davon zu solch später Zeit im Lagerhaus waren, war uns ein Rätsel.</p>
<p>Link öffnete eine Tür des Gebäudes und hatte großes Glück nicht von einem Bolzen aus Federigos Armbrust getroffen zu werden. Auch Gonzalo Jurios war anwesend und allem Anschein nach handelte es sich bei ihm um einen fähigen Schwarzmagier. Er beschwor eine Art Schatten, welcher sich auf uns stürzte.</p>
<p>Während es uns gelang, Federigo innerhalb weniger Minuten auszuschalten, so erwies sich Gonzalo als deutlich gefährlicher. Wir kämpften tapfer gegen ihn und die anderen und es gelang uns, einen nach dem anderen in die Flucht zu schlagen, was mich ein wenig verwunderte. Meiner Meinung nach wäre es deutlich sinnvoller gewesen, uns so lange im Kampf zu binden, bis die Stadtwache alarmiert gewesen wäre und uns umstellt hätte. Doch wir es schien waren die Zwölfe uns gewogen.</p>
<p>Nachdem alle Feinde geflohen waren, begannen wir das Lagerhaus zu durchsuchen. Unter einigen quietschenden und knarzenden Dielen fanden wir einen Zugang zu einer Höhle, in welche wir hinabstiegen. Hier unten hatten unsere Widersacher einiges an Materialien gelagert, bei denen unser Alchimist Boronep davon ausging, dass es sich um Ingredienzien für das Herstellen von Rauschgiften handelte.</p>
<p>Nachdem wir einen weiteren Wächter besiegt hatten, fanden wir hinter einer metallverstärkten Türe Aishulibeth. Sie war verzweifelt, ängstlich und ausgezehrt, aber nachdem Gray ihr sagte, dass Mahmud uns um Hilfe gebeten hatte, erkannte sie ihn aus den Erzählungen ihres Liebsten.</p>
<p>Doch für allzu viel Freude hatten wir keine Zeit. Die Gefahr, dass Aishulibeths Häscher mit Verstärkung zurückkommen könnten, war zu groß. Daher verließen wir nicht nur schleunigst das Lagerhaus, sondern gleich die ganze Stadt. So machten wir uns noch in der Nacht auf zum Ewigen Konzil der Elementaren Gewalten im Raschtulswall.</p>
<p>Mahmud war außer sich vor Freude seine Aishulibeth wieder in Sicherheit zu wissen. Befreit von der Last, die auf ihm lag, fand er neuen Mut und neue Energie. Es gelang ihm, einige Gefallen einzufordern und einiges Weiteres zu organisieren. Dies ermöglichte es uns noch weitere Zeit in der Fakultät des Eises und in der Nähe der riesigen Bibliothek zu verbringen. Darüber hinaus bekamen wir einiges an Hilfe bezüglich der Recherche hinsichtlich der Schriftrollen.</p>
<p>Daher hatten wir innerhalb von einigen Tagen einen wahren Berg an Schriftrollen, Folianten und Büchern, den wir studieren konnten.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Besuch bei den Hunden</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-besuch_bei_den_hunden/</link>
      <pubDate>Wed, 01 May 2024 10:37:51 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-besuch_bei_den_hunden/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-11---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 11 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;shopping-tour&#34;&gt;Shopping Tour&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir nutzten die kurze Phase der Ruhe und Besinnung und besannen uns in aller Ruhe auf unsere Ausrüstung, da diese, in Anbetracht der Erlebnisse, durchaus ein kleines Upgrade benötigte. Bei Tala Schiefzahn fand ich eine wunderschöne Tunika, die mit ihrem weißen und roten Stoff meine blauen Augen gelungen unterstrich. Hinzu kam ein neuer Wanderstab mit einer schön ausgearbeiteten metallenen Spitze. Bei Grauauge fand ich noch ein herrliches grünes Stirnband und in Kombination mit meiner coolen Brille sehe ich nun wahrlich aus, wie ein Kater von Welt. Ich glaube, dass dies auch Ravenna aufgefallen ist, zumindest schaut sie immer so komisch zu mir herüber.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-11---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 11 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="shopping-tour">Shopping Tour</h3>
<p>Wir nutzten die kurze Phase der Ruhe und Besinnung und besannen uns in aller Ruhe auf unsere Ausrüstung, da diese, in Anbetracht der Erlebnisse, durchaus ein kleines Upgrade benötigte. Bei Tala Schiefzahn fand ich eine wunderschöne Tunika, die mit ihrem weißen und roten Stoff meine blauen Augen gelungen unterstrich. Hinzu kam ein neuer Wanderstab mit einer schön ausgearbeiteten metallenen Spitze. Bei Grauauge fand ich noch ein herrliches grünes Stirnband und in Kombination mit meiner coolen Brille sehe ich nun wahrlich aus, wie ein Kater von Welt. Ich glaube, dass dies auch Ravenna aufgefallen ist, zumindest schaut sie immer so komisch zu mir herüber.</p>
<h3 id="hundehütte">Hundehütte</h3>
<h4 id="futurus">Futurus</h4>
<p>Nachdem wir alles hatten, von dem wir dachten, dass wir es irgendwann einmal benötigen könnten, machten wir uns auf den Weg, hinaus aus Wolldorf, zu dem Haus in dem Renzo und seine Bande leben sollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer seltsamen Statue mit goldenen Flügeln vorbei. Auf einem Schild stand:</p>
<blockquote>
<p>Ich bin der Wächter der Zukunft und <strong>reagiere</strong> auf den Namen <strong>Futurus</strong>.</p>
</blockquote>
<p>Leider reagierte bei Futurus gar nichts und so gab ich es nach einer oberflächlichen Untersuchung auf, mehr über die Statue herauszufinden. Immerhin waren wir in der Nähe des Hauses, in dem die Hunde lebten und mein wacher Geist hatte wahrlich dringendere Aufgaben.</p>
<h4 id="ravenna-">Ravenna ❤️</h4>
<p>Wie es ich für echte Katzen geziemt, klopften wir natürlich nicht einfach an der Türe. Erst einmal galt es, die Lage zu erkunden, um im Anschluss informierte Entscheidungen treffen zu können. Leider passierte mir dabei ein kleines Missgeschick und ich rutschte an einer Kante ab und fiel einen kleinen Abhang hinunter. Dabei tat ich mir auch noch, entschuldigt meine Ausdrucksweise, verdammt weh. Aber Ravenna kam sofort hinterhergesprungen und half mir wieder nach oben. Dabei schaute sie wieder so komisch und machte ein paar derbe Sprüche. So langsam glaube ich, dass dies vielleicht ihre Art ist, Zuneigung auszudrücken. Immerhin muss ihr etwas an mir liegen, sonst wäre sie nicht, ohne zu zögern, zu meiner Rettung geeilt.</p>
<p>Meine Theorie sehe ich durch den Umstand bestätigt, dass kurze Zeit später auch Jack den Abhang hinuntergestürzt ist und dem hat sie nicht geholfen. Allerdings eignet er sich, auf Grund von… äh… Umständen nicht auch mehr so sehr als Partner.</p>
<h4 id="entdeckt">Entdeckt</h4>
<p>Unser König des Wollhimmels, der Meister aller Sprünge, zeigte auf ein Neues sein überragendes Talent der vertikalen Bewegung und sprang scheinbar mühelos den Abhang hoch und runter.</p>
<p>Welcher meiner beiden Freunde, Ruben oder Jack, die sich am Abhang aufhielten, von dem Hund zuerst entdeckt wurde, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle fing Parva Einauge an zu schimpfen und zu fluchen und das so laut, dass auch dieser Argar Knurrmaul aus dem Haus kam, und der war riesig.</p>
<p>Dankenswerterweise stellte sich Argar als recht besonnen heraus. Er versuchte sogar Parva zu beruhigen, was im leider nur schwerlich gelang. Diese Hunde hassten uns Katzen und sie wollten, dass wir verschwinden.</p>
<h4 id="die-andere-seite-der-geschichte">Die andere Seite der Geschichte</h4>
<p>Es lag also wieder an mir, ein Leuchtfeuer der Vernunft zu sein, daher bat ich die beiden Hunde mir die Geschichte von Wolldorf und dem Moloch aus ihrer Sicht zu erzählen. Einer Bitte, der zumindest Argar gerne nachkam. Seiner Meinung nach gaben die Katzen von Wolldorf damals, als alles anfing, den Hunden die Schuld an dem, was Moloch anrichtete. Immerhin war das Untier für die Katzen nur ein weiterer Hund, wenn auch ein sehr gruseliger. Das Erscheinen von Moloch war auch der Grund, warum die Katzen die Hunde damals aus Wolldorf verbannten.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass dies, selbst wenn ich es sich um Hunde handelte, vielleicht ein kleines Unrecht darstellt. Allerdings sah ich eine Chance diesen Umstand für uns zu nutzen. Ich versprach Argar ein gutes Wort für die Hunde bei den Drei Krallen einzulegen und bat ihn, mir als Zeichen des guten Willens die Murmel der Hunde zu übergeben. Bedauerlicherweise musste ich feststellen, dass Hunde einfach sehr stur sind, da Argar trotz aller Beteuerungen meinerseits, diese Murmel nicht rausrücken wollte. Eine Unverschämtheit, die uns das Voranschreiten der Erarbeitung einer Lösung des Rätsels von Wolldorf erschwerte.</p>
<p>Irgendwann hatte Inigo genug von diesen Flohzüchtern und schlug vor, dass wir den Müden Flook noch einmal besuchen sollten. Sicherlich eine gute Idee. Ich habe zwar nicht ganz mitbekommen, warum er dort wollte, aber die Idee war so gut, dass sie auch von mir hätte sein können.</p>
<h3 id="immer-mitten-in-die-fresse-rein">Immer mitten in die Fresse rein</h3>
<p>Flook lag wie immer in seinem gemütlichen Zimmer im Warmen Haus und begrüßte uns freundlich. Wir erzählten ihm alles, was wir in den Tagen seit unserem letzten Gespräch erlebt hatten aber als es dann um Moloch ging, wurde er irgendwie komisch und fing an herumzudrucksen. Der dicke Kater wusste mehr als er zugeben wollte. Ich redete mit Engelszungen auf ihn ein und auch Ravenna ließ ihren rauen Charm spielen aber aus Flook bekamen wir nichts heraus. Irgendwann platzte Jack wohl der Kragen und er schlug Flook mit seinem Schild voll auf die Nase. Alles war voller Blut und obwohl auch ich wissen wollte, was der dicke Kater uns verheimlichte, so möchte ich mich doch ausdrücklich von solchen Gewaltausbrüchen distanzieren.</p>
<p>Es kam, wie es kommen musste. Flook fing an zu jammern und um Hilfe zu rufen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verfolgung von Federigo</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-14-verfolgung_von_federigo/</link>
      <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 18:23:50 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-14-verfolgung_von_federigo/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---41-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 41. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diese wetterbedingten Kopfschmerzen wurden besser und ich konnte endlich wieder klar denken. Andaryn und Zayn wollten noch einige Bücher in der Akademie überprüfen, dafür stieß Link zu Gray, Boronep und mir. Gemeinsam beschlossen wir, dass wir die Apotheke auskundschaften und überwachen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Link war der Richtige für diese Aufgabe. Er beobachtete die Angestellte der Apotheke unauffällig, wie sie gegen Mittag das Gebäude verließ, um auf dem Markt einzukaufen. Anhand ihrer Besorgungen konnte er darauf schließen, dass sie für zwei Personen ein Mittagessen besorgt hatte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---41-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 41. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Diese wetterbedingten Kopfschmerzen wurden besser und ich konnte endlich wieder klar denken. Andaryn und Zayn wollten noch einige Bücher in der Akademie überprüfen, dafür stieß Link zu Gray, Boronep und mir. Gemeinsam beschlossen wir, dass wir die Apotheke auskundschaften und überwachen werden.</p>
<p>Link war der Richtige für diese Aufgabe. Er beobachtete die Angestellte der Apotheke unauffällig, wie sie gegen Mittag das Gebäude verließ, um auf dem Markt einzukaufen. Anhand ihrer Besorgungen konnte er darauf schließen, dass sie für zwei Personen ein Mittagessen besorgt hatte.</p>
<p>Während die Frau wieder im Haus verschwand, konnte sich Link in den Kräutergarten schleichen, der hinter dem Haus lag. Leider gab es von dort aus keine sichere Möglichkeit einen Blick ins Gebäude zu werfen und die Türe war mit einem schweren Riegel verschlossen. Dennoch gelang es Link zwei Personen im Haus zu belauschen, von denen eine weiblich und eine männlich war. Wir gingen davon aus, dass es sich um Federigo handeln musste, daher beschlossen wir, das Haus zu observieren.</p>
<p>Tatsächlich war Federigo an diesem Tag in der Apotheke und wir standen bereit, als er gegen Abend das Gebäude verlassen wollte. Doch durch einen dummen Zufall blickte er in meine Richtung. Ich kann nicht sagen, was ihn an mir gestört hat. Vielleicht war es die Ausstrahlung von Härte und Rechtschaffenheit, die diesen Giftmischer aufgeschreckt hatte. Auf jeden Fall versuchte er sofort in der Menschenmenge unterzutauchen. Link gelang es noch kurz ihm nachzustellen, allerdings schien auch das diesem Verbrecher aufzufallen und er gab Fersengeld.</p>
<p>Frustriert berieten wir uns in einer der Tavernen und Link schlug vor, dass wir uns noch einmal in der Gegend umschauen sollten, in der wir glaubten, sein Elternhaus gefunden zu haben. Vor Ort angekommen ging Link vor, um die Lage zu erkunden. Dabei konnte er Federigo und Gonzalo beobachten, die im Handels- und Lagerhaus verschwanden und ein sehr schweres Tor hinter sich schlossen. Link setzte seine Erkundung fort und berichtete uns im Anschluss.</p>
<p>Gemeinsam fassten wir den Plan, über eines der Gebäude im Süden auf das Dach des Lagers zu klettern, um von dort weiter vorzustoßen. Allerdings waren uns die Zwölfe, bei unserem Vorhaben, nicht sonderlich wohlgesonnen. Dabei hätte unser Herumgeschleiche zumindest Phex erfreuen müssen.</p>
<p>Links erster Versuch einen Kletterharken auf das Hausdach zu werfen, endete damit, dass Boronep eine furchtbare Beule erhielt. Sein Schmerzensschrei riss den Herren des Hauses aus dessen Nachtruhe und uns gelang es gerade noch rechtzeitig uns hinter einigen Kisten und etwas Unrat zu verstecken, bevor er uns entdecken konnte.</p>
<p>Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, versuchten wir den Aufstieg von einer Stelle hinter dem Haus und dieses Mal gelang es uns. Leider schaffte es Gray nicht, von dem Dach des Wohnhauses auf das Dach des Lagers zu springen und er fiel in die schmale Gasse zwischen den beiden Gebäuden.</p>
<p>Dieses Mal war es noch knapper, aber es gelang Gray sich zu verstecken, bevor der aufgebrachte Hauseigentümer erneut nachschauen kam.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Endlich wieder Murmeln</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-13-endlich_wieder_murmeln/</link>
      <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 17:42:11 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-13-endlich_wieder_murmeln/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-10---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 10 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;endlich-wieder-murmeln&#34;&gt;Endlich wieder Murmeln&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es war schon sehr interessant, als uns Ajom alles erzählte. Um das mal kurz zusammenzufassen. Das Schiff diente mehr oder weniger als Gefängnis für das Monster, welches Ajom Moloch nannte. Der Gefängniswärter war der Geist des Kapitäns, wenn auch nicht unbedingt freiwillig. Solange der Geist herumspukte, kam der Moloch nicht heraus. Dies geschah aber nur, wenn der Kapitän immer wieder in seiner Ruhe gestört würde. Ergo wurden immer wieder neue Katzen auf dem Schiff eingesperrt. Diese starben da irgendwann oder verloren vor Angst ihre Erwachung.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-10---tagebuch-von-inigo">DSK Session 10 - Tagebuch von Inigo</h2>
<h3 id="endlich-wieder-murmeln">Endlich wieder Murmeln</h3>
<p>Es war schon sehr interessant, als uns Ajom alles erzählte. Um das mal kurz zusammenzufassen. Das Schiff diente mehr oder weniger als Gefängnis für das Monster, welches Ajom Moloch nannte. Der Gefängniswärter war der Geist des Kapitäns, wenn auch nicht unbedingt freiwillig. Solange der Geist herumspukte, kam der Moloch nicht heraus. Dies geschah aber nur, wenn der Kapitän immer wieder in seiner Ruhe gestört würde. Ergo wurden immer wieder neue Katzen auf dem Schiff eingesperrt. Diese starben da irgendwann oder verloren vor Angst ihre Erwachung.</p>
<p>Das Dilemma ist klar, aber genauso klar war auch, dass irgendwann das Ganze nicht mehr funktionieren würde. Entweder es gibt es keine potenziellen Opfer mehr und die Bürger des Dorfes hätten herhalten müssen oder irgendwer schafft es, den Geist zu vernichten oder zu vertreiben, so wie jetzt durch uns geschehen. Gut möglich, dass Ajom uns nur wohlgesinnt ist, weil wir es tatsächlich von dem Schiff runter geschafft haben und sie uns jetzt ähnlich wie Quattre fürchten. Aber es könnte auch andere Gründe haben, vielleicht, weil er immer wieder zu Ravenna rüber schielt.</p>
<p>Jedenfalls bat er uns, dabei zu helfen, das Moloch zu bekämpfen. Natürlich helfe ich, diesen grässlichen Hund zu killen. In dem Dorf leben schließlich kleine Katzen Kinder. Nach einer kleinen Diskussion über Vertrauen haben die anderen auch zugesagt. Naja, wir haben ja auch die dritte Murmel bekommen.</p>
<p>Danach gab es natürlich eine weitere Diskussion, wo und was wir als nächstes tun. Ach, mir war das egal, ich bestellte einfach noch ‘nen weiteren Beißer bei der entzückenden Lysa. Schließlich entschieden wir uns für das Maushaus und hofften, die Murmel von Sial Pfotenglück zu bekommen.</p>
<h3 id="die-mäusejagd">Die Mäusejagd</h3>
<p>In dem Haus, in dem Sial lebt, werden wohl auch Menschen behandelt. Sowas heißt wohl Haus der Kranken.</p>
<p>Vor dem Haus wurde uns gesagt, wir sollen uns nackig machen, dann würden uns die Menschen nicht erkennen. Außerdem lieben sie Katzen.</p>
<p>So ‘nen Schmarn, die sind doch von Benni bestochen worden.</p>
<p>Wir gingen also erstmal in den Keller, wo man Mäuse fangen kann. Tatsächlich waren da haufenweise Mäuse und ruck zuck hatte jeder von uns eins zwei gefangen. Bis auf Ravenna, kein Wunder, dass sie meist Gemüsebrei isst, denn als Mäusejägerin taugt sie nichts. Ruben hingegen, zeigte sich als wahrer Könner. Typische Straßenkatze eben, auch Fledermäuse waren kein Ding für ihn.</p>
<p>Dann trafen wir Sial, sehr nett. Lag vielleicht daran, dass Benni ihr gleich eine Maus gegeben hat. Wir durften uns frei bewegen, wurden aber vor einem Raum gewarnt. Tja, wie das so üblich ist, missachteten wir jegliche Warnung und haben den Raum trotzdem betreten. Was wir da trafen, tja wie soll ich das beschreiben. Es waren tote Katzen, aber sie waren nicht tot. Jedenfalls haben sie sich noch bewegt. Was auch immer das für Viecher waren, wir sorgten dafür, dass sie sich nicht mehr bewegten.</p>
<p>Sial wollte uns darauf auch nichts sagen, klar sie hatte uns ja gewarnt. Als wir sie auf die Murmel angesprochen haben, verschwand sie. Okay, sie wollte sie uns nicht geben, also suchten wir sie. In einer Abstellkammer hat Jack ein Loch in der Decke entdeckt, auch wenn Benni wieder behauptet, er wäre es gewesen. Egal, wir konnten durch das Loch einen Stock nach oben. Da waren Menschen und naja, Benni war schneller nackt, als man gucken konnte. Auch Jack, war sofort dabei und naja man könnte sagen, der hat echt Eier, aber eher das Gegenteil trifft zu. Also Jack ist keine Jaqueline aber irgendwie auch kein wirklicher Jack. Wie auch immer, darüber können wir uns später Gedanken machen. Ravenna war auch nicht gerade erfreut darüber, aber irgendwie haben wir uns doch alle unsere Kleidung entledigt und sind gegangen. Tatsächlich haben die Menschen uns gestreichelt und gekrault. Komisches Gefühl, nichts für mich, aber Benni steht wohl drauf.</p>
<p>Wir fanden einen Raum, dessen Zugang versperrt war. Aber wir sind ja Katzen, kein Problem für uns über den Fenstersims einen anderen Zugang zu finden. Und was fanden wir in diesem Raum? Richtig, Sial und die Murmel. Da ich mich auf Sial konzentriert habe, weiß ich nicht, wer sie genau stibitzt hat, aber egal, jetzt haben wir vier Murmeln und im Maushaus dürfen wir uns wohl nicht mehr blicken lassen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die vierte Murmel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-12-die_vierte_murmel/</link>
      <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 18:10:00 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-12-die_vierte_murmel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-10---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 10 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;waffenstillstand&#34;&gt;Waffenstillstand&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir wurden von Ajom Fleckfell in der Milchschenke überrascht. Der werte Herr saß einfach da und trank seine Mäusemilch und wollte mit uns reden. Nach allen was vorgefallen war, war ich mehr als nur ein bisschen erstaunt.  Dennoch führte diese Überraschung zu einem durchaus produktiven Diskurs. So lernten wir mehr über dieses seltsame Hundemonster, dass so schrecklich gewütet hatte. Die Bewohner von Wolldorf nennen es Moloch aber ob es sich bei diesem Namen angesprochen fühlt, vermag ich noch nicht zu bestätigen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-10---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 10 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="waffenstillstand">Waffenstillstand</h3>
<p>Wir wurden von Ajom Fleckfell in der Milchschenke überrascht. Der werte Herr saß einfach da und trank seine Mäusemilch und wollte mit uns reden. Nach allen was vorgefallen war, war ich mehr als nur ein bisschen erstaunt.  Dennoch führte diese Überraschung zu einem durchaus produktiven Diskurs. So lernten wir mehr über dieses seltsame Hundemonster, dass so schrecklich gewütet hatte. Die Bewohner von Wolldorf nennen es Moloch aber ob es sich bei diesem Namen angesprochen fühlt, vermag ich noch nicht zu bestätigen.</p>
<p>Nichtsdestotrotz soll Moloch schon vor vielen Jahren das erste Mal die braven Bewohner von Wolldorf in Angst und Schrecken versetzt haben. Dabei sollen viele der erwachten Katzen gestorben sein. Die drei Krallen nahmen sich damals der Sache an und verfolgten Moloch bis auf das Schiff. Im Laufe der Jahre kam es zu weiteren Vorfällen, aber Ajom, Perro und Xerana konnten immer wieder helfen. Mit der Zeit fiel ihnen auf, dass Moloch seltener erschien, wenn erwachte Katzen auf dem Schiff ihren Verstand verlieren.</p>
<p>Diesen Umstand machten sie sich zunutze und da Saytan immer wieder Fremde in das Dorf führte, war ein gewisser Nachschub auch sichergestellt. Ajom beteuerte, dass sie nur Quertreiber und Raufbolde auf das Schiff gesperrt hätten, ich bin mir da aber nicht so ganz sicher. Auch wenn er behauptet, dass wir nur auf Grund dieser misslichen Angelegenheit mit Quattre ihre Aufmerksamkeit auf uns gezogen hätten, fehlt mir eine ausreichende Evidenz, dass sie wirklich nur im Sinne des Dorfes handeln wollten.</p>
<p>Dennoch, diesen Moloch umgibt ein interessantes Geheimnis, dass es zu lüften gilt. So konnte ich auch ruhigen Gewissens einem Waffenstillstand mit den drei Krallen zustimmen. Nun geht es darum diesen seltsamen Köter wieder einzufangen und hoffentlich für immer wegzusperren. Und auch wenn Ajom glaubt, dass nur dieser fiese Quattre stark genug sei es mit Moloch aufzunehmen, so gehe ich doch davon aus, dass ich mir mit all meinen gelesenen Büchern mittlerweile genug Wissen angeeignet habe um es mit einem Hund wie diesem aufnehmen zu können. Außerdem habe ich für die gröberen Tätigkeiten noch immer Inigo und Jack.</p>
<p>Aber man sollte ja immer schön beim Anfang beginnen. Bislang hatten wir nur drei der fünf Murmeln und ich wurde das ungute Gefühl nicht los, dass diese irgendwie in Verbindung zu diesem Moloch stehen könnten, denn sein wir doch mal logisch… Eine seltsame Begebenheit in einem kleinen Dorf und ein mysteriöses Monster… Ich habe hunderte von solchen Berichten gelesen. Das muss einfach zusammenhängen. Somit war es für mich selbstverständlich, dass wir in den Besitz der fehlenden beiden Murmeln gelangen mussten und meines Wissens befanden sich diese bei den Hunden vor der Stadt und bei Sial Pfotenglück im Maushaus.</p>
<p>Ich schlug meinen Freunden vor, dass wir zu den Hunden sollten. Vielleicht könnten diese uns auch weitere Erkenntnisse über diesen Moloch liefern. Immerhin ist dieser jawohl so etwas wie an Artgenosse.</p>
<p>Wieder einmal zeigte sich, dass die anderen ohne mich hoffnungslos verloren wären. Den sofort nach meinem Vorschlag die Hunde aufzusuchen, fingen sie an sich über Kleinigkeiten zu streiten und so blieb es an mir, einen Kompromiss zu finden. Letztendlich konnte ich den Streit damit schlichten, dass wir zum Maushaus gingen.</p>
<h3 id="im-maushaus">Im Maushaus</h3>
<p>Schon vor dem Maushaus, zu dem die Menschen wohl auch Krankenhaus sagen trafen wir einige Katzen, die uns darauf hinwiesen, dass wir vor den Menschen nicht in unserer Kleidung herumrennen sollten. Aber, man sagte uns auch, dass wir so viele Mäuse fangen dürften, wie wir wollen. Allerdings sollten wir Sial Pfotenglück unbedingt eine Maus als Gastgeschenk abgeben.</p>
<p>Mäuse fangen, wie uninteressant. Ich wollte meinen Mitstreitern endlich beweisen, dass es auf die Menschen unwiderstehlich wirkt, wenn man sich nackt vor ihnen auf dem Rücken rollt. Leider hatten meine Begleiter wohl ein wenig Angst davor, sich ihr Unrecht eingestehen zu müssen. Daher gingen wir zum Mäusefangen in den Keller.</p>
<p>Ich möchte kein Läster-Kater sein, aber ich fürchte, dass Ravennas schlanke Gestalt nicht ausschließlich von sportlicher Betätigung herrührt. Wenn sie nicht einen wirklich schlechten Tag hatte, ist sie allem Anschein nach keine sonderlich gute Mäusefängerin. Ruben hingegen gelang es scheinbar mühelos selbst diese seltsamen fliegenden Mäuse zu fangen. Ich selbst konnte drei oder vier der flinken Biester – die ohne Flügel – schnappen und selbstverständlich übergab ich die schönste Maus an Sial. Diese lud uns ein, weiterhin unser Geschick an den Mäusen zu erproben, von denen es wahrlich genug im Maushaus gab. Allerdings warnte sie uns davor einen bestimmten Raum zu betreten.</p>
<h3 id="zombie-katzen">Zombie-Katzen</h3>
<p>Auf meine Begleiter ist Verlass. Es gab einen Raum, in den wir nicht sollen und selbstverständlich schlichen sie sich genau in diesen Raum hinein. Es geht doch nichts über die Neugierde einer Katze, auch wenn die anderen immer behaupten, dass nur ich so wäre. Eine infame Unterstellung, wenn ihr mich fragt. Aber ich hätte vermutlich selbst, nach sorgfältigem Abwägen überlegt, ob es nicht vielleicht doch unter Umständen eine Möglichkeit wäre einen Blick in den Raum zu riskieren. Und nun, da die Tür schon einmal offen stand…</p>
<p>Ich wollte meinen Augen nicht trauen. In dem Raum liefen Katzen herum. Aufrecht, aber stumpfsinnig, irgendwie als ob sie schlafwandeln. Und sie sahen aus, als ob sie schon halb verwest waren. In meinen Büchern hatte ich schon von so etwas Ähnlichem gelesen, aber in den Beschreibungen ging es immer um menschliche Gestalten, die man Zombie (weiblich Zombiene) nennt. Das dies auch mit uns Katzen geschehen kann war mir neu und ich beschloss diese Dinger genauer zu beobachten.</p>
<p>Auch wenn mein Ansinnen im wissenschaftlichen Sinn, im höchsten Maße ehrenwert und wertvoll war, so musste ich es dennoch at acta legen, um die anderen zu erretten, den diese waren bereits in den Raum gestürmt und wurden nun angegriffen. So ertappte ich mich, während ich einen dieser Unholde erschlug, bei dem Gedanken, dass die Kameraden ohne mich nur schwerlich überleben würden.</p>
<p>Nachdem wir die untoten ge… ähhh… tötet hatten, stellten wir Sial zur Rede, doch diese bestand darauf, dass sie uns ja gewarnt hätte. Damit das Gespräch nicht gänzlich unfruchtbar bleiben würde, fragte ich Sial nach ihrer Murmel. Diese zog sich daraufhin plötzlich in ihren Aufenthaltsraum zurück und fing an Sachen einzupacken. Während wir, in Anbetracht dieser Unhöflichkeit, sprachlos waren, flüchtete sie an uns vorbei aus dem Keller.</p>
<p>Da wir nichts Besseres zu tun hatten, schaute ich mir einen Raum an, den Jack ausfindig gemacht hatte. Dort gab es über einem Regal einen Durchgang zum Erdgeschoss. Ich schlich mich vorsichtig hindurch und fand mich in einer Abstellkammer wieder. Kurze Zeit später folgten mir Inigo, Ravenna, Ruben und Jack.</p>
<h3 id="bei-den-menschen">Bei den Menschen</h3>
<p>Um nicht aufzufallen entledigten wir uns unserer Kleidung. Also fast alle. Ravenna hat sich schon ganz schön geziert. Jack hingegen hat uns alle geschockt. Ihm fehlte doch tatsächlich der Beutel… Also die Murmeln… Ich meine, er singt im Knabenchor. Genauer gesagt, er ist ein Eunuch oder Kastrat. Ich frage mich wie es wohl dazu kam und noch mehr frage ich mich, ob ich das überhaupt wissen möchte. Aber er immerhin hat sich nicht so angestellt wie Ravenna.</p>
<p>Sei’s drum, endlich konnte ich den anderen mein Geschick beim Beeinflussen der Zweibeiner unter Beweis stellen. Und ich darf sagen, dass mir dies wie immer recht gut gelang. So sehr ich es auch liebe mit den Menschen zu spielen – sie sehen immer so glücklich dabei aus – konnte ich unsere eigentliche Aufgabe nicht vernachlässigen. Sial war entwischt und wir mussten uns im diesem Maushaus umsehen.</p>
<p>Im Obergeschoß lagen die kranken Menschen in Betten herum und es roch seltsam. Hinter einem Klavier fanden wir eine Türe zu einem abgeschlossenen Raum, den wir nicht betreten konnten. Aber während ich geschickt die Menschen ablenkte, konnten meine Freunde einen Zugang zu einem Sims über ein Badezimmerfenster finden. Dieser Sims führte zum dem abgeschlossenen Raum und dort fanden wir auch Sial wieder.</p>
<p>Während wir alle unser Bestes gaben Sial in ein Gespräch zu vertiefen, versuchte Ravenna wieder und wieder die Murmel aus einer Schale zu fischen, ohne das es auffällt. Zwar stellte sie sich ähnlich geschickt wie beim Fangen der Mäuse an, aber letztendlich gelang es ihr, und das ist alles, was zählt. Dabei half es sehr, dass Jack Sial gegenüber ansprach, dass Moloch entkommen war, was die Eigentümerin des Maushauses dermaßen tief erschütterte, dass sie nicht mehr mitbekam, was um sie herum passierte.</p>
<p>Sie sagte auch irgendetwas davon, dass wir alle verloren wären, aber ich halte das für übertrieben. Andererseits war die Gute, auf Grund der Sache mit Moloch, so mitgenommen, dass ich es für besser hielt, ihr etwas Ruhe zu gönnen. So zogen wir uns, mit der vierten Murmel in unserem Besitz, aus dem Maushaus zurück und fanden uns wieder in der Milchschenke ein.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Alte Geschichten</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-31-alte_geschichten/</link>
      <pubDate>Sun, 31 Mar 2024 18:30:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-31-alte_geschichten/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---40-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 40. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-bitte&#34;&gt;Die Bitte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Mahmud.webp&#34;&gt; &lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Aishulibeth.webp&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach etwas über einem Monat der Recherche tat es gut, endlich einmal aus der Bibliothek herauszukommen. Und ich muss gestehen, dies galt vor allem für die Fakultät des Eises. Man muss diesem Element schon in besonderer Weise zugetan sein, um für längere Zeit freiwillig in einem Iglu zu leben. Hätte es nicht die vielen magischen Annehmlichkeiten gegeben, ich hätte wohl ein oder zwei Zehen verloren.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---40-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 40. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="die-bitte">Die Bitte</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Mahmud.webp"> <img loading="lazy" src="/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Aishulibeth.webp"></p>
<p>Nach etwas über einem Monat der Recherche tat es gut, endlich einmal aus der Bibliothek herauszukommen. Und ich muss gestehen, dies galt vor allem für die Fakultät des Eises. Man muss diesem Element schon in besonderer Weise zugetan sein, um für längere Zeit freiwillig in einem Iglu zu leben. Hätte es nicht die vielen magischen Annehmlichkeiten gegeben, ich hätte wohl ein oder zwei Zehen verloren.</p>
<p>Allein schon deshalb war ich der Bitte, die Mahmud ibn Umran sal Hidaybeth Al&rsquo;achami gegenüber seinem „allerbesten Freund“, seinem „Bruder im Geiste“ äußerte, nicht abgeneigt. Allerdings war es auch ein recht wichtiges und edles Ansinnen, da es darum ging, die wunderschöne Aishulibeth abu’l Aram, Mahmud große Liebe zu retten. Diese war wohl unverschuldet in eine Art Fehde zwischen Mahmud, Federigo Alcorta und Gonzalo Jurios geraten. Einer alten Fehde, an deren bestehen mein Kamerad nicht ganz unbeteiligt war.</p>
<p>Zu ihren Studienzeiten hatten sich Gray und Mahmud wohl mit zwei schnöseligen Schlägern aus Ragath angelegt und diesen immer wieder Streiche gespielt. Nun hatte es den Anschein, dass diese Beiden ihrer Verbrecherkarriere mit der Entführung der schönen Aishulibeth Vorschub geleistet hatten. Darüber hinaus versuchten sie Grays alten Studienfreund zu erpressen, denn dieser sollte ihnen Wertvolles aus dem Konzil der Elemente bringen. Sie wollten von ihm, dass er Artefakte und Bücher mit wertvollem Wissen stahl und sie ihnen brachte.</p>
<h3 id="in-ragath">In Ragath</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Federigo_Alcorta.webp"> <img loading="lazy" src="/posts/2024-03-31-alte_geschichten/token_Gonzalo_Jurios.webp"></p>
<p>Für meine Kameraden und mich war es selbstverständlich Grays Freund zu helfen, die Liebe seines Lebens zu retten und so machten wir uns, abgesehen von Link auf den Weg nach Ragath. Schon auf dem Weg genossen wir, dass sich das Wetter gebessert hatte und der Herbst sich von seiner besten Seite zeigte. Kaum angekommen quartierten wir uns in einem herrlichen Gasthaus mit Weinstube ein. Letzteres ist eine besondere Eigenart im Fürstentum Almada, in der sich die Gastfreundschaft von Land und Leuten zeigt. In der Weinstube des Gasthauses konnten wir die reiche Weinkultur von Almada erleben. Die Auswahl an Weinen war beeindruckend, mit Sorten, die die Vielfalt der Region widerspiegeln. Jeder Wein erzählte eine Geschichte, von der sorgfältigen Pflege der Reben bis zur Kunst der Weinherstellung. Wir hatten das Glück, die subtilen Unterschiede zwischen den verschiedenen Weinen kennenlernen zu können. Es war faszinierend zu erfahren, wie das Klima und der Boden der Region die Aromen und Texturen der Weine beeinflussen. Doch ich schweife ab.</p>
<p>Da wir nicht sicher sein konnten, ob sich Federigo oder Gonzalo noch an Gray erinnern und in daher vielleicht auch wiedererkennen würden, blieben wir zu Sicherheit der anderen in der Weinstube zurück, während Boronep, Andaryn und Zayn sich einmal die Apotheken der Stadt etwas genauer anschauten. Leider hatten sie von ihrer Erkundung nicht viel zu berichten.</p>
<p>Da ich aus mir unbekannten Gründen – vielleicht das Wetter – einen heftigen Kopfschmerz entwickelt hatte, beschloss ich, dass es durchaus noch im Rahmen wäre, mir die nächstgelegene Apotheke selbst einmal anzuschauen. Dort erkundigte ich mich mit der gebotenen Höflichkeit nach einem entsprechenden Medikament und erwähnte, wenn ich mich recht erinnere auch Federigos Namen. Vermutlich in diesem Zusammenhang wurde mir die Wahl zwischen dem regulären und dem guten Medikament eröffnet und da die Schmerzen durch aus argh waren, entschied ich mich für Letzteres.</p>
<h3 id="drogen">Drogen</h3>
<p>Später trafen wir uns alle in einem schönen Gasthaus in Ragath und nahmen ein gemeinsames Mahl ein. Als ich im Anschluss meine Medizin nehmen wollte, wurde Boronep unruhig. Seiner Meinung nach sollten Medikamente gegen Kopfschmerzen zu Tabletten gepresst sein und nicht in Pulverform eingenommen werden. Er bestand darauf, dass ich ihm das Medikament gab. Ich muss zugeben, dass ich ihn zuerst nicht ernst nahm und dachte, er hätte sich an dem hervorragenden Wein, der hier üblich war, etwas zu sehr bedient und nun einen Kater hatte.</p>
<p>Wie sich jedoch herausstellte handelte es sich bei dem Pulver um irgendeine Form von Droge. Von daher bin ich dem guten Boronep sehr dankbar, dass er mich mit seiner Aufmerksamkeit davor bewahrt hatte, dieses widerliche Zeug zu mir zu nehmen. Obendrein lieferte er uns damit auch eine entscheidende Erkenntnis über die tatsächlichen Tätigkeiten von Federigo.</p>
<p>Wie sich am nächsten Tag herausstellte, hatte sich Boronep irgendwie mit dem anderen Apothekarius der Stadt angefreundet. Dieser stieß um die Mittagszeit unerwartet zu uns und wie sich herausstellte war Federigo dereinst sein Lehrling. Er berichtete uns, dass er vermutet, dass Federigo ihn in all den Jahren immer zu bestohlen haben musste, da immer wieder wichtige und gefährliche Ingredienzien fehlten und nach dem er ihn verlassen hatte, um in der anderen Apotheke zu arbeiten, wurde sein Laden kaum noch besucht.</p>
<p>Es war nicht schön, dem Leid des alten Mannes zu lauschen, aber er schien froh zu sein, dass er jemanden zum Reden gefunden hatte. So erfuhren wir auch, dass sein ehemaliger Lehrling wohl im Osten der Stadt, direkt bei einem Lagerhaus und Handelskontor wohnte und nachdem sich der alte Mann verabschiedet hatte, beschlossen meine Kameraden sich dies einmal genauer anzuschauen. Da ich noch einige Studien durchzuführen hatte, blieb ich, mit vollem Vertrauen in die Fähigkeiten meiner Freunde, zurück.</p>
<p>Als wir uns gegen Abend wieder in der Weinstube trafen, war ich erneut von diesen wetterbedingten Kopfschmerzen geplagt, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie am Vortag. Die Kameraden berichteten von ihrer Erkundung, und dass es sich bei dem Haus wohl um das Elternhaus handeln muss. Sie haben Sachen von Federigo gefunden, aber nicht genug, um zu sagen, dass er dort noch viel Zeit verbrachte.</p>
<p>Zwar konnten wir in den zwei Tagen in Ragath einiges über Federigo in Erfahrung bringen, aber eine heiße Spur hatten wir noch nicht und von seinem Spießgesellen Gonzalo wussten wir noch gar nichts. Bevor wir also wieder zu Mahmud zurückkehren konnten, müssten wir wohl nicht ein wenig in Ragath verblieben um weitere Informationen zu sammeln.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Auf dem Schiff</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-auf_dem_schiff/</link>
      <pubDate>Sat, 23 Mar 2024 14:10:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-auf_dem_schiff/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-8---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 8 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-erkundung-des-schiffes-mit-dem-namen-möwe&#34;&gt;Die Erkundung des Schiffes mit dem Namen Möwe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nun saßen wir also auf diesem seltsamen Schiff fest. Die Zugangsbrücke war zerstört und in der Bucht verteilt konnten wir Katzen entdecken, die allem Anschein nach damit beschäftigt waren, wache zu halten. Angesichts dieser verfahrenen Situation hatten wir wenige Möglichkeiten. Ich schlug vor, das aus meiner Sicht Sinnvollste zu tun, unsere hoffentlich vorübergehende Unterkunft zu inspizieren.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-8---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 8 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="die-erkundung-des-schiffes-mit-dem-namen-möwe">Die Erkundung des Schiffes mit dem Namen Möwe</h3>
<p>Nun saßen wir also auf diesem seltsamen Schiff fest. Die Zugangsbrücke war zerstört und in der Bucht verteilt konnten wir Katzen entdecken, die allem Anschein nach damit beschäftigt waren, wache zu halten. Angesichts dieser verfahrenen Situation hatten wir wenige Möglichkeiten. Ich schlug vor, das aus meiner Sicht Sinnvollste zu tun, unsere hoffentlich vorübergehende Unterkunft zu inspizieren.</p>
<p>An Deck des Schiffes, so zerfallen es auch war, entdeckten wir Kanonen, die meiner ersten Einschätzung nach, den Lauf der Zeit in durchaus passablem Zustand überstanden hatten. Dies erinnerte mich an einen Bericht, welchen ich der einst gelesen hatte. Hier ritt ein Baron in gewisser Regelmäßigkeit auf den Kugeln, die diese Ungetüme verschossen. Da dies eine durchaus adelige Tätigkeit war, schloss ich, dass unsere gute Ravenna sicherlich durchaus ebenfalls zu solchem Handeln in der Lage sein könnte. Dies würde uns ermöglichen sie auszusenden, um Unterstützung und Hilfe zu holen. Auch die anderen erkannten die Brillanz meiner Idee und beschlossen unsere Erkundung auszudehnen, um nach Schießpulver zu suchen.</p>
<p>Als wir im Schiff die sterblichen Überreste einer bedauernswerten Kreatur erblickten, überkam mich ein Gefühl des Grauens. Welch schreckliches Schicksal muss sie ereilt haben? Doch es blieb keine Zeit, um in Melancholie zu verfallen, denn wir mussten uns den Herausforderungen stellen, die vor uns lagen. Wir setzten unsere Suche fort und hierbei war mir das Schicksal hold. Ich entdeckte eine gar wundervolle Brille, welche hervorragend zu mir passte, was mir der Neid meiner Kameraden bestätigte. Da ich jedoch der Einzige mit solch einer Sehhilfe war, beschloss ich dieses hübsche Kleinod für mich zu behalten. Das Schiff war immerhin sehr groß und sicherlich würde sich auch noch etwas finden, dass besser zu meinen lieben Freunden passen würde.</p>
<p>Die Begegnung mit Sakura, der Gefährtin der verblichenen Alice, war von tiefer Traurigkeit geprägt. Ihre Schilderungen von Geistern und dem Wahnsinn, der ihren Gefährten befallen hatte, ließen mich erschaudern. Doch ich schwor mir, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um Licht in diese düstere Angelegenheit zu bringen.</p>
<p>Die Entdeckung zweier Fragmente einer Art Schatzkarte erfüllte mich mit Aufregung. Hier war ich in meinem Element und konnte meine Freunde und Kameraden nach Leibeskräften mit den zahllosen Schätzen meines Wissens und Verstandes bereichern.</p>
<h3 id="meine-freunde-benehmen-sich-seltsam">Meine Freunde benehmen sich seltsam</h3>
<p>Während ich noch einige der vielen Tücher und Stoffe im Bauch des Schiffes, dies nennt man tatsächlich so, obwohl ein Schiff selbstverständlich keinen Bauch, im eigentlichen Sinne des Wortes hat, inspizierte begannen die anderen schon einen weiteren Lagerraum zu durchstöbern. Mit meiner neuen Brille und den vielen Stoffen bot sich mir ein besonders schönes Spiel der Farben, welches ich trotz der Tatsache, dass wir Gefangene waren, sehr genoss.</p>
<p>Leider blieb mir nicht allzu viel. Mein Anstand gebot mir, meinen Freunden schnellstmöglich wieder zur Hand zu gehen. Doch als ich diese im dem anderen Lagerraum erblickte, fielen meine Augen auf eine seltsame Szene. Die Kameraden schlugen mit ihren Waffen gar wild um sich. Selbst mit meiner neuen Brille auf der Nase gelang es mir nicht zu erkennen, was wohl in sie gefahren sein mochte. Sie wollten auch auf keinen Fall von ihrem Tun ablassen. Ravenna forderte mich sogar auf, mich an diesem bunten Treiben zu beteiligen. Als der wohl erzogene Kater der ich nun mal war, tat ich ihr diesen Gefallen.</p>
<p>Natürlich bin auch ich zuweilen der ein oder anderen Kinderei zugetan und weiß auch ein wenig Schabernack zu schätzen. Momentan sah ich mich jedoch von Umfang und Inhalt mehr unserer eigentlichen Aufgabe, das Schiff zu erkunden, zugetan. Und das seltsame Gemurmel und Gesinge aus einer Ecke des Raumes lud mich dazu ein, ihm auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Als ich Kieran bei seinem abscheulichen Ritual ertappte, war ich zutiefst erschüttert. Welch Wahnsinn muss ihn befallen haben, dass er bereit war, die Seele seiner Gefährtin zu opfern? Doch dank meines unvergleichlichen Mutes und den Kampfkünsten meiner Freunde gelang es uns, ihn zu überwältigen und Alanna zu retten. Leider musste ich auch wieder zu meiner alten Brille wechseln, da die Sehschärfe der neuen Brille nicht optimal zu den Bedürfnissen meiner Augen passte.</p>
<h3 id="die-kajüte-des-kapitäns">Die Kajüte des Kapitäns</h3>
<p>Die Kapitänskajüte offenbarte weitere Mysterien. Der schwebende Goldfisch im Glas war ein höchst interessantes Rätsel, welches ich zur rechten Zeit unbedingt lösen sollte. Doch vorerst sehen wir uns weiter um. Die Logbücher des Schiffes und eine gar bissige Schatztruhe banden meine Aufmerksamkeit.</p>
<p>Dann erschien er - der gewaltige Geist eines Menschen, der die Kajüte in Aufruhr versetzte. Seine Stimme dröhnte in meinen Ohren und ich erkannte, dass wir es mit einer Macht zu tun hatten, die jenseits unseres Verständnisses lag.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Recherche im Ewigen Konzil der Elementaren Gewalten im Raschtulswall</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-recherche_im_konzil/</link>
      <pubDate>Sat, 23 Mar 2024 12:25:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-recherche_im_konzil/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---39-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 39. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als wir die Titanenfeste Drakonia erreichten, wurden wir am Tor des Lichtvogels von Mahmud ibn Umran sal Hidaybeth Al&amp;rsquo;achami freundlich begrüßt. Dieses beeindruckende Bildnis des Allvogels, zusammengesetzt aus Edelsteinen größter Reinheit, zierte den gewaltigen Felsblock, der den Eingang zur Festung bildete. Nachdem wir das Tor passiert hatten, erstreckte sich vor uns der monumentale Hauptgang, der bis ins Herz der Festung führte. Während wir unseren Weg fortsetzten, bemerkte ich, wie Mahmud und Gray in ein fröhliches Gespräch vertieft waren. Die beiden scherzten und lachten, als wären sie alte Freunde. Offenbar hatten die beiden Eiselementaristen eine großartige gemeinsame Studienzeit verbracht.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---39-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 39. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Als wir die Titanenfeste Drakonia erreichten, wurden wir am Tor des Lichtvogels von Mahmud ibn Umran sal Hidaybeth Al&rsquo;achami freundlich begrüßt. Dieses beeindruckende Bildnis des Allvogels, zusammengesetzt aus Edelsteinen größter Reinheit, zierte den gewaltigen Felsblock, der den Eingang zur Festung bildete. Nachdem wir das Tor passiert hatten, erstreckte sich vor uns der monumentale Hauptgang, der bis ins Herz der Festung führte. Während wir unseren Weg fortsetzten, bemerkte ich, wie Mahmud und Gray in ein fröhliches Gespräch vertieft waren. Die beiden scherzten und lachten, als wären sie alte Freunde. Offenbar hatten die beiden Eiselementaristen eine großartige gemeinsame Studienzeit verbracht.</p>
<p>Ihre Vertrautheit ließ mich an meine eigenen Erfahrungen am Kaiserlich Garethischen Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth denken. Dort herrschte zwischen den Studiosi allerdings ein bisschen mehr Konkurrenz als das freundschaftliche Verhältnis, das ich hier beobachtete.</p>
<p>Grays Kollege brachte uns in Wohnräumen der Fakultät des Eises unter, welche nicht weit von der enormen Bibliothek des Ewigen Konzil der Elementaren Gewalten im Raschtulswall entfernt lag. Wobei ich betonen muss, dass diese Angabe auf Grund der schieren Größe der Anlage als relativ zu erachten ist. Dank dieser überraschenden Gastfreundschaft war es uns möglich einen ganzen Monat ungestört in der Bibliothek zu studieren.</p>
<p>In unserer Freizeit erkundeten wir die beeindruckende Titanenfeste Drakonia. Wir besuchten die Haupthalle der Fakultät des Humus, die einer idyllischen Wiesenlandschaft glich, und bewunderten die üppige Flora und Fauna. In der Fakultät des Wassers bestaunten wir die teilweise überfluteten Hallen mit ihren Hausbooten und Inseln. Die trockene Hitze der Fakultät des Feuers mit dem ewig brodelnden Lavabecken und dem Podium für rhetorische Übungen beeindruckte uns ebenso wie die frostigen Hallen der Fakultät des Eises mit ihrem gefrorenen See.</p>
<p>Im Turm der Fakultät der Luft bestaunten wir die schwebenden Plattformen und die Wiesen und Bäume, die der Wind im Laufe der Zeit hierher getragen hatte.</p>
<p>Ehrfürchtig betraten wir die sechs Hallen der Elemente, jede ein Heiligtum für ihr repräsentiertes Element. Im Zentrum thronte die Drachenhalle mit den gigantischen Statuen der Hohen Drachen. In der Fakultät des Erzes wandelten wir durch höhlenartige Hallen mit Tropfsteinformationen und rätselhaften Felsen in Gestalt einer vierarmigen Figur.</p>
<p>Während unseres Aufenthalts hatten wir sogar das Glück, einen Blick in die erst kürzlich entdeckten Hallen der H&rsquo;Czyme zu werfen - alchimistische Laboratorien von wahrhaft drachischen Ausmaßen. Und natürlich ließen wir uns die Ewigen Gärten nicht entgehen: den Fließenden Garten mit seinen sich kreuzenden Bächen und Wasserskulpturen, den von Tornados umtosten Sturmpalast und das meditative Labyrinth der Eiskristalle.</p>
<p>Besonders faszinierend fand ich jedoch die kolossale Bibliothek mit ihren endlosen Regalreihen voller Bücher, beschrifteten Steintafeln und Monolithen. Die Hüterin der Schriften Falka von Paavi führte uns, bei unserem ersten Besuch, durch das beeindruckende Archiv des Wissens, in dem wir so viel Zeit verbrachten.</p>
<p>Bei unseren Studienarbeiten konzentrierten wir uns zuerst einmal auf das Werk über Gemäuer, einem Jahrhunderte alten Codex, die Rolle der Ruine und in Teilen auf die Rolle des Schattentores und uns gelangen die folgenden grundlegenden Erkenntnisse.</p>
<ul>
<li>Schon in den ersten Erzählungen über den Kontinent Aventurien finden sich Berichte über die Ruine des alten Turms.</li>
<li>Der alte Turm wird auf Karten gezeigt, auf denen auch die Orte verzeichnet sind, an denen sich heute einige der bedeutendsten magischen Akademien befinden.</li>
<li>An dem Ort, an dem der Turm errichtet wurde, kreuzen sich zwei Kraftlinien oder vielleicht Treffen sogar vier Kraftlinien aufeinander.</li>
<li>Die orthogonal aufsteigende Kraftlinie ist eine Besonderheit. Etwas Vergleichbares wird mit der Dämonenschmiede Yol-Ghurmak in Verbindung gebracht, welche gleichzeitig in der gleichnamigen Stadt und den Niederhöllen liegt. Hier gibt es scheinbar eine Verbindung zur Rolle des Schattentores.</li>
<li>Die Ruine nahe des Finsterkamms scheint jedoch nicht durch eine göttliche oder dämonische Entität beeinflusst zu sein. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Ort neutral ist… Oder er ist seit Äonen umkämpft.</li>
<li>Sophie, die Tochter des Försters, ist eine Hesinde-Geweihte und berichtet uns, dass sie in der Nähe des Turms eine starke Verbindung zur Göttin hatte.</li>
<li>Amazeroth, der erzdämonische Widersacher der Göttin Hesinde, steht für verbotenes und vergessenes Wissen, Täuschung, Irrsinn und Wahn. Ein Motiv, dass sich auch auf der Rolle des Labyrinthes widerspiegelt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Geburt des Admirals &amp; Eine unerwartete Wendung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-22-die_geburt_eines_admirals_und_eine_unerwartete_wendung/</link>
      <pubDate>Fri, 22 Mar 2024 18:03:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-22-die_geburt_eines_admirals_und_eine_unerwartete_wendung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-9---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 9 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-geburt-eines-admirals&#34;&gt;Die Geburt eines Admirals&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Da standen wir vor dem Geist. Scheiße war der groß. So langsam verstehe ich, was Kieran vorhatte und kann es auch verstehen. Doch der ehemalige Kapitän scheint überhaupt kein direktes Interesse an uns zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Plötzlich tauchte Jake auf, keine Ahnung wie der auf einmal hierhergekommen ist. Aber das klären wir später. Kurz darauf wurden wir alle rausgeworfen und trafen uns wieder mit Sakura.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-9---tagebuch-von-inigo">DSK Session 9 - Tagebuch von Inigo</h2>
<h3 id="die-geburt-eines-admirals">Die Geburt eines Admirals</h3>
<p>Da standen wir vor dem Geist. Scheiße war der groß. So langsam verstehe ich, was Kieran vorhatte und kann es auch verstehen. Doch der ehemalige Kapitän scheint überhaupt kein direktes Interesse an uns zu haben.</p>
<p>Plötzlich tauchte Jake auf, keine Ahnung wie der auf einmal hierhergekommen ist. Aber das klären wir später. Kurz darauf wurden wir alle rausgeworfen und trafen uns wieder mit Sakura.</p>
<p>Wir wussten nun, mit was wir es zu tun hatten, doch fehlte uns einfach die Erfahrung mit Geistern. Sakura gab uns wichtige Informationen. Wie entstehen sie und was hält sie in dieser Welt.</p>
<p>Nach einigen Fragen und Spinnereien kamen wir auf die Idee, da der Kapitän immer von einem Admiral quasselt, dass einer von uns, sich für einen Admiral ausgibt.</p>
<p>Stoffe gab es ja genug, aber wer hätte gedacht, dass Ruben ein Schneidermeister ist. Da hat er doch eine 1A Admiralsuniform für Ravenna geschneidert. Die hat sich zwar etwas geziert, aber die Alternative wäre das Jake es macht und das Risiko wollte sie nicht eingehen. Und man glaubt es kaum, es hat tatsächlich funktioniert. Ravenna hat einen perfekten Admiral gespielt und der Kapitän ist erlöst worden und konnte endlich weiterziehen.</p>
<p>Natürlich plünderten wir alles. Jake nahm den legendären Würfel, der uns angeblich vom Schiff bringen sollte. Was er dann auch tat, aber nicht so wie wir uns das dachten.</p>
<p>Als wir uns Sakuras Gruppe wieder auf dem Deck waren, wussten wir natürlich nicht, was wir tun sollten, doch dann kam plötzlich ein mächtiges Vieh aus dem Bauch des Schiffes herausgesprungen. Ein mächtiger Hund, würde ja auf einen Untoten tippen, bin mir aber nicht sicher. Der stürmte vom Schiff und tötete alle Wachen in Reichweite, die nicht weglaufen konnten. Und so konnten wir das Schiff einfach verlassen.</p>
<h3 id="eine-unerwartete-wendung">Eine unerwartete Wendung</h3>
<p>Sakuras Gruppe verließ uns im Wald. Sie wollten aber in der Nähe bleiben und ihrer restlichen Kameraden suchen. Ravenna wollte auch erstmal im Wald bleiben. Das war wohl etwas viel für das Waldkätzchen. Wobei mir etwas unwohl dabei ist. Das Monster vom Schiff ist ja noch irgendwo in der Nähe.</p>
<p>Der Rest ging dann erstmal zur Milchschenke. Lysa machte uns leckeren Gärfisch und es gab auch was zu trinken. Und….</p>
<p>Dann ging die Tür auf und einer der 3 Krallen kam rein, allein. Keine Ahnung wie er heißt, aber es war der mit der Augenklappe. Zuerst fragte er uns, was wir getan haben, die anderen haben die Frage wohl nicht verstanden, aber ich glaub er bezog sie auf das Monster.</p>
<p>Ruben fragte noch, ob er bzw. sie mit Saytan unter einer Decke stecken, was von Augenklappe bestätigt wurde.</p>
<p>Dann setze er sich zu uns an den Tisch und wir bestellten alle etwas zu trinken….</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Reise beginnt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-18-die_reise_beginnt/</link>
      <pubDate>Mon, 18 Mar 2024 17:57:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-18-die_reise_beginnt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---38-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 38. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir Burg Finster hinter uns gelassen hatten, führte unser Weg am alten Turm vorbei. Dort stießen wir auf Boronep Hairan, der sich im Haus des Försters niedergelassen und in der Region um den alten Turm herum nach Ingredienzien für seine alchimistischen Arbeiten suchte. Wir machten ihm klar, dass er leider nicht im Haus des Försters bleiben konnte, da es in Anbetracht der Schwarzpelze in der Region zu gefährlich sei. Auch würde das Haus für den nächsten Förster des Junkertums benötigt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---38-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 38. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Nachdem wir Burg Finster hinter uns gelassen hatten, führte unser Weg am alten Turm vorbei. Dort stießen wir auf Boronep Hairan, der sich im Haus des Försters niedergelassen und in der Region um den alten Turm herum nach Ingredienzien für seine alchimistischen Arbeiten suchte. Wir machten ihm klar, dass er leider nicht im Haus des Försters bleiben konnte, da es in Anbetracht der Schwarzpelze in der Region zu gefährlich sei. Auch würde das Haus für den nächsten Förster des Junkertums benötigt.</p>
<p>Wir boten ihm an, ihn auf unserer Reise nach Gareth zu begleiten, was er dankend annahm, da er in der Hauptstadt des Mittelreiches nach alchimistischen Rezepten suchen wollte. Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg und gemeinsam setzten wir unsere Reise durch die Wälder östlich des Finsterkamms fort.</p>
<p>Das schlechte Herbstwetter und der aufgeweichte Weg setzen uns und unseren Pferden zu, dennoch gelang es uns recht zügig bis nach Greifenfurt zu kommen. Dort ließen es sich Andaryn und Gray nicht nehmen, ordentlich zu feiern.</p>
<p>In Eslamsroden zwang uns die Erschöpfung unserer Pferde zu einem Tag Rast. Im Gasthaus &ldquo;Zum bleichen Orkenschädel&rdquo; trafen wir auf unseren alten Freund Calvin Cordozar Broadus Jr., der uns einen lukrativen Auftrag vermittelte. Erneut sollten wir mit Roban Honorald und Branibart Pausbäcker nach Gareth reisen, um deren Handelswaren auf dem Weg in die große Stadt zu beschützen. In einem verborgenen Keller unter der Taverne verhandelten wir geschickt über unsere Entlohnung und einigten uns schließlich auf stattliche 400 Silberstücke.</p>
<p>Von Eslamsroden aus gelangten wir mit einem kurzen Zwischenstopp nach Wehrheim, wo uns die ungewöhnliche Ruhe überraschte. Um Perz machten wir einen weiten Bogen, da das Dorf uns zu still erschien und wir einen Hinterhalt befürchteten.</p>
<p>In Gareth angekommen, ließen es Link, Gray und Andaryn so richtig krachen. Wir anderen nutzten die Zeit, um unsere Vorräte aufzustocken und uns hinsichtlich des Tagesgeschehens auf dem Laufenden zu halten. Nach einer kurzen Beratung beschlossen wir, die Bibliotheken der Hauptstadt vorerst links liegen zu lassen und stattdessen schnellstmöglich nach Drakonia aufzubrechen. Trotz des schlechten Wetters kamen wir einigermaßen gut voran.</p>
<p>Von Silkwiesen aus führte unser Weg durch den Grambusch, wo dichte Bäume uns zumindest etwas Schutz vor dem Regen boten. In Wieha gönnten wir uns und den Pferden eine kurze Rast, bevor wir über Aubein nach Eslamsgrund gelangten. In Steynebruk suchten wir Unterschlupf in einem kleinen Gasthaus, um uns aufzuwärmen und zu trocknen. Am nächsten Morgen brachen wir früh auf, um über den Zedernhof nach Rior zu gelangen. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, doch der Wind blies uns eisig ins Gesicht. Grannerau, die südlichste Siedlung des Königreiches Garetien, erreichten wir erschöpft und durchnässt. Hier betraten wir das Fürstentum Almada und hofften auf besseres Wetter. Doch auch auf dem Weg über Franfeld nach Wilsemund blieb es ungemütlich. In Ciragad legten wir eine kurze Rast ein, um unsere Kräfte zu sammeln. Der Herbst zeigte sich von seiner unfreundlichsten Seite und wir sehnten uns nach einem warmen Kamin und einem trockenen Bett. Doch bis Ragath war es noch ein gutes Stück Weg, den wir tapfer auf uns nahmen.</p>
<p>In Ragath gönnten wir uns eine gute Unterkunft. Gray nutzte die Gelegenheit, die Nordlandbank aufzusuchen, während Andaryn sich zu den Beilunker Reitern begab.</p>
<p>Die letzten Meilen nach Drakonia führten uns über enge Pfade und offenes Feld.</p>
<p>Als wir endlich in Drakonia eintrafen, waren wir erschlagen von der Größe der Anlage. Ich hatte schon viele Geschichten und Berichte gehört, aber die Ausmaße selbst zu erleben war etwas anderes. Wenn man vor Toren steht, die Drachen angemessen waren, spürt man, wie winzig und unbedeutend man doch ist.</p>
<p>Am Eingang schien einer der Wächter zunächst zu zögern, Gray einzulassen, entschied sich dann jedoch um und ließ uns eintreten.</p>
<p>Wie der Zufall so spielt, trafen wir innerhalb der Anlage auf Mahmud ibn Umran sal Hidaybeth Al&rsquo;achami, einem alten Studienkollegen von Gray, der uns herzlich willkommen hieß.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Es wird gruselig!</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-10-es_wird_gruselig/</link>
      <pubDate>Sun, 10 Mar 2024 11:47:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-10-es_wird_gruselig/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-8---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 8 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;So, wir sind also nun Gefangene auf dem Schiff. Hätten wir mal besser nicht auf diese Piepsflöte Benni gehört und die letzten Katzen in der Zelle ausgeschaltet oder hätten uns gleich verpisst und nicht noch irgendwelche Debatten führen oder Leichen ausgegraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was auch immer, jetzt sind wir auf einem Schiff. Etwas gruselig ist es schon. Wir sind direkt auf Skelette dieser hässlich Menschen oder Elfen oder was auch immer von diesen Riesen. Wir trafen dann auch Sakura. Eine Gefährtin von Alice, deren Leiche wir in der Zelle gefunden haben. Sie hat große Angst, redete immer wieder von Geistern und das ihr Gefährte verrückt geworden sei und wahrscheinlich Alanna, auch eine Gefährtin, umbringen würde.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-8---tagebuch-von-inigo">DSK Session 8 - Tagebuch von Inigo</h2>
<p>So, wir sind also nun Gefangene auf dem Schiff. Hätten wir mal besser nicht auf diese Piepsflöte Benni gehört und die letzten Katzen in der Zelle ausgeschaltet oder hätten uns gleich verpisst und nicht noch irgendwelche Debatten führen oder Leichen ausgegraben.</p>
<p>Was auch immer, jetzt sind wir auf einem Schiff. Etwas gruselig ist es schon. Wir sind direkt auf Skelette dieser hässlich Menschen oder Elfen oder was auch immer von diesen Riesen. Wir trafen dann auch Sakura. Eine Gefährtin von Alice, deren Leiche wir in der Zelle gefunden haben. Sie hat große Angst, redete immer wieder von Geistern und das ihr Gefährte verrückt geworden sei und wahrscheinlich Alanna, auch eine Gefährtin, umbringen würde.</p>
<p>Wir nahmen es zur Kenntnis und durchforsteten erst mal weiter das Schiff. Benni fand eine stylische Brille. Ich glaub, das war bevor wir Sakura fanden, aber das spielt keine Rolle. Auch wenn er das nie von mir hören wird, so bin ich doch etwas neidisch auf die Brille.
Des Weiteren fanden wir auch zwei Fetzen einer Schatzkarte. Zu der wir aber aktuell noch nichts wissen. Okay, es ist auch gerade nicht der richtige Zeitpunkt.</p>
<h2 id="das-ritual">Das Ritual</h2>
<p>Von Sakura erfuhren wir, dass noch zwei weitere Katzen ihrer Gruppe auf dem Schiff sein sollte. Kieran und Alanna. Kieran ist von Zerzal geweiht und soll scheinbar verrückt geworden sein. Sakura macht sich deshalb große Sorgen um ihre Freundin. Wir versprachen zu helfen und taten dies auch.</p>
<p>Wir fanden Kieran im untersten Deck des Schiffes. Er war gerade dabei ein Ritual an Alanna durchzuführen, er wollte wohl mit ihrer Seele einen mächtigen Geist erschaffen. Zuerst mussten wir uns durch ein paar kleinere Geisterwachen durchkämpfen, dann aber könnten wir ihn aufhalten und Alanna retten.</p>
<p>Er war wirklich verrückt geworden, dachte ich zumindest in diesem Augenblick. Jedenfalls hatten wir ihn überwältigt und brachten beide zu Sakura, die sich gleich um ihre Freundin kümmerte. Sowohl Sakura, als auch Kieran sprachen von einem mächtigen Geist, der in der Kapitäns Kajüte sein sollte und wir entschlossen uns mal ein genaueres Bild zu verschaffen.</p>
<h2 id="die-kapitäns-kajüte">Die Kapitäns Kajüte</h2>
<p>Die Kajüte war schon etwas seltsam. Wir fanden im Nebenraum einen Goldfisch im Glas, der durch den Raum flog. Nicht nur, dass das seltsam war. Ich fragte mich auch, wer denn den Goldfisch füttern würde. Aber das behielt ich mal für mich.</p>
<p>Dann gingen wir durch die Tür in die Kajüte. Benni fand zwei Bücher. Vielleicht gab es darin ein paar gute Informationen, doch dann ging alles etwas durcheinander. Bücher folgen durch den Raum, die Kisten klappen von selbst zu und plötzlich war er da, der Geist eines Menschen. Riesig in seiner Gestalt, gewaltig in seiner Stimme. Die ich komischerweise verstehen konnte. In dem Moment dachte ich mir nur, vielleicht war Kierans Plan doch nicht so schlecht.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verstärkung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-19-verstaerkung/</link>
      <pubDate>Mon, 19 Feb 2024 21:45:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-19-verstaerkung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---37-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 37. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war der erste Tag im Monat des Boron und der Herbst hatte sich schon vor einigen Tagen gegen den Spätsommer durchgesetzt. Es war kalt, düster, grau und nieselte unablässig. Unser aller Gemüt war getrübt.  Dennoch gingen wir alle entschlossen unserem Tagewerk nach. Die Versorgung musste sichergestellt, die Wache organisiert und die Burg auf die Ankunft des Entsatzheeres vorbereitet sein.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---37-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 37. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Es war der erste Tag im Monat des Boron und der Herbst hatte sich schon vor einigen Tagen gegen den Spätsommer durchgesetzt. Es war kalt, düster, grau und nieselte unablässig. Unser aller Gemüt war getrübt.  Dennoch gingen wir alle entschlossen unserem Tagewerk nach. Die Versorgung musste sichergestellt, die Wache organisiert und die Burg auf die Ankunft des Entsatzheeres vorbereitet sein.</p>
<p>Wobei für Letzteres hatten wir schon alles erledigt, was uns möglich war, da unsere erhoffte Verstärkung, selbst nach meinen konservativsten Berechnungen, schon mehr wie eine Woche überfällig war. Um so erleichterter waren wir, als wir, alarmiert von der Wache, die Burgmauer betraten und am Waldrand die Soldaten erkannten.</p>
<p>Geführt wurde der Heerzug von keinem geringeren als Graf Praiodor von Arestehr selbst. Andaryns Vater, kam uns mit drei voll gerüsteten Rittern und einer halben Hundertschaft Soldaten zur Hilfe. Und nicht nur das. Mit sich führten sie Versorgungsgüter, Lebensmittel und Ausrüstung, um einer Belagerung standzuhalten. So beobachteten wir mit erleichterten Herzen in unserer Brust, wie sie den Pfad zur Burg Finster hinaufkamen.</p>
<p>Es war typisch für den Grafen von Arestehr, dass er nicht zuerst seinen Sohn in die Arme schloss, sondern sofort seiner Verantwortung als Graf und Heeresführer nachkam. Er organisierte den Aufbau der Lager und ließ Blockaden anlegen. Seine gut ausgebildeten Soldaten verstärkten die Wachen von Burg Finster und da diese einst selbst unter dem Grafen gedient hatten, lief alles reibungslos ab. Wir verdreifachten die Anzahl der bereitgehaltenen Pfeile und ließen sogar ein Kessel mit Pech über dem Burgtor installieren. Burg Finster war noch nie zuvor so wehrhaft wie in diesen Tagen.</p>
<p>Am dritten Tag nach der Ankunft des Grafen fanden wir uns alle im großen Saal von Burg Finster ein, um die aktuelle Lage im Detail zu besprechen. Ich war ein wenig beschämt, ob des Umstands, dass der Graf darauf bestand, dass ich zu seiner Rechten saß und nicht sein Sohn. Aber Hochwohlgeboren von Arestehr war sehr altmodisch und legte sehr viel Wert auf Rang und stand. Außer dem hohen Herrn, Ritter Stordian Zab, dürfte keiner meiner Kameraden am selben Tisch sitzen wir der Graf. Nicht einmal Gray, der als Magus doch einiges Ansehen in Aventurien genoss, wurde in die Runde aufgenommen und ich sah, dass dies meinen Freund bitter aufstieß, auch wenn er sich sehr beherrschte.</p>
<p>Wir berichteten von den Schwarzpelzen, den ersten Überfällen im Wald und dem Mord am Förster und seiner Frau, der Brandschatzung von Finsterdorf und der Belagerung von Burg Finster. Auch die Mysterien rund um den alten Turm, dem Finsterturm, und den Zusammenhang ließen wir nicht aus. Doch während wir, in der Hoffnung, dass sich nun alles bessern würde dem Grafen berichteten, zog eine neue Gefahr auf. Es war ein Alarmruf der Wache, der uns auf die Mauern der Burg eilen ließ. Und von dort sahen wir sie. Orks! Es waren mehr als 100 gerüstete Krieger und ihnen voran, ging der größte Ork, den ich je gesehen habe.</p>
<p>Nachdem seine Soldaten am Fuß des Berges zum Halt kamen schritt er allein den Weg zu Burg hinauf. Vom Fuße der Burgmauer aus forderte Krrachtt Schildbein in schlechtem Garethi von uns, dass wir ihm Olok Eiteraxt und Gurrgak Pestauge übergeben. Eine Aufforderung der wir nicht nachkommen konnten. Immerhin war Olok Eiteraxt tot und Gurrgak Pestauge konnten wir nicht finden.</p>
<p>Andaryn verhandelte äußert geschickt mit diesem Schwarzpelz, doch eine Einmischung von Stordian verärgerte den Ork und auch wenn Stordians Argumente gut und berechtigt waren, erschien diese dem Krieger wie eine Uneinigkeit. So brach der das Gespräch mit den Worten ab, dass er mit seinen Männern selbst nach Gurrgak suchen würde.</p>
<p>Noch während die Orks abrückten ließen Gray und ich unsere Pferde satteln. Wir wollten unbedingt wissen, was all diese Krieger in das Junkertum getrieben hatte. So ritten wir der Armee aus den Landen westlich des Finsterkamms nach. Nachdem wir sie eingeholt hatten, gelang es uns, als Unterhändler nochmals mit Krrachtt zu sprechen. So erfuhren wir, dass sie Gurrgak suchten, da er mehreren Stämmen wertvolle Artefakte gestohlen hatte und nun suchten er und sein Stamm Ausgestoßener irgendetwas Mystisches oder Magisches. Gurrgak ist ein Priester des Tairach, des orkischen Blutgottes und im Gegensatz zu einem bloßen Schamanen oder Prediger verfügt er über echte göttliche Macht. Wenn ich daran denke, was er mit dem armen Förster angestellt hatte, graust es mir bei dem Gedanken daran, welche Macht ein solcher Gott verleiht.</p>
<p>Noch am gleichen Abend schmiedeten wir in großer Runde zusammen mit dem Grafen Pläne und Strategien. Gemeinsam beschlossen wir, dass es von enormer Bedeutung sei, dass wir den Vorhaben und Bestrebungen der von einem Blutgott geleiteten und ausgestoßenen Orks auf den Grund gehen müssten. Bei all dem Arkanen, Mystischen und Magischen könnte das Schicksal von ganz Aventurien davon abhängen. So galt es, eine Reise vorzubereiten.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>An Tagen wie diesen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-10-an_tagen_wie_diesen/</link>
      <pubDate>Sat, 10 Feb 2024 18:51:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-10-an_tagen_wie_diesen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-7---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 7 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;in-der-milchschenke&#34;&gt;In der Milchschenke&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Entsetzen bezüglich der Untat, die dieser verwerfliche Quattre an dem armen Five verübt hatte, wollten wir uns eigentlich erst einmal von dem Schock erholen und in der Milchschenke zu neuen Kräften kommen. Allerdings war uns diese Erholung nicht vergönnt. In der Taverne fanden wir eine völlig aufgelöste und mit den Tränen kämpfende Lysa vor. Die herzensgute Wirtin der Milchschänke war aus einem uns unbekannten Grund zutiefst erschüttert und wie es sich für einen wohlerzogenen Kater gehört nahm ich mich der Guten an.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-7---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 7 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="in-der-milchschenke">In der Milchschenke</h3>
<p>Nach dem Entsetzen bezüglich der Untat, die dieser verwerfliche Quattre an dem armen Five verübt hatte, wollten wir uns eigentlich erst einmal von dem Schock erholen und in der Milchschenke zu neuen Kräften kommen. Allerdings war uns diese Erholung nicht vergönnt. In der Taverne fanden wir eine völlig aufgelöste und mit den Tränen kämpfende Lysa vor. Die herzensgute Wirtin der Milchschänke war aus einem uns unbekannten Grund zutiefst erschüttert und wie es sich für einen wohlerzogenen Kater gehört nahm ich mich der Guten an.</p>
<p>Nach dem wir sie ein bisschen beruhigen konnten, berichtete sie uns, dass die Drei Krallen unseren gemeinsamen Freund Saytan verhaftet und weggeschleppt hatten. Da wir nun schon einige Tage das Treiben in Wolldorf aus erster Hand genossen und auch schon unsere eigenen Erfahrungen mit diesem angespannten Trio gemacht hatten, waren auch wir um das Wohl des Freundes besorgt.</p>
<p>Da sich die Drei Krallen sehr oft im Tanzsaal aufhielten beschlossen wir, dass es das Sinnvollste ist unsere Suche dort zu beginnen. Sollten wir sie dort nicht antreffen, so ist doch immer eine Vielzahl von Katzen und Katern dort versammelt die vielleicht das ein oder andere mitbekommen haben oder wissen.</p>
<h3 id="im-tanzsaal">Im Tanzsaal</h3>
<p>Nun, ich war mir der Tatsache, dass wir einen Tanzsaal betraten, durchaus bewusst. Dennoch verwunderte mich der Auftritt, den Ravenna an den Tag legte, indem sie, zugegebenermaßen leichtfüßig, durch die Räumlichkeiten tanzte. Immerhin ging ich davon aus, dass wir in Erfahrung bringen, was mit Saytan geschehen war und nicht etwa eine heiße Sohle aufs Parkett legen wollten.</p>
<p>Mit den anderen Freunden nahm ich erst einmal an einem Tisch Platz und sah mich ein wenig um. Nach einiger Zeit fiel mir ein Kätzchen ins Auge, dass mit drei Katern an einem Tisch auf der gegenüberliegenden Seite des Tanzsaals saß. Es schien aus einem unbekannten Grund Streit in dieser Runde zu geben und die hübsche Dame wurde doch arg bedrängt. Ein Umstand, den mein Ehrgefühl nicht auf Dauer tolerieren konnte, daher überließ ich meine Kameraden sich selbst und begab mich zu dem Tisch der Dame.</p>
<p>Wie sich herausstellte war sie sehr nett, aufgeschlossen und wusste Bildung durchaus zu schätzen. Auch an Mut und Abenteuerlust fehlte es ihr, im Gegensatz zu ihren Begleitern, nicht. So wollte sie beispielsweise eines Tages Havena besuchen. Mein Anstand gebot mir selbstverständlich mich als Führer in der großen Stadt anzubieten, was sie dankend annahm.</p>
<p>Eine interessierte und informierte Katze hatte ich da kennengelernt. Sie wusste sogar einiges über Saytan und die Drei Krallen zu berichten. So kam es wohl des Öftern zu Unstimmigkeiten zwischen unserem Freund und dieser selbsternannten Ordnungsmacht von Wolldorf, weil Saytan angeblich zu neugierig war. Und wenn die Drei Krallen ihn mitgenommen hätten, so wusste sie zu berichten, dann wäre er nun vermutlich in der Zelle, einem Pferdestall im Südosten des Dorfes. Aber so angespannt das aktuelle Verhältnis auch war, es gab wohl auch andere Zeiten, in denen Saytan vor allem Xerana Leichtfuß recht nahegekommen sein sollte, es vielleicht sogar eine Liebelei gab.</p>
<p>Selbstverständlich musste ich meinen Gefährten von dem Gelernten berichten, was ich auch tat, nachdem sich Ravenna bei uns eingefunden hatte. Leider wurde unsere vertrauliche Runde rüde von einem Kater gestört, welcher sich von Ravenna etwas zu lasziven Getanze ermutigt, fühlte sie anzusprechen. Obwohl der Freier sein Bestes tat, um die Liebe zu beeindrucken musste er sich ihrem schroffen Wesen geschlagen geben. Zu wurde aus seinem Versuch ihr den Hof zu machen doch eher ein Verhör, das sie an ihm durchführte. So konnten wir zusätzlich zu den Informationen, die ich bereits gesammelt hatte, noch in Erfahrung bringen, dass es in letzter Zeit bisweilen hauptsächlich zwischen Xerana und Saytan zum Streit kam, ein Umstand der mich hinsichtlich der Art und Weise wie sich die Beziehung der Beiden entwickelt hatte, nicht sonderlich verwundert. Währenddessen versuchte Perro wohl meist sich aus der Sache herauszuhalten. Ravennas Freier konnte uns letztlich sogar den Weg zum Pferdestall nennen und wir nutzten diese Gelegenheit, um unverzüglich aufzubrechen.</p>
<h3 id="die-zelle">Die Zelle</h3>
<p>Am Pferdestall – der Zelle – angekommen wurden wir von einem weit geöffneten Tor begrüßt. Erwartungsgemäß, aber dennoch zu unserem großen Bedauern, saßen Wachen im Gebäude und zwei davon direkt am Eingang. Zwar konnte Rubens Witz, dass wir die Wachablösung seien, kurzfristig die Stimmung heben, als aber dann Ravenna in den Pferdestall stürmte, kam es ohne Umschweife, zu einer handfesten Auseinandersetzung, bei welcher ich doch so einiges Leid ertragen musste. Dennoch gelang es mir taktisch geschickt zu agieren und stets die Lage im Auge zu behalten. Dies ermöglichte es mir, während unsere Gegner noch versuchten, die anderen abzulenken und zu verwirren, indem sie die Pferde scheu machten, unseren verschollenen Freund Saytan auf dem Dachboden des Pferdestalls zu entdecken. Leider wurde dieser schwer bewacht.</p>
<p>Damit nicht noch mehr Blut vergossen wurde, überzeugte ich meine Gefährten, den letzten unserer Gegner am Leben zu lassen und so konnte dieser die Wachen auf dem Dachboden davon überzeugen aufzugeben und nachdem sie gemeinsam abgezogen waren, begaben wir uns zu Saytan. Er hatte zwar schon mal bessere Tage gesehen, aber ich muss gestehen, dass es mir da nicht viel besser ging. Vermutlich muss ich Ravenna und Ruben eines Tages ein wenig Taktik und Zurückhaltung vermitteln.</p>
<p>Das Dach des Pferdestalls war zu Teilen eingestürzt und unter den zerbrochenen und zersplitterten Balken waren Blutflecke zu erkennen. Als wir Saytan darauf ansprachen, wusste er nicht viel darüber zu berichten, nur dass dies schon so war, als er hierhergebracht wurde. Allerdings hatte man einen arg geschundenen Körper davongetragen, bei dem es sich vermutlich um einen Hund gehandelt haben könnte. Aber dies, so betonte er, könne er nicht mit Gewissheit sagen, da nicht mehr viel zu erkennen war, was eine Identifikation ermöglicht hätte.</p>
<p>Was die Drei Krallen dazu veranlasst hat, ihn hier festzusetzen konnte er uns auch nicht sagen. Das sie sich wie eine Art diktatorische Polizei gebaren, das war nichts Neues. Doch wurde bisher wohl niemals jemand aus Wolldorf von ihnen bedroht. Ortsfremde, oder allgemein Reisende von Auswärts mussten hingegen recht häufig unter ihnen Leiden oder besser gesagt wurden recht schnell und recht unfreundlich aus dem Dorf gebracht.</p>
<p>Während die anderen noch irgendwelche Nebensächlichkeiten mit Saytan diskutierten, drehten sich meine Gedanken immer mehr um das eingestürzte Dach. Ich vermag nicht mit Bestimmtheit zu sagen, was mich daran gestört hatte. Vielleicht war der Schutthaufen zu groß für die Lücke im Dach, vielleicht war es aber auch der zu große Blutfleck. Irgendetwas stimmte hiermit ganz und gar nicht. Daher überzeugte ich die Freunde ihren munteren Plausch zu unterbrechen und sich dieser Sache einmal genauer anzunehmen. Und was soll ich sagen, zu meinem großen Bedauern hatte ich wie üblich Recht. Unter all dem Holz fanden wir die sterblichen Überreste einer Katze, welche Saytan als Alice erkannte.</p>
<p>Alice, wer zum Teufel ist Alice, fragte ich mich. Es schien, als hätte uns Saytan zwar schon immer viel aber niemals alles erzählt und dies war der Zeitpunkt dies nachzuholen.</p>
<p>Das Saytan schon lange versuchte, das Rätsel des Tempels zu lösen wussten wir ja bereits aber, dass er schon zu anderen Gelegenheiten mit anderen Gruppen zusammengearbeitet hatte, war uns bislang unbekannt. Zu einer Gruppe, die ihm vor etwa einem Monat wenig erfolgreich geholfen hatten, gehörte Alice. Da aber ein Kater, und zwar ein besonders Großer, aus der Gruppe in Wolldorf für Unmut gesorgt hatte, wurden alle Fünf von den Drei Krallen aus dem Dorf gejagt.</p>
<p>Je länger Saytan von den Ereignissen berichtete, desto sicherer wurde er, dass es sich bei dem Verstorbenen nicht um, wie zuerst vermutet, einen Hund, sondern um den Kater gehandelt hatte, der vor vier Wochen für Ärger sorgte. Vermutlich wurden dieser und Alice die ganze Zeit über hier gefangen gehalten.</p>
<p>Mir war klar, dass wir dem dringend auf den Grund gehen mussten. Irgendetwas war hier ganz und gar nicht in Ordnung und die Drei Krallen waren mit dafür verantwortlich. Daher schien es mir ein Umstand von äußerster Dringlichkeit zu sein, Saytan von den Geschehnissen des heutigen Tages in Kenntnis zu setzen und ich bat Ruben zu berichten. Saytan war zutiefst schockiert und betonte, dass sogar die Drei Krallen Angst vor Quattre hatten.</p>
<h3 id="piratenschiff-möwe">Piratenschiff Möwe.</h3>
<p>Zwar sprachen wir über bedeutende Ereignisse und weitreichende Erkenntnisse, aber wir hatten auch die Wachen abziehen lassen und es konnte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Drei Krallen hier auftauchen würden. Daher gemahnte ich meine Freunde zur Eile. Doch es war bereits zu spät. Viel zu spät, um präzise zu sein. Im Erdgeschoss des Stalles erwarteten uns bereits Perro, Xerana und Ajom zusammen mit 20 Wachen. Es wird mir sicherlich ein ewiges Rätsel bleiben, wo sich all diese Katzen in dem beschaulichen Wolldorf versteckt hatten, aber nun waren sie hier und nahmen uns mit zu einem Schiff. Aus Gesprächen der Wachen erfuhr ich, dass es sich sogar um ein Piratenschiff handelte, welches Möwe genannt wurde. Wir mussten über eine sehr wackelige Hängebrücke und auf das Schiff klettern und kaum hatten wir es betreten, schoss eine Katze, eine der Bedauerlichen, die nicht erwacht waren, auf allen Vieren an uns vorbei und sprang über die Brücke auf das Festland. Ich war, ob des Umstandes, dass diese Katze ein Kleid trug zu verwundet, um mitzubekommen, dass die Wachen direkt im Anschluss die Seile der Brücke kappten und wir an Board gefangen waren.</p>
<p>Eine nicht erwachte Katze in einem Kleid, das war entweder sehr seltsam oder ein sehr schlechter Scherz. Aber an Tagen wie diesen muss man wohl mit allem rechnen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Es wird kompliziert</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-07-es_wird_kompliziert/</link>
      <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 16:37:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-07-es_wird_kompliziert/</guid>
      <description>&lt;h3 id=&#34;dsk-session-7---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 7 - Tagebuch von Inigo&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Puh, so langsam geht&amp;rsquo;s zur Sache in diesem Kaff. Das Quattre den netten Five einfach so in der Öffentlichkeit gekillt hat und keiner was macht. Sowas passiert in Havena nur, wenn es der Don befiehlt. Mh… sag bloß der hat damit was zu tun?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nee, glaub ich nicht. Aber komisch ist es schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja und als ob das nicht alles wäre, da haben die 3 Krallen auch noch Saytan mitgenommen. Lysa war ganz aufgelöst. Nun ja, es ist wohl irgendwie auch unsere Schuld, also haben wir versucht ihn zu finden.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3 id="dsk-session-7---tagebuch-von-inigo">DSK Session 7 - Tagebuch von Inigo</h3>
<p>Puh, so langsam geht&rsquo;s zur Sache in diesem Kaff. Das Quattre den netten Five einfach so in der Öffentlichkeit gekillt hat und keiner was macht. Sowas passiert in Havena nur, wenn es der Don befiehlt. Mh… sag bloß der hat damit was zu tun?</p>
<p>Nee, glaub ich nicht. Aber komisch ist es schon.</p>
<p>Tja und als ob das nicht alles wäre, da haben die 3 Krallen auch noch Saytan mitgenommen. Lysa war ganz aufgelöst. Nun ja, es ist wohl irgendwie auch unsere Schuld, also haben wir versucht ihn zu finden.</p>
<p>Im Tanzsaal haben wir herausfinden können, wo sie ihn wahrscheinlich eingesperrt haben. Die Zelle nennen sie es. Der arme Kater, der sich an Ravenna rangetraut und ihr die Informationen gegeben hat. Sie hat ihn voll abblitzen lassen. Dabei war er schon so mutig sie anzusprechen, nachdem sie wirklich einen heißen Tanz aufs Parkett gelegt hatte. Aber eigentlich wundert es mich nicht.</p>
<p>Wir sind dann los zur Zelle. Ein Pferdestall, gut bewacht und naja mit Worten sind wir nicht wirklich weit gekommen. Die hatten &rsquo;nen echten Brocken dasitzen. Nicht ganz helle, aber brutal gepanzert. Während ich mich mit dem Kerl angelegt oder besser Ruben unterstützt habe, sah ich aus dem Augenwinkel, dass es Benni ziemlich erwischt hat. Zum Glück ist Ruben ihm gleich zur Hilfe geeilt. Ich hab dann den gepanzerten ausgeschaltet und hab anschließend Ravenna unterstützt. Also dann plötzlich die Pferde aus ihrem Kammern rauskamen, wurde es nochmal brenzlig. Schlussendlich haben wir gewonnen und auf dem Dachboden Saytan gefunden.</p>
<p>Aber nicht nur ihn, sondern auch eine Bekannte oder Freundin von Saytan. Die allerdings unter Trümmern begraben war. Sie war wohl mit einer ähnlichen Gruppe, wie wir hier. Sie waren zu fünft. Angeblich wurden sie aus dem Dorf verbannt, doch was macht sie dann hier und Saytan glaubt einen Weiteren von der Gruppe bei seinem Eintreffen gesehen zu haben, der auch nicht mehr am Leben war. Was hat das wohl zu bedeuten und wo sind die anderen 3.</p>
<p>Naja, wir konnten nicht lange überlegen. Unten warteten die 3 Krallen mit einer Armee auf uns. Sie nahmen uns gefangen und brachten uns auf ein Piratenschiff. Dort kam uns eine Katze entgegen. Sie war süß, aber … naja ich weiß nicht mal, ob es ein Wort dafür gibt. Sie war entwacht. Erwartet uns das gleiche Schicksal? Jedenfalls scheinen wir jetzt erstmal auf dem Schiff gefangen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Noch ein alter Turm</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-31-noch_ein_alter_turm/</link>
      <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 18:56:00 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-31-noch_ein_alter_turm/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---36-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 36. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Seit Tagen brüteten wir auf Burg Finster über den Schriftrollen, die wir im Lager der Schwarzpelze gefunden hatten. Leider kamen wir ohne eine tiefgreifende Recherche zu keinen weiteren Ergebnissen. Eine zutiefst frustrierende Angelegenheit, die jedoch durch den Hauptmann der Wache unterbrochen wurde. Dieser, einer der tapfersten unter Andaryns Männern, berichtete uns von den neusten Erkenntnissen seiner Kundschafter und Späher, welche ein weiteres, aber deutlich kleineres Lager der Orken, im Wald und nur einen halben Tagesritt entfernt, entdeckt hatten. Nicht mehr als eine Handvoll der Schwarzpelze sollte sich dort aufhalten. Außerdem wusste er zu berichten, dass in der Nähe des alten Turms, vermutlich aus dem Haus des Försters, Rauch aufstieg.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---36-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 36. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Seit Tagen brüteten wir auf Burg Finster über den Schriftrollen, die wir im Lager der Schwarzpelze gefunden hatten. Leider kamen wir ohne eine tiefgreifende Recherche zu keinen weiteren Ergebnissen. Eine zutiefst frustrierende Angelegenheit, die jedoch durch den Hauptmann der Wache unterbrochen wurde. Dieser, einer der tapfersten unter Andaryns Männern, berichtete uns von den neusten Erkenntnissen seiner Kundschafter und Späher, welche ein weiteres, aber deutlich kleineres Lager der Orken, im Wald und nur einen halben Tagesritt entfernt, entdeckt hatten. Nicht mehr als eine Handvoll der Schwarzpelze sollte sich dort aufhalten. Außerdem wusste er zu berichten, dass in der Nähe des alten Turms, vermutlich aus dem Haus des Försters, Rauch aufstieg.</p>
<p>Da es einen Ritt von circa zwei Tagen bedurft hätte zum alten Turm zu reiten, entschlossen wir uns dazu, das neue Lager der Orks einmal genauer anzuschauen. Immerhin waren wir noch auf der Suche nach dem orkischen Priester oder Schamanen, von dem wir uns nicht nur weitere Erkenntnisse bezüglich der Schriftrollen erhofften. Vielmehr war uns daran gelegen, diesen endlich dingfest zu machen und in Eisen zu legen, damit wir ihn zur Verantwortung ziehen konnten. So ließen Gray, Link, Stordian und ich unsere Pferde satteln und machten uns auf den Weg. Obwohl der Wald an in dieser Region besonders dicht war, kamen wir einigermaßen gut voran und suchten uns ein kleines Zwischenlager in einiger Entfernung zu der beschriebenen Stelle. Dort banden wir unsere Pferde fest und machten uns zu Fuß auf den Weg.</p>
<p>Die Orks hatten ihr Lager in der Nähe einer Turmruine aufgeschlagen, die wir bislang noch nicht kannten. Vier von ihnen saßen, zusammen mit zwei fürchterlichen Hunden, um ein Lagerfeuer und unterhielten sich lautstark. Vielleicht stritten sie sich auch, dies kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Wir wollten diesen Umstand ausnutzen, uns anschleichen und sie überraschen. Doch für Stordian, in seiner Plattenrüstung, war dies unmöglich. So entdeckten uns die Vier sofort und ein besonders großer Ork, vermutlich der Anführer des Trupps, hetzte die Hunde auf uns.</p>
<p>Wir verteilten uns taktisch recht geschickt und Stordian zog die ersten Angriffe auf sich. Gray und Link machten einen Bogen um unseren Gegnern in die Flanke zufallen, während ich Stordian Deckung gab. Ein Bogenschütze der Schwarzpelze, der vorzugsweise aus der Deckung heraus angriff bereitete uns zwar einige kleinere Probleme, aber mit Stahl und Magie gelang es uns den gesamten Trupp zu besiegen. Gerne hätte ich den ein oder anderen noch verhört, um ihn nach dem Aufenthalt des Schamanen zu befragen, der auch an diesem Ort nicht auffindbar war, aber in diesem Kampf gelang es uns nicht Gefangene zu machen. Daher untersuchten wir zuerst einmal die Gegend um das Lager.</p>
<p>Vom Turm her, wehte uns ein übler Gestank entgegen und es bedurfte enormer Willenskraft, sich dieser Ruine zu nähern. Wir stellten uns einem Miasma, das Tod und Verderben versprach. Hierbei musste sich besonders Stordian in Acht nehmen, voll gerüstet und mit Helm konnte er sich keinen Moment der Schwäche leisten, um seine Ehre nicht zu besudeln.</p>
<p>Doch wie sich herausstellte war der Gestank nur das kleinere Übel. In der Ruine erspähten wir zwei untote Orks — Zombies. Furchtbare und geistlose Gestalten, die stumpf jeden Befehl ausführten, den sie von ihrem Schöpfer erhalten hatten. Gray und ich wussten zwar ein wenig über diese Kreaturen, aber dass sie nicht Schwimmen oder Klettern konnten, half uns nicht weiter. Auch ihre Empfindlichkeit gegenüber dem von Praios gegebenen Sonnenlicht half uns an diesem trüben und bewölkten Herbsttag nicht weiter.</p>
<p>Wie auch immer die Befehle der Monster lauten mochten, sie ignorierten uns fürs Erste. Da auch wir nur äußerst ungern näher an sie heran wollten versuchten wir, sie im Fernkampf zu vernichten. Leider veranlasste dies einen der beiden Zombies sich uns mit einem markerschütternden Schrei entgegenzustürzen. In dem darauffolgenden Kampf mussten wir einiges einstecken, dennoch gelang es uns zu obsiegen. So war der Weg frei, damit wir die Ruine erkunden konnten.</p>
<p>In der Ruine fanden wir eine mit Eisen beschlagene Truhe, die so schwer war, dass es uns nicht gelang sie aus dem Turm zu bergen und noch während Stordian und Link dies versuchten, bemerkte Gray etwas hinter uns. Ein riesiger Minotaurus, der Größte, den wir bislang zu Gesicht bekommen haben, hatte sich an uns herangeschlichen. Nach dem er bemerkte, dass er entdeckt war, stürmte er auf uns zu und ich stand ihm im Weg. Es gelang mir, ihn zu stoppen, aber hierbei wurde ich so schwer verwundet, dass ich nichts weiter zum Kampf beitragen konnte. Gray rettete mich aus dieser Situation mit einem Frigifaxius, bei dem ich einen Hauch von Schicksal spürte. Es war, als ob die Zwölfe gewollt hätten, dass ihm dieser Zauber gelingt.</p>
<p>Vom Lärm des Kampfes alarmiert kamen auch Stordian und Link aus dem Turm. Sofort stellten sie dem Gegner nach und griffen ihn an. Sie ließen ihm keine Chance. Auch sämtliche seiner Versuche zu fliehen, vereitelten die Beiden. Das sich das Untier dabei in eine Raserei gesteigert hatte bemerken sie jedoch zu spät. So wurde Link schwer verwundet und Stordian trotz Plattenrüstung fast totgeschlagen. Es gelang nur mit unseren letzten Kraftreserven den Minotaurus zu besiegen.</p>
<p>Aber es gelang.</p>
<p>Noch vor Ort versorgten wir notdürftig unsere Wunden und Link knachte das Schloss der Truhe, welche dankenswerterweise neben Gold und Silber auch Heiltränke enthielt. Diese kamen uns mehr als nur gelegen und waren ein entscheidender Beitrag dazu, dass wir uns gemeinsam auf den Rückweg machen könnten, ohne zu schwer Verletzte zurücklassen zu müssen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die zweite Murmel und ihre Folgen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-17-die_zweite_murmel_und_ihre_folgen/</link>
      <pubDate>Wed, 17 Jan 2024 16:55:07 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-17-die_zweite_murmel_und_ihre_folgen/</guid>
      <description>&lt;h3 id=&#34;dsk-session-6---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 6 - Tagebuch von Inigo&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die letzten Aktionen haben zwar wenig gebracht, aber immerhin hat Saytan ein ordentliches Festmahl springen lassen. Auch wenn Benni sich von ein paar Katzen gestört fühlte, war es ein sehr angenehmes und köstliches Essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag machten wir uns auf zu Warnas Werkstätten. Ein wirklich seltsamer Ort. Zum einen scheinen die Menschen, die dort arbeiten oder wohnen, uns gar nicht zu bemerken oder es ist ihnen schlicht egal. Das Erdgeschoss war auch nicht sehr spannend, aber im ersten Stock wurde es interessant. Direkt nach der Treppe sind wir auf das Fell einer großen Katze gestoßen. Widerlich, was die Menschen mit unserer Art anstellen. Wir ziehen ihnen doch auch nicht die Haut ab und benutzen sie als Bettvorleger. Nun ja, Benni hat uns erklärt, dass man diese Großkatze Löwvon nennt. Ganz ehrlich, ich hatte es ihm abgekauft, so wie die anderen. Aber ich weiß, dass es Löwe heißt. Doch auf eine nervende Diskussion hatte ich keinen Bock. Deswegen warte ich noch auf die perfekte Gelegenheit es dem Besserwisser unter die Nase zu reiben.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3 id="dsk-session-6---tagebuch-von-inigo">DSK Session 6 - Tagebuch von Inigo</h3>
<p>Die letzten Aktionen haben zwar wenig gebracht, aber immerhin hat Saytan ein ordentliches Festmahl springen lassen. Auch wenn Benni sich von ein paar Katzen gestört fühlte, war es ein sehr angenehmes und köstliches Essen.</p>
<p>Am nächsten Tag machten wir uns auf zu Warnas Werkstätten. Ein wirklich seltsamer Ort. Zum einen scheinen die Menschen, die dort arbeiten oder wohnen, uns gar nicht zu bemerken oder es ist ihnen schlicht egal. Das Erdgeschoss war auch nicht sehr spannend, aber im ersten Stock wurde es interessant. Direkt nach der Treppe sind wir auf das Fell einer großen Katze gestoßen. Widerlich, was die Menschen mit unserer Art anstellen. Wir ziehen ihnen doch auch nicht die Haut ab und benutzen sie als Bettvorleger. Nun ja, Benni hat uns erklärt, dass man diese Großkatze Löwvon nennt. Ganz ehrlich, ich hatte es ihm abgekauft, so wie die anderen. Aber ich weiß, dass es Löwe heißt. Doch auf eine nervende Diskussion hatte ich keinen Bock. Deswegen warte ich noch auf die perfekte Gelegenheit es dem Besserwisser unter die Nase zu reiben.</p>
<p>Wir trafen Warna und auch 4 ihrer 5 Perlen. Nach einigen Gesprächen hat sich herausgestellt, dass wohl die 5te Perle Quatre die Murmel hat. Five, ein begabter Wollspringer, versprach sie uns, wenn wir mit Ruben gegen sein Team antreten. Das taten wir auch, also Benni, Ravenna und natürlich Ruben. Jack und ich hatten ja bewiesen, dass uns andere Sachen mehr liegen. Und tatsächlich wir haben gewonnen den Wettbewerb. Five bat daraufhin, dass wir eine Kopie bei Grauauge besorgen. Ravenna war ziemlich sauer deswegen. Aber ich verstand es schon. Hätte er vorher was gesagt, hätte er an seinem Sieg gezweifelt. Ruben besorgte die Murmel und Five brachte uns am nächsten Morgen die Murmel.</p>
<p>Doch was sich dann am nächsten Abend abspielte, damit hätte ich nicht gerechnet. Quatre präsentierte vor etlichen Zuschauern einen zusammengeschlagenen Five und damit war es nicht genug. So, dass es jeder sehen konnte, schnitt er ihm die Kehle durch und warf ihn vom Dach, wie ein Stück Müll. Er sprach noch eine Warnung an die Besitzer seines Eigentums aus, damit meinte er wohl uns und verschwand. Ich fürchte, wir werden noch einige Probleme mit diesem Kerl bekommen und die 3 Krallen werden bestimmt uns die Schuld geben, weil wir ja die Neuen in der Stadt sind.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Schriftrollen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-14-schriftrollen/</link>
      <pubDate>Sun, 14 Jan 2024 14:43:24 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-14-schriftrollen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---35-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 35. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der alten Mine mussten wir uns noch härteren Gegnern stellen. Angesichts der Wunden aus unserem letzten Kampf fiel uns dies nicht leicht, doch die Zwölfe standen auf unserer Seite und wir konnten die Schwarzpelze zurückdrängen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hierbei kam uns zugute, dass sich einige der orkischen Sklaven gegen ihre Bewacher auflehnten. Dieser Umstand ermöglichte es uns, weiter in die Mine vorzudringen, um nach dem orkischen Priester oder Schamanen zu suchen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---35-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 35. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>In der alten Mine mussten wir uns noch härteren Gegnern stellen. Angesichts der Wunden aus unserem letzten Kampf fiel uns dies nicht leicht, doch die Zwölfe standen auf unserer Seite und wir konnten die Schwarzpelze zurückdrängen.</p>
<p>Hierbei kam uns zugute, dass sich einige der orkischen Sklaven gegen ihre Bewacher auflehnten. Dieser Umstand ermöglichte es uns, weiter in die Mine vorzudringen, um nach dem orkischen Priester oder Schamanen zu suchen.</p>
<p>Wir kämpften uns bis zu einer zentralen Kammer durch, in der die Decke ein wenig eingebrochen war, was etwas Licht spendete. Es war diese Kammer, in der wir auch den Altar fanden.</p>
<p>Andaryn und ich begutachteten gerade die grausigen Relikte, als ein Oger aus der Tiefe eines dunklen Ganges kam. Tapfer stellte sich Andaryn diesem Ungeheuer entgegen, um uns anderen Zeit für einen Rückzug zu erkaufen. Ihr Mut ermöglichte mir, diese Chance zu nutzen, und ich griff einige Schriftrollen vom Altar und rief meine Kameraden zum Rückzug.</p>
<p>Dank unserer gemeinsamen Kampferfahrung gelang es uns, diesen Rückzug geordnet anzutreten. Auf dem Weg nach draußen schloss sich uns einer der menschlichen Sklaven, auf den ersten Blick vermutlich ein Tulamide, an. Auch er hatte tapfer gegen die Orks gekämpft und so war ich froh, ihn an unserer Seite zu wissen.</p>
<p>Gemeinsam mit Gray trug ich Link, der bei seinem heldenhaften Versuch, Stordian zu unterstützen, schwer verwundet wurde. Als Andaryn und Stordian, die die Nachhut bildeten, zu uns stießen, sahen wir zu, dass wir von diesem unsäglichen Ort verschwanden und ohne Pause zurück zur Burg Finster ritten.</p>
<p>Mit letzter Kraft kamen wir nach einem langen Ritt dort an, versorgten unsere Wunden, aßen und tranken ein wenig und legten uns erst einmal zur Ruhe. Zwei Tage dauerte es, bis wir wieder halbwegs auf den Beinen waren und wir nutzten die Zeit, um ein wenig über und von unserem neuen Begleiter zu erfahren. Er nannte sich Zayn Bassam und stammte aus den Tulamidenlanden, genauer gesagt aus Khunchom.</p>
<p>Zayn konnte uns berichten, dass der Schamane schon vor zwei Tagen mit einem Trupp seiner Krieger aufgebrochen war und seitdem nicht zurückgekehrt ist. Außerdem soll es noch vier weitere menschliche und gut ein Dutzend orkische Sklaven gegeben haben.</p>
<p>Es war uns klar, dass es in unserer Verantwortung liegt, diesen versklavten Menschen zu helfen. Doch wir waren uns auch schmerzlich bewusst, dass wir ohne die erwartete Verstärkung keine Chance hatten. So mussten wir uns schweren Herzens zurücknehmen und abwarten.</p>
<p>So widmeten wir unsere Aufmerksamkeit den Schriftrollen, die wir in der Mine gefunden hatten und studieren sie gemeinsam. Hierbei kamen wir zu den nachfolgend geschilderten Ergebnissen.</p>
<h3 id="rolle-des-eises">Rolle des Eises</h3>
<p><img alt="Rolle des Eises" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesEises.webp"></p>
<p>Die Schriftrolle ist von einer kühlen Eleganz, die durch die seltenen und wertvollen blauen Tinten hervorgerufen wird, mit welchen Text und Darstellung ausgearbeitet wurden. Das Pergament ist sehr hochwertig und bis auf kleine Risse an den Kanten gut erhalten. Die Zeichnung selbst scheint an einigen Stellen absichtlich verblasst, um den nebelhaften Figuren, die aus dem eisigen Hintergrund hervortreten, mehr Ausdruck zu verleihen.</p>
<p>Bei oberflächlicher Betrachtung präsentiert die Rolle drei sorgfältig gezeichnete Eissterne oder Frostblumen, deren kristalline Strukturen das Licht einfangen und reflektieren, als wären sie aus gefrorenem Himmel geschnitten. Doch eine tiefere Analyse enthüllt das wahre Genie dieser Kreation: Ein Hexagon, gefasst von zwei Heptagrammen, zeugt von einer verborgenen Ordnung und Symmetrie, die in der eisigen Tiefe der Rolle eingebettet liegt. In einer Schlucht, so tief, dass weder Sonnen- noch Mondlicht auf ihren Grund scheinen, wachen zwei gespenstische Hüter aus Raureif. Über ihnen dargestellt ist ein Schwert, umgeben von einer Aura der Ehre, welche aus längst vergangenem Schlachten herrührt. Ein Text in unbekannten Lettern erstreckt sich zwischen den eisigen Rändern der Schlucht, eine geheime Botschaft, die nur jene entschlüsseln können, die der fremden Sprachen mächtig sind.</p>
<p>Je länger man die Darstellung betrachtet, desto lebendiger werden die nebelhaften Figuren, bis man glauben könnte, dass es Totengeister sind, die einen direkt in die Seele schauen. Ihre blassen Augen sind gefüllt mit der Weisheit und dem Leid unzähliger Jahrhunderte. Die massiven Wände der Eisschlucht ragen immer bedrohlicher empor, als könnten sie jeden Moment einstürzen und alles unter sich begraben. Ein längerer Blick auf die Zeichnung lässt einem die Kälte bis in die Knochen spüren, ein Frösteln, das tiefer geht als die bloße physische Empfindung – es ist, als ob die Rolle eine Brücke schlägt zu einer Welt, in der der Frost herrscht und das Schwert der Ehre von legendärer Bedeutung ist.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die transparenten Gestalten aus Raureif könnten als visuelle Manifestation von Elementargeistern des Eises interpretiert werden, was auf eine intensive Präsenz und möglicherweise auch auf einen Ort hinweist, der stark von ewiger Kälte durchdrungen ist.</p>
<p>Die Darstellung der Geister oder Elementare, eingerahmt von den eisigen Wänden, legt eine Verbindung zur Schlucht der Madalosen Nacht nahe, die sich im Ehrnen Schwert befindet.</p>
<p>Das Hexagon, mit den nach außen weisenden Pfeilen an jeder Kante, könnte ein Wegweiser zu verborgenen Heiligtümern oder Orten großer Macht darstellen, die in den tiefen Eisschluchten versteckt sind.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-geographie">Erkenntnisse der Geographie</h4>
<p>Die eisigen Formationen auf der Schriftrolle sind charakteristisch für die raue, unerbittliche Landschaft des hohen Nordens Aventuriens, weit entfernt von den milderen klimatischen Bedingungen der zentralen Regionen.</p>
<p>Die Darstellung könnte die Schlucht der Madalosen Nacht im Ehrnen Schwert repräsentieren, eine Region, die für ihre undurchdringliche Dunkelheit und tiefen Klamm bekannt ist, durch die der Fluss Nagrach fließt.</p>
<h4 id="weitere-erkenntnisse">Weitere Erkenntnisse</h4>
<p>Stordian vermutet, dass die Schriftrolle den Weg zu einem mächtigen, vielleicht sogar magischen Schwert weist.</p>
<h3 id="rolle-des-verlieses">Rolle des Verlieses</h3>
<p><img alt="Rolle des Verlieses" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesVerlieses.webp"></p>
<p>Die kunstvolle Gestaltung der Schriftrolle ist ein wahres Meisterwerk. Jeder Strich, jede Linie und jedes Detail wurde mit größter Präzision ausgeführt. Die Farben wurden sorgfältig ausgewählt und das Blau leuchtet, als ob es gerade erst aufgetragen wurde. Die Präzision, mit der die Schriftrolle bearbeitet wurde, ist beeindruckend. Jede Linie ist perfekt geformt, jede Verzierung exakt platziert. Es ist, als ob der Künstler eine unfehlbare Hand hatte, die jeden Strich mit einer unglaublichen Genauigkeit setzte. Man kann sich nur vorstellen, wie viel Zeit und Mühe in die Herstellung dieses Werks investiert wurden. Auch der Zustand der Schriftrolle ist bemerkenswert. Keine Spur von Alter oder Abnutzung ist zu erkennen. Es ist, als wäre sie gerade erst erschaffen worden, frisch und unberührt.</p>
<p>Die Darstellung stellt den Betrachter inmitten eines verfallenen Verlieses, dessen Wände und Nischen von Geheimnissen zu erzählen scheinen. Hierbei steht der Zustand des dargestellten Gewölbes in Gegensatz zum Zustand der Schriftrolle.</p>
<p>Das Zentrum der Darstellung wird von einem Hexagon beherrscht, das strategisch platziert zu sein scheint, um vielleicht Ausgang oder Ziel des Verlieses zu markieren. Von jeder seiner Seitenflächen weist ein Pfeil nach außen, als ob sie den Weg aus der Dunkelheit oder tiefer hinein weisen. Dieses Sechseck ist nicht einfach nur ein Teil des Verlieses, es scheint dessen Herzstück zu sein, der Schlüssel zu einem Rätsel, das sich in den umgebenden Mauern verbirgt.</p>
<p>Neben dem Sechseck nehmen die Heptagramme ihren Platz ein. Sie sind wie Tore angeordnet, die einen nicht nur physisch, sondern auch geistig in die Dunkelheit zu führen drohen. Ihre Positionierung im Verlies gibt dem Betrachter das Gefühl, vor einer Schwelle zu stehen, die sowohl einladend als auch bedrohlich wirkt.</p>
<p>Das gesamte Kunstwerk ist durchdrungen von einer obsessiven Liebe zum Detail, die sowohl die Virtuosität des Künstlers als auch seine mögliche geistige Verfallenheit offenbart. Die Darstellung auf dem Pergament ist so intensiv, dass es den Betrachter in seinen Bann zieht und ihn Teil dieser gefährlich detaillierten Welt werden lässt. Es ist, als ob jede Linie, jede Schattierung dazu beiträgt, das Verlies zum Leben zu erwecken und es in den Raum hinein auszudehnen, in dem die Schriftrolle entrollt wird.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Das Verlies, festgehalten auf der Schriftrolle, wirkt wie ein aus der Zeit gefallenes Relikt. Es erinnert an Legenden alter Zivilisationen, die solche Bauwerke als Schwellen zu anderen Welten oder als Orte der Bewahrung verbotenen Wissens erschufen. Die makellose Erhaltung der Schriftrolle kontrastiert mit dem Verfall des dargestellten Gewölbes und deutet auf einen zeitlosen Ursprung oder eine magische Konservierung hin.</p>
<p>Die zentrale Platzierung des Hexagons könnte in alten Mythen auf das Herzstück eines verschlungenen Rätsels hinweisen, dessen Lösung den Zugang zu verborgenen Kammern oder verstecktem Wissen eröffnen könnte. Die nach außen weisenden Pfeile verstärken den Eindruck eines Schlüssels oder eines Wegweisers.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-1">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die präzise und intakte Darstellung des Hexagons im Zentrum des Verlieses suggeriert eine magische Absicht hinter seiner Platzierung. Die Heptagramme, die oft mit mystischer Symbolik in Verbindung gebracht werden, könnten hier als magische Siegel fungieren, die darauf abzielen, die Energien des Verlieses zu binden oder zu lenken. Auch das strahlende Blau und die makellose Erhaltung der Schriftrolle könnten durch eine magische Behandlung bedingt sein, die darauf abzielt, die Schriftrolle über die Zeiten hinweg zu bewahren. Das Gefühl des Hineingezogenwerdens in das Kunstwerk entsteht alleine durch die Darstellung und das künstlerische Talent des Schöpfers.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Symbole in einem sonst verfallenen Verlies so präzise dargestellt sind, könnte darauf hindeuten, dass sie einen wichtigen Schlüssel zur Entschlüsselung des dargestellten Ortes darstellen.</p>
<p>Das zentrale Hexagon, mit den nach außen weisenden Pfeilen an jeder Kante und in Kombination mit den Heptagrammen lässt auf eine magische Bedeutung schließen. Die Art und Weise der Darstellung im Verlies lässt einen Weg- oder Zugangspunkt vermuten.</p>
<h4 id="weitere-erkenntnisse-1">Weitere Erkenntnisse</h4>
<p>Link entdeckte in der Darstellung ein schuppiges Ei, welches auf einem Sockel im Verlies ruhte. Er vermutete, dass es sich bei dieser Darstellung um ein Drachenei handeln muss. Dies könnte ein Hinweis auf das <em>Magische Institut und Lehranstalt vom Ei des Drachen zu Yash&rsquo;Hualay, wiedererrichtet von Tuleyman ibn Dunchaban zur Erforschung von Magie und Materie</em> sein. Vielleicht ein Zufall, aber dies könnte zu dem in Tulamidya verfassten Schuldschein passen, den wir in der Höhle unter dem alten Turm gefunden hatten. Diese sprach von einer Bezahlung in Alastren, welche in der Drachei Akademie geprägt werden.</p>
<h3 id="rolle-der-ruine">Rolle der Ruine</h3>
<p><img alt="Rolle der Ruine" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRollederRuine.webp"></p>
<p>Diese Schriftrolle, geschätzt auf ein halbes Jahrtausend an Jahren, ist sorgfältig auf Haut gezeichnet, deren Farbton das Blutrot vergangener Tage bewahrt, nun überzogen mit einer bräunlichen Patina der Alterung. Der Text und die Abbildung einer Ruine sind über die Jahre verblasst, doch immer noch sichtbar, ein stummes Zeugnis der Geschichte, die sie erzählen. Im Gegensatz dazu stehen die Linien, das zentrale Hexagon und die umgebenden Heptagramme, deren Kanten trotz des Alters scharf und deutlich bleiben, fast so, als wären sie immun gegen die Erosion der Zeit.</p>
<p>Rechtsseitig auf der Rolle ziehen sich zwei sich kreuzende Linien zum Fundament der Ruine, von deren Schnittpunkt eine Linie streng nach oben führt, als würde sie eine Verbindung zwischen Erde und Himmel oder Vergangenheit und Zukunft symbolisieren. Ober- und unterhalb der Turmruine sind die Heptagramme platziert, als Wächter oder vielleicht als Zeichen eines höheren Zwecks. Das Hexagon, in perfekter Harmonie mit der orthogonalen Linie, liegt direkt auf der Darstellung des Turms und fügt sich nahtlos in das Bild ein. Links erscheint die Andeutung einer Gestalt in einer Kutte oder einem Umhang, deren Konturen in den Hintergrund verschwimmen und die Interpretation dem Betrachter überlassen. Die gesamte Rolle ist mit Texten in einer nicht mehr zu entziffernden Schrift bedeckt, die das Gefühl von Geheimnis und verschollener Weisheit vermitteln.</p>
<p>Der mysteriösen Texte, der sich über die gesamte Oberfläche der Schriftrolle erstreckt, bleibt ein Rätsel. Seine Buchstaben sind in einer geheimen Sprache verfasst, die ebenso alt wie die Ruine selbst zu sein scheint, und deren Bedeutung sich nur im Flüstern der Legenden erhalten hat. Die Gestalt in der Kutte, die in die linke Seite der Schriftrolle eingebettet ist, wacht über dieses Geheimnis mit einer Präsenz, die fast spürbar ist. Die Schärfe der Heptagramme und des Hexagons kontrastiert mit der verblassten Darstellung der Ruine und des Textes, was darauf hindeuten könnte, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt wurden – vielleicht als Schlüssel zu dem Rätsel, das die Ruine birgt. Die Kreuzung der Linien und die aufsteigende orthogonale Linie könnten einen Ort von Bedeutung markieren, einen verborgenen Punkt der Kraft oder des Übergangs, der die Ruine einst mit Energie versorgte und dies vielleicht auch noch immer tut.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-1">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die Ruine, festgehalten auf dieser Schriftrolle, könnte einst ein strategischer Verteidigungspunkt oder ein alter Magierturm gewesen sein, um den sich nun Mythen ranken, die von unterirdischen Schatzkammern und alten Mächten flüstern, die dort verborgen liegen sollen. Die Darstellung ähnelt stark dem &ldquo;Finsterturm&rdquo;, einem mysteriösen Ort östlich des Finsterkamms, bekannt durch Sagen, die ihn als einen Ort beschreiben, der mit undurchsichtigen Geheimnissen und einer bedrückenden Vergangenheit behaftet ist.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Die Abbildung auf der Schriftrolle könnte eine Stätte von kultischer Bedeutung darstellen oder zumindest einen Teil davon. Vermutlich ein zentraler Ort für Rituale und Verehrungen. Die verschwommene Gestalt in der Robe deutet auf einen Anhänger oder vielleicht einen Wächter des Kultes hin.</p>
<p>Die Abwesenheit erkennbarer Symbole göttlicher oder dämonischer Mächte verleiht der Darstellung eine beunruhigende Neutralität. Dieses Fehlen konkreter Hinweise wirft zahlreiche Fragen auf, insbesondere nach der Natur der dort praktizierten Verehrung.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-2">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die auf dieser Schriftrolle verewigten Symbole und Linien sind eindeutig von magischer Provenienz, was darauf hindeutet, dass sie in magischen Praktiken eingebunden waren oder eine spezifische arkane Funktion erfüllten.</p>
<p>Obgleich die Symbole und Linien mit großer Sorgfalt einheitlich gezeichnet wurden, scheint ihr Zusammenspiel disharmonisch – ein Hinweis darauf, dass sie aus verschiedenen magischen Kontexten zusammengesetzt sein könnten.</p>
<p>Die mysteriösen Symbole, deren magische Natur unverkennbar ist, entziehen sich jeder bekannten Kategorisierung. Ihre Bedeutung muss von großer Tragweite sein und könnte Schlüssel zu verborgenen arkanen Geheimnissen enthalten.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-kriegskunst">Erkenntnisse der Kriegskunst</h4>
<p>In der Kriegskunst diente die Positionierung solcher Türme strategisch der Überwachung und Sicherung von wichtigen Punkten wie Passwegen oder Grenzlinien. Ihre robuste Konstruktion war darauf ausgelegt, Belagerungen zu widerstehen und als letzter Rückzugspunkt zu dienen.</p>
<h3 id="rolle-der-wächterhaut">Rolle der Wächterhaut</h3>
<p><img alt="Rolle der Wächterhaut" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRollederWaechterhaut.webp"></p>
<p>Diese Schriftrolle ist eine Tätowierung auf menschlicher Haut, die ein Leben lang Wind und Wetter ausgesetzt war – eine Leinwand, die vielleicht einst einem Seefahrer gehörte. Eingraviert in die Haut sind seltsame Kreaturen, deren bloßer Anblick genügt, um den Betrachter zu verwirren. Ihre Gesichter sind ein Rätsel: mit außerweltlichen Zügen und Augen, die an die Abgründe des Ozeans erinnern – oder sind es vielleicht doch nur Masken? Ihre Gewänder, wirken seltsam und faltig, man könnte vermuten, dass sich Tentakeln darunter verbergen und sich an manchen Stellen daraus hervorwinden.</p>
<p>Starr und undurchdringlich wie Wächter positionieren sich diese Figuren um einen Sog, der entweder in die Tiefen des Meeres oder in die Unendlichkeit zu führen scheint. Ihre Präsenz wirkt ruhig und abwartend, doch ein Zweifel bleibt, was ihr wahrer Zweck sein mag. In der unteren rechten Ecke der Darstellung lässt sich gerade noch die Silhouette von Efferds Dreizack erkennen, obwohl dieser Teil der Tätowierung schon stark verblasst ist</p>
<p>Diese ganze Szenerie ist umgeben von Text in einer fremden und vermutlich sehr alten Schrift, die wie ein Netz über das Bild gespannt ist. Die Schriftzeichen flüstern von einer Zeit, die längst vergangen ist, und bergen Geheimnisse, die tief im Ungewissen wurzeln. Sie umrahmen die Tätowierung und verleihen ihr eine Aura des Mystischen, als wären sie der Schlüssel zu einer Welt, die jenseits unseres Verständnisses liegt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-2">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die auf der Haut tätowierten Gestalten erscheinen wie Wächter oder eine Garde, uniformiert und mit einer deutlichen Verbindung zum Meer. Ihre Präsenz und das maritime Thema lassen auf mysteriöse Aspekte des Meeres schließen, die dem Menschen unbekannt oder unverständlich sind.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte-1">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Das Symbol des Efferd auf der alten Haut wirft Fragen auf. Es scheint eine ältere, stark verblasste Tätowierung zu sein, aber irgendetwas daran wirkt ungewöhnlich oder fehl am Platz.</p>
<p>Der Dreizack des Efferd ist zwar erkennbar, aber es sieht aus, als ob sich die Krake der Charyptoroth in einer Tarnung präsentiert, die die Spitze des Dreizacks bildet. Eine solche Darstellung könnte auf eine Vermischung oder Verflechtung der Symbole beider Entitäten hindeuten.</p>
<h3 id="rolle-des-blutgottes">Rolle des Blutgottes</h3>
<p><img alt="Rolle des Blutgottes" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesBlutgottes.webp"></p>
<p>Gefertigt aus der Haut eines Sklaven, entfaltet sich die Schriftrolle als ein Dokument, das zwar nicht Jahrhunderte, sondern nur Jahrzehnte überdauert hat. Die makabre Herkunft des Materials ist bezeichnend für diejenigen, die sie in Händen hielten – die Orks, deren rauer Umgang mit heiligen Gegenständen ebenso roh ist wie ihre Sitten. Die Haut ist stellenweise abgenutzt, an einigen Stellen rissig und mit Flecken übersät, die von blutigen Ritualen und der rauen Behandlung ihrer Besitzer zeugen. Die Schriftrolle ist robust, doch die Spuren ihres Gebrauchs sind unverkennbar, und man kann erahnen, dass sie Zeuge von dunklen Zeremonien und barbarischen Festen war.</p>
<p>Das zentrale Element der Darstellung ist eine rote Mondscheibe, in der unteren Hälfte der Darstellung, die mit einem unheilvollen Glühen den Betrachter fixiert. Sie dominiert die Szenerie, die von der Endlosen Nacht des Blutenden Mondes zu erzählen scheint. Der Himmel selbst scheint von einem unendlichen Blutschleier überzogen, der die Welt in eine ewige Dämmerung taucht. Oberhalb der Mondscheibe findet man die Abbildungen von düstern Schwarzpelzen – grausamen Kriegern und finsteren Schamanen, die in ihren archaischen Rüstungen und mit Ritualgegenständen ausgestattet, durch ihre pure Erscheinung Furcht und Schrecken verbreiten. Ihre Gesichter sind von einer erbarmungslosen Aggression gezeichnet, die nur im Kampf und durch Blutvergießen gestillt werden kann. Runen, die entfernt an eine orkische Ursprache erinnern, durchziehen die Szene und scheinen die Darstellung sowohl zu erzählen als auch zu beschwören.</p>
<p>Die Krieger und Schamanen auf der Schriftrolle wirken wie Geister von Verstorbenen, ehrbare Kämpfer, deren Pflicht selbst im Tode unvollendet bleibt. Sie stehen wie Wächter einer Schwelle zwischen den Welten. Hüter einer Wahrheit, deren Augen leere Abgründe sind, aus denen noch immer die Glut des Kampfes lodert. Ihre Gestalten sind eingehüllt in die Schatten des Unheils, des Todes, des Leids, der Qual und der Folter – jedes Bild ein Echo der Grausamkeiten, die sie im Leben vollbracht haben und im Tode weiterführen. Die rote Mondscheibe thront unter ihnen, ein unmissverständliches Zeichen des Blutgottes, dessen lebendige Kraft aus jeder Faser der Schriftrolle zu pulsieren scheint. Sie ist nicht nur ein Symbol der Macht, sondern auch ein Portal, durch das die unermüdliche Energie eines Gottes fließt – ein dunkles Herz, das in der Brust der Orks und ihrer Schamanen schlägt und sie antreibt, in einem endlosen Zyklus des Blutvergießens und der Zerstörung.</p>
<h4 id="erkenntnisse-bezüglich-götter--kulte-2">Erkenntnisse bezüglich Götter &amp; Kulte</h4>
<p>Die rote Mondscheibe auf der Schriftrolle symbolisiert Tairach, eine Gottheit, die von den Orks verehrt wird und oft als Blutgott bezeichnet wird. Sein Aspekt ist mit Blut, Erinnerung und Tod verbunden und wird in Zusammenhang mit dem Mond und der Zeit gebracht, was auf eine tiefe Verwurzelung in den Glaubenssystemen der Orks hinweist​​. Die Darstellung der Schwarzpelze und die omnipräsenten Runen könnten auf die Verehrung von Tairach als Wächter des Nicht-Lebens und Herr über die Geister hinweisen. Dies deutet auf die Bedeutung von Tairach als Totengott hin, was sich in den rituellen Praktiken und dem schamanischen Aspekt seiner Anhänger widerspiegelt​​.</p>
<p>Die Abbildungen der Krieger und Schamanen, die wie Geister erscheinen, könnten als Hüter zwischen den Welten interpretiert werden, die in den Glaubenssystemen der Orks eine wichtige Rolle spielen. Ihre Darstellung reflektiert möglicherweise den Glauben an eine Wiederkehr und an die Kontinuität des Kampfes auch nach dem Tod​​.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sternenkunde">Erkenntnisse der Sternenkunde</h4>
<p>Die Darstellung der roten Mondscheibe auf der Schriftrolle wird als Symbol des Blutgottes Tairach identifiziert. Dieses Zeichen wird oft mit dem Blutmond in Verbindung gebracht, einer seltenen Himmelserscheinung, die in vielen Kulturen als Omen für Unheil und Blutvergießen gilt.</p>
<h3 id="rolle-des-labyrinths">Rolle des Labyrinths</h3>
<p><img alt="Rolle des Labyrinths" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesLabyrinths.webp"></p>
<p>Das Ziegenleder, ein Meisterstück alter Handwerkskunst, dessen Oberfläche die Zeiten überdauert hat, zeigt sich als ein Zeugnis alten Wissens. Es strahlt Beständigkeit aus und wirkt trotz der leichten Zerschlissenheit an den Rändern – den stummen Zeugen einer langen Reise – robust. Der Kern der Schriftrolle, mit der Darstellung eines Labyrinths ist bemerkenswert gut erhalten, fast als ob er die unzähligen Blicke, die über ihn geglitten sind, willkommen heißt, ja sogar anzieht.</p>
<p>Im Zentrum des Labyrinths entfaltet sich ein zentraler Weg, ein gerader Pfad, ein unermesslicher Weg, der sich scheinbar bis in die Unendlichkeit erstreckt. Um diesen Hauptweg herum entfaltet sich ein Netz aus Pfaden, die wie von einem labyrinthischen Wahnsinn gezeichnet scheinen. Diese Pfade erstrecken sich entlang aller Ebenen an den Wänden und der Decke. So bleibt es unklar, ob der zentrale Weg hinein, heraus, hinab oder hinauf führt.</p>
<p>Die beiden Heptagramme, die ihn in der Tiefe der Darstellung flankieren, dienen nicht nur als Hinweise innerhalb des Labyrinths, sondern als Fixpunkte im Chaos, als mystische Wegmarken, die den einsamen Wanderer locken und zugleich verspotten.</p>
<p>Inmitten des Labyrinths befindet sich ein Hexagon, von dem Pfeile ausgehen, die sich entlang verschlungener Pfade winden. Sie erschaffen eine Illusion der Bewegung für diejenigen, die den Blick zu lange darauf ruhen lassen, als würden sie sich lebendig durch das Labyrinth schlängeln und den Betrachter tiefer in das Rätsel hineinziehen. Verliert man sich in der Darstellung des Labyrinths, scheint es, als würden sie sich bewegen.</p>
<p>Auch der Lichtkegel des einsamen Wanderers, auf seinem Weg durch die Unendlichkeit der Möglichkeiten, beginnt scheinbar zu unruhig flackern und zu tanzen und auch er selbst schein unermüdlich auf seinem Weg voranzuschreiten. Es entsteht der Eindruck einer Unruhe oder Rastlosigkeit, wie sie nur aus einer tiefen Verzweiflung entstehen kann. Die Heptagramme, die stets eine konstante Entfernung zum Wanderer beibehalten und so immer außer Reichweite blieben, tragen zu diesem Gefühl bei. Doch getrieben von seinem Wahn schreitet der Wanderer stets voran.</p>
<p>Es ist eine Reise ohne Bestimmungsort, ein endloses Streben nach Erleuchtung inmitten der Schatten, die das Labyrinth wirft. Die Schriftrolle lädt dazu ein, diesem Wanderer auf einem Weg zu folgen, der sich stets verändert und nie endet – eine metaphysische Wanderung durch die Unendlichkeit, bei der jede Wendung und jeder neue Korridor nur die Gewissheit verstärkt, dass es keine Rückkehr gibt, nur den Weg vorwärts, tiefer hinein in die unergründlichen Tiefen des Labyrinths und des eigenen Geistes.</p>
<p>Betrachtet man die Darstellung zu lange, scheint es als ob man vom Wahnsinn des Wanderers ansteckt wird. Obwohl man niemals eine Veränderung beobachten kann, zeigt jeder neue Blick auf das Labyrinth neue Wege, Pfade und Sackgassen. Es fällt immer schwerer sich von der Darstellung loszureißen, da man sich der Lösung des Rätzels nahe wähnt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sagen--legenden-3">Erkenntnisse der Sagen &amp; Legenden</h4>
<p>Die Schriftrolle scheint eine Warnung zu verkörpern: Sie symbolisiert den Verlust des Verstandes, der eintritt, wenn man einem ziellosen Weg folgt und sich mit Rätseln beschäftigt, die für Sterbliche nicht bestimmt sind.</p>
<p>Es gibt Hinweise auf die mysteriösen und rätselhaften Strukturen, die auf den Zyklopeninseln vermutet werden. Diese könnten in Verbindung mit dem Labyrinth der Schriftrolle stehen.</p>
<h4 id="erkenntnisse-des-geschichtswissen">Erkenntnisse des Geschichtswissen</h4>
<p>Heute nutzt man Labyrinthe hauptsächlich zum Lustwandeln. In der Antike waren sie jedoch nicht für Unterhaltungszwecke gedacht, sondern dienten als Schutz für wichtige Strukturen wie Gräber und Mausoleen. Ihre Komplexität und Verwirrung sollten ungebetene Gäste fernhalten. Neben den verwirrenden Pfaden waren Labyrinthe oft mit tödlichen Fallen ausgestattet, um den Schutz weiter zu verstärken und Eindringlinge abzuschrecken.</p>
<p>In historischen Berichten werden Labyrinthe manchmal als Orte des Wahnsinns beschrieben, wo die ständige Konfrontation mit unauflösbaren Wegen und Sackgassen den Verstand der Eingeschlossenen auf die Probe stellte. Der Ursprung vieler Labyrinth-Geschichten liegt oft in der Überlieferung, dass diejenigen, die sich in den Tiefen solcher Anlagen verirrten, selten zurückkehrten, was den Mythos von Labyrinthen als unheimliche Orte des Wahnsinns und der Verzweiflung nährte. Einige Labyrinthe waren angeblich so komplex gestaltet, dass man annahm, sie existierten teilweise jenseits der materiellen Ebene. Diese Vorstellung führt jedoch schnell in den Bereich der Mythen und Legenden.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-3">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Das Labyrinth könnte als metaphysischer Schutz konzipiert worden sein, der dazu bestimmt ist, Wissen oder magische Geheimnisse zu bewahren. Die verschlungenen Pfade repräsentieren möglicherweise komplexe magische Formeln oder Zaubersprüche, die nur von Eingeweihten entziffert werden können.</p>
<p>Die Einbeziehung der Heptagramme zusammen mit dem Hexagon in der Darstellung des Labyrinths lässt auf eine ausgeklügelte magische Struktur schließen, deren Komplexität möglicherweise eine höhere magische Ordnung und tiefere Geheimnisse andeutet.</p>
<p>Das Hexagon im Zentrum könnte als ein Wegweiser innerhalb des Labyrinths fungieren, der vielleicht nicht nur einen, sondern mehrere Pfade aufzeigt. Es könnte ein Schlüssel zu geheimem Wissen sein oder zu versteckten Orten führen.</p>
<h3 id="rolle-des-schattentores">Rolle des Schattentores</h3>
<p><img alt="Rolle des Schattentores" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesSchattentores.webp"></p>
<p>Das Pergament zeigt eine Braunfärbung, die an die Seiten eines alten, viel gelesenen Buches erinnert. Über die Jahre hat es an manchen Stellen Flecken angesammelt, die sich in das Material eingebettet haben und es stellenweise schwierig machen, die ursprünglichen Zeichnungen von den Markierungen der Zeit zu unterscheiden. Die Tinte der Zeichnungen ist dunkel und deutlich, trotzt den Jahren und hebt sich stolz vom Hintergrund ab. Sie hat eine bemerkenswerte Tiefe bewahrt und zieht klare, entschlossene Linien über das Pergament, das die Hände vieler Generationen überdauert hat.</p>
<p>Auf dem Pergament breitet sich eine Abbildung aus, die Raum für Interpretationen lässt – ein Bauwerk, das sich als Pforte, Torbogen, Durchgang oder eine andere Art von Schwelle präsentiert. Dieses Motiv steht geheimnisvoll im Mittelpunkt, umgeben von einem Nimbus der Rätselhaftigkeit, als ob es ein Tor zu einem unbekannten Ziel wäre.</p>
<p>Aus dieser undurchdringlichen Öffnung emporragend, zeichnet sich ein senkrechter Strahl ab, der eher Dunkelheit als Licht verbreitet und somit den Pfad, der sich dahinter erstreckt, in Schatten hüllt. Dieser Strahl vermittelt den Eindruck eines leitenden, aber zugleich warnenden Zeichens, das den Betrachter in eine tiefere, fast mystische Dimension des Unbekannten führt.</p>
<p>Die Art und Weise, wie der Strahl das Bauwerk überlagert, lässt die Grenzen zwischen dem Realen und dem Übernatürlichen verschwimmen. Es scheint, als ob der Strahl eine verborgene Botschaft oder ein Geheimnis birgt, das nur denen offenbart wird, die den Mut haben, den Pfad zu beschreiten. Die Darstellung spielt mit Licht und Schatten, erzeugt eine Atmosphäre der Unbestimmtheit und des Geheimnisvollen und lädt dazu ein, über die verborgenen Bedeutungen und die möglichen Geschichten, die sich hinter diesem geheimnisvollen Bauwerk verbergen, zu spekulieren.</p>
<p>Entlang der Ränder des Pergaments sind undeutliche Silhouetten zu erkennen, die fast mit den Flecken und Vergilbungen des Materials verschmelzen. Es ist schwer zu sagen, ob diese Gestalten bewusst gezeichnet wurden oder eher zufällige Schöpfungen der Zeit und der natürlichen Alterungsprozesse des Pergaments sind. Diese schattenhaften Figuren stehen in einer Pose des Wartens, wobei unklar bleibt, ob sie darauf warten, eingelassen oder herausgelassen zu werden.</p>
<p>Bei genauerer Betrachtung der Zeichnung fällt eine Art Strömung auf, die scheinbar aus dem Tor herauskommt oder alles in dieses hineinzieht. Trotzdem verharren die schattenhaften Gestalten in ihrer Position. Ihre unentschiedene Haltung und die Mehrdeutigkeit ihrer Existenz verleihen der gesamten Darstellung eine Atmosphäre des Geheimnisvollen und Unerklärlichen, als würde die Schriftrolle eine Geschichte erzählen, die über das Sichtbare hinausgeht.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sphärenkunde">Erkenntnisse der Sphärenkunde</h4>
<p>Bei genauerem Hinsehen scheinen die schattenhaften Gestalten am Rand der Darstellung mehr zu sein als bloße Flecken oder Zeichnungen. Es ist jedoch klar, dass sie aus einem bestimmten Grund dort sind. Sie könnten Wächter sein, Wächter eines Tores, das in eine unbekannte und gefährliche Sphäre führt. Die Gestalten erinnern an Geister oder Dämonen, an die Bewohner einer gefürchteten Sphäre.</p>
<p>Nach eingehender Betrachtung und Analyse kommt die Vermutung auf, dass die Rolle nicht nur eine Darstellung eines Zugangs zu einer unbekannten Sphäre, sondern auch eine Warnung. Die Dunkelheit und das Chaos, die diese Sphäre kennzeichnen, sind gefährlich und unberechenbar. Wer versucht, das Tor zu durchschreiten um in diese Sphäre zu reisen, riskiert, sich Kräften auszusetzen, die jenseits des menschlichen Verständnisses liegen.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-4">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Bei genauerer Untersuchung der Zeichnung offenbart sich, dass diese Pforte nicht bloß ein <em>mundanes</em> Bauwerk ist. Schon die bloße Betrachtung der Darstellung lässt eine Art magisches Phänomen erahnen, das in den feinen Linien und Mustern verborgen liegt. Es scheint, als würde die Zeichnung selbst eine verborgene, mystische Energie ausstrahlen, die weit über das Sichtbare hinausgeht.</p>
<p>Besonders auffällig ist die senkrechte Linie, die durch ihre Intensität und Präsenz hervorsticht. Die umgebenden Linien wirken, als würden sie diese nur <em>komplementieren</em>, als wären sie Teil eines größeren, magischen Gefüges. Diese Anordnung lässt vermuten, dass hier nicht bloß zufällige Muster, sondern gezielte magische Symbole zum Einsatz kommen, deren Bedeutung und Kraft tief in den Geheimnissen der Magie verwurzelt sind.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-geographie-1">Erkenntnisse der Geographie</h4>
<p>Bei näherer Betrachtung des architektonischen Stils des Durchgangs offenbart sich ein Muster, das nicht den verspielten und lebhaften Formen des Südens Aventuriens entspringt. Vielmehr erinnert es an die schlichten und robusten Bauwerke, die man im kühlen Nord-Osten des Kontinents vorfindet, ein Zeugnis der dort herrschenden rauen und unnachgiebigen Natur.</p>
<h3 id="rolle-des-sternenkompass">Rolle des Sternenkompass</h3>
<p><img alt="Rolle des Sternenkompass" loading="lazy" src="/posts/2024-01-14-schriftrollen/DieRolledesSternenkompass.webp"></p>
<p>Das Pergament, ein Zeugnis vergangener Epochen, präsentiert sich in einem Zustand, der sowohl seine Zerbrechlichkeit als auch seine Widerstandsfähigkeit gegen die Zeit offenbart. Der Hauptteil ist von einer hellen, gleichmäßigen Beschaffenheit, während die Braunfärbung, ein subtiles, aber deutliches Zeichen des Alters, bereits am unteren Rand nagt.</p>
<p>Im Zentrum des Dokuments finden sich zwei Heptagramme, fein gezeichnet und doch kraftvoll in ihrer Ausstrahlung, die ein Hexagon einfassen. Diese siebenstrahligen Sterne, in der Tradition der Astrologie stehend, symbolisieren vielleicht eine Verbindung zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos, zwischen den Himmelskörpern und den irdischen Geschicken.</p>
<p>Das Hexagon, das von den Heptagrammen umschlossen wird, könnte als ein Werkzeug der Astronomen betrachtet werden, ein Spiegel der Himmelsmechanik und mathematischen Präzision. Die Pfeile, die von seinen Kanten ausgehen, deuten auf die äußeren Punkte eines nicht sichtbaren Kreises, der an die Umlaufbahnen der Planeten oder an die unsichtbaren Linien erinnert, die Sternbilder in der Nacht miteinander verbinden.</p>
<p>Die Kombination dieser Elemente auf dem Pergament – die Heptagramme, das Hexagon, die Pfeile – erzählt von einer tiefen Verehrung für die himmlischen Muster, sowohl in wissenschaftlicher als auch in mystischer Hinsicht. Sie illustriert die Doppelnatur der Gestirne als Objekte der präzisen Berechnung und als Schriftzeichen eines älteren, geheimnisvollen Codes. Dieses Zusammenspiel von Wissenschaft und Mystizismus hebt die Rolle der Sterne als Wegweiser durch die Zeit und als Schlüssel zu verborgenen Wahrheiten hervor. Es ist ein leiser Hinweis darauf, dass die wahre Reise des Verstehens an der Schnittstelle von beobachtbarer Ordnung und den Rätseln des Kosmos beginnt.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-sternenkunde-1">Erkenntnisse der Sternenkunde</h4>
<p>Die Pfeile am oberen Teil des Hexagons weisen auf die Sternbilder Nachen, Ringe und Harfe, während die unteren Pfeile auf die Hand, die Finstersonne und den Borbarad-Stern zeigen. Alle diese Konstellationen sind charakteristisch für den Südhimmel, was auf eine geographische und kosmische Ausrichtung der Schriftrolle in Richtung dieser spezifischen Himmelsregion hindeutet.</p>
<h4 id="erkenntnisse-des-rechnens">Erkenntnisse des Rechnens</h4>
<p>Bei der Untersuchung der Schriftrolle wird deutlich, dass eine mathematische Logik in ihrer Darstellung verborgen ist. Die Anordnung der Symbole und Sterne folgt einem erkennbaren Muster, das auf eine bewusste Strukturierung und Berechnung hindeutet.</p>
<p>Eine genaue Zählung ergibt, dass sowohl in der oberen als auch in der unteren Hälfte jeweils 16 Sterne zu finden sind. Diese Anzahl stimmt exakt mit der Anzahl der Flächen innerhalb des zentralen Symbols überein, was auf ein ausgewogenes und symmetrisches Verhältnis hindeutet.</p>
<h4 id="erkenntnisse-der-magiekunde-5">Erkenntnisse der Magiekunde</h4>
<p>Die Darstellung legt nahe, dass Hexagon und Heptagramme in mathematische und zyklische Muster eingebunden sind, was darauf hindeutet, dass sie einen tieferen Zusammenhang mit zeitlichen und räumlichen Zyklen haben könnten.</p>
<p>Die Anordnung der Symbole im Kontext des Sternenhimmels deutet darauf hin, dass ihnen eine spezielle Bedeutung zukommt, möglicherweise in Verbindung mit der Bestimmung bestimmter astronomischer Ereignisse oder Zyklen.</p>
<p>Die komplexe Verbindung mit mathematischen, astronomischen und astrologischen Konzepten lässt vermuten, dass die zentralen Symbole eine wichtige Rolle in einem fortgeschrittenen Verständnis wissenschaftlicher Disziplinen spielen.</p>
<h4 id="weitere-erkenntnisse-2">Weitere Erkenntnisse</h4>
<p>Andaryn und Gray entdeckten, dass die Sternbilder Nachen und Harfe falsch dargestellt sind und ihnen jeweils ein Stern fehlt.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Blutige Murmel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-13-blutige_murmel/</link>
      <pubDate>Sat, 13 Jan 2024 20:57:36 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-13-blutige_murmel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-6---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 6 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach unserem Einkauf gönnten wir uns zunächst erst einmal einen Tag Ruhe. Immerhin lebt der kreative Geist von seiner Ausgeglichenheit. Und da es auch dem Körper an nichts fehlen sollte freute ich mich um so mehr über das feine Abendmahl, dass Saytan Wollsammler für uns organisiert hatte. Zwar trübten die drei primitiven Kater am Nachbartisch meine Freude ein wenig, doch wurde ich vom Lächeln einiger hübscher Kätzchen mehr als entschädigt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-6---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 6 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Nach unserem Einkauf gönnten wir uns zunächst erst einmal einen Tag Ruhe. Immerhin lebt der kreative Geist von seiner Ausgeglichenheit. Und da es auch dem Körper an nichts fehlen sollte freute ich mich um so mehr über das feine Abendmahl, dass Saytan Wollsammler für uns organisiert hatte. Zwar trübten die drei primitiven Kater am Nachbartisch meine Freude ein wenig, doch wurde ich vom Lächeln einiger hübscher Kätzchen mehr als entschädigt.</p>
<p>Unser Gespräch drehte sich wie üblich um die fünf Murmeln und darum, wie es uns gelingen könnte diese zu erlangen. Da wir bislang erst im Besitz einer einzigen roten Glaskugel waren, hatten wir eine Vielzahl an Möglichkeit uns weiter kundig zu machen und Orte an denen wir suchen konnten. Da wir jedoch schon in der Nacht zuvor bei Grauauge waren und viele von uns Glitzer und Tand erworben hatten, welchen man an die gute Warna Perlenglanz verschenken konnte, empfahl ich, dass wir diesen Plan zu Ende führen sollen bevor wir uns wegen eines andere streiten. Dankeswerterweise scheint auch so langsam etwas von meiner Vernunft auf meine Kameraden abzufärben und so konnten wir uns der Umsetzung unseres Vorhabens widmen.</p>
<p>Warna hat ihr Revier in den Werkstätten, welche in einem recht großen Haus untergebracht waren. Im Erdgeschoss befand sich sogar eine Taverne der Menschen, welche zu unserem Glück aber leer war. Selbst die Wirtin schien heute früh zu Bett zu gehen zu wollen. Glücklicherweise verschwand sie auch recht schnell durch eine Tür und wir hatten Ruhe. Dennoch schlich ich und duckte mich geschickt hinter Tischen und Stühlen. Leider erbrachte meine Suche um Erdgeschoss keine neuen Erkenntnisse und schloss ich mich den anderen auf ihrem Weg ins Obergeschoss an.</p>
<p>Im Obergeschoss stocke uns allen der Atem. Auf dem Boden lag das Fell einer riesigen toten Katze. Oder bessere es Katers, worauf die Mähne schließen ließ. Den schockierten und verwirrten Freunden konnte ich berichten, dass es sich bei diesem prächtigen Exemplar einer Katze um einen sogenannten <strong>Löwvon</strong> handelte. Diese ist der größte Vertreter unserer Art. Allerdings ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, dass es unter diesen Großkatzen ebenfalls Erwachte gäbe. Zu gerne hätte ich mein Wissen über unsere großartigen Verwandten mit meinen Freunden geteilt, doch war dies nicht die rechte Zeit und auch nicht der rechte Ort.</p>
<p><img alt="Der Löwvon, eine mysthische Kreatur aus fernen Ländern" loading="lazy" src="/posts/2024-01-13-blutige_murmel/loewvon.webp"></p>
<p>Wenn auch die ein oder andere Wissenslücke an diesem Abend unausgefüllt blieb, so trafen wir doch Warna und vier ihrer fünf Perlen. Handelt es sich um die werten und geschätzten Kater Uno, Dos, Tri und Five. Lediglich Quatre begegneten wir – wie sich letztlich herausstellen wird, zu unserem Glück – nicht. Sie alle waren sehr hilfsbereit und freundlich, doch zu unserem Leidwesen war keiner im Besitz der, so erführen wir, lila Murmel. Warna beschenkte ihre Perlen regelmäßig mit solchen Gaben und die besagte Murmel ging wohl an Quatre.</p>
<p>Wir hatten aber Glück im Unglück. Five, der vor Rubens beeindruckendem Sprung, der ungeschlagene Champion um Wollhimmel war, bot uns an, dass er die Murmel für uns besorgen würde, wenn Ruben ihn in einem Duell der Sprünge schlagen würde. Damit unsere kleiner Ruben nicht allein und mit der ganzen Last der Verantwortung auf seinen Schultern springen musste, erklärten Ravenna und ich uns bereit ebenfalls mit anzutreten.</p>
<p>So fanden wir uns am nächsten Abend alle im, bis zum Platzen gefüllten, Wollhimmel ein. Wir sprangen in drei Gruppen mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Ravenna trat gegen Dos an und ich stellte mich Tri. Ruben trat selbstverständlich gegen Five an, um die größten Kunststücke aufzuführen. Erneut waren uns die Ahnen hold und gemeinsam konnten wir den Wettkampf für uns entscheiden.</p>
<p>Five war ein Kater der zu seinem Wort stand. Zwar erbat er sich ein wenig Zeit und eine ähnliche Murmel in derselben Farbe, aber tags drauf brachte er uns die lila Murmel. Dies tat er jedoch nicht ohne Worte der Warnung, dass wir uns von Quatre in Acht nehmen sollten. Dies tat er wohl auch zurecht. Am nächsten Morgen wurden wir durch aufgeregtes Geplapper und Gerufe der Katzen des Dorfes geweckt.</p>
<p>Auf dem Dach eines Hauses stand Quatre, der einen mächtig mitgenommenen Five am Kragen hatte und ihn beschimpfte und beschuldigte. Dann tat er das unaussprechliche und ermordete seinen Kameraden. Es war eine furchtbare Tragödie und es wurde noch schlimmer. Der Grund für diese Grausamkeit war die lila Murmel, die wir von Five erhalten hatten und Quatre wollte sie zurück.</p>
<p>Wo sind wir da nur hineingeraten?</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die erste Murmel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-04-die_erste_murmel/</link>
      <pubDate>Thu, 04 Jan 2024 09:52:29 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-04-die_erste_murmel/</guid>
      <description>&lt;h3 id=&#34;dsk-session-5---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 5 - Tagebuch von Inigo&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Junge, Junge, im Wolldorf ist es doch schon anders wie in Havena und doch irgendwie gleich. Es gibt keinen Don, aber die 3 Krallen, die angeblich sich für das Wohl des Dorfes einsetzen. Naja, noch kann ich das nicht beurteilen. Aber kommen wir mal zur ganzen Geschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem uns Saytan erzählt hatte, dass der müde Flook sehr viel weiss, hielten wir es für eine gute Idee diesen mal aufzusuchen. Es wurde ja vorher erzählt, dass er etwas dick sei, aber solch einen runden Kater hätte ich nicht erwartet. Das liegt wohl daran, dass es im Warmen Haus haust. Dort wird von den plumpen Riesen jede Menge leckeres Fleisch zubereitet. Es roch so himmlisch. Am liebsten hätte ich direkt zugebissen. Aber wir hatten ja eine Aufgabe. Ruben und Jack konnten nicht widerstehen und haben gleich zugelangt. Irgendwie beneide ich sie dafür.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3 id="dsk-session-5---tagebuch-von-inigo">DSK Session 5 - Tagebuch von Inigo</h3>
<p>Junge, Junge, im Wolldorf ist es doch schon anders wie in Havena und doch irgendwie gleich. Es gibt keinen Don, aber die 3 Krallen, die angeblich sich für das Wohl des Dorfes einsetzen. Naja, noch kann ich das nicht beurteilen. Aber kommen wir mal zur ganzen Geschichte.</p>
<p>Nachdem uns Saytan erzählt hatte, dass der müde Flook sehr viel weiss, hielten wir es für eine gute Idee diesen mal aufzusuchen. Es wurde ja vorher erzählt, dass er etwas dick sei, aber solch einen runden Kater hätte ich nicht erwartet. Das liegt wohl daran, dass es im Warmen Haus haust. Dort wird von den plumpen Riesen jede Menge leckeres Fleisch zubereitet. Es roch so himmlisch. Am liebsten hätte ich direkt zugebissen. Aber wir hatten ja eine Aufgabe. Ruben und Jack konnten nicht widerstehen und haben gleich zugelangt. Irgendwie beneide ich sie dafür.</p>
<p>Aber wieder zu Flook. Er hat uns dann die Geschichte erzählt. Da es zu viel Streit um die Murmeln gab, wurden sie aufgeteilt. Eine hätte Renzo der Köter, eine Warna, eine Sial, eine die 3 Krallen und er hat eine bekommen. Doch seine hat er bei einer “Sportaktivität” verloren. Alter, der Kater ist so fett, der kann doch nur den Berg runterkugeln.</p>
<p>Wir suchten am Badetümpel. Jack fand da ne Schlange und Ruben wohl das Bad seines Lebens. Jedenfalls liebte er es, im Wasser zu planschen. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.</p>
<p>Als nächstes gingen wir zum Wollhimmel. So nennen die hiesigen Katzen die Scheune, in denen die Menschen die Wolle von den Schafen sammeln. Die frische Wolle ist so schön weich, deswegen haben die Katzen des Dorfes auch ein Event hier. Mit einem möglichst gekonnten Sprung in der Wolle landen. Naja, Jack hat es versucht und vollkommen versagt. Benny nun ja, gelungen ist sein Sprung, aber die nötige Eleganz hat gefehlt. Bei Ravenna übrigens auch. Und das hatte ich bei einem Waldkätzchen wirklich nicht gedacht. Dann aber kam der pummlige Ruben. Und was soll ich sagen, er hat allen die Show gestohlen. 2 Saltos und 3 Schrauben und eine perfekte Landung. Man konnte die Bewunderung der anderen Katzen quasi spüren. Nun war ich an der Reihe. Tja, hätte ich es mal so wie Ravenna oder Benny gemacht, aber ich musste ja allen beweisen, dass ich besser bin als Ruben. Nun ja, sagen wir mal, hat nicht geklappt.</p>
<p>Während alle noch voller Bewunderung für Ruben waren hat Ravenna tatsächlich in diesem gigantischen Wolleberg die verlorene Murmel des dicken Katers gefunden.
Nachdem wir den Erfolg kurz gefeiert hatten, entschieden wir uns, bei den 3 Krallen vorbeizuschauen. Eventuell könnte man ihnen ja die Murmel auch abschwatzen. Doch leider verlief das nicht ganz so, wie erhofft. Die 3 Krallen residieren im Tanzsaal, um nicht aufzufallen, haben einige von uns erstmal eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt oder sich blamiert. Ich sag mal nicht, wie es bei mir war. Ravenna zeigte sich aber als elegante Tänzerin und kam auch gleich mit einem der Krallen, dem Klavierspieler, ins Gespräch. Was genau bei diesem Gespräch passiert ist, kann ich nur erahnen. Wahrscheinlich hat ihre direkte plumpe Art und ihrerseits ständige Behauptung, sie sei ne Katze von Stand, dazu geführt, dass der Klavierspieler kein weiteres Interesse hatte. 🙈 Sie sieht doch hübsch aus, warum versuchst sie es eigentlich nicht mal auf die charmante Art?</p>
<p>Jack hat es aber auch nicht besser gemacht. Okay, er hatte ein schweres Los bei der grimmigen Zerzaltochter. Doch hätte er vielleicht nicht direkt mit der Tür ins Haus platzen sollen. Wir wissen ja gar nicht, wie die 3 zu Saytan stehen. Naja, Schwamm drüber. Jetzt wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt für unseren redegewandten Exhibitionisten gewesen. Doch dieser hat sich wohl nur für die Kätzchen auf der Tanzfläche interessiert. Exhibitionist und Gaffer, was für eine Kombi. Das Waldmäuschen hat es dann nochmal bei der dritten Kralle probiert. Es scheint ein relativ vernünftiges Gespräch gewesen zu sein, doch hat das auch nichts mehr geändert. Nun stehen wir also unter Beobachtung der dreien. Ist halt so und war eigentlich auch zu erwarten. Wir sind Auswärtige. Früher oder später wäre dies sowieso geschehen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Die Suche nach den Murmeln beginnt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-23-die_suche_nach_den_murmeln_beginnt/</link>
      <pubDate>Sat, 23 Dec 2023 13:13:33 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-23-die_suche_nach_den_murmeln_beginnt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-5---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 5 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;milchschenke&#34;&gt;Milchschenke&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir beschlossen uns einen Tag Ruhe zu gönnen, bevor wir uns am nächsten Abend erneut zusammensetzten. Ich hatte hervorragend geschlafen und beglückwünschte mich zu der Entscheidung die Nacht nicht auf dem Boden im kalten Lager sondern in einer gemütlichen Kiste zu verbringen. Doch mit dem Beginn des Abends begann auch der Streit darüber, wie wir am ehesten die Murmeln finden könnten. Saytan Wollsammler war sich nicht recht sicher wo sich diese befinden. Er vermutete, dass die bedeutendsten Katzen von Wolldorf vielleicht jeweils eine Murmel hätten aber auch die Menschen könnten noch welche haben.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-5---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 5 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<h3 id="milchschenke">Milchschenke</h3>
<p>Wir beschlossen uns einen Tag Ruhe zu gönnen, bevor wir uns am nächsten Abend erneut zusammensetzten. Ich hatte hervorragend geschlafen und beglückwünschte mich zu der Entscheidung die Nacht nicht auf dem Boden im kalten Lager sondern in einer gemütlichen Kiste zu verbringen. Doch mit dem Beginn des Abends begann auch der Streit darüber, wie wir am ehesten die Murmeln finden könnten. Saytan Wollsammler war sich nicht recht sicher wo sich diese befinden. Er vermutete, dass die bedeutendsten Katzen von Wolldorf vielleicht jeweils eine Murmel hätten aber auch die Menschen könnten noch welche haben.</p>
<p>Wie es scheint, haben meine Kameraden endlich ein Verständnis für meine Niedlichkeit und deren Wirkung auf die Menschen entwickelt, denn sie schlugen vor, dass ich die Zweibeiner auf bewehrte Weise ablenken könnte, damit sie deren Häuser durchsuchen könnten. Aber so vernünftig dieser Plan auf den ersten Blick erscheinen mag,&hellip; Mein kostbares Fell würde fürchterlich unter so vielen Streicheleinheiten leiden. Dies und die Tatsache, dass Saytan sich nicht sicher war, ob die Menschen überhaupt noch im Besitz einer Murmel sind, zwang mich, meinen Kameraden von diesem Vorhaben abzuraten.</p>
<p>Da wir nicht wirklich viel über die Geschichte der Murmeln wussten und da Saytan sich scheinbar auch nie sonderlich viel Mühe gemacht hatte, diese Geschichte zu ergründen bat ich die gutherzige Wirtin Lysa Taubenfeder uns zu berichten, was ihr darüber bekannt sei, und wie es aussah fand das Ganze schon vor einiger Zeit statt. Zumindest vor Lysas Erwachen. Damals beobachteten die ersten erwachten Katzen, dass der wichtigste Mensch im Dorf immer ein Säckchen, sie war sich nicht sicher ob lila oder rot, mit sich herum trug. Dies machte die Katzen neugierig. Viele machte sich erfolglos daran, das Säckchen zu stehlen doch es dauerte, bis es schließlich einem Kater gelang. So kamen die Katzen zu den fünf Murmel und ihrer Natur folgend fingen sie recht schnell an sich zu streiten, wer diese Murmel den nun haben dürfte. In dieser Zeit gelang es Renzo Kehlenbiss und seinen Kläffern eine der Murmeln zu erbeuten. Nach diesem Vorfall einigten sich die Katzen darauf, dass jeweils eine der Murmel an die wichtigsten Katzen von Wolldorf gehen sollte.</p>
<p>Nachdem wir der Geschichte gelauscht und ich in meiner generösen Art, der hübschen Wirtin eine Sahne spendiert hatte, stecken wir wieder unsere Köpfe zusammen und versuchten einen Überblick über die Situation zu erhalten. Wenn wir alles berücksichtigten, was wir bislang erfahren hatten könnten wir davon ausgehen, dass nur die wichtigsten und bedeutendsten Katzen von Wolldorf in den Besitz einer der Murmeln waren. Dies waren unserer Meinung nach, die drei Krallen, der müde Flook, Sial Pfotenglück und Warna Perlenglanz. Darüber hinaus, hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Köter, die früher das Dorf unsicher machten, eine der Murmeln erbeutet.</p>
<p>Wieder wollte die Gruppe sich zuerst an die Menschen des Dorfes wenden, diesmal um mit ihnen zu sprechen. Da einige meiner Kameraden zwar in der Lage waren die Worte der Zweibeiner, meist mehr schlecht als recht, zu verstehen, ich aber der Einzige war der deren Sprache auch sprechen konnte, beschloss ich, dass dies keine sonderlich gute Idee sei und schlug vor, dass wir zuerst einmal den müden Flook besuchen sollten. Zwar wurde noch kurz diskutiert ob man nicht auch einfach mal versuchen könnte irgendwelche anderen Murmeln in den Sockel der Statue einzusetzen, aber auch hier bestand ich darauf, dass dies dem nötigen Mystizismus nicht gerecht werden würde und das wir als Katzen auf keinen Fall so plumpe Wege beschreiten sollten. Am Ende verlieren wir noch unseren brillanten Geist und wären nicht besser als die Katzen die Aphasmas Segen nicht erhalten hatten.</p>
<h3 id="das-warme-haus">Das warme Haus</h3>
<p>Wir gingen also zum müden Flook. Dieser residierte im Warmen Haus, einem traumhaften Ort an dem die zweibeinigen Riesen das Fleisch der geschlachteten Wolltiere räucherten. Auch hier schlugen meine Gefährten vor, dass ich mich ausziehen solle um die Menschen abzulenken. So sehr ich mich auch darüber freute, dass sie nun endlich zur Vernunft kamen und einsehen, dass dies fast immer funktionierte,&hellip; Bedauerlicher Weise musste ich sie belehren, dass es unhöflich sei, die Menschen einer anderen Katze zu beanspruchen und um die Pfote zu wickeln. Nachdem wir eine Runde um das Warme Haus geschlichen waren - das gehört sich so für Katzen - und festgestellt hatten, dass die Menschen noch wach waren, riefen wir Flook, welcher uns empfahl, durch den Nebeneingang ins Haus zu kommen, damit wir uns mit ihm unterhalten konnten. Der Nebeneingang führte jedoch zu der Kammer in der das Fleisch der Wolltiere gelagert wurde. Dort konnten Jack und Ruben sich nicht beherrschen und begannen zu futtern, was in mir einmal mehr der Frage aufwarf, ob Aphasma wirklich alle Katzen im gleichen Maße mit einem Verstand gesegnet hatte oder ob dieser bei manchen Katzen nur ab und zu mal aufflackert. Kurz entschlossen packte ich die Beiden an ihren Ohren und zog sie weiter.</p>
<p>Im Obergeschoß trafen wir den müden Flook, einen Kater der so fett war, dass ich mich fragte ob er sich überhaupt schon einmal bewegt hat oder ob er nur da saß und fraß. Immerhin kannte er die Geschichte der Murmeln und berichtet uns auf unsere Nachfrage hin gerne davon. So erfuhren wir, dass ihm seinerzeit eine der Murmel gebracht wurde. Die anderen Murmeln gingen an Warna Perlenglanz, die drei Krallen und Sial Pfotenglück. Außerdem konnte uns Flook bestätigen, dass Renzo Kehlenbiss einer der Murmel hatte. Und so wähnten wir uns schon auf einem guten Wege, als der fette Kater gestand, dass er seine Murmel verloren hatte&hellip; Ausgerechnet beim Sport! Er versicherte aber, dass dies nur am Badetümpel oder im Wollhimmel passiert sein konnte.</p>
<h3 id="badetümpel">Badetümpel</h3>
<p>Auch wenn ich nicht wirklich glauben wollte, dass der fette Kater jemals seine Kammer verlassen hatte, fügte ich mich in mein Schicksal und schloss mich meinen Gefährten auf dem Weg zum Badetümpel an. Dieser, so muss ich gestehen war wunderschön. Gerne hatte ich dort einige Stunden mit einem guten Buch verbracht oder einfach mal ein wenig Müßiggang genossen aber die anderen fingen sofort an, alles abzusuchen. Nachdem Jack im Gebüsch Bekanntschaft mit einer Schlange gemacht und Ruben in den Weiher gefallen war, kamen auch die anderen endlich zur Einsicht, dass wir hier keine Murmel finden würden, und so zogen wir weiter.</p>
<h3 id="wollhimmel">Wollhimmel</h3>
<p>Der Wollhimmel war ein beeindruckender Ort, an dem das Fell gelagert wurde, das die Menschen den Wolltieren abgenommen hatten, und allem Anschein nach wollten diese dort auch keine Nager haben. Orte, an denen die Menschen keine Nager mögen, sind oft Paradiese für uns Katzen, und hier war es nicht anders.</p>
<p>Das bunte Treiben der örtlichen Katzen war ein fröhlicher Reigen. Sie sprangen geschickt von einer Palette unter dem Dach aus in einen großen Haufen Fell und vollführten dabei Kunststücke, die in ihrer Eleganz kaum zu übertreffen waren. Nichts deutete darauf hin, dass der müde Flook hier jemals irgendwelche verborgenen Talente zeigen wurde. Daher hatte ich wenig Hoffnung, dass wir hier seine verlorene Murmel finden wurden.</p>
<p>Jack, getrieben von einem unstillbaren Drang sich zu beweisen, schien aber auch nicht mehr sonderlich von Wichtigkeit unserer Suche erfüllt zu sein. Er zögerte keine Sekunde und sprang kopfüber in den Wollhaufen, leider ohne jeglichen Stil und mit dem Gesicht voran. Ravenna, sonst immer betont anmutig und voller Elan, sprang ebenfalls, leider fehlte ihr die Eleganz und so erreichte sie nicht das ersehnte Maß an Bewunderung.</p>
<p>Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich mich dem Zauber des Moments nicht entziehen konnte und mich in einem für einen Anfänger überraschend beeindruckenden Sprung in den Haufen warf, was mir einiges an Beifall einbrachte. Doch all dies verblasste im Angesicht dessen, was wir als Nächstes erleben sollten.</p>
<p>Dann trat Ruben, unser kleines Pummelchen, vor. Auf seinem Weg zum Absprung breitete sich eine Aura der Anmut um ihn herum aus, die in ihrer Intensität und Reinheit jeden anwesenden Katzengeist ergriff. Er nahm Anlauf, und in diesem Moment schien die Zeit stillzustehen. Mit einer Grazie, die seiner stämmigen Gestalt Hohn sprach, vollführte Ruben einen Sprung, der die Grenzen des Vorstellbaren sprengte. Er schwebte durch die Luft, als wäre er ein Geschöpf des Himmels, sein Körper bewegte sich in einer engelsgleichen Eleganz, die jedes Herz zum Stillstand brachte. Jede Phase seines Sprungs war ein Meisterwerk der Akrobatik, ein Ballett in der Luft, das von einer unsichtbaren himmlischen Kraft getragen zu sein schien. Rubens dreifacher Salto mit doppelter Schraube war nicht von dieser Welt. Es war, als hätte eine höhere Macht seine Bewegungen gelenkt, als wäre er der Auserwählte, dem es bestimmt war, die Grenzen der Schwerkraft zu überwinden. Als Ruben schließlich landete, war es nicht einfach eine Landung – es war die sanfte Berührung eines Engels, der auf Erden wandelt. Die Perfektion seines Sprungs war so überwältigend, dass sie jeden Anwesenden in einen Zustand der Ehrfurcht versetzte. In diesem Moment war Ruben mehr als nur ein Kater – er war ein Bote des Himmels, ein Symbol der Hoffnung und des Wunders. Sein Sprung war eine Offenbarung, die in die Annalen der Katzengeschichte eingehen würde. Er hatte nicht nur den Wollhaufen erreicht, er hatte das Unmögliche möglich gemacht und die Herzen aller Anwesenden für immer erobert. Ruben hatte nicht nur den Himmel berührt, er hatte sich in ihn hineingewebt, ein ewiges Zeichen der Schönheit und des Wunders. Doch all das verblasste, als er sich mit Armen und Beinen rudernd, aus dem Fellhaufen heraus kämpfte.</p>
<p>Nachdem Ruben seinen atemberaubenden Sprung vollendet hatte trat Inigo, selbstsicher nach vorn. Er schien entschlossen, Rubens unglaubliche Leistung noch zu übertreffen. Mit einem Blick voller Zuversicht und einer Haltung, die keine Zweifel an seinen Absichten ließ, ging er zum Absprungpunkt. Jeder von uns hielt den Atem an, gespannt auf das, was kommen würde. Inigo setzte zum Sprung an, ein Bild der Entschlossenheit. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Statt eines eleganten Bogens durch die Luft endete sein Versuch, ganz ähnlich wie der von Jack, und er landete voll auf dem Gesicht.</p>
<p>Dennoch ereilte uns sein zweites Wunder und Ravenna fand tatsächlich die verlorene Murmel von Flook. Dies nahmen wir zum Anlass uns in der Milchschenke mit Saytan zu treffen um das weitere Vorgehen abzustimmen.</p>
<h3 id="käseparadies">Käseparadies</h3>
<p>In der Taverne genossen wir einige der Köstlichkeiten die die gute Lysa ihren Gästen feilbot und berieten uns. Ich schlug vor, dass wir uns als nächstes den drei Krallen zuwenden sollten, und Saytan empfahl uns, dass wir für Perro Gnadentod unbedingt ein Stück Käse mitbringen sollten, da dieser eine Schwäche für dieses geronnene Milchprodukt hatte.</p>
<p>Wem im Wolldorf der Sinn nach Käse stand, der begab sich ins Käseparadies und dies traf sowohl auf die Menschen als auch auf die Katzen zu. Allerdings gab es noch eine weitere Spezies, die man kaum von dieser Köstlichkeit abhalten konnte. Zu fortgeschrittener Stunde, als die Menschen schon in ihren Betten lagen, war die Ratten die Herren des Hause. Diesen Biestern ließen wir jedoch keine Chance und machten kurzen Prozess mit ihnen. Sicherlich werden die Menschen am nächsten Morgen überglücklich sein, viele tote Nager in ihrem Laden zu finden. Wir nahmen uns den verdienten Lohn in Form von einigen Stücken des besten Käses und zogen mit guten Gewissen von dannen.</p>
<h3 id="tanzsaal">Tanzsaal</h3>
<p>Trotz Käse lief es im Tanzsaal nicht so toll. Sowohl Jack als auch Ravenna diskutierten lange und ausgiebig mit Perro Gnadentod, Ajom Fleckfell und Xerana Leichtfuß ohne, außer deren Unwillen, irgendetwas zu erreichen. Nun müssen wir wohl davon ausgehen, dass sie uns, die wir nun mal Fremde im Dorf sind, als Unruhestifter im Auge behalten werden. Da selbst ich hier keine Weg mehr sah, in irgendeiner Weise, mit den drei Krallen zu einer Einigung zu gelangen, empfahl ich, dass wir unser Glück zunächst bei Warna Perlenglanz versuchen sollten.</p>
<h3 id="shopping">Shopping</h3>
<p>Da wir bereits um Warnas Schwäche für alles Glänzende wussten hielt ich es für angebracht einen Abstecher zum Grauauge in Pferdestall zu machen. Dort deckten wir uns, in der Hoffnung etwas Schönes für Warna zu finden, ausgiebig mit schönen Dingen ein.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Das Tempeltor von Wolldorf</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-20-das_tempeltor_von_wolldorf/</link>
      <pubDate>Wed, 20 Dec 2023 18:11:41 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-20-das_tempeltor_von_wolldorf/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-4---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 4 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir ein paar Tage unsere Blessuren gepflegt hatten, trafen wir uns zufällig – oder auch nicht, wer weiß das schon – in Goldis Taverne. Außer dass wir denselben Raum teilten, hatten wir nicht viel gemeinsam. Das änderte sich, als die Tür aufging und der Waschbär mit dem Namen Hase hereinkam. Er sprach von einem Abenteuer in Wolldorf. Doch mehr konnte er uns nicht sagen, denn wir sollten dort einen Freund von ihm treffen. Immerhin gab er uns ein paar Kleinigkeiten, die man auch nicht an jeder Ecke bekommt. Ravenna war wieder mürrisch und konnte die Waren nicht zu schätzen wissen. Typisch Waldkatze: Was nicht glitzert, ist nur Müll. Wenigstens freute sich Ruben über die Filzmaus und Jack über einen Filzhut. Es hörte sich alles interessant an, und naja, von uns war noch keiner in Wolldorf; ehrlich gesagt, kannte ich es vorher nicht.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-4---tagebuch-von-inigo">DSK Session 4 - Tagebuch von Inigo</h2>
<p>Nachdem wir ein paar Tage unsere Blessuren gepflegt hatten, trafen wir uns zufällig – oder auch nicht, wer weiß das schon – in Goldis Taverne. Außer dass wir denselben Raum teilten, hatten wir nicht viel gemeinsam. Das änderte sich, als die Tür aufging und der Waschbär mit dem Namen Hase hereinkam. Er sprach von einem Abenteuer in Wolldorf. Doch mehr konnte er uns nicht sagen, denn wir sollten dort einen Freund von ihm treffen. Immerhin gab er uns ein paar Kleinigkeiten, die man auch nicht an jeder Ecke bekommt. Ravenna war wieder mürrisch und konnte die Waren nicht zu schätzen wissen. Typisch Waldkatze: Was nicht glitzert, ist nur Müll. Wenigstens freute sich Ruben über die Filzmaus und Jack über einen Filzhut. Es hörte sich alles interessant an, und naja, von uns war noch keiner in Wolldorf; ehrlich gesagt, kannte ich es vorher nicht.</p>
<p>Wir diskutierten, wie wir am besten dahin gelangen würden. Selbst ist der Kater: zu Fuß oder bei einem Karren der Menschen mitfahren. Unser alter Exhibitionist wollte natürlich wieder blank ziehen und sich vor die Menschen werfen. Das mag vielleicht bei den kleinen Menschen funktionieren, aber bei den großen habe ich da so meine Zweifel. Also sind wir zu Fuß los. Nach einem guten Tagesmarsch haben wir ein Lager aufgeschlagen. Wir hatten Hunger und nicht jeder hatte Proviant dabei. Also beschlossen wir, etwas zu fangen. Ich muss gestehen, dass ich mich im Wald und mit den Kreaturen dort nicht so auskenne. Ratten findet man ja eher in der Kanalisation. Eigentlich hätte ich erwartet, dass Ravenna mal schnell ein oder zwei Vögel fängt, aber naja, selbst wenn sie so flink wäre, hätte sie bestimmt nur einen für sich gefangen. Also dann doch als Team los – naja, das macht ja irgendwie auch mehr Spaß, auch wenn ich es den anderen nicht verraten werde. Ein paar von uns, bin mir nicht mehr sicher, aber ich denke, es waren Benni und Jack, hörten das wilde Gekrächze von Raben oder Krähen über uns in den Bäumen. Zum einen konnten sie es nicht genau bestimmen, aber die Äste der Bäume gingen auch ineinander über, also blieben drei Bäume. Da die Taktik, einzelne Gruppen pro Baum als sinnvoll erachtet wurde, setzten wir diese in die Tat um. Ravenna und Benni fingen an und kamen auch sehr schnell wieder zurück. Was sie genau entdeckt hatten, keine Ahnung. Jedenfalls wollten sie nicht mehr hoch. Jack versuchte auch sein Glück an einem anderen Baum. Er war etwas länger oben. Das Krähengeschrei war laut, und Jack kam mehr als Hackfleisch denn als Katze herunter. Okay, blieb noch der dritte Baum.</p>
<p>Ruben und ich wollten da rauf, Benni und Ravenna haben sich angeschlossen. Was wir dort oben antrafen, war nicht das, was wir erwartet hatten. In dem Baum saß eine riesige Spinne. Und wenn ich riesig sage, dann meine ich riesig. Sie war bestimmt doppelt so groß wie eines von diesen komischen Menschendingern. Bei Ravenna trat sofortige Schockstarre ein. Ich kann aber nicht sagen, was das ausgelöst hat. Eventuell hat die Spinne ein Gift gespuckt. Als sich die Spinne näherte, blieb Ruben nichts anderes übrig, als Ravenna vom Baum zu stoßen. Mit Schubsen kennt er sich ja aus. Benni wurde direkt von der Spinne angegriffen. Mutig stellte ich mich der Spinne entgegen, damit die anderen zwei abhauen konnten. Ruben tat das auch sofort, aber Benni hat sich wohl etwas überschätzt und die Spinne nochmal angegriffen. Naja, er hätte ihr auch was vordichten können, das hätte denselben Effekt gehabt. Also erwischte die Spinne mich auch noch. Nachdem ich sie dann zum zweiten Mal attackiert hatte, sah ich zwar, dass sie blutete, aber mehr Effekt hatte es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Zum Glück entschied sich Benni dann endlich, runterzuklettern, und ich konnte auch abhauen.</p>
<p>Wir entfernten uns dann etwas von den Bäumen und machten uns dann auf die Jagd nach etwas anderem. Jack musste sich erstmal ausruhen, und wir anderen schafften es, zwei Fasane zu entdecken und zu erledigen. Das Abendessen war somit gesichert.</p>
<p>Am nächsten Tag kamen wir in Wolldorf an. Dort trafen wir einen Kater, Joka Saufuchs oder so. Keine Ahnung, warum er sich im Namen mit einem Schwein identifiziert, aber das ist mir auch egal. Er hat uns jedenfalls gesagt, wo wir Saytan finden. In der Milchschenke fanden wir ihn dann auch. Ich habe dort auch ein sehr interessantes Pärchen getroffen und eine gute Unterhaltung geführt, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Saytan erzählte uns von einer Drachenhöhle, in der ein gewaltiger Schatz auf uns warten würde. Er suchte ein paar Abenteurer, die das geheime Rätsel lösen können. Wir willigten ein und wollten es uns mal anschauen. Saytan brachte uns zu einem seltsamen Tor im Felsen. Benni konnte den Text darüber lesen: “Der Schlüssel zum Tor ist das Wissen der Stadt” oder so ähnlich. Wir gingen also zurück zur Stadt, und tatsächlich hatte Jack eine Idee. Er sah eine Statue mit einem Buch und bei genauerer Betrachtung erkannten wir fünf murmelgroße Löcher. Saytan erinnerte sich, dass es mal fünf Murmeln gab, die die Menschen streng bewacht hatten, bis eine findige Katze sie gestohlen hat. Sie sind wohl noch irgendwo im Dorf, aber wo genau, gilt es jetzt herauszufinden.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Reise nach Wolldorf</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-09-reise_nach_wolldorf/</link>
      <pubDate>Sat, 09 Dec 2023 20:12:32 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-09-reise_nach_wolldorf/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-4---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 4 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war ein Abend, der in der Taverne von Layla Goldschimmer seinen Anfang nahm, ein Abend, der in seiner scheinbaren Friedfertigkeit den Auftakt zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse markierte. Wie es oft bei solchen Gelegenheiten der Fall ist, widmeten wir uns, ahnungslos über das, was kommen sollte, den vielfältigen Freuden des Daseins. Ich, in meiner erlesenen Vorliebe für kulinarische Genüsse, ergötzte mich an einem Glas Mäusemilch, während Ravenna, stets bereit für eine Auseinandersetzung, sich in Streitigkeiten verstrickte. Die anderen unserer kleinen Schar gingen ihren eigenen Vergnügungen nach. Doch diese Idylle wurde jäh unterbrochen, als ein Waschbär, bekannt unter dem Namen Hase, die Gaststube betrat und unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Er hatte dieses Mal zwar keinen konkreten Auftrag für uns, doch lockte er uns mit der Aussicht auf Krimskrams, wenn wir uns nach Wolldorf begeben würden, um einem Vorschlag seines Freundes Saytan Wollsammler Gehör zu schenken.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-4---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 4 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Es war ein Abend, der in der Taverne von Layla Goldschimmer seinen Anfang nahm, ein Abend, der in seiner scheinbaren Friedfertigkeit den Auftakt zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse markierte. Wie es oft bei solchen Gelegenheiten der Fall ist, widmeten wir uns, ahnungslos über das, was kommen sollte, den vielfältigen Freuden des Daseins. Ich, in meiner erlesenen Vorliebe für kulinarische Genüsse, ergötzte mich an einem Glas Mäusemilch, während Ravenna, stets bereit für eine Auseinandersetzung, sich in Streitigkeiten verstrickte. Die anderen unserer kleinen Schar gingen ihren eigenen Vergnügungen nach. Doch diese Idylle wurde jäh unterbrochen, als ein Waschbär, bekannt unter dem Namen Hase, die Gaststube betrat und unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Er hatte dieses Mal zwar keinen konkreten Auftrag für uns, doch lockte er uns mit der Aussicht auf Krimskrams, wenn wir uns nach Wolldorf begeben würden, um einem Vorschlag seines Freundes Saytan Wollsammler Gehör zu schenken.</p>
<p>Die Frage, wie wir nach Wolldorf gelangen sollten, war nun von Bedeutung, da dieses Dorf immerhin zwei Tagesmärsche von Havena entfernt lag. Ich persönlich fand den Vorschlag von Herrn Hase, mit einem Menschenkarren zu reisen, äußerst ansprechend und schlug vor, die Menschen abzulenken, damit wir uns unbemerkt auf den Karren schleichen konnten. Meine Strategie war simpel: Ich hätte mich entblößt, mich auf den Rücken geworfen und herzzerreißend miaut – eine Taktik, die stets ihre Wirkung zeigt. Doch aus Gründen, die mir schleierhaft blieben, entschied sich die Gruppe für den Fußmarsch.</p>
<p>So begaben wir uns also zu Fuß auf den Weg und machten, zu meiner Überraschung, gute Fortschritte. Am nächsten Morgen, als wir uns am Ufer eines Flüsschens niederließen, um uns ein wenig zu erholen und ein leichtes Mahl zu uns zu nehmen, musste ich, da ich zugegebenermaßen eher ein Mann des brillanten Geistes als der mondänen Verwaltungstätigkeit bin, gestehen, dass ich es versäumt hatte, Proviant einzupacken. Doch ich war zuversichtlich, dass ich als gewandter und geschickter Kater diese Herausforderung meistern würde.</p>
<p>Ravenna und ich vernahmen bald die Rufe junger Vögel aus einem nahegelegenen Nest. Wir beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und kletterten auf einen der umstehenden Bäume. Dort fanden wir jedoch nur ein Nest riesiger Stechmücken vor, und wenn ich von &ldquo;riesig&rdquo; spreche, meine ich, dass diese Kreaturen mindestens so groß wie unser pummeliger Gefährte Ruben waren. Ohne Worte waren wir uns einig, dass wir auf eine nähere Bekanntschaft mit diesen Ungeheuern verzichten wollten.</p>
<p>Unterdessen kletterte der gute Jack auf einen anderen Baum und kehrte von dort, nach viel Gekrächze und Geschrei, in einem bedauernswerten Zustand zurück. Er war offensichtlich auf einen Schwarm brütender Krähen gestoßen, die ihn übel zugerichtet hatten. Ich hatte Jack schon in manch rauer Situation erlebt, doch so mitgenommen hatte ich ihn noch nie gesehen.</p>
<p>Da wir immer noch nichts Essbares gefunden hatten, kletterten wir alle auf den letzten verbleibenden Baum – alle außer Jack, der dazu nicht mehr in der Lage war. Ein Umstand, der sich rückblickend als Glücksfall erwies. In der Baumkrone entdeckten wir eine Spinne von beinahe zwei Metern Durchmesser. Der Anblick ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Zunächst dachte ich, Ravenna sei in ihrer Fassung geblieben und bewegte sich nicht, um das Ungetüm nicht zu provozieren. Doch als die Spinne näherkam und ich sie am Ärmel zupfte, wurde mir klar, dass es mit ihrer Coolness nicht weit her war. Leider war es zu spät, und die Spinne griff an. In einem Akt überlegenen Geistes und Mutes stellte ich mich dem Angriff entgegen, um Ravenna zu schützen, zahlte jedoch einen hohen Preis dafür, als das Monster mich schwer verwundete. Doch es war es wert, denn der pummelige Müllwühler Ruben bewies ein Mindestmaß an Geistesgegenwart und stieß Ravenna vom Baum, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen. Nachdem diese brenzlige Situation etwas entschärft war, zogen wir uns geordnet zurück, wobei Inigo unseren Rückzug bis zum Schluss deckte.</p>
<p>Wieder auf festem Boden und nach einigen tiefen Atemzügen analysierte ich unsere Lage. Ravenna schien bei ihrer unsanften Landung einige Beulen und Schwellungen davongetragen zu haben, was sie besonders kampflustig machte. Ruben und Inigo hatten sich sichtlich verausgabt, ich war schwer verletzt, und Jack sah nicht nur miserabel aus, sondern war auch noch schlimmer verletzt als ich.</p>
<p>Da wir jedoch immer noch nichts erjagt hatten, suchten wir erneut am Boden nach Nahrung und es gelang uns schließlich, einen Fasan zu erlegen. Nach einem kräftigen Mahl und einer erholsamen Nacht fühlte ich mich deutlich besser, obwohl Jack immer noch elend aussah. Dennoch setzten wir unseren Weg nach Wolldorf fort.</p>
<p>Kurz bevor wir das Dorf erreichten, begegneten wir einem Kater namens Joka Schlaufuß, der auf einem Stein saß. In der ihr eigenen Art, sich den minimalen Umgangsformen zivilisierter Katzen zu approximieren, begann Ravenna, als Dame von Stand, ein Gespräch mit ihm, welches bereits nach den ersten Worten in einen Zwist abzugleiten drohte. Meine Wenigkeit, selbst höchstens ein bescheidener Kater von Bildungsstand, gelang es, die Situation zu retten und einige Tipps für eine mögliche Unterkunft in Wolldorf zu erfragen. Der freundliche Kater empfahl uns die Milchschenke im Hackerhaus als durchaus adäquate Unterkunft.</p>
<p>Mit Einbruch der Dämmerung erreichten wir Wolldorf. Die Straßen waren fast menschenleer, und die ersten Katzen streiften aufrecht durch die Gassen. Durch freundliches Nachfragen erfuhren wir, dass wir Saytan in der Milchschenke finden könnten, die uns auch als mögliche Unterkunft genannt worden war. So begaben wir uns ohne Umschweife dorthin.</p>
<p>In der Taverne angekommen, verteilten wir uns. Ich setzte mich an die Theke, bestellte eine köstliche Sahne und eine exzellente Schale Gärfisch, eine besondere Delikatesse, bei der charmanten Wirtin Lysa Taubenfeder. Nachdem ich mir auch eine angenehme Unterkunft mit einer gemütlichen Kiste gesichert hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen, um einige Momente der Ruhe zu genießen. Doch Ravenna hatte andere Pläne für das, was mein Moment der inneren Einkehr hätte sein sollen. Die Dame von Stand bestellte sich ein Wasser und einen Schlafplatz auf dem kalten Boden im Lager der Milchschenke. Ich hoffte, dies tat sie nur, weil sie erfahren hatte, dass sich der gesuchte Saytan dort aufhielt. Nichtsdestotrotz ließ sie es sich nicht nehmen, diesen sofort zu wecken, und so bewunderte ich für eine Weile die Art von Einsatzbereitschaft, die sie an den Tag legte.</p>
<p>Nachdem Saytan vollends zu sich gekommen war – er schien kein Frühaufsteher zu sein –, versammelten wir uns alle an einem großen Tisch in der Taverne. Der etwas exzentrische Freund von Hase erzählte uns von einem alten Drachentempel in den Bergen nördlich des Dorfes und von einer Inschrift am Tor, die bisher niemand entziffern konnte. Doch ich hatte es noch nicht versucht. Wir beschlossen, keine Zeit zu verlieren und uns das Tor genauer anzusehen. Wie ich bereits vermutet hatte, war es mir ein Leichtes, die Inschrift zu entziffern: „Der Schlüssel zum Tor verbirgt sich im Wissen der Stadt.“ Dieser Hinweis führte uns umgehend zurück nach Wolldorf. Dort fiel Jack auf, dass die Statue in der Mitte des Dorfplatzes ein Buch in der Hand hielt, und wir untersuchten diese Statue genauer. Ravenna entdeckte an jedem der fünf Ecken des Sockels murmelgroße Öffnungen und machte uns darauf aufmerksam. Saytan erzählte uns daraufhin eine Geschichte des Dorfes, von fünf Murmeln, die den Menschen von einer Katze gestohlen wurden, und von einem Streit. Er vermutete, dass die Murmeln nun im Besitz verschiedener Katzen und vielleicht sogar erwachter Hunde seien. Mich amüsierte es sehr, dass er unbewusst zugab, dass die Katzen dieses Dorfes nicht mehr alle Murmeln beisammenhatten.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Federn der Diva Dämmerglanz</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-23-die_federn_diva_daemmerglanz/</link>
      <pubDate>Wed, 22 Nov 2023 17:30:33 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-23-die_federn_diva_daemmerglanz/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-3---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 3 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Goldi&amp;rsquo;s Taverne begannen die Geschehnisse sich in einer Weise zu entfalten, die mich erneut in den Mittelpunkt des Geschehens rückte. Der Abend begann, wie so oft, mit dem üblichen Gezänk und Geraune, das unsere Gruppe umgab. Ravenna und Inigo Montoya stritten sich hitzig über einige Statuetten, ein typisches Beispiel für die kleinen Streitereien, die unsere Tage füllten. Ravenna hatte diese Statuetten entwendet und sie Goldi zur Aufbewahrung gegeben, eine kluge Entscheidung, da Goldi sie sicher im Lager verwahrte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-3---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 3 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>In Goldi&rsquo;s Taverne begannen die Geschehnisse sich in einer Weise zu entfalten, die mich erneut in den Mittelpunkt des Geschehens rückte. Der Abend begann, wie so oft, mit dem üblichen Gezänk und Geraune, das unsere Gruppe umgab. Ravenna und Inigo Montoya stritten sich hitzig über einige Statuetten, ein typisches Beispiel für die kleinen Streitereien, die unsere Tage füllten. Ravenna hatte diese Statuetten entwendet und sie Goldi zur Aufbewahrung gegeben, eine kluge Entscheidung, da Goldi sie sicher im Lager verwahrte.</p>
<p>Während Ravenna von unserem letzten Abenteuer erzählte und dabei hauptsächlich über Ruben, Jack und Inigo schimpfte, brachte Ruben, unterstützt von Inigo, die Geschichte auf den Punkt. Es ging um das Mondlichtviertel, weiße Pfauenfedern und die Diva Dämmerglanz, eine Katze von herausragender Eleganz und Schönheit, die seltene Federn sammelte. Unsere Aufgabe war es, ihren Schatz als Strafe für irgendein vergangenes Fehlverhalten zu zerstören. Um diesen Schatz zu finden, sollten wir eine besondere Feder mit einem Duftstoff markieren, welche dann einer der unseren als Geschenk für einen Abend mit der Diva anbieten sollte.</p>
<p>Nachdem Ravenna und ich übereingekommen waren, dass Jack der geeignete Lockvogel für die Diva war - immerhin kannte ich ihn noch nicht so gut und er schien mir daher durchaus verzichtbar - begaben wir uns zum Hort des Mondlichts. Jacks Versuch, der Diva die Feder zu überreichen, die er erst kurz zuvor in einem Likör getränkt hatte, scheiterte kläglich, da sie ihrer Meinung nach nach Alkohol und Tod roch. Dies war ein Zeichen dafür, dass wir einen besseren Plan und ein ansprechenderes Geschenk benötigten.</p>
<p>Um die Aufmerksamkeit aller Anwesenden von sich ablenken, damit sie sich unbemerkt die Taschen vollstopfen kann, nutzte sie eine geschickte Strategie: Sie behauptete lautstark, dass Jack Essen verteile und Ruben Likör ausschenke. Diese Behauptung sorgte dafür, dass Jack und Ruben schnell im Mittelpunkt des Interesses aller Anwesenden standen. Während Jack tatsächlich begann, Essen zu verteilen, zeigte sich Ruben scheinbar zurückhaltend mit seinem Likör. Als ein Gast sich nun lautstark bei Ravenna über den fehlenden Likör beschwerte, erkannte Inigo seine Chance, und bediente sich an einigen Lederbändchen.</p>
<p>Ich untersuchte ebenfalls einige Lederschnüre, doch ihre Qualität ließ zu wünschen übrig. Auch wenn ich als gestandener Kater durchaus der Meinung bin, dass alles, was nicht gut genug versteckt, beschützt oder verteidigt ist, schleunigst den Besitzer wechseln sollte, muss ich sagen, dass ich sicherlich nicht damit beginnen werde, wertlosen Tand in meine Taschen zu stopfen. Daher beschloss ich, dass ich mein Glück lieber mit Büchern versuchen wollte. Da ich im Erdgeschoss keine entdecken konnte, beschloss ich, das Obergeschoss zu erkunden. Dort traf ich auf Katzen, die den Mond und den Sternenhimmel betrachteten, aber leider keine Ahnung von Büchern hatten.</p>
<p>In einem anderen Zimmer entdeckte Ravenna, die mir mit den anderen gefolgt war, Karten und forderte einen der anwesenden Kater zu einem Spiel heraus, bevor sie sich diskret zurückzog und mich in die Lage versetzte, das Spiel zu übernehmen. Ich nutzte diese Chance und führte ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Kater, indem ich über das Wetter, die Anzahl der Gäste und die Diva sprach. Er war verzückt von ihrer Hochnäsigkeit und Schönheit, und ich erfuhr, dass sie einmal ein Goldkettchen im Tausch gegen eine Nacht angenommen hatte. Diese Information teilte ich später mit den anderen, die verzweifelt nach alternativen Geschenkideen suchten.</p>
<p>Wir erkundeten gemeinsam den Rest des Obergeschosses und gelangten schließlich von der Veranda auf das Dach. Auch dort schauten sich Katzen den Himmel und den Mond an. In der südlichen Ecke trafen wir auf einen Kater mit dem Schleifchen des Mondlichtrudels, der einen Bogen bei sich trug. Ich begrüßte ihn freundlich und begann ein Gespräch. Der Kater des Mondlichtrudels hielt nach eigener Auskunft angeblich Wache, um zu verhindern, dass Katzen Streit anfingen und vom Dach fallen könnten. Auf die Frage, ob dann nicht ein Knüppel eine bessere Waffe wäre, wurde er sehr nervös und wütend. Währenddessen fing Jack - aus Gründen, die niemandem verständlich waren - eine Taube, die dieses Manöver leider nicht überlebte.</p>
<p>Unsere Suche nach dem Federschatz führte uns weiter über eine Planke auf ein anderes Dach, wo wir auf eine weitere Wache des Mondlichtrudels trafen. Dieser robuste Kater blockierte den Weg von Jack, der es wagte wollte, in ein Loch im Dach zu klettern. Hier war es an mir, mein ganzes Geschick einzusetzen, um die Wache abzulenken. Eine Herausforderung, wahrlich, aber ich bin selbstverständlich stets bereit, mich solchen Schwierigkeiten zu stellen. Mit meiner gewohnten Eloquenz und Finesse versuchte ich, die Wache von ihrer Aufgabe abzubringen.</p>
<p>Währenddessen zogen Ravenna und Inigo sich zurück, um sich zu beraten und möglicherweise neue Informationen von den anderen Gästen zu erlangen, die auf dem Dach lagen und in den Himmel starrten. Sie kamen so zu der Erkenntnis, dass die Cousine der Diva, die oft auf der Couch im Erdgeschoss saß, möglicherweise etwas über den Schatz wissen könnte. Jack, der nun scheinbar von seiner Mission, ins Loch zu klettern, abgekommen war, dafür aber offensichtlich immer bereit ist, mit jedem zu sprechen, der ihm über den Weg läuft, führte nun eine Unterhaltung mit einer anderen Katzendame. Diese sprach ebenfalls von der Cousine der Diva.</p>
<p>So beschlossen wir, uns wieder ins Erdgeschoss zu begeben, da unsere Suche dort erfolgversprechender zu sein schien. In den geschäftigen Hallen des Mondlichtrudels trafen wir auf Sunny Sonnenglanz, die Cousine der Diva, deren Anblick wahrlich eine Freude für das Auge war. Sunny, ein Bild von Anmut und Eleganz, strahlte eine überwältigende Schönheit aus, die zwar nicht ganz mit der erhabenen Pracht der Diva mithalten konnte, aber dennoch jeden Betrachter in ihren Bann zog. Ihr Fell glänzte wie flüssiges Gold im warmen Schein des Kerzenlichts, und ihre Augen funkelten wie die hellsten Sterne am nächtlichen Himmel. Mit charmantem Lächeln und sanfter Stimme schmeichelte ich ihr, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Während unseres Gesprächs offenbarte sie ihre &ldquo;familiären&rdquo; Probleme, die sie mit der Hochnäsigkeit ihrer Cousine, der Diva, hatte. Sie schlug vor, der Diva den Schatz zu stehlen und verwies auf einen Kater, den sie als &ldquo;dämlichen Tauscher&rdquo; bezeichnete, der im Haus nebenan zu finden sei.</p>
<p>Nach unserem Aufbruch und lediglich kurzzeitig irritiert durch Jacks ungestümen Ausbruch und seine kläglichen Versuchen, Ravenna zu provozieren, ergriff ich, Benjamin Büchernase, das Wort, um zu verkünden, dass unser nächstes Ziel das benachbarte Gebäude sei, um jenen so genannten &ldquo;dämlichen Tauscher&rdquo; aufzuspüren. Doch zuerst wollten wir die nähere Umgebung ein wenig genauer erkunden. Inigo und ich fingen hierbei eine Eidechse und eine Kröte – eine kleine, aber feine Demonstration unserer Fähigkeiten.</p>
<p>Links neben dem Haus entdeckten wir einen Kater vom Mondlichtrudel, der anscheinend mit Angeln beschäftigt war, uns aber bemerkte und sich nach unserem Anliegen erkundigte. Ravenna erzählte eine Fabel über unser angebliches Interesse am Angeln, aber ich klärte die Situation auf und berichtete, dass wir den Tauscher suchten. Der Kater erklärte uns den Weg und wies uns an, leise zu sein, da andere Mitglieder seines Rudels leicht gestört werden könnten.</p>
<p>Beim genaueren Erkunden des Gebäudes stellten wir fest, dass es früher zur Reparatur von Booten diente. Schlafplätze von Katzen und eine nach oben führende Leiter waren ebenso zu sehen, ebenso wie einige geschlossene Türen. Ich schlug vor, die Türen nicht zu öffnen, um niemanden zu stören, ein Vorschlag, der von Weitsicht und Klugheit zeugt – Eigenschaften, die ich, Benjamin Büchernase, in reichem Maße besitze.</p>
<p>In den oberen Gemächern des Hauses trafen wir auf einen Kater, der uns zur Rede stellte und Auskunft über unser Eindringen forderte. Jack, stets schnell mit einer Antwort, erklärte ihm, dass wir auf der Suche nach dem Tauscher seien. Der Weg zum Tauscher führte uns in einen Bereich des Gebäudes mit Blick auf das schimmernde Wasser. Jack versuchte, dem Tauscher allerlei Krimskrams anzubieten, doch dieser zeigte nur Interesse an dessen Tabak, welchen er natürlich nicht in ausreichender Menge dabei hatte. Ravenna, mit ihrer typischen List, versuchte sich beim Tauscher einzuschmeicheln, um mehr über den Federschatz zu erfahren. Der Tauscher entgegnete jedoch, dass außer der Katze mit der Augenklappe niemand wüsste, wo sich der Schatz befand. Trotz meiner vorsichtigen Hinweise, dass wir bereits eine Spur hatten, ignorierte Ravenna meine Ratschläge und setzte ihre fruchtlosen Handelsversuche fort.</p>
<p>Die Lage spitzte sich zu, als der Tauscher über die unzureichenden Angebote verärgert drohte, uns hinauszuwerfen. Ravenna, offensichtlich verlegen, begann, an Ruben herumzufummeln, was dieser jedoch nicht zu schätzen wusste. Sie bot dem Tauscher glänzende Steine an, in der Hoffnung, doch noch einen Handel abschließen zu können. Währenddessen suchte ich nach dem Kater mit der Augenklappe, konnte ihn aber nirgendwo entdecken. Da mir klar wurde, dass unsere Suche hier fruchtlos bleiben würde, bereitete ich mich innerlich darauf vor, diesen Ort zu verlassen. Letztendlich war es Inigo, der die Situation entschärfte, indem er dem Tauscher die Eidechse anbot, die er vor dem Haus gefangen hatte.</p>
<p>Die Situation eskalierte, als wir um den Kater mit der Augenklappe zu finden der Idee von Jack folgten und die verschlossenen Türen im Erdgeschoss öffneten. Wir wurden angegriffen, und es kam zu einem erbitterten Kampf. Nachdem wir uns mutig und mit großer Geschicklichkeit durch die Reihen der Feinde gekämpft hatten, standen wir vor dem Kater mit der Augenklappe, der letzte Schlüssel zu unserem Rätsel um den Federschatz. Dieser Tunichtgut gab vor, nichts über den Schatz zu wissen, behauptete, er sei gut bewacht und beobachtet. Es war mir sofort klar, dass dies ein Hinweis auf die Wachen mit den Bögen auf dem Dach sein musste, vielleicht auch auf den Kater, der am Angeln war. Ich teilte diese wertvolle Einsicht umgehend meinen Gefährten mit. Inigo, in einem Anfall von ungestümer Wildheit, machte kurzen Prozess mit dem einäugigen Schurken. Jack, der bisher nicht für seine Geistesblitze bekannt war, hatte in dieser Situation tatsächlich einen lichten Moment. Er erinnerte sich daran, dass der Tauscher als Letzter noch am Leben war, was für uns ein großes Risiko bedeutet, da dieser das Mondlichtrudel alarmieren konnte. Er und Inigo kümmerten sich darum, während Ruben die Leichen unserer Gegner plünderte.</p>
<p>Auch wenn nun alle Gegner besiegt waren galt es noch immer in der Umgebung des Hauses den Federschatz der Diva Dämmerglanz zu finden. Da Ravenna und ich schwer verletzt waren, riskierten wir, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Also mussten die anderen vorgehen und Inigo hatte einen passenden Plan: Er und Jack wollten die Wachen vom Dach stoßen, während Ravenna den Angler mit dem Bogen ausschaltete. Wie durch ein Wunder glückte dies auch, wenn man davon absieht, dass Ruben dem Angler den Rest geben musste, da Ravennas Pfeil den diesen nur verwundete.</p>
<p>Schließlich fanden wir auch den Federschatz auf einem zerstörten Boot auf dem Wasser. Ich, in meiner Weitsicht, schlug vor, den Schatz zu vernichten und auf keinen Fall etwas davon mitzunehmen. Die meisten meiner Gefährten stimmten mir zu und wir zündeten das Boot mitsamt den Federn an, ein Feuerspiel, das die Botschaft unseres Auftraggebers klar und deutlich an die Diva sendete. Wir beobachteten noch, wie die Flammen den Schatz verzehrten, und verschwanden dann in der Dunkelheit der Nacht.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Hort des Mondlichtrudels</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-22-hort_des_mondlichtrudels/</link>
      <pubDate>Wed, 22 Nov 2023 17:23:12 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-22-hort_des_mondlichtrudels/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-3---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 3 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Erneut trafen wir uns in Goldis Taverne. Diesmal war auch Benni mit von der Partie. Wir erzählten ihm vom Treffen mit Hase und überzeugten ihn, uns beim kommenden Auftrag zu helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings war ich mir zu dem Zeitpunkt nicht sicher, ob wir den Exhibitionisten wirklich gebrauchen konnten. Wir sind schon eine echt abgehalfterte Truppe. Davon darf man eigentlich niemandem erzählen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan war eigentlich fast schon zu leicht. Man hätte sich ja denken können, dass es schiefgeht, aber es kam ja auch keiner mit einer besseren Idee. Also sind wir los ins Mondlichtviertel.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-3---tagebuch-von-inigo">DSK Session 3 - Tagebuch von Inigo</h2>
<p>Erneut trafen wir uns in Goldis Taverne. Diesmal war auch Benni mit von der Partie. Wir erzählten ihm vom Treffen mit Hase und überzeugten ihn, uns beim kommenden Auftrag zu helfen.</p>
<p>Allerdings war ich mir zu dem Zeitpunkt nicht sicher, ob wir den Exhibitionisten wirklich gebrauchen konnten. Wir sind schon eine echt abgehalfterte Truppe. Davon darf man eigentlich niemandem erzählen.</p>
<p>Der Plan war eigentlich fast schon zu leicht. Man hätte sich ja denken können, dass es schiefgeht, aber es kam ja auch keiner mit einer besseren Idee. Also sind wir los ins Mondlichtviertel.</p>
<p>Am Hort angekommen, schauten wir uns etwas um und führten den Plan aus. Pummelchen schüttete den Likör noch über die Feder und Jack versuchte es dann. Natürlich war es ein Reinfall. Die ganze Feder hat nach Alkohol gestunken. Für sowas ist sich die Diva zu fein. Wie dann auch nicht anders zu erwarten, gab Ravenna wieder allen die Schuld, aber mit einer Idee ist sie natürlich nicht um die Ecke gekommen. So wie ich schon die Idee mit der Feder hatte, kam ich auf die Idee, mal mit den Katzen hier zu sprechen. Es hat wohl einige Gespräche gedauert, in denen Benni, auch ohne sich auszuziehen, ziemlich erfolgreich war.</p>
<p>Wir hatten einen möglichen Wissenden vom Mondlichtrudel. Der war zwar etwas dämlich, aber nannte uns einen, der es wissen konnte.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen. Danach haben wir uns nicht so geschickt angestellt. Zumindest waren wir ziemlich schnell in einen Kampf verwickelt, in dem wir zahlenmäßig unterlegen waren. Das haben unser Gebildeter und unser Naturmäuschen sehr schnell gemerkt. Doch ich war ja auch noch da und naja, der Streuner auch. Pummelchen hat sich wacker gehalten. Aber den Rest haben der Streuner und ich erledigt. Wir zwei waren es auch, die die Wachen auf dem Dach … naja, ähm … geschubst haben. Schubsen fand Ruben, glaub ich, auch ganz toll und hat der Wache auf dem Boot das kühle Nass gezeigt.</p>
<p>Danach fanden wir den Schatz, echt schön anzusehen. Auch wie er brannte.</p>
<p>Zurück in der Schenke hat uns Hase dann bezahlt. Ich denke, ein paar Tage Ruhe wären jetzt erstmal nicht falsch, um die Blessuren zu kurieren.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Glöckchen für den Don</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-15-gloeckchen_fuer_den_don/</link>
      <pubDate>Wed, 15 Nov 2023 17:58:57 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-15-gloeckchen_fuer_den_don/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-2---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 2 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Tage später trafen wir uns wieder in Goldis Taverne. Goldi bat darum. Ich dachte eigentlich, dass sie mich alleine hat rufen lassen. Aber Pummelchen und die Waldkatze waren auch da. Zum Glück ist diese Büchernase nicht gekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Goldi bat uns darum, die monatliche Rate an den Don zu überbringen. Natürlich gibt sie mir die Glöckchen nicht, weswegen wohl auch die anderen zwei dabei waren. Die anderen waren etwas überrascht, warum Goldi sie nicht selbst überbringt. Aber mir war das schon klar, schließlich fing dabei ja der Ärger mit den Glöckchen an. Nun ja, Schnee von gestern. Wir stimmten zu und machten uns auf den Weg zur Mäuse-Rennbahn, wo wir Rate auf einen vorgegebene Maus setzen sollten. Wie der Don auf die Scheiss Idee gekommen ist, möchte ich mal wissen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-2---tagebuch-von-inigo">DSK Session 2 - Tagebuch von Inigo</h2>
<p>Ein paar Tage später trafen wir uns wieder in Goldis Taverne. Goldi bat darum. Ich dachte eigentlich, dass sie mich alleine hat rufen lassen. Aber Pummelchen und die Waldkatze waren auch da. Zum Glück ist diese Büchernase nicht gekommen.</p>
<p>Goldi bat uns darum, die monatliche Rate an den Don zu überbringen. Natürlich gibt sie mir die Glöckchen nicht, weswegen wohl auch die anderen zwei dabei waren. Die anderen waren etwas überrascht, warum Goldi sie nicht selbst überbringt. Aber mir war das schon klar, schließlich fing dabei ja der Ärger mit den Glöckchen an. Nun ja, Schnee von gestern. Wir stimmten zu und machten uns auf den Weg zur Mäuse-Rennbahn, wo wir Rate auf einen vorgegebene Maus setzen sollten. Wie der Don auf die Scheiss Idee gekommen ist, möchte ich mal wissen.</p>
<p>Dort angekommen war eigentlich alles wie immer. Natürlich stand ich auf der Wetttafel für eine Kneipenschlägerei, das ist ja auch nicht neu. Es war eigentlich alles gut. Ich hatte zwar das Gefühl, wir sollten besser auf eine andere Maus setzen, aber das haben sie zwei nicht zugelassen.</p>
<p>Während wir uns dort umgesehen haben, kam es zu einer komischen Szene. Eine etwas zerrupfte Katze, auf die später noch eingehen, wurde des Betrügens beschuldigt und hat sich brav durchsuchen lassen. Ich mein, das kann man ja machen, aber es dann einfach so stehen lassen. Hat der Typ denn keine Eier? Ich hätte den anderen selbst rausgeprügelt, anstatt es von den Klaus Brüdern machen zu lassen.</p>
<p>Wie dem auch sei. Pummelchen und Waldkätzen haben in der Zeit irgendwas entdeckt, was sie unbedingt klauen wollten. Da die Klaus Brüder alles im Blick haben, müsste also eine Ablenkung her und wer sollte das machen. Natürlich ich. Und weil man ja schon auf mich wetten konnte, wollten sie noch mehr rausholen. Warum sie jetzt ausgerechnet den komischen Kater, der übrigens Jack heißt, damit beauftragt haben, ist mir ein Rätsel. Aber egal, er hat darauf gesetzt, dass ich eine Schlägerei anfange und ich habe es getan. Bei der Ablenkung haben es die zwei Kleptos dann doch ehrlich zu Stande gebracht, die zwei Engel Statuen zu klauen. Ob das nicht noch ein Nachspiel hat?</p>
<p>Kommen wir zu Schlägerei, die wie üblich im Hinterhof stattfindet. Ich weiß nicht, was da schiefgelaufen ist. Das Waldkätzchen und der komische Kater haben auch noch geholfen und wir haben ziemlich auf die Fresse bekommen. Mir muss wohl einer was ins Glas getan haben oder der Don hat seine Finger im Spiel. Ich hin einer der stärksten Katzen in Havena, das kann ich so nicht auf mir sitzen lassen.</p>
<p>Wie dem auch sei, die Wette wurde gewonnen. Moment mal, da steht mir noch ein Anteil zu! Und Goldis Rate würde auch bezahlt. Aber das ist noch nicht alles, wir trafen im Anschluss ja noch Hase, einen Waschbären. Der erste Erwachte, den ich gesehen habe, aber warum auch nicht. Irgendwas Komisches ist dabei passiert. Der komische Kater hat was auf den Tisch gestellt und wurde kurz darauf von Klaus und Claus rausgeschmissen. Er hat wohl doch beim Schach beschissen.</p>
<p>Wie dem auch sei, Hase gab uns einen neuen Auftrag. Einen, der womöglich viel Ärger verspricht. Wir sollen den Federnschatz der Diva Dämmerglanz finden und vernichten. Da ist wohl ein Kater abgeschossen worden und kommt mit der Zurückweisung nicht klar. Gut, ich habe gehört, dass sie sehr eingebildet ist, allerdings wohl auch sehr hübsch. Wir haben also angenommen.</p>
<p>Dann haben wir erstmal unsere Wunden geleckt. Ich hatte ja nicht gedacht, dass das Waldkätzchen meine Pfoten verbindet, aber ich kann mich ja auch mal täuschen. Als wir darüber in Goldis Taverne sprachen, in der zufällig auch der komische Kater war, sind wir auf die Idee gekommen. Der Diva eine weiße Pfauenfeder zu schenken. Die wir vorher mit Likör tränken, um so den Ort des Federnschatzes zu finden.</p>
<p>Am nächsten Tag sind wir also los in den Wald. Tatsächlich hat uns die Nase des Waldkätzchens auch zu einem Ort gebracht, an dem Pfauen leben. Wir haben ein paar von ihnen erledigt und am Ende auch einen Weißen gefunden. Wieder einmal haben ein paar von uns etwas einstecken müssen. Naja, vielleicht lässt sich das Waldkätzchen ja jetzt von mir die Pfoten verbinden.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Rettung von Goldi&#39;s Taverne</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-10-30-die-rettung-von-goldis-taverne/</link>
      <pubDate>Mon, 30 Oct 2023 21:24:52 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-10-30-die-rettung-von-goldis-taverne/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-2---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase&#34;&gt;DSK Session 2 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich an diesem Abend nur in aller Ruhe eine Mäusemilch trinken und mein Buch weiterlesen. Aber in Goldis Taverne, einem eigentlich recht angenehmen Ort, herrschte eine gewisse Unruhe. An einem Tisch in der Mitte der Taverne spielten drei Kater ein Kartenspiel, welches mir unbekannt war. Allerdings schienen dabei gewisse lautstarke Äußerungen unabdingbar zu sein. Eine furchtbare Sache und für sich allein schon kaum zu ertragen, wenn man einen ruhigen Abend verbringen möchte. Weiter hinten in der Taverne saß ein kleiner, dicklicher und schmuddeliger Kater, der an sich nur ein Müllwühler sein konnte. Dieser schaufelte unablässig irgendein Zeug in sich hinein. Am Tresen stand ein abgehalfterter Rattenjäger, der die Wirtin allem Anschein nach schon etwas näher kannte, aber noch nicht so nahe, wie er es dem Anschein nach gerne hätte. Abgerundet wurde diese illustre Gesellschaft von einer derart eingebildeten Dachtänzerin, die so sehr mit allen anlegen wollte, dass ich davon ausgehe, dass sie gerade läufig ist. Nein, diese Gesellschaft ist nichts für einen gebildeten Kater wie mich.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-2---aus-den-erzählungen-von-benjamin-büchernase">DSK Session 2 - Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase</h2>
<p>Eigentlich wollte ich an diesem Abend nur in aller Ruhe eine Mäusemilch trinken und mein Buch weiterlesen. Aber in Goldis Taverne, einem eigentlich recht angenehmen Ort, herrschte eine gewisse Unruhe. An einem Tisch in der Mitte der Taverne spielten drei Kater ein Kartenspiel, welches mir unbekannt war. Allerdings schienen dabei gewisse lautstarke Äußerungen unabdingbar zu sein. Eine furchtbare Sache und für sich allein schon kaum zu ertragen, wenn man einen ruhigen Abend verbringen möchte. Weiter hinten in der Taverne saß ein kleiner, dicklicher und schmuddeliger Kater, der an sich nur ein Müllwühler sein konnte. Dieser schaufelte unablässig irgendein Zeug in sich hinein. Am Tresen stand ein abgehalfterter Rattenjäger, der die Wirtin allem Anschein nach schon etwas näher kannte, aber noch nicht so nahe, wie er es dem Anschein nach gerne hätte. Abgerundet wurde diese illustre Gesellschaft von einer derart eingebildeten Dachtänzerin, die so sehr mit allen anlegen wollte, dass ich davon ausgehe, dass sie gerade läufig ist. Nein, diese Gesellschaft ist nichts für einen gebildeten Kater wie mich.</p>
<p>Noch viel Schlimmer wurde da Ganze, als Goldi, die Besitzerin und Wirtin besagter Taverne nach einer Weile nicht mehr aus der Küche kam und ihr Kunden allem Anschein nach vernachlässigt. Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem ich über eine weitere Mäusemilch nachdachte, vernahm ich so etwas wie einen Schrei. Der abgehalfterte Rattenjäger stürmte sofort los und rannte, vermutlich um die Wirtin in irgendeiner Form zu beeindrucken los, in die Küche des Etablissements. Als dieser Rüpel nicht mehr auftauchte entschloss ich mich, selbst nach dem Rechten zu sehen. Ich wollte schließlich auch noch den Wunsch nach einer weiteren Mäusemilch gegenüber der Wirtin zum Ausdruck bringen. Ein Umstand der die Anwesenheit ebendieser erfordert. Scheinbar hatten auch die schlecht gelaunte Dachtänzerin und der Müllwühler einen ähnlichen Gedanken und so fanden wir uns alle gemeinsam in der Küche ein. Von der Wirtin und ihrem abgehalfterten Freier fanden wir jedoch keine Spur. Allerdings stand die Tür zum Garten weit offen. Da ich nicht daran glauben wollte, dass dich für der Rüpel die Hoffnung auf ein Schäferstündchen erfüllt hat, beschloss ich, sicherheitshalber der Sache auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Scheinbar war ich nicht der Einzige mit diesem Gedanken, denn auch die anderen fanden ich im Garten, oder besser der Stallungen hinter dem Garten ein. Dort sahen wir, wie ein Rudel Ratten versuchte, die Eier von Goldi&rsquo;s Hühnern zu erbeuten und wie der Rattenjäger scheinbar völlig mit seinem Job überfordert war. Meiner elaborierten Einschätzung nach fuchtelte er nur ungestüm mit seinem Schwert herum. Da dies, aus meiner Sicht, auf keinen Fall zum Erfolg führen konnte, beschloss ich beherzt einzugreifen und den Ratten mit einem Stab zu Leibe zu rücken. Nicht ohne Stolz, kann ich vermerken, dass ich hierbei sehr erfolgreich war. Auch die anderem gingen mehr oder weniger erfolgreich vor. Dennoch, die Wirtin wurde bei dem heftigen Scharmützel verletzt. Ein Umstand, der sie die nächsten Tage und Wochen an der Ausübung des kulinarischen Anteils ihrer Profession hindern würde.</p>
<p>Zurück in der Taverne und nachdem alle Wunden versorgt waren, kamen wir zu einer kurzen Beratung zusammen. Damit die Dame ihr Etablissement erhalten konnte, war es nötig, dass ihren Kunden irgendeine Art von Gericht anbieten konnte. Hier bot sich vor allem eine einfache aber beliebte Delikatesse aus geräuchertem Aal. Dieser stünde auch am alten Hafen zum Verkauf. Da die liebe Goldi, sicherlich aus gutem Grund, dem Rattenfänge, Inigo war sein Name, die Mondglöckchen auf keinen Fall anvertrauen wollte, nahm ich diese an mich. Ich muss erwähnen, dass ich seit diesem Zeitpunkt stets den gierigen Blick von Ravenna, der Dachtänzerin auf mir ruhen spürte. Lediglich der moppelige Ruben schien kein Interesse am Geld zu haben, aber der fand sein Glück ja auch in Mülltonnen.</p>
<p>Am nächsten Abend trafen wir uns beim Aal-Haus am Hafen. Der unglaublich verführerische Geruch nach Fisch und anderen Leckereien umschmeichelte meine Nase. Gemeinsam beschlossen wir, die unverhohlene Einladung, die das Gebäude der Zweibeiner aussprach anzunehmen und es zu erkunden. Die anderen schlichen zuerst hinein. Ich hingegen entledigte mich meiner durchaus stilvollen Kleidung, um gegebenenfalls für eine Ablenkung sorgen zu können und folgte den anderen.</p>
<p>Im Gebäude war ein Zweibeinerin mit dem Zerlegen von Fischen beschäftigt. Ich setzt mein bestes Hauskatzengesicht auf marschierte auf sie zu, maunzte so lieb ich konnte und drehte mich auf den Rücken. Dier Trick funktioniert immer bei den Menschen. Bislang habe ich damit auch immer alles bekommen, was ich mir ersehnte. Dieses Mal ging es aus irgendeinem Grund schief. Vermutlich war es die Anwesenheit der anderen, die die Frau davon abhielt mir zu Willen zu sein, daher verjagte sie uns mit einem Besen. Eine Schmach, die ich den anderen wohl noch etwas nachtragen werde.</p>
<p>Zwar gelang allen, dank meiner geschickten Ablenkungsmanöver, die Flucht aber bei der Rückkehr mussten wir feststellen, dass die Mondglöckchen von Goldi fehlten. Da dieser Inigo zuerst aus dem Haus gerannt ist und schon von Anfang an nur auf das Geld scharf war habe ich ihn im Verdacht, dass er sich an meinem Eigentum vergangen und die Mondglöckchen genommen hat. Er wollte auch nicht, dass wir danach suchen. Ein Umstand der ihn nur noch verdächtiger machte.</p>
<p>Ohne ein substanzielles Vermögen und vertrieben aus dem Aal-Haus blieb uns nichts anders übrig, die Bootshäuer der Hafengegend nach unserem neuen Reichtum an fischigen Gütern zu durchsuchen, um der armen Goldi doch noch zu Diensten zu sein. Hierbei waren vor allem meine scharfen Sinne von Nutzen. Ich konnte und möchte dabei keineswegs angeben, den Aal sehr genau in einem der Bootshäuser ausmachen. Leider wurde dieser von einem Straßenköter bewacht. Es gelang uns jedoch, diesen mit einigen gezielten Schlägen außer Gefecht zu setzen.</p>
<p>Die Beute, war den Aufwand wert. Zwei geräucherte Aale, einen Schwertfisch und einen Oktopus konnten wir erbeuten. Es bedurfte zwar einiger Mühe, aber es gelang, all das zu verletzten Wirtin zu schleppen, welche man durchaus als hellauf begeistert bezeichnen konnte. Immerhin konnte sie ihre Gäste nun für die nächsten Tage versorgen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Aller Anfang ist schwer</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/</link>
      <pubDate>Wed, 25 Oct 2023 06:35:46 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-1---tagebuch-von-inigo&#34;&gt;DSK Session 1 - Tagebuch von Inigo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&#34;Inigo Montoya&#34; loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/token_daniel.webp&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-treffen&#34;&gt;Das Treffen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, wie war das noch gleich. Da habe ich doch in Goldis Taverne gleich 3 Vagabunden getroffen. Die scheinen alle ja nicht ganz Helle zu sein, aber naja ich selber kann bisher ja auch nicht mit cleveren Entscheidungen glänzen. Zumindest sind sie so ehrenhaft, dass sie einem schreiendem Mädchen zur Hilfe eilen. Auch scheinen sie einiges auf dem Kasten zu haben, denn mit diesem Rattenungeziefer sind sie ganz gut klar gekommen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="dsk-session-1---tagebuch-von-inigo">DSK Session 1 - Tagebuch von Inigo</h2>
<p><img alt="Inigo Montoya" loading="lazy" src="/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/token_daniel.webp"></p>
<h2 id="das-treffen">Das Treffen</h2>
<p>Tja, wie war das noch gleich. Da habe ich doch in Goldis Taverne gleich 3 Vagabunden getroffen. Die scheinen alle ja nicht ganz Helle zu sein, aber naja ich selber kann bisher ja auch nicht mit cleveren Entscheidungen glänzen. Zumindest sind sie so ehrenhaft, dass sie einem schreiendem Mädchen zur Hilfe eilen. Auch scheinen sie einiges auf dem Kasten zu haben, denn mit diesem Rattenungeziefer sind sie ganz gut klar gekommen.</p>
<p>Leider wurde Goldi von den Ratten verletzt und sie kann die Taverne die nächsten Tage nicht richtig führen. Sie bat uns ihr geäucherten Aal zu besorgen. Den lieben die Katzen hier. Außerdem muss man dafür nicht kochen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es so eine gute Idee von Goldi ist, dass die mich auf dem Weg zum Aal-Haus begleiten. Auch hätte ich die Brillenschlange nicht die Mondglöckchen gegeben. Die werde ich definitiv im Auge behalten und wenn sie Goldi abzocken, dann können sie ihr blaues Wunder erleben. Also mal abwarten, was das morgen wird.</p>
<h2 id="der-fischmarkt-am-aal-haus">Der Fischmarkt am Aal-Haus</h2>
<p>Alter das war ein Ding, das glaub mir keine Katze. Aber eines nach dem anderen.
Wir sind plannungsmässig am nächsten Abend losgegangen. Am Fischmarkt angekommen, haben wir uns überwunden, dass wir uns gegenseitig vorstellen.</p>
<h2 id="ruben-der-lumpensammler">Ruben, der Lumpensammler</h2>
<p><img alt="Ruben" loading="lazy" src="/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/token_marcel.webp"></p>
<p>Ein Allessammler oder wie man das auch nennt. Pummelig, dreckig und ungepflegt. Aktuell fällt mir nicht mehr dazu ein. Kommt aber vielleicht noch.</p>
<h2 id="benni-die-brillenschlange">Benni, die Brillenschlange</h2>
<p><img alt="Benjamin Büchernase" loading="lazy" src="/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/token_hans.webp"></p>
<p>Ein Gelehrter, der denk clever zu sein. Sehr clever war er nicht, als er unseren Anschleichversuch torpediert und auch noch ganze Mondglöckchen verloren hat. Aber dazu schreib ich später noch was.</p>
<h2 id="ravenna-die-schroffe">Ravenna, die Schroffe</h2>
<p><img alt="Ravenna" loading="lazy" src="/posts/2023-10-21-aller_anfang_ist_schwer/token_bianca.webp"></p>
<p>Ich muss zugeben, sie sieht schon ganz taff aus und mit dem Bogen kann sie auch umgehen. Doch ihr Benehmen lässt zu wünschen übrig. Über den Lumpensammler und dir Brillenschlange kann man herziehen, aber dass sie Goldi grundlos so schroff angesprochen hat, zeigt nur, dass sie nicht mit anderen Katzen kann.</p>
<h2 id="das-aal-haus">Das Aal-Haus</h2>
<p>Also ich wollte die Aale ja direkt beim Händler kaufen, da wäre einfach gewesen und man hätte eventuell einen guten Preis aushandeln können. So hätten wir bestimmt noch ein paar Glöckchen für uns gehabt. Die Schroffe wollte die Aale ja unbedingt klauen. Doch das war noch nicht mal das Schlimmste.
Da haben wir uns also in das Aal-Haus geschlichen. Da war noch ein Mensch, aber den hatten wir noch nicht gesehen. Außer unser Hobby-Exhibitionist Benni, kommt der doch glatt auf die Idee, sich nackig vor dem Menschen zu legen. Natürlich in der Hoffnung gegrault zu werden, aber &ldquo;Hallo, wir sind in einem Fischladen&rdquo;. Menschen mögen nicht, wenn wir Katzen in der Nähe ihrer Fische sind. Also wurden wir rausgescheucht. Ob sie uns wirklich wahrgenommen hat oder uns nur als Katzen gesehen hat, weiß ich nicht. Eigentlich müssten wir dem Don bescheid geben. Der würde die Angelegenheit klären und eventuell die &ldquo;Putzer&rdquo; schicken. Aber das gibt nur Ärger. Hoffen wir einfach, dass nichts passiert.
Wo war ich noch, ach ja wir wurden rausgescheucht.  Draußen hat sich Benni dann wieder angezogen und dem Schlauberger ist dann aufgefallen, dass die ganzen Mondglöckchen von Goldi weg sind. Man lässt sie ja auch nicht einfach so rumliegen. Also musste wir dann doch klauen gehen.</p>
<h2 id="die-bootshäuser-mit-fischen">Die Bootshäuser mit Fischen</h2>
<p>Wir haben also die Bootshäuser unterhalb des Hafens abgeklappert. Nachdem wir erst wieder einen Menschen gesehen hatten, hatten wir zwei Bootshäuser ohne Menschen entdeckt. Doch den leckeren Aal Geruch konnten wir da nicht ausmachen. Schließlich fanden wir ein Boot mit geräuchertem Aal. Doch war da auch ein Köter, welcher uns relativ schnell entdeckte. Hier war aber Verlass auf die Vagabunden. Zusammen haben wir den Köter auseinander genommen. Im Boothaus fanden wir zwei geräucherte Aal, ein Schwertfisch und einen Oktopus. Alles haben wir mitgenommen und Goldi gebracht. Sie hat sich sehr gefreut, das wird sich somit die nächsten Tage gut um ihre Gäste kümmern können.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Verlassene Mine</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-09-04-verlassene_mine/</link>
      <pubDate>Mon, 04 Sep 2023 21:20:43 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-09-04-verlassene_mine/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---34-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 34. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tief im dichten Wald südlich des Finsterkamms, umgeben von hohen Bäumen und dichtem Unterholz, entdeckten wir eine verborgene Senke. Diese natürliche Vertiefung, geschützt durch das dichte Grün, barg den Eingang zu einer alten, längst vergessenen Mine, in welcher sich das Hauptlager der Schwarzpelze verbergen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Gruppe, bestehend aus Link, Gray, Andaryn, Stordian und mir, war fest entschlossen, den orkischen Priester, der uns immer wieder über den Weg lief, zu finden. Doch als wir die Senke erreichten, wurde uns schnell bewusst, dass dieses Lager besser angelegt und verteidigt war als die anderen. Die Schwarzpelze hatten den Eingang zur Mine mit Palisaden gesichert und Wachposten strategisch positioniert. Im Zusammenspiel mit der versteckten Lage hatten sie hier ein nahezu perfektes Hauptlager errichtet.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---34-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 34. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Tief im dichten Wald südlich des Finsterkamms, umgeben von hohen Bäumen und dichtem Unterholz, entdeckten wir eine verborgene Senke. Diese natürliche Vertiefung, geschützt durch das dichte Grün, barg den Eingang zu einer alten, längst vergessenen Mine, in welcher sich das Hauptlager der Schwarzpelze verbergen sollte.</p>
<p>Unsere Gruppe, bestehend aus Link, Gray, Andaryn, Stordian und mir, war fest entschlossen, den orkischen Priester, der uns immer wieder über den Weg lief, zu finden. Doch als wir die Senke erreichten, wurde uns schnell bewusst, dass dieses Lager besser angelegt und verteidigt war als die anderen. Die Schwarzpelze hatten den Eingang zur Mine mit Palisaden gesichert und Wachposten strategisch positioniert. Im Zusammenspiel mit der versteckten Lage hatten sie hier ein nahezu perfektes Hauptlager errichtet.</p>
<p>Gray erkannte die drohende Gefahr und beschwor zur Unterstützung zwei Eiselementare, die uns in der Form von Eisvögeln erschienen. Link, unser Waldläufer, nutzte seine Fähigkeiten, um die Umgebung zu erkunden. Doch sein Versuch, einen abseits stehenden Ork heimlich zu ermeucheln, ging schief und alarmierte die umstehenden Wachen. Ein heftiger Kampf entbrannte. Die Schwarzpelze, unterstützt von einem mislaunischen Minotaurus, stellten eine ernsthafte Bedrohung dar. Doch dank unserer Zusammenarbeit und der geschickten Nutzung des Geländes konnten wir den Kampf für uns entscheiden.</p>
<p>Vor dem Eingang zur Mine nahmen wir uns einen Moment Zeit, um unsere Wunden zu versorgen. Einige von uns waren schwer verletzt, und die Wunden brannten und pochten schmerzhaft. So griff der ein oder andere zu einem Heiltrank, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu beschleunigen.</p>
<p>Mit Vorsicht betraten wir die Mine und folgten dem langen, dunklen Gang, der sich immer tiefer in das Erdreich erstreckte. Die Luft wurde mit jedem Schritt kälter, und ein unheimliches Echo begleitete uns. Am Ende des Ganges wurden wir von einem weiteren Minotaurus und drei Orkkriegern in einem engen Raum konfrontiert. Obwohl der Raum beengt war, waren wir auf den Kampf vorbereitet und wurden nicht von den Gegnern überrascht. Nach einem heftigen Schlagabtausch konnten wir auch diese Bedrohung beseitigen.</p>
<p>Aus der Tiefe der Mine drangen seltsame Geräusche zu uns herauf: das Plätschern von fließendem Wasser und das dumpfe Schlagen von Metall auf Stein. Ein erster Blick in die Mine enthüllte einen Raum mit einem Altar, daneben eine grausige Schlachtbank. Das Bild, das sich uns bot, ließ uns erahnen, dass hier Rituale von großer Bedeutung für die Schwarzpelze stattfanden. Doch wir betraten den Hauptraum noch nicht, uns war bewusst, dass weitere Gefahren auf uns warten könnten.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Familienzusammenführung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-07-21-familienzusammenfuehrung/</link>
      <pubDate>Sun, 23 Jul 2023 12:12:08 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-07-21-familienzusammenfuehrung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---33-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 33. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Tage nach der Schlacht waren geprägt von Unruhe und Misstrauen. Tuzzugh, ein junger Halbork, den wir aufgenommen hatten, brachte eine beunruhigende Nachricht: Einer unserer Soldaten soll regelmäßig das Lager der Schwarzpelze aufgesucht haben. Ein möglicher Verräter in unseren Reihen - ein Gedanke, der schwer zu ertragen war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir begannen, die Dienst- und Wachpläne zu durchforsten, um Verdächtige zu ermitteln. Die Tage, an denen der Soldat angeblich das Lager der Orken besucht hatte, führten uns zu drei Soldaten. Doch wir hatten keine konkreten Beweise, nur die Aussage eines Halborks, den wir kaum kannten. Daher beschlossen wir, diese bei ihrem nächsten Dienst außerhalb der Burg zu überwachen. Am 24. Travia 1043 BF wurde sie scheinbar regulär dazu eingeteilt, in den umliegenden Wäldern Nahrung zu suchen und nach Orken Ausschau zu halten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---33-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 33. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Die Tage nach der Schlacht waren geprägt von Unruhe und Misstrauen. Tuzzugh, ein junger Halbork, den wir aufgenommen hatten, brachte eine beunruhigende Nachricht: Einer unserer Soldaten soll regelmäßig das Lager der Schwarzpelze aufgesucht haben. Ein möglicher Verräter in unseren Reihen - ein Gedanke, der schwer zu ertragen war.</p>
<p>Wir begannen, die Dienst- und Wachpläne zu durchforsten, um Verdächtige zu ermitteln. Die Tage, an denen der Soldat angeblich das Lager der Orken besucht hatte, führten uns zu drei Soldaten. Doch wir hatten keine konkreten Beweise, nur die Aussage eines Halborks, den wir kaum kannten. Daher beschlossen wir, diese bei ihrem nächsten Dienst außerhalb der Burg zu überwachen. Am 24. Travia 1043 BF wurde sie scheinbar regulär dazu eingeteilt, in den umliegenden Wäldern Nahrung zu suchen und nach Orken Ausschau zu halten.</p>
<p>Bevor wir uns auf den Weg machten, entbrannte eine kurze Debatte in unserer Gruppe. Einige waren der Meinung, dass wir die einzelnen Soldaten direkt verfolgen sollten. Doch ich wies darauf hin, dass nur Link dazu in der Lage wäre, jemanden unbemerkt zu verfolgen. Es wäre riskant, wenn wir anderen versuchen würden, unauffällig Soldaten zu beschatten die in einem Wald voller Feinde Nahrung suchten. Stattdessen schlug ich vor, dass wir uns von Tuzzugh zum Lager der Orken führen lassen und dort auf Auerbach warten sollten. Nach einigem Hin und Her stimmten die anderen meinem Plan zu.</p>
<p>So ließen wir uns von Tuzzugh zu seinen ehemaligen Gefährten führen. Link nahm die Aufgabe der Erkundung auf sich. Er schlich sich leise an das Lager heran, verborgen in den Schatten der umliegenden Bäume. Dort entdeckte er eine erschütternde Szene: Eine Frau und zwei Kinder, angekettet und in einem erbärmlichen Zustand. Sie sahen aus, als hätten sie seit Tagen nichts mehr zu essen bekommen, und die Frau saß in einem teilweise zerstörten Rollstuhl.</p>
<p>Link beobachtete das Lager aus seinem Versteck heraus, seine Augen suchten nach weiteren Anzeichen von Gefahr. Nach einer Weile erschien ein Soldat in der Uniform von Burg Finster. Er sprach leise mit dem Häuptling der Orks, doch Link konnte ihn nur von hinten sehen. Als der Soldat sich jedoch zu den Gefangenen wandte, konnte Link ihn endlich erkennen. Es war tatsächlich Helmut Auerbach. Er brachte den Gefangenen Essen und Trinken, eine Geste, die uns zeigte, dass er nicht aus Bosheit, sondern aus Verzweiflung gehandelt hatte. In diesem Moment bestätigte sich unser Verdacht, dass die Frau und die Kinder, die Link entdeckt hatte, um Auerbachs Familie handelte. Es war ein Bild, das uns alle tief berührte und uns die Tragik der Situation noch deutlicher vor Augen führte.</p>
<p>Wir zogen uns zurück und ritten zu Burg Finster, um unser weiteres Vorgehen zu planen. Uns war klar, dass die Gefangenen der Orks befreien mussten, denn lange würde diese die Behandlung, die sie von den Schwarzpelzen erfuhren, nicht überleben. So sattelten wir kaum bei der Burg angekommen die Pferde und brachen erneut zum Kriegslager der Orks auf.</p>
<p>Als wir dort ankamen war es bereits spät in der Nacht und die orkischen Krieger schliefen bereits. Zu unserm Glück hatten sie lediglich eine Wache aufgestellt, mit der Link kurzen Prozess machte. Um die Gefangenen sicher befreien zu können erschuf Gray eine Eismauer, die es Link ermöglichte die Schlösser der Ketten zu knacken. Währenddessen gelang es mir einige Zelte und Schwarzpelze mittels dem Ignifaxius Zauber in Brand zu setzen. Dies lenkte die Krieger so weit ab, dass Stordian und Andaryn die Kinder und die Frau in Sicherheit bringen konnten. Gemeinsam mit den Befreiten gelang uns die Flucht, doch ging uns hierbei Tuzzugh verloren.</p>
<p>Wenige Stunden vor dem Sonnenaufgang des nächsten Tages erreichten wir erneut die Burg. Dort ließen wir der Frau die dringend benötigte medizinische Hilfe zukommen. Die Kinder wurden direkt zu der Küche gebracht, damit sie, neben den alten Honigkuchen von Link, auch mal was Anständiges zu essen bekamen. In der Zwischenzeit weckte der Hauptmann der Wache den Verräter Helmut, damit wir diesen im Gemeinschaftsraum des Palas zur Rede stellen konnten.</p>
<p>Wir machten ihm klar, dass wir von einem Verrat wussten und gingen hart mit ihm ins Gericht. Am Anfang versuchte er noch alles zu verschweigen aber sicherlich nur um seine Familie zu schützen. Als wir schließlich seine Kinder zu ihm brachten brach er sein Schweigen und gestand alles. Zu seinem Glück hatte er den Schwarzpelzen nichts verraten, dass diese nicht auch durch eigene Beobachtung, in Erfahrung hätten bringen können. Daher entschieden wir, dass er bereits genug gestraft sei und glaubten seinen Beteuerungen, dass so etwas nie wieder vorkommen würde.</p>
<p>Mit dem ersten Licht des neuen Tages wurden wir von der Wache zum Tor gerufen. Dort stand Tuzzugh, der Halbork, mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einer Karte in der Hand. Er war zurückgekehrt und hatte uns eine Karte des Hauptlagers der Schwarzpelze mitgebracht. Diese Karte, die er während der Befreiung der Frau und Kinder aus dem Zelt des Orkhäuptlings gestohlen hatte, war ein Hoffnungsschimmer inmitten der durch die Belagerung angespannten Situation.</p>
<p>Später an diesem Tag kam auch noch ein Bote des Entsatzheers aus Greifenfurt. Er war dem Heer vorausgeritten, das durch das schlechte Wetter aufgehalten wurde. Seine Nachricht war klar: Das Heer würde noch zehn Tage brauchen, um die Burg zu erreichen. Zehn weitere Tage des Wartens, des Kämpfens, des Bangens. Aber wir hatten keine Wahl. Wir mussten durchhalten.</p>
<p>Mit der Karte von Tuzzugh in der Hand begannen wir, Pläne für die nächsten zehn Tage zu schmieden. Wir mussten unsere Verteidigung stärken, unsere Ressourcen weiter rationieren und durch gefährliche Jagdausflüge ergänzen. Auch ein nächster Angriff der Schwarzpelze konnte jederzeit über uns hereinbrechen. Doch die Karte zeigte uns, wo das Hauptlager der Schwarzpelze lag, und eröffnete uns neue Möglichkeiten. So beschlossen wir das Hauptlager schnellstmöglich auszukundschaften.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Belagerung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-07-07-belagerung/</link>
      <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 16:01:01 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-07-07-belagerung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---32-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 32. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diese Schlacht hat mir einmal mehr die brutale Realität eines Krieges vor Augen geführt. Als Magier bin ich es gewohnt, Probleme mit meinem Verstand und meiner Magie zu lösen, doch auf dem Schlachtfeld zählen oft nur rohe Gewalt und Entschlossenheit. Es ist eine harte Lektion, die ich nicht vergessen werde. Auch wenn wir mit unserem Leben davonkamen, hat uns dieser Angriff der Schwarzpelze viel gekostet und wir müssen davon ausgehen, dass Burg Finster belagert wird. So blieb uns keine Zeit zur Erholung. Wir hatten Verwundete zu versorgen und die Leichen der Schwarzpelze sowie der beiden Oger, die vor den Toren von Burg Finster lagen, mussten beseitigt werden, bevor es zu Krankheiten oder Seuchen kommen konnte. Eine mühsame Aufgabe, an der sich unter der Leitung von Stordian alle beteiligten, die unverletzt geblieben waren oder deren Verletzungen die schwere Arbeit zuließen. Die gefallenen Schwarzpelze wurden mit einem Ochsenkarren zum Fuß des Berges gebracht. So konnten wir auch unsere Ausrüstung mit der der Feinde ergänzen, bevor wir die Überreste verbrannten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---32-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 32. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Diese Schlacht hat mir einmal mehr die brutale Realität eines Krieges vor Augen geführt. Als Magier bin ich es gewohnt, Probleme mit meinem Verstand und meiner Magie zu lösen, doch auf dem Schlachtfeld zählen oft nur rohe Gewalt und Entschlossenheit. Es ist eine harte Lektion, die ich nicht vergessen werde. Auch wenn wir mit unserem Leben davonkamen, hat uns dieser Angriff der Schwarzpelze viel gekostet und wir müssen davon ausgehen, dass Burg Finster belagert wird. So blieb uns keine Zeit zur Erholung. Wir hatten Verwundete zu versorgen und die Leichen der Schwarzpelze sowie der beiden Oger, die vor den Toren von Burg Finster lagen, mussten beseitigt werden, bevor es zu Krankheiten oder Seuchen kommen konnte. Eine mühsame Aufgabe, an der sich unter der Leitung von Stordian alle beteiligten, die unverletzt geblieben waren oder deren Verletzungen die schwere Arbeit zuließen. Die gefallenen Schwarzpelze wurden mit einem Ochsenkarren zum Fuß des Berges gebracht. So konnten wir auch unsere Ausrüstung mit der der Feinde ergänzen, bevor wir die Überreste verbrannten.</p>
<p>Doch auch anderweitig gab es viel zu tun, daher teilten wir die Arbeit auf. Zuerst galt es, eine gründliche Bestandsaufnahme durchzuführen, und diese fiel nicht gut aus. Die Vorratskammern waren so gut wie leer und die Waffenkammer sah nicht besser aus. Ein Frevel, eine Wehranlage so verkommen zu lassen. Der übermäßige Schmuck und Luxus, in dem der Burgvogt lebte, erweckte einen Verdacht, den Andaryn im Laufe der letzten Tage durch unauffällige Gespräche mit dem Gesinde erhärten konnte.</p>
<p>Die Tatsache, dass der Burgvogt in die eigene Tasche gewirtschaftet hatte, erfüllte mich mit Zorn und Enttäuschung. An der Akademie Schwert und Stab zu Gareth habe ich gelernt, dass Loyalität und Ehre von höchster Bedeutung sind und einen entsprechenden Eid geleistet. Dieser Verrat ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die ihr Leben für die Verteidigung dieser Burg riskiert haben. Umso mehr ist es mir eine Genugtuung, dass Andaryn diesen schmierigen Kerl in eine Zelle im Bergfried gesteckt hat.</p>
<p>Durch die Versäumnisse der letzten Jahre und die intensive Schlacht waren die Waffen und Rüstungen von uns und den Soldaten teilweise stark in Mitleidenschaft gezogen. Kalidor und der Schmied aus dem Weiler nahmen sich dieses Problems an und leisteten gute Arbeit, wobei sich Kalidor auf die Ausbesserung der Waffen konzentrierte und der Schmied des Dorfes die Rüstungen reparierte.</p>
<p>In den Abendstunden kümmerten wir uns um das Militärtribunal, das aufgrund der Wachverfehlung eines jungen Soldaten, der Gray in den Rücken geschossen hatte, nötig wurde. Die Entscheidung, den Wachsoldaten anzuklagen und zu bestrafen, fiel mir nicht leicht. Dennoch sah ich es als meine Pflicht an. Als Soldat verstehe ich die Bedeutung von Disziplin und Verantwortung, aber ich weiß auch, dass jeder Mensch Fehler machen kann. Vor allem in einer solch angespannten Situation wie einer Schlacht. Da aber einer seiner Kameraden aussagte, dass der betroffene Soldat seine Pflichten hinsichtlich der Waffenübungen vernachlässigt hätte, musste meiner Ansicht nach ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Auf der Burg wurden die militärischen Pflichten scheinbar sträflich vernachlässigt. Daher forderte ich, den Jungen auspeitschen zu lassen. Eine Praxis, die an der Akademie nicht unüblich ist.</p>
<p>In den Tagen vor dem Tribunal übernahmen meine Gefährten, neben ihren anderen Pflichten, auch noch die verantwortungsvolle Aufgabe, die Verteidigung des Delinquenten zu organisieren. So stellte sich recht schnell heraus, dass es sich um den Sohn des Hauptmanns der Wache handelte, was erklärte, warum dieser eine besonders harte Bestrafung gefordert hatte. Ich würde an seiner Stelle ähnlich handeln. Allerdings setzten sich fast alle Kameraden des Beschuldigten vorbehaltlos für diesen ein, was mich ein bisschen an der Aussage, dass er das Training nicht ernst nehmen würde, zweifeln ließ. Da aber ein Urteil gefällt und eine Strafe verhängt werden musste, einigten wir uns nach ausführlicher Beratung auf zwei Monate Dienst ohne Sold und die Verhängung einiger Strafarbeiten. Ich hoffe, dass diese Erfahrung dem Jungen eine Lektion erteilt hat und es nie wieder zu einer Verfehlung mit diesem Ausmaß kommt.</p>
<p>In der Zwischenzeit rotierten die Soldaten zwischen Wache und der Nahrungsbeschaffung, wobei sie anfangs von Link unterstützt wurden. Auch Stordian versuchte sein Glück, blieb aber erfolglos. Weiterhin wurden auch einige sehr vorsichtige Erkundungsmissionen durchgeführt. Bei diesen gelang es uns, drei weitere Lager der Schwarzpelze aufzuklären. Die Größen schätzten wir auf 30, 20 und 10 Mann. Da wir in den Lagern nur Krieger fanden, mussten wir davon ausgehen, dass es noch weitere Lager oder zumindest ein Hauptlager gibt, in dem sich die restlichen Orken befinden.</p>
<p><img alt="Tuzzugh, ein junger Halbork" loading="lazy" src="/posts/2023-07-07-belagerung/token_Tuzzugh.webp"></p>
<p>Von der letzten Erkundung brachte Link einen übel zugerichteten jungen Halbork namens Tuzzugh mit, der vor den Schwarzpelzen geflohen war. Er sprach nur wenige Worte Garethi, daher übersetzten Andaryn und Stordian für ihn aus dem Oloarkh, der Gemeinsprache der Orken, Goblins und Ogern. Tuzzugh berichtete von seinem kleinen Lager mit etwa einem Dutzend Schwarzpelzen und dass er als Halbork von den Orks immer verspottet und misshandelt wurde. Da er befürchten musste, von den allgemein aufgebrachten und häufig schwer berauschten Kriegern eines Tages bei einem Wutausbruch erschlagen zu werden, ist er geflohen. Er wollte sich in eine Siedlung der Menschen absetzen, obwohl er keine rechte Vorstellung davon hat, wie eine solche aussieht, oder was ihn dort erwarten könnte. Tuzzugh konnte uns berichten, dass der Tairach-Priester auf der Suche nach etwas sei und die Sippen der Ausgestoßenen vereint und hierher geführt hat. Er sprach von zwei Symbolen, einem Heptagramm und einem Hexagon. Was diese Symbole bedeuten, wusste er aber nicht.</p>
<p>Wir hingegen sind diesen Symbolen im Verlies unter dem alten Turm schon einmal begegnet und dass die Schwarzpelze danach suchen, beunruhigt mich zutiefst.</p>
<p>Weiterhin berichtete Tuzzugh davon, dass eine menschliche Frau und zwei Kinder im Lager der Orks seinen, und das Lager deswegen gelegentlich von einem Krieger der Menschen, der Beschreibung nach, von einem der Soldaten, Besuch erhielt. Leider konnte er uns nichts Genaueres darüber erzählen, weil er sich immer möglichst weit von den anderen Orks entfernt hielt. Für uns könnte dies bedeuten, dass wir, auch wenn er vermutlich dazu gezwungen wird, einen Verräter in unseren Reihen haben.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Sturm auf Burg Finster</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-06-24-sturm_auf_burg_finster/</link>
      <pubDate>Sat, 24 Jun 2023 13:46:42 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-06-24-sturm_auf_burg_finster/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---30-und-31-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 30. und 31. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es vergingen wohl Tage, bis ich wieder zu mir kam. Der Gnade der Zwölfen und einigen Heiltränken sei Dank, dass ich an jenen Tagen nicht in Borons Reich einging. Bender jedoch, hatte wohl weniger Beistand oder Glück. Er verstarb noch nahe dem Lager der Schwarzpelze. Auf der anderen Seite ist eine meiner letzten Erinnerungen von diesem Tag, dass er unvorsichtig und unüberlegt, direkt in genau jenes Lager hinein marschiert ist. Dies führte dazu, dass wir uns unkoordiniert einem Feind stellen mussten, der uns zahlenmäßig und auch an Kampfkraft weit überlegen war. Wenn ich den Erzählungen der Kameraden glauben darf, versuchte er zuletzt auch noch zu fliehen, anstatt sich im Kampf zu stellen. So gehe ich davon aus, dass ihm wohl aus diesem Grund kein göttlicher Beistand gewährt wurde.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---30-und-31-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 30. und 31. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Es vergingen wohl Tage, bis ich wieder zu mir kam. Der Gnade der Zwölfen und einigen Heiltränken sei Dank, dass ich an jenen Tagen nicht in Borons Reich einging. Bender jedoch, hatte wohl weniger Beistand oder Glück. Er verstarb noch nahe dem Lager der Schwarzpelze. Auf der anderen Seite ist eine meiner letzten Erinnerungen von diesem Tag, dass er unvorsichtig und unüberlegt, direkt in genau jenes Lager hinein marschiert ist. Dies führte dazu, dass wir uns unkoordiniert einem Feind stellen mussten, der uns zahlenmäßig und auch an Kampfkraft weit überlegen war. Wenn ich den Erzählungen der Kameraden glauben darf, versuchte er zuletzt auch noch zu fliehen, anstatt sich im Kampf zu stellen. So gehe ich davon aus, dass ihm wohl aus diesem Grund kein göttlicher Beistand gewährt wurde.</p>
<p>Nichtsdestotrotz konnten die Orken besiegt werden. Lediglich ein alter Priester oder Schamane entkam und in bangen Stunden voller Sorge und Hoffnung gelang es der Gruppe, trotz teils schwerster Verwundungen, wieder Burg Finster zu erreichen, alle zu warnen und eine grundlegende Verteidigung zu organisieren. Dies war auch nötig, denn schon nach wenigen Tagen, kam einer unserer Kundschafter mit einer Warnung zurück, dass die Orks kommen. In Windeseile wurde der Bering und die Schießscharten bemannt. Gerade noch rechtzeitig, um die ersten Angreifer auf ihrem Weg den Pfad zur Burg hinauf unter Feuer zu nehmen.</p>
<p>Es waren bestimmt ein Dutzend Schwarzpelze, die meisten davon schwer bewaffnet. Zu unserem Entsetzen wurde diese Horde auch noch von zwei Menschenfressern, zwei Ogern begleitet. Einem dieser Monster gelang es sogar die Mauer zu erklimmen, dort konnte es aber mit einem Ignifaxius und Brand stecken, so dass es durch Leonore von Ravenswald gestellt und gerichtet werden konnte.</p>
<p>Die restlichen Angreifer wurden mit Pfeilen bedacht, antworteten aber in gleicher Weise. Während die Schwarzpelze weiter vordrangen, gelang es Gray eine Mauer aus Eis vor dem Burgtor zu erschaffen, an der die Orks letztendlich scheiterten. Ohne Chance auf einen Durchbruch mussten sie erkennen, dass sie gescheitert waren und je mehr sich diese Erkenntnis durchsetzte, desto mehr Orks zogen sich zurück. Lediglich der Oger war nicht zu solchen, für ihn komplexen, geistigen Ergüssen fähig. So hämmerte er noch lange auf die Wand auf Eis ein, bis er im Pfeilhagel starb.</p>
<p>Dass es überhaupt noch Orks gab, die in der Lage waren, ein Fluchtversuch zu unternehmen, grenzt an ein Wunder. Link schoss diesen mit einer Beharrlichkeit in die Beine, das eigentlich keiner mehr hätte stehen dürfen. Es scheinen zähe Brocken zu sein, diese Schwarzpelze. Doch auch Grey bewies einiges an Zähigkeit, nachdem er einen Pfeil von einem unvorsichtigen Soldaten, der zu seiner Rechten stand, direkt in den Rücken geschossen bekam. Eine Verfehlung, über welche später sicherlich noch Gericht gehalten werden muss.</p>
<p>Für die flüchtenden Feinde war dies nicht mehr erforderlich. Diese wurden von den von einer Aufklärungsmission zurückkehrenden Kameraden, Stordian, Kalidor und FirePhoenix mit dem Schwert gerichtet. So überlebte außer dem alten Ork, welcher sich Berichten zufolge in einen Schwarm Krähen verwandelt hatte und floh, keiner der Angreifer.</p>
<p>Doch dieser alte Schwarzpelz, der nun schon zweimal entkommen konnte und als Priester wohl auch so einer Art Anführer ist, macht mir Sorgen. Ich fürchte, dass wir ihn nicht zum letzten Mal gesehen haben. Und auch, wenn ich über all die Berichte nachdenke, wie oft es zu Zusammenstößen mit den Orken kam, befürchte ich, dass es sich bei dem kleinen Angriff auf Burg Finster nur um eine Vorhut gehandelt haben könnte.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Befreiungsschlag</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-05-16-befreiungsschlag/</link>
      <pubDate>Tue, 16 May 2023 15:56:01 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-05-16-befreiungsschlag/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---29-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 29. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der Mittagsstunde des 12. Travia 1043 BF kehrten Ulfgar und Leonore von Ravenswald von ihrer Erkundung zurück. Ihre Gesichter waren ernst. Trotz intensiver Suche war es den Rittern und ihren Leuten nicht gelungen, eines der Lager der Orks aufzuspüren. So kehrten sie mit schlechten Nachrichten zum alten Turm zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Orks hatten in der Region gewütet. Finsterdorf, ein Weiler, der am Fuße des Berges Finsterhaupt nahe der Burg Finster liegt, war von den Orks überrannt und gebrandschatzt worden. Die meisten Bewohner und Tiere hatten glücklicherweise rechtzeitig zur Burg evakuiert werden können, aber für einige Sturköpfe, die im Dorf bleiben wollten, gab es keine Rettung mehr. Sie wurden getötet oder von den Schwarzpelzen verschleppt. Auch der Verlust des einzigen Bauernhofs der Region, der einen strammen Tagesmarsch südöstlich lag, war ein schwerer Schlag. Die Orks hatten alles, was sie nicht mitnehmen konnten, niedergebrannt. Sogar die gesamte Ernte war verloren. Das Junkertum durch den kommenden Winter zu bringen, würde eine große Herausforderung werden.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---29-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 29. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>In der Mittagsstunde des 12. Travia 1043 BF kehrten Ulfgar und Leonore von Ravenswald von ihrer Erkundung zurück. Ihre Gesichter waren ernst. Trotz intensiver Suche war es den Rittern und ihren Leuten nicht gelungen, eines der Lager der Orks aufzuspüren. So kehrten sie mit schlechten Nachrichten zum alten Turm zurück.</p>
<p>Die Orks hatten in der Region gewütet. Finsterdorf, ein Weiler, der am Fuße des Berges Finsterhaupt nahe der Burg Finster liegt, war von den Orks überrannt und gebrandschatzt worden. Die meisten Bewohner und Tiere hatten glücklicherweise rechtzeitig zur Burg evakuiert werden können, aber für einige Sturköpfe, die im Dorf bleiben wollten, gab es keine Rettung mehr. Sie wurden getötet oder von den Schwarzpelzen verschleppt. Auch der Verlust des einzigen Bauernhofs der Region, der einen strammen Tagesmarsch südöstlich lag, war ein schwerer Schlag. Die Orks hatten alles, was sie nicht mitnehmen konnten, niedergebrannt. Sogar die gesamte Ernte war verloren. Das Junkertum durch den kommenden Winter zu bringen, würde eine große Herausforderung werden.</p>
<p>Wir beschlossen, den alten Turm vorerst hinter uns zu lassen und zogen gemeinsam weiter zur Burg Finster. Auf der halbtägigen Reise dorthin konnten wir das Geschilderte mit eigenen Augen sehen.</p>
<p>Auch auf der Burg sah es nicht viel besser aus. Der wachhabende Offizier führte uns durch die Anlage und schilderte die aktuelle Lage. Die Menschen, die Zuflucht auf Burg Finster gesucht hatten, waren kaum unterzubringen. Sie teilten ihre Lager mit dem Vieh, das sie retten konnten. Die Soldaten taten ihr Bestes, um die Ordnung aufrechtzuerhalten und für alle zu sorgen. Die Anstrengungen der Wache standen den Männern von Andaryn ins Gesicht geschrieben. Die kleine Befestigung war am Rande ihrer Kapazität.</p>
<p>In den frühen Morgenstunden des 13. Travia, nach einer kurzen und unbequemen Nacht, besprachen wir unsere nächsten Schritte. Wir mussten dringend die Situation der Zivilisten verbessern. So viele Menschen und Vieh auf engem Raum waren ein Garant für den Ausbruch von Krankheiten. Auch die Lebensmittelvorräte würden schnell aufgebraucht werden. Ulfgar und Leonore boten an, einen Tross mit den Kindern, den Alten und den Schwachen nach Greifenfurt zu führen. Sie würden von einem der beiden Ritter und ihrer gesamten Entourage begleitet und beschützt werden, während der andere die Suche nach den Schwarzpelzen unterstützen würde. Die Wahl fiel auf Ulfgar. Er hatte ausreichend Erfahrung mit dem Führen eines Trosses und könnte mit seinen Leuten gut für alle sorgen.</p>
<p>Doch während der Vorbereitungen auf die Reise berichteten die Soldaten der Burg, dass sie erneut einen Ork-Späher in der Nähe der Burg gesichtet hätten. Diese beunruhigende Nachricht veranlasste Link und Stordian, auf eine Aufklärungsmission zu gehen. Sie entdeckten einen Ork nicht weit von der Burg im Gebüsch und versuchten, ihm heimlich zu folgen. Doch der Ork wurde aufgeschreckt und verschwand am Hang des Finsterhaupts in den dichten Wäldern. Daher mussten die beiden ihr Geschick im Fährtenlesen unter Beweis stellen. Es dauerte bis zur späten Mittagsstunde, bis sie eine Spur fanden, der sie folgen konnten. Gemeinsam setzten wir die Suche fort und entdeckten schließlich ein Lager.</p>
<p>Noch sind wir ein gutes Stück davon entfernt und legen eine kleine Pause ein. Ich nutze diesen kurzen Moment, um diese Zeilen zu schreiben. Gleich werden wir uns dem Lager weiter nähern und vermutlich eine vorsichtige Erkundung durchführen, um die Lage besser einschätzen zu können.</p>
<p>Mögen die Zwölfe mit uns sein.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Impressum</title>
      <link>https://www.online-resources.de/impressum/</link>
      <pubDate>Thu, 04 May 2023 20:07:42 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/impressum/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;impressum&#34;&gt;Impressum&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Angaben gemäß § 5 DDG&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hans Jürgen Stark
Zum Steinberg 23
53902 Bad Münstereifel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;E-Mail: hans.juergen.stark [at] gmail.com&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;hinweis&#34;&gt;Hinweis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Diese Webseite ist eine private Homepage, die ausschließlich dazu dient, Zusammenfassungen von Rollenspielrunden zu veröffentlichen. Es werden keine kommerziellen Zwecke verfolgt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="impressum">Impressum</h2>
<p>Angaben gemäß § 5 DDG</p>
<p>Hans Jürgen Stark
Zum Steinberg 23
53902 Bad Münstereifel</p>
<p>E-Mail: hans.juergen.stark [at] gmail.com</p>
<h3 id="hinweis">Hinweis</h3>
<p>Diese Webseite ist eine private Homepage, die ausschließlich dazu dient, Zusammenfassungen von Rollenspielrunden zu veröffentlichen. Es werden keine kommerziellen Zwecke verfolgt.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Neue Probleme</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-30-neue-probleme/</link>
      <pubDate>Sun, 30 Apr 2023 07:04:35 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-30-neue-probleme/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---28-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 28. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bevor unsere Gruppe weiter in Richtung Junkertum Finsterwacht ritt, ergänzten wir unsere Ausrüstung in Greifenfurt. Einen Tag bevor wir das Junkertum von Andaryn erreichten, passierten wir einen alten Turm. Dort machten wir eine schreckliche Entdeckung: Die Familie von Sophie Eslamsrodener war von Orks brutal ermordet worden. Ihr Vater wurde dem orkischen Blutgott Tairach geopfert, während ihre Mutter unauffindbar war. Das Haus war verwüstet, und es wurde klar, dass dringend etwas gegen die Orks unternommen werden musste. Wir beschlossen, alles genauer anzusehen und Spuren zu suchen. Aber wir wollten auch nach den Ringen Ausschau halten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---28-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 28. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Bevor unsere Gruppe weiter in Richtung Junkertum Finsterwacht ritt, ergänzten wir unsere Ausrüstung in Greifenfurt. Einen Tag bevor wir das Junkertum von Andaryn erreichten, passierten wir einen alten Turm. Dort machten wir eine schreckliche Entdeckung: Die Familie von Sophie Eslamsrodener war von Orks brutal ermordet worden. Ihr Vater wurde dem orkischen Blutgott Tairach geopfert, während ihre Mutter unauffindbar war. Das Haus war verwüstet, und es wurde klar, dass dringend etwas gegen die Orks unternommen werden musste. Wir beschlossen, alles genauer anzusehen und Spuren zu suchen. Aber wir wollten auch nach den Ringen Ausschau halten.</p>
<p>Ulfgar und Leonore von Ravenswald teilten sich auf, um nach den umliegenden Gehöften und Siedlungen zu schauen und sich dann in vier bis fünf Tagen wieder bei uns zu melden.</p>
<p>Gemäß der Niederschrift von Haubrecht Secundius zu Liederhofen machten wir uns auf die Suche nach dem Ring, welchen dieser vor 500 Jahren versteckte. Nach mehreren Fehlversuchen gelang es uns, einen rostigen, breiten Ring an einem toten Baum auszugraben. Gray probierte den Ring an und fühlte sich sofort ein wenig schwächer. Mit dem Ring am Finger spürte er aber auch, dass sich noch etwas bei der Statue auf der kleinen Insel verbarg. Da unsere Gruppe offenbar keine guten Schwimmer hatte, hangelten sich meine Kameraden mit Hilfe eines Seils durch den Fluss zur Insel. Am Sockel der Statue gruben sie einen zweiten Ring aus. Gray zog auch diesen an und fühlte sich nun auch geistig ausgelaugt. Da der Bericht des Kartographen auf Feuer und verbrannte Leichen verwies, einem Element, dem Gray so gar nichts abgewinnen kann, gab er die Ringe an Kalidor weiter.</p>
<p>Darüber hinaus untersuchten die Kameraden die Statue und stellten fest, dass das Feuer in der Schale nicht erlosch, vermutlich aufgrund von uralter Magie.</p>
<p>Inspiriert von dem Reisebericht, mit beiden Ringen an Kalidors Fingern und einer Fackel in dessen Hand, konnten wir innerhalb des Turms einen alten Zauber auslösen, der einen Geheimgang in eine Höhle freilegte. Bei einer erneuten Erkundung der Höhle fanden wir, nahe der Stelle, an der Hassan y ben Khorim Al&rsquo;jamila starb, einen weiteren magisch versteckten Geheimgang, der unsere Gruppe in einen Dungeon führte. Der Geheimgang brach neben uns mit einem lauten Getöse auf, sodass uns der Schreck in Mark und Bein fuhr.</p>
<p>An einer Treppe, die tief in das feste Vulkangestein führte, beschloss ich, zurückzubleiben und Wache zu halten, falls die Orken zurückkämen.</p>
<p>Am Ende der Treppe erwartete meine Freunde eine enorme Eingangshalle mit einer Deckenhöhe von über vier Metern, aber auch eine Höhlenspinne, die die Gruppe angriff. Nachdem diese besiegt war, wurde das Verlies erkundet. Kalidor und FirePhoenix, der Barbar, preschten hierbei voller Tatendrang voran.</p>
<p>Zwei der drei südlichen Räume des Verlieses waren eingestürzt. Der dritte Raum war vor langer Zeit vielleicht eine Bibliothek gewesen, doch heute waren Bücher und Regale zerfallen. Im Nordosten fanden wir einen Raum, in dem vermutlich ein Bader seinem blutigen Handwerk nachging. Warum dieser Raum allerdings auch Käfige enthielt, war uns nicht klar. In diesem Raum fanden wir auch einen Geist, eine gefesselte Seele, die Kalidor ein wenig Angst einjagte, aber ansonsten harmlos schien. Die wenigen Worte, die diese Seele an die Gruppe richtete, beschrieben, wie der Geist mittels Feuer in seine Existenz gezwungen wurde und dass sein Schicksal an das Schicksal des Verlieses gebunden war. Vermutlich handelte es sich bei dem Geist um die Person aus der Geschichte des Kartographen, welche ursprünglich die Ringe trug. Neben dem seltsamen Raum befand sich eine Art Zelle, die mit Ketten ausgeschlagen war und ebenfalls einen Käfig enthielt.</p>
<p>Im Nordwesten entdeckte die Gruppe einen Raum, der einst eine Unterkunft gewesen sein musste. Hier fand Link ein Dietrich-Set, welches er Kalidor schenkte. Der westliche Raum erinnerte an eine Art Kirche. Sieben Bänke waren in Richtung einer riesigen Statue ausgerichtet, die der auf der kleinen Insel ähnelte. Diese Statue wies mit ausgestrecktem Arm auf die schweren Eisentüren, welche zu einem Raum in der Mitte des Verlieses führten. Zu Füßen der Statue lagen etwa 1300 alte Silbermünzen.</p>
<p>Link knackte das Schloss der Eisentüren, und die Gruppe gelangte in den Raum. Im Boden des Raumes waren ein Heptagramm und ein Hexagon eingelassen, letzteres mit nach außen weisenden Pfeilen an jeder Seite. Die Decke des Raumes wies ebenfalls ein Heptagramm auf, welche genau über seinem Gegenstück auf dem Boden lag. Die Symbole bestanden aus einem uns unbekannten Metall. Gray vermutete, dass es eine magische Bewandtnis haben müsste. In jeder Ecke des Raumes stand eine Statue, die der vor dem Raum und auf der kleinen Insel vor dem Turm ähnelte. Jede der Statuen streckte beide Hände aus, als ob sie etwas halten würde, vielleicht Feuerschalen. Der Sinn der gesamten Einrichtung erschloss sich uns leider nicht. Dennoch ließ das Hexagon Andaryn vermuten, dass es sechs Ringe geben könnte.</p>
<p>Nach Ende der Erkundung stellten wir fest, dass sich die Geheimgänge hinter Kalidor schlossen. Ob er dies vielleicht unbewusst auslöste oder ob sich eine andere Mechanik dahinter verbarg, konnten wir nicht ermitteln. Aber wir brachten die bis auf wenige Kreuzer leere Truhe aus dem Turm in das Verlies und füllten sie mit den Silbermünzen auf.</p>
<p>Die Suche und Erkundung kostete uns zwei Tage, sodass wir heute den 12. Travia 1043 BF schrieben, den Tag der Treue.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Zurück zur Finsterwacht</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-18-zurueck-zur-finsterwacht/</link>
      <pubDate>Wed, 19 Apr 2023 00:00:49 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-18-zurueck-zur-finsterwacht/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---27-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 27. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In den drei Wochen, die wir in der prächtigen Kaiserstadt Gareth verbrachten, nutzten wir die Zeit, um unsere Fähigkeiten zu verbessern und uns auf die kommenden Abenteuer vorzubereiten. Doch eines Tages erreichte uns ein Bote mit einer beunruhigenden Nachricht: Orks waren in Andaryns Junkertum Finsterwacht eingefallen und griffen die Bevölkerung an, welche dort ein meist friedliches Leben inmitten der dichten Wälder östlich des Finsterkamms führte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---27-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 27. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>In den drei Wochen, die wir in der prächtigen Kaiserstadt Gareth verbrachten, nutzten wir die Zeit, um unsere Fähigkeiten zu verbessern und uns auf die kommenden Abenteuer vorzubereiten. Doch eines Tages erreichte uns ein Bote mit einer beunruhigenden Nachricht: Orks waren in Andaryns Junkertum Finsterwacht eingefallen und griffen die Bevölkerung an, welche dort ein meist friedliches Leben inmitten der dichten Wälder östlich des Finsterkamms führte.</p>
<p>Als Erstes verfasste und siegelte Andaryn Schreiben an seinen Vater, Graf von Arestehr, sowie an Graf von Tannenwald und an die Rittersleute von Ravenswald. Diese Briefe beinhalteten eine Abschrift der Nachricht aus Finsterwacht und eine Bitte um Unterstützung. Leider sahen sich ausschließlich die Ravenswalds, in der Lage uns direkte Unterstützung zu leisten. Dann ging es daran zu entscheiden, wie es weitergehen sollte. Unsere Gruppe war sich uneins, ob wir ins Junkertum zurückkehren um den Menschen helfen oder unsere ursprüngliche Reise fortsetzen sollten. Schließlich entschieden wir uns jedoch dafür, den Menschen in Finsterwacht beizustehen und die Orks zu bekämpfen.</p>
<p>Vor der Abreise wollten wir jedoch noch Rüstungen für Kalidor, Link und Stordian besorgen. Auch ein paar Heiltränke schienen uns eine sinnvolle Ergänzung unserer Ausrüstung zu sein. Auf der Suche nach den benötigten Stücken gerieten wir an den Zeugwart der Garether Garde, welcher in Andaryn scheinbar ein leichtes Opfer sah, dass er übers Ohr hauen könnte. Obwohl wir einen Tag warten mussten und sich die Verhandlung dann auch noch sehr lange hinzog, beschlossen wir, unser Glück auf der Reise zu versuchen. Greifenfurt sollte sicherlich auch den ein oder anderen Helm und das ein oder andere Kettenhemd verfügbar haben.</p>
<p>Gemeinsam mit den Rittern Leonore und Ulfgar von Ravenswald brachen wir schließlich auf. Auf unserem Weg machten wir einen kleinen Bogen um Wehrheim&hellip; Sicherheitshalber. Am 4. Travia 1043 BF erreichten wir schließlich Greifenfurt, von wo aus wir ins Junkertum Finsterwacht reisen wollten, um uns die Situation mit eigenen Augen anzusehen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Auflösung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-13-aufloesung/</link>
      <pubDate>Thu, 13 Apr 2023 01:21:27 +0200</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-04-13-aufloesung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---26-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 26. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Untersuchung zusammen mit Wachtmeister Falk Peterson ergab, dass tatsächlich nur diese eine Flasche Wein vergiftet war. Bender suchte und fand den Korken der vergifteten Flasche und begutachtete ihn genau. An dem Korken entdeckte er eine Einstichstelle, die frei von Weinresten war. Daraus schlossen wir, dass die Flasche, nachdem sie vergiftet wurde, kaum oder gar nicht bewegt worden war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsicher, ob nicht vielleicht der Graf das Ziel des Giftattentats gewesen sein könnte, sprachen wir mit ihm. Dabei erfuhren wir, dass er seit längerem nichts Alkoholisches mehr trinkt, da seine Gesundheit dies nicht mehr zulässt. Dieser Umstand war auch den Gästen des Grafen bekannt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---26-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 26. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Die Untersuchung zusammen mit Wachtmeister Falk Peterson ergab, dass tatsächlich nur diese eine Flasche Wein vergiftet war. Bender suchte und fand den Korken der vergifteten Flasche und begutachtete ihn genau. An dem Korken entdeckte er eine Einstichstelle, die frei von Weinresten war. Daraus schlossen wir, dass die Flasche, nachdem sie vergiftet wurde, kaum oder gar nicht bewegt worden war.</p>
<p>Unsicher, ob nicht vielleicht der Graf das Ziel des Giftattentats gewesen sein könnte, sprachen wir mit ihm. Dabei erfuhren wir, dass er seit längerem nichts Alkoholisches mehr trinkt, da seine Gesundheit dies nicht mehr zulässt. Dieser Umstand war auch den Gästen des Grafen bekannt.</p>
<p>Unser Verdacht fiel auf Gertrud Weber, die Haushälterin des Grafen von Tannenwald, da sie als Einzige die Möglichkeit gehabt hätte, den Wein zu vergiften. Schließlich war es ihre Aufgabe, frühzeitig den Wein für den Abend bereitzustellen. Graf von Tannenwald wollte jedoch nicht an die Schuld seiner Haushälterin glauben. Da er aber in den letzten Tagen, in denen der Platz für die Verkostung schon angerichtet war, keinen Besuch hatte, gab es keine anderen Verdächtigen.</p>
<p>Darauf angesprochen, ob es in den letzten Tagen Besuch gab, von dem der Graf nichts wusste, gestand Gertrud Weber verschämt, dass sie in der Tat Herrenbesuch empfangen hatte und dass es sich hierbei um Ulmfried Valpo Ulmenhain gehandelt hatte.</p>
<p>Unter der Aufsicht des Wachtmeisters befragten Gray und Link den Mercator bezüglich dessen Anwesenheit im Haushalt des Grafen. Link fand dessen Antworten sehr ausweichend und nicht ganz aufrichtig. Für Gray hingegen erschienen sie sehr plausibel. So zogen sich die beiden erst einmal wieder zur weiteren Beratung zurück.</p>
<p>Um ihre Behauptung zu untermauern, konnte die Haushälterin des Grafen zwei goldene Manschettenknöpfe mit den Initialen UVU vorweisen, die der Mercator bei einem nächtlichen Besuch vergessen hatte.</p>
<p>Link und Gray gelang es mit einem kleinen Trick, dass Ulmfried Valpo Ulmenhain diese Knöpfe als die seinen identifizierte. Somit konnte ihn Wachtmeister Falk Peterson als Täter überführen. Woraufhin der Händler letztendlich den Mord am Kaufmann Heinrich von der Lippe gestand und durch die anwesenden Gardesoldaten abgeführt wurde.</p>
<p>Zwei Tage nach dem Bankett wurden wir erneut in das Anwesen des Grafen geladenund der Graf von Tannenwaldnahm sich die Zeit, uns persönlich für unsere Hilfe zu danken. Er gestand, dass er ohne uns vielleicht nie die Wahrheit über den Mord erfahren hätte und dass er zutiefst betroffen war, dass jemand aus seinem engeren Umfeld in der Lage war, solch eine Tat zu begehen. Er händigte uns neben enormen Flaschen mit dem besten Wein des Grafen auch eine Belobigung der Stadtgarde für unsere Mithilfe bei der Aufklärung aus.</p>
<p>Diese beschrieb, dass unsere Zusammenarbeit mit den Ermittlern schließlich zur Lösung dieses schockierenden Falles beigetragen hatte. Und als kleiner Bonus, war sie auch noch von Praiosmund vom Mistelteich unterschrieben.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Ermittlungen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-19-ermittlungen/</link>
      <pubDate>Sun, 19 Mar 2023 19:42:05 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-19-ermittlungen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---25-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 25. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&#34;Praiosmund vom Mistelteich&#34; loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2023-03-19-ermittlungen/token_Praiosmund_vom_Mistelteich.webp&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten eine Leiche am Tisch und die unangenehme Stille in der Runde wurde noch deutlicher, als Gray sich entschied, Klartext mit Binsbart zu sprechen, wobei er auch über mögliche Motive einiger Anwesender spekulierte, um Binsbart den Unsinn seiner Behauptungen vor Augen zu führen. Dieser reagierte empfindlich und gereizt, forderte sogar eine Entschuldigung von Gray. Doch bevor die Situation weiter eskalieren konnte, rief der Graf von Tannenwald zur Wahrung der Kontenance. Anschließend ließ er seinen Leibarzt rufen, welcher den Verstorbenen begutachten sollte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---25-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 25. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p><img alt="Praiosmund vom Mistelteich" loading="lazy" src="/posts/2023-03-19-ermittlungen/token_Praiosmund_vom_Mistelteich.webp"></p>
<p>Wir hatten eine Leiche am Tisch und die unangenehme Stille in der Runde wurde noch deutlicher, als Gray sich entschied, Klartext mit Binsbart zu sprechen, wobei er auch über mögliche Motive einiger Anwesender spekulierte, um Binsbart den Unsinn seiner Behauptungen vor Augen zu führen. Dieser reagierte empfindlich und gereizt, forderte sogar eine Entschuldigung von Gray. Doch bevor die Situation weiter eskalieren konnte, rief der Graf von Tannenwald zur Wahrung der Kontenance. Anschließend ließ er seinen Leibarzt rufen, welcher den Verstorbenen begutachten sollte.</p>
<p>Während die anderen Gäste und wir warteten, bekamen wir eine Auseinandersetzung zwischen dem Grafen und Baron von Hochland mit. Dieser drängte den Grafen, sich zukünftig endlich von Leuten wie Heinrich von der Lippe fernzuhalten, da diese nur Einfluss auf die Politik des Mittelreiches nehmen wollten und dabei keine Rücksicht auf Etikette und Standesgrenzen nahmen. Er habe den Grafen immer davor gewarnt, dass es nicht gut ausgehen kann, wenn man sich mit Leuten einlässt, die sich Macht und Einfluss erkaufen wollen.</p>
<p>Nach einer Weile traf der Leibarzt ein und stellte fest, dass der Händler mit einem Gift vergiftet wurde, das innerhalb von 20 bis 40 Minuten tödlich wirkt. Diese Erkenntnis grenzte die Tatzeit auf den Hauptgang und die Führung durch das Haus ein, bei der der Graf und der Händler fehlten.</p>
<p>Da Gray im Gespräch mit dem Grafen erfuhr, dass dieser, in der Zeit in der wir anderen durch das Anwesen geführt wurden, dem jungen Kaufmann einen seiner exquisiten Weine zum Verkosten gab, bat er den Grafen die Flasche bringen zu lassen. Der Leibarzt untersuchte den Wein und stellte fest, dass dieser tatsächlich vergiftet war.</p>
<p>Daraufhin veranlasste Graf Hermann von Tannenwald, die Stadtgarde zu rufen, um den Mordfall zu untersuchen. Währenddessen begaben sich die Ritter Ulfgar und Leonore von Ravenswald neben die Eingangstür. Nicht drohend oder wachend, aber dennoch so, dass jeder, der das Anwesen des Grafen verlassen mochte an den Beiden vorbei musste.</p>
<p>In der Zwischenzeit sorgte Bender dafür, dass sich niemand an der Leiche des verstorbenen Händlers zu schaffen machte. Gray nutzte die Zeit, um sich bei dem Grafen für seine harschen Worte zu entschuldigen, und dieser nahm die Entschuldigung an.</p>
<p>Zur Untersuchung des Mordfalls wurden der Akoluth Praiosmund vom Mistelteich und der Wachtmeister Falk Peterson von der Garether Stadtgarde geschickt. Obwohl der junge Akoluth die Tatsache, dass Link und Gray Halbelfen waren und die Gruppe nicht aus Gareth stammte, verdächtig fand, erwies sich Wachtmeister Peterson als erfahrener und unvoreingenommener Ermittler. Wir berichteten ihm von unseren Beobachtungen und Erkenntnissen, welche hoffentlich zur Lösung des Falles beitragen können.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Krimi Dinner</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-15-krimi-dinner/</link>
      <pubDate>Wed, 15 Mar 2023 22:06:27 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-15-krimi-dinner/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---24-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 24. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Während der Gespräche zwischen den einzelnen Gängen erfuhren wir, dass die Frau des Grafen Hermann von Tannenwald vor etwas über einem Jahr verstorben war und dieser nun, nach Ende der Trauerzeit, ein Bankett für Freunde und Bekannte veranstaltete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als der Fischgang serviert wurde, nutzte Gray die Chance und wirkte heimlich einen Eiszauber, sodass Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell einen kalten Lachs erhielt. Vermutlich dienten unserem Elementaristen die Magenkrämpfe des Vortags als Inspiration hierfür. Immerhin schien Binsbart sichtlich verärgert, aber er konnte den Verantwortlichen nicht ausmachen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---24-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 24. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Während der Gespräche zwischen den einzelnen Gängen erfuhren wir, dass die Frau des Grafen Hermann von Tannenwald vor etwas über einem Jahr verstorben war und dieser nun, nach Ende der Trauerzeit, ein Bankett für Freunde und Bekannte veranstaltete.</p>
<p>Als der Fischgang serviert wurde, nutzte Gray die Chance und wirkte heimlich einen Eiszauber, sodass Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell einen kalten Lachs erhielt. Vermutlich dienten unserem Elementaristen die Magenkrämpfe des Vortags als Inspiration hierfür. Immerhin schien Binsbart sichtlich verärgert, aber er konnte den Verantwortlichen nicht ausmachen.</p>
<p>Während des Essens bemerkten Link und ich, wie Isabell von Winterfeld dem Händler Heinrich von der Lippe auffällig lange Blicke zuwarf und vielleicht sogar mit diesem zu flirten schien. Eine Tatsache, die einem scheinbaren Ehekrach zwischen ihr und ihrem sehr viel älteren Gatten, wohlgeboren Rupert von Winterfeld, erklären würde. Zumindest mussten wir von einem solchen ausgehen, zumal die Eheleute sich während des ganzen Abends keines Blickes würdigten und auch nicht miteinander sprachen.</p>
<p>Am anderen Ende der Tafel bemerkte Gray bei Sofia Schmidt, deren Mann erkrankt war und daher nicht am Bankett teilnehmen konnte, eine nur schwer zu unterdrückende Wut auf einen der anwesenden Gäste, während diese immer wieder entgeistert zur Mitte der Tafel schaute. Er konnte aber nicht genau erkennen, welcher Person diese Feindseligkeit galt.</p>
<p>Nach dem Fischgang berichteten Andaryn und Stordian uns davon, dass ihnen aufgefallen war, dass auch der junge Händler die junge Edle scheinbar nicht aus den Augen lassen konnte und ihr häufig zulächelte. Dieses Verhalten der Beiden und die schlechte Laune des Edlen Rupert von Winterfeld ließen uns vermuten, dass es in der Vergangenheit vermutlich nicht nur bei Blicken geblieben ist.</p>
<p>Es schien sich eine höchst interessante Gesellschaft an diesem Abend im Anwesen des Grafen versammelt zu haben, welche wir nur zu gerne weiter kennenlernen wollten.</p>
<p>So führte Gray ein Gespräch mit den Rittern Ulfgar und Leonore von Ravenswald sowie Thomas von Moorland und dessen Frau Maria. Während sie sich über vergangene Schlachten und die Vorzüge von magischer Unterstützung austauschten, konnte Gray eine lockere Beziehung zu den erfahrenen Kämpfern aufbauen. Außerdem erfuhr er, dass Sir Thomas 1040 BF als großer Held aus der Schlacht gegen Helme Haffax hervorgegangen und als politischer Weggefährte des Grafen, oft bei diesem zu Gast war.</p>
<p>Stordian und Andaryn diskutierten währenddessen mit dem Baron Wilhelm von Hochland und dessen Frau Johanna über die politische Zukunft des Grenzgebiets zwischen der Markgrafschaft Greifenfurt und dem Herzogtum Weiden sowie der Möglichkeit einer gemeinsamen Grenzsicherung hin zum Orkenland.</p>
<p>Beim Fleischgang bestehend aus gebratenem Lammrückensteak in einer Pfeffer-Jus, serviert mit Kartoffelpüree und glasierten Karotten unterhielt sich Link eingehender mit dem jungen Kaufmann Heinrich von der Lippe, welcher zu seiner Rechten saß. Dieser betonte dabei ausgiebig seine kürzlichen Erfolge im Weinhandel und dass er den Grafen nicht nur als Kunden, sondern auch als zukünftigen Anbieter von exklusiven Weinen gewinnen möchte, die auf den Ländereien des Grafen hergestellt werden. Einen davon würde er wohl heute noch verkosten dürfen. Außerdem könne er, als einer der wenigen Händler in Gareth, dank seiner extrem guten Beziehungen zum Adel und hervorragenden Kontakten zu den lokalen Händlern, nahezu alles Erdenkliche beschaffen, wenn denn der Preis stimme. Auch Sonderwünsche wären für ihn kein Problem.</p>
<p>Währenddessen sprach Bender mit der Edlen Sofia Schmidt und dem Mercator Ulmfried Valpo Ulmenhain, welcher sich auf den Handel und Vertrieb von exklusiven Spezialitäten und Luxusgütern versteht. So ist sein Handelskontor, weit über Gareth hinaus, vor allem für seltene Weine aber auch für Früchte, Gewürze und Köstlichkeiten aus ganz Aventurien bekannt. Auch die Edelleute Schmidt gehörten zu seinem ausgewählten Kundenkreis, zu dem er ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Im Laufe des Gespräches erfuhr Bender, dass Sofias Mann durch Heinrich von der Lippe betrogen wurde, woraufhin er einen Großteil, wenn nicht sogar den größten Teil, seines Vermögens verlor. Dies wirkte sich so sehr auf dessen Gesundheit aus, dass er sich nun zur Behandlung in einem Kloster der Noioniten befindet.</p>
<p>Um den Gästen die Wartezeit auf das Dessert zu verkürzen, führte Gertrud Weber, die hübsche Haushälterin des Grafen, uns und fast alle anderen Anwesenden durch dessen Stadtvilla. Nur Heinrich von der Lippe und der Graf selbst nahmen nicht an der Führung teil.</p>
<p>Die Führung endete im Garten des Anwesens, wo ein beeindruckendes Feuerwerk vorgeführt wurde, zu dem sich alle einfanden. Als sich Gertrud Entschuldigte, um sich um die letzten Vorbereitungen für das Dessert zu kümmern, schauten Gray und Ulmfried Valpo Ulmenhain ihr gemeinsam hinterher, doch Gray stellte zu seiner Enttäuschung fest, dass die junge Frau nur den Mercator anlächelte.</p>
<p>Beim Dessert trat Heinrich von der Lippe Schweiß auf die Stirn, auch schien er kurzatmig zu sein und er wurde zunehmend immer blasser.  Wenige Minuten später brach er tot zusammen.</p>
<p>Binsbart beschuldigte sofort Stordian als Mörder, woraufhin dieser Binsbart zum Duell forderte. Hierbei erhielt unser Freund auch die Unterstützung der anwesenden Ritter, die in einem ritterlichen Zweikampf die einzige angemessene Vergeltung für eine derartige Verletzung der persönlichen Ehre eines der ihren sahen.</p>
<p>Der plötzliche Tod des Händlers und der Streit zwischen Binsbart und Stordian sorgten für einen chaotischen Beginn einer Nacht, zu einem Zeitpunkt, an dem der Abend eigentlich enden sollte. Alle sprangen auf und redeten aufgeregt durcheinander. Lediglich die junge Isabell war so betroffen, dass sie weinend auf ihrem Stuhl sitzen blieb.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Das Bankett beginnt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-15-das-bankett-beginnt/</link>
      <pubDate>Wed, 15 Mar 2023 19:00:35 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-15-das-bankett-beginnt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---23-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 23. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Nachmittag des 12. Efferd 1043 BF verkauften wir die Büste schließlich an Norbarden-Händler, welche sich für eine Weile außerhalb von Gareth niedergelassen hatten. Sie schienen die Figur ebenfalls sehr hässlich zu finden, dennoch bezahlten sie uns 80 Silberstücke dafür, was in etwa dem Materialwert entsprach. Als Zeichen ihrer Gastfreundschaft luden sie uns darüber hinaus zum Essen ein. Leider vertrug Gray das norbardische Essen nicht besonders gut und verbrachte, ich möchte nicht übertreiben, etwa eine Stunde auf dem Donnerbalken. Wir anderen hingegen genossen die ungewöhnlichen Speisen und lernten einiges über die Kultur der Norbarden dazu. So ziehen diese nomadisch durch das Land und verkaufen überall ihre Waren und ihren Honig. Ihre Bienenvölker haben sie stets dabei.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---23-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 23. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Am Nachmittag des 12. Efferd 1043 BF verkauften wir die Büste schließlich an Norbarden-Händler, welche sich für eine Weile außerhalb von Gareth niedergelassen hatten. Sie schienen die Figur ebenfalls sehr hässlich zu finden, dennoch bezahlten sie uns 80 Silberstücke dafür, was in etwa dem Materialwert entsprach. Als Zeichen ihrer Gastfreundschaft luden sie uns darüber hinaus zum Essen ein. Leider vertrug Gray das norbardische Essen nicht besonders gut und verbrachte, ich möchte nicht übertreiben, etwa eine Stunde auf dem Donnerbalken. Wir anderen hingegen genossen die ungewöhnlichen Speisen und lernten einiges über die Kultur der Norbarden dazu. So ziehen diese nomadisch durch das Land und verkaufen überall ihre Waren und ihren Honig. Ihre Bienenvölker haben sie stets dabei.</p>
<p>Am Abend des 13. Efferd 1043 BF begaben wir uns zum Anwesen des Grafen Hermann von Tannenwald. Mit der schön verpackten Statue der Göttin Travia im Gepäck trafen wir auf diesen und auf seine illustre Gästeschar, die sich an diesem Abend versammelt hatte. Wir überreichten dem Grafen das Geschenk, welches er jedoch nicht sofort auspackte. Einige meiner Kameraden zeigten sich verwundert darüber, aber ich wusste, dass dies ein Zeichen von Höflichkeit war. Immerhin ist es in solchen Kreisen Gang und Gäbe auf die Gefühle seiner Gäste Rücksicht zu nehmen. Wenn beispielsweise, das Geschenk nicht gefällt, besser oder schlechter ist als das eines anderen Gastes, so wäre dies eine Beleidigung.</p>
<p>Während des Abends lernten wir verschiedene Gäste kennen: Baron Wilhelm von Hochland und seine Gattin die Baronin Johanna von Hochland, Edler Rupert von Winterfeld und seine Frau die Edle Isabell von Winterfeld, Ritter Ulfgar von Ravenswald und seine Frau Ritterin Leonore von Ravenswald, Ritter Sir Thomas von Moorland und seine Gattin Maria von Moorland, Schulze Movert aus Stolzenort und seine Begleitung die liebe Yelinde, Mercator Ulmfried Valpo Ulmenhain, Kaufmann Heinrich von der Lippe, die Edle Sofia Schmidt und schließlich auch noch Baronet Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell, Stordians geschätzten Groß-Cousin.</p>
<p>Über Letzteren erfuhren wir zufällig im Verlauf des frühen Abends, dass er lediglich auf Bitten der Baronin Johanna von Hochland eingeladen worden war, was Stordian mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nahm.</p>
<p>Das Bankett begann mit einer Vorspeise, die aus marinierten und gegrillten exotischen Früchten wie Ananas, Papaya und Mango bestand. Diese wurden mit einer feinen Minz-Zitronen-Sauce serviert und sorgten für einen erfrischenden Einstieg in das festliche Mahl. Welcher durch Musik und leichte Tänze abgerundet wurde.</p>
<p>Eine kräftige Rindfleischsuppe mit Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Kartoffeln, serviert mit frischem Brot und Butter bildete das Fundament für die zu erwartenden Hauptgänge und der Auftritt einer Gauklertruppe leitete den weiteren Abend ein.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Beutezug</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-13-beutezug/</link>
      <pubDate>Mon, 13 Mar 2023 21:57:08 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-13-beutezug/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---22-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 22. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zum 11. Efferd 1043 BF beschloss Link, dass er sich nun auch einmal das Händlerviertel von Gareth anschauen wollte. Immerhin ist weitreichend bekannt, dass man hier exotische Waren aus ganz Aventurien erwerben kann. Daher schlossen sich auch Andaryn und Gray kurze Zeit später dem Halbelf an. Während dessen trafen Stordian, Bender und ich weitere Reisevorbereitungen. Unsere Thorwallerin hingegen erkundete auf eigene Faust die Hauptstadt des Mittelreiches.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---22-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 22. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Zum 11. Efferd 1043 BF beschloss Link, dass er sich nun auch einmal das Händlerviertel von Gareth anschauen wollte. Immerhin ist weitreichend bekannt, dass man hier exotische Waren aus ganz Aventurien erwerben kann. Daher schlossen sich auch Andaryn und Gray kurze Zeit später dem Halbelf an. Während dessen trafen Stordian, Bender und ich weitere Reisevorbereitungen. Unsere Thorwallerin hingegen erkundete auf eigene Faust die Hauptstadt des Mittelreiches.</p>
<p>Gegen Mittag des 12. Efferd 1043 BF kehrten die Freunde aus dem Händlerviertel zurück. Sie hatten im örtlichen Auktionshaus die Büste eines kürzlich verstorbenen Politikers sowie eine wunderschön gearbeitete Statue der Göttin Travia erstanden und einen anscheinend hervorragenden Preis dabei erzielt. Dies haben sie auch prompt in einer der Gaststätten des Viertels gefeiert und dabei die Zeit vergessen. Nachdem dann alle Stadttore geschlossen waren, haben sie sich wohl kurzerhand in dieser eingemietet und ihren Rausch ausgeschlafen.</p>
<p>Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Bereits am frühen Morgen sprach sich herum, dass in der vergangenen Nacht im Auktionshaus eingebrochen wurde. Wir haben gemeinsam ja schon Einiges überstanden, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich schon befürchtet hatte, dass die Kameraden den ein oder anderen Krug geleert hatten. Auch wenn ich ihnen mit meiner Verdächtigung unrecht tat, so möchte ich mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn sie in einem solchen Zustand den Dieben über den Weg gelaufen wären,… Ich weiß nicht, ob dies gut ausgegangen wäre. Oder schlimmer noch, die Stadtwache hätte sie, als Ortsfremde, für die Einbrecher gehalten… Aus dieser Nummer hätten weder Bender noch ich sie jemals wieder herausbekommen.</p>
<p>Aber ich schweife ab. Es galt sich für ein Geschenk zu entscheiden, welches wir dem Grafen Hermann von Tannenwald überreichten wollten. Gemeinsam entschieden wir uns, dass eine Statue der Göttin des Herdfeuers ein passendes Geschenk sei. Die Büste des Politikers, wenn auch schmuckvoll gearbeitet, war absolut unpassend. Zumal wir nicht viel über die politische Einstellung des Grafen wussten. Und wenn ich ehrlich bin, wirklich schön anzusehen war die Büste auch nicht.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Ein Abend in der Taverne</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-13-ein-abend-in-der-taverne/</link>
      <pubDate>Mon, 13 Mar 2023 20:28:03 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-03-13-ein-abend-in-der-taverne/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---21-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 21. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Abend des 10. Efferd 1043 BF trafen wir uns in der Taverne „Voller Humpen“, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Obwohl unsere Besprechung leider erst einmal ergebnislos blieb, so waren es die vergangenen Tage in Gareth nicht. Ich konnte nicht anders als festzustellen, dass unsere Gruppe mittlerweile auch als solche bezeichnet werden kann. Dies beantwortet auch meine Frage, wo ich meine weiteren Schwerpunkte setzen werde. So habe ich die Zeit genutzt, um mehrfach meine Vorgesetzten an der Akademie Schwert und Stab zu Gareth zu besuchen. Von dort habe ich einige Schreiben verfasst, um meine Zusammenarbeit mit den neuen Kameraden, zur Not auch außerhalb des Mittelreiches, weiter sicherzustellen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---21-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 21. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Am Abend des 10. Efferd 1043 BF trafen wir uns in der Taverne „Voller Humpen“, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Obwohl unsere Besprechung leider erst einmal ergebnislos blieb, so waren es die vergangenen Tage in Gareth nicht. Ich konnte nicht anders als festzustellen, dass unsere Gruppe mittlerweile auch als solche bezeichnet werden kann. Dies beantwortet auch meine Frage, wo ich meine weiteren Schwerpunkte setzen werde. So habe ich die Zeit genutzt, um mehrfach meine Vorgesetzten an der Akademie Schwert und Stab zu Gareth zu besuchen. Von dort habe ich einige Schreiben verfasst, um meine Zusammenarbeit mit den neuen Kameraden, zur Not auch außerhalb des Mittelreiches, weiter sicherzustellen.</p>
<p>Bender hat uns während unseres Treffens erzählt, dass er ebenfalls seine alten Kameraden der Adersin Schwertgesellenschule und der Stadtgarde besucht hat. Dies könnte sich spätestens dann als hilfreich erweisen, wenn Andaryn und Gray, welche ihre Zeit weiterhin in Etablissements mit einer gewissen Zweifelhaftigkeit verbrachten, des Nachts in Gareth mit heruntergelassener Hose,… Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber ich hoffe, dass sie ihre Prioritäten richtig setzen. Nicht, dass sich unsere Weiterreise aufgrund einer dringend benötigten Behandlung eines Efferdsbrennens oder einem andauernden Aufenthalt im Zuchthaus verzögert.</p>
<p>Doch diesen Abend wollten wir genießen und obwohl es noch früh am Abend war, war die Taverne gut besucht. Eine Gauklertruppe aus Weiden trat auf und sorgte für gute Stimmung. Die Gaukler waren sehr begabt, aber leider sangen sie ein Loblied auf Stordians verhassten Großcousin Binsbart, was für Stordian natürlich ein Grund zur Aufregung war. Wir haben es schließlich geschafft, die Gaukler mit etwas Silber davon zu überzeugen, weitere Stücke über Stordians Familie auszulassen. Erschreckend wie einfach manche Leute zu bestechen sind.</p>
<p>Zu späterer Stunde erreichte uns ein Junge, der Andaryn suchte. Er übergab ihm eine Einladung zu einem Bankett bei Graf Hermann von Tannenwald, einem Freund von Andaryns Vater. Wie praktisch, dass unser Adliger immer gut vernetzt ist und wir uns auf diesem Weg eventuell wichtige Kontakte verschaffen können.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Tagebuch meiner Erkundung der Region östlich des Finsterkamms</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-tagebuch-meiner-erkundung-der-region-oestlich-des-finsterkamms/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:21:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-tagebuch-meiner-erkundung-der-region-oestlich-des-finsterkamms/</guid>
      <description>&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Eine in Garthi verfasste Sammlung von Schriftrollen und Blätter, welche mehr schlecht als recht zusammengebunden wurden. Verfasst im Frühjahr 519 BF durch Haubrecht Secundius zu Liederhofen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h2 id=&#34;reisetagebuch&#34;&gt;Reisetagebuch&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine kurze Zusammenfassung meiner Erkundungsreise.&lt;br&gt;
Skizzen und Karte wurden für andere Werke verwendet, daher liegen sie bedauerlicherweise nicht bei…&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;5-der-namenlosen-tage-519-bf&#34;&gt;5. der namenlosen Tage 519 BF&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Am morgigen Tag werde ich erneut im Auftrag der Garde in Gareth aufbrechen, um eine Erkundungsreise durchzuführen. Dieses Mal geht es zum Finsterkamm um das Kartenmaterial des Militärs zu verifizieren und zu ergänzen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>Eine in Garthi verfasste Sammlung von Schriftrollen und Blätter, welche mehr schlecht als recht zusammengebunden wurden. Verfasst im Frühjahr 519 BF durch Haubrecht Secundius zu Liederhofen.</p>
</blockquote>
<h2 id="reisetagebuch">Reisetagebuch</h2>
<p>Eine kurze Zusammenfassung meiner Erkundungsreise.<br>
Skizzen und Karte wurden für andere Werke verwendet, daher liegen sie bedauerlicherweise nicht bei…</p>
<h3 id="5-der-namenlosen-tage-519-bf">5. der namenlosen Tage 519 BF</h3>
<p>Am morgigen Tag werde ich erneut im Auftrag der Garde in Gareth aufbrechen, um eine Erkundungsreise durchzuführen. Dieses Mal geht es zum Finsterkamm um das Kartenmaterial des Militärs zu verifizieren und zu ergänzen.</p>
<h3 id="6-praios-519-bf">6. Praios 519 BF</h3>
<p>Noch frisch bei Kräften erreichte ich nach nur sechs Tagen die Quelle des Flusses Eslamsquell. Heute werde ich meine erste längere Rast beginnen, um den Proviant aufzustocken und um die mitgebrachten Karten zu prüfen.</p>
<h3 id="7-praios-519-bf">7. Praios 519 BF</h3>
<p>Das Jagdglück war mir hold und so habe ich die nächsten Tage mehr Zeit für die Karten. Eine wirklich schöne Gegend hier. Vielleicht kann ich mich hier eines Tages selbst niederlassen.</p>
<h3 id="12-praios-519-bf">12. Praios 519 BF</h3>
<p>Die Karten waren soweit in Ordnung, dennoch konnte ich kleine Verbesserungen vornehmen. Nunmehr ist nahezu alles verpackt und morgen früh werde ich meine Erkundungsreise Richtung Norden fortsetzen und dem Fluss Eslamsquell folgen.</p>
<h3 id="16-praios-519-bf">16. Praios 519 BF</h3>
<p>Ich bin auf die Mündung eines nicht verzeichneten Flüsschens gestoßen, welches sich wohl durch die besonders schneereichen Winter und das entsprechende Schmelzwasser der letzten Jahre geformt hat. Ab morgen werde ich diesem Bachlauf linker Hand folgen, um die Karten zu korrigieren. Ich bin gespannt zu erfahren aus welchen Quellen der Bach gespeist wird.</p>
<h3 id="fehlende-seite">fehlende Seite</h3>
<p><strong>Hoffentlich nichts Wichtiges…</strong></p>
<h3 id="30-praios-519-bf">30. Praios 519 BF</h3>
<p>Im Wald komme ich nur langsam voran, dennoch nähere ich mich stetig dem Gebirge des Finsterkamms, welches ich über die Baumwipfeln hinweg sehen kann. Seit vorgestern scheint eine Hitzewelle begonnen zu haben. Daher werde ich zwei oder drei Tage am Bachlauf pausieren.</p>
<h3 id="2-rondra-519-bf">2. Rondra 519 BF</h3>
<p>Die Hitze hat weiter zugenommen, daher bin ich bei meiner Wanderung nahe am Fluss geblieben. Vermutlich muss ich schon bald wieder eine längere Pause einlegen.</p>
<h3 id="5-rondra-519-bf">5. Rondra 519 BF</h3>
<p>Ein fürchterlich heißer Tag, dennoch setzte ich meine Erkundung östlich des Finsterkamms fort. Nicht weit von einer Stelle, an der der Fluss eine kleine Insel mit einer Turmruine umspülte schlug ich bei einem toten Baum mein Lager auf. Um meinen Proviant zu schonen, muss ich morgen zwingend jagen gehen.</p>
<h3 id="7-rondra-519-bf">7. Rondra 519 BF</h3>
<p>Ich verbrachte zwei Tage damit, zu jagen und die Gegend zu erkunden. Allerdings mit wenig Erfolg. Derzeit trocknet das Bisschen an Fleisch, dass ich erjagen konnte über einem kleinen Feuer. Es ist nicht viel, aber es wird mich die nächsten Tage versorgen. Morgen werde ich meine Karte ergänzen und eine Skizze des Turms anfertigen. Da ich bei meiner Reisevorbereitung keine Erwähnung dieser Ruine gefunden hatte taufe ich diese, entsprechend der Region, auf den Namen Finsterturm.</p>
<h3 id="8-rondra-519-bf">8. Rondra 519 BF</h3>
<p>Ich konnte meine Karten ergänzen und eine recht passable Zeichnung des Turms anfertigen. Leider ist die Hitze weiter gestiegen und selbst zur Nacht gibt es kaum Abkühlung. Daher werde ich morgen wieder aufbrechen, um ins Gebirge zu kommen.</p>
<h3 id="9-rondra-519-bf">9. Rondra 519 BF</h3>
<p>Was für eine Nacht. Die Hitze war so unerträglich, dass ich keinen Schlaf gefunden habe. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass ich zur Mitte der Nacht eine Art Gemurmel oder Gesang von der Südseite des Flüsschens vernahm.</p>
<p>Vorsichtig kroch ich näher an den Fluss heran und versteckte mich hinter einigen Büschen. So konnte ich, im klaren Mondlicht, auf der anderen Seite eine Gruppe von sechs dunklen Gestalten beobachten. Sie trugen schmucklose schwarze Roben mit Kapuzen, welche sie tief ins Gesicht gezogen hatten. Sie schienen einem Weg zum Turm zu folgen, den ich bis dato noch nicht entdecken konnte. Da aber die erste der Gestalten eine große Feuerschale trug, konnte auch ich nun so etwas wie einen Pfad erkennen.</p>
<p>Unter andauerndem Gemurmel und Gesang und ohne zu zögern, überquerten sie die fast vollständig verrottete Brücke im Südosten. Als sie die Insel umrundeten, um die Ruine zu betreten drückte ich mich tiefer ins Gebüsch, aber nicht eine der Gestalten sah auch nur auf.</p>
<p>Kurz nachdem sie das alte Gemäuer betreten hatten, begann der Gesang deutlicher und lauter zu werden. Dennoch war er in einer mir völlig unbekannten Sprache, welche sich mit keiner vergleichen ließ, die ich bisher auf meinen Reisen vernommen hatte.</p>
<p>Dieser Gesang endete in einem Schrei aus sechs Kehlen, welchem ein blauer Lichtblitz folgte. Danach fiel nicht einmal mehr das Licht der Feuerschale aus dem Turm.</p>
<h3 id="10-rondra-519-bf">10. Rondra 519 BF</h3>
<p>Nachdem stundenlang nichts geschehen ist und auch kein Geräusch mehr zu hören war, verfasste ich kurzerhand eine Niederschrift des Gesehenen und beschloss die letzten Momente der letzten Nacht zu nutzen, um mir ein genaueres Bild zu machen.</p>
<p>Ich kämpfte alle Ängste nieder und besann mich meiner jahrelangen Ausbildung als Aufklärer beim Militär und tauchte zur Insel hinüber. Am Eingang angekommen stellte ich überrascht fest, dass dieser nicht verschlossen war und trat langsam ein.</p>
<p>Das Innere der Ruine sah in keinster Weise besser als das Äußere aus, bot aber dank den Wänden und einigen Rankten etwas Deckung. So schlich ich durch das Erdgeschoss des Turms und entdeckte an der Ostseite die verkohlte Leiche des Trägers der Feuerschale, welche nun erloschen war.</p>
<p>Lediglich die Hände der Gestalt schienen vom Feuer verschont worden zu sein. Ich untersuchte vorsichtig den Toten, fand aber nichts. Nur an beiden Ringfingern befand sich jeweils ein schmuckloser und verrosteter Metallring.</p>
<p>Von den anderen Gestalten konnte ich keine Spur entdecken. Sie waren verschwunden…</p>
<p>Was auch immer hier vor sich ging, für diese Nacht hatte ich genug gesehen. So nahm ich einen der Ringe an mich, um ihn später zu untersuchen und begab mich auf den Rückweg in mein Versteck, von welchem aus ich weiterhin den Turm beobachtete.</p>
<p>An dem Ring konnte ich nichts feststellen. Er war aus Metall, von einer schlechten Qualität und hatte bereits an einigen Stellen Rost angesetzt. Er roch stark nach Eisen, hatte aber keine Gravuren oder Verzierungen. Da ich mich mit diesem Ding nicht wohlfühlte und mich auch auf keinen Fall damit erwischen lassen wollte vergrub ich ihn beim toten Baum.</p>
<h3 id="13-rondra-519-bf">13. Rondra 519 BF</h3>
<p>Ich habe meinen Lagerplatz und meine Ausrüstung vorsichtig zusammengepackt, weiter nach Norden verlegt und die Spuren meiner Anwesenheit in der Nähe des Turms bestmöglich beseitigt. Die Turmruine lasse ich kaum aus den Augen. Dennoch ist bislang nichts mehr geschehen.</p>
<h3 id="16-rondra-519-bf">16. Rondra 519 BF</h3>
<p>In der letzten Nacht erschien erneut das blaue Leuchten aus dem Turm, welchem ein Fackelschein folgte. Kurze Zeit später verließen sechs dunkle Gestalten den Turm. Vier trugen die verkohlte Leiche, einer eine brennende und ein anderer eine erloschene Feuerschale.</p>
<p>Sie schleppten den Toten zu einer kleinen Erhöhung auf der Westseite der Insel und legten ihn dort ab. Die brennende Feuerschale platzierten sie zu seinen Füßen, danach umstellten sie die erloschene Schale.</p>
<p>Kurze Zeit später begann ein Gemurmel, welches sich zum einer Art Gesang steigerte. Ähnlich dem von vor einigen Tagen. Zum Höhepunkt dieser dunklen Litanei verschluckte der Boden den Toten und das Feuer erlosch in der einen und erwachte in der anderen Schale.</p>
<p>Die Gestalten sangen noch weiter, doch ich zog mich zurück.</p>
<p>Noch in der Nacht begann ich meine Rückreise. Die Erkundung des Finsterkamms würde ich verschieben. Dies ist daher mein letzter Eintrag…</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Gareth</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-gareth/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:20:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-gareth/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---20-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 20. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich brauchte diese wenigen Tage der Ruhe. Wir alle brauchten sie und Yorlak gab uns die Chance uns zu erholen. Aber es gab viel zu besprechen und es gab viel zu klären. So erwuchs in diesen Tagen der Ruhe auch ein Zweifel, der in einen Verdacht mündete und in Schuldzuweisungen gipfelte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Teil unserer Gruppe ging davon aus, dass uns Yorlak bewusst in eine Falle geschickt hatte. Da Pentagor vom Freund eines Freundes oder aber dem Feind eines Feindes sprach, hier waren sich meine Kameraden nicht mehr so sicher, kam der Verdacht auf, dass Yorlak diese Person sein könnte. Bedauerlicherweise liegen diese ersten Tage, nach der Begegnung mit dem Nekromanten, für mich zum größten Teil im Dunkeln.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---20-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 20. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Ich brauchte diese wenigen Tage der Ruhe. Wir alle brauchten sie und Yorlak gab uns die Chance uns zu erholen. Aber es gab viel zu besprechen und es gab viel zu klären. So erwuchs in diesen Tagen der Ruhe auch ein Zweifel, der in einen Verdacht mündete und in Schuldzuweisungen gipfelte.</p>
<p>Ein Teil unserer Gruppe ging davon aus, dass uns Yorlak bewusst in eine Falle geschickt hatte. Da Pentagor vom Freund eines Freundes oder aber dem Feind eines Feindes sprach, hier waren sich meine Kameraden nicht mehr so sicher, kam der Verdacht auf, dass Yorlak diese Person sein könnte. Bedauerlicherweise liegen diese ersten Tage, nach der Begegnung mit dem Nekromanten, für mich zum größten Teil im Dunkeln.</p>
<p>Da die Situation immer unhaltbarer wurde und auch auf Grund der Tatsache, dass wir zu Gast im Hause dessen waren, welchen einige von uns des Verrates verdächtigten, führten Auđur, Bender, Stordian und ich ein längeres und klärendes Gespräch mit Yorlak. In diesem Gespräch schilderten wir, so gut wir uns daran erinnern konnten die Ereignisse, welche sich unter dem Turm zugetragen hatten. Auch äußerten wir offen unseren Verdacht gegenüber Yorlak, welcher uns aber glaubhaft versichern konnte, dass er damit nichts zu tun hätte. Immerhin war er es, der uns ausdrücklich zur Vorsicht gemahnt hatte.</p>
<p>Hinsichtlich unseres weiteren Vorgehens empfahl er uns dringend die Praios-Kirche in Gareth zu Rate zu ziehen. Wenn jemand erfolgreich diesen Pentagor vernichten konnte, dann waren dies die Geweihten und Bannstrahler. Ich habe aber diesbezüglich einige Bedenken. Für die Geweihten des Praios ist bloße Anwendung von Magie schon etwas Götterlästerliches. Selbst ich, als Weißmagier der Akademie Schwert und Stab zu Gareth, erfuhr im Kontakt mit Geweihten der Kirche nur Ablehnung und Verachtung. Gray, ein Graumagier des Konzils der Elemente zu Drakonia, steht für diese Fanatiker vermutlich nur eine Stufe unter dem unheiligen Nekromanten selbst. Daher sollten wir, meiner bescheidenen Meinung nach, eher unser Glück im Boron-Tempel suchen und auf eine Gesandtschaft der Golgariten hoffen.</p>
<p>Doch neben unserem weiteren Vorgehen, wie dieses auch aussehen möge, spekulierten wir auch über die Herkunft des Pentagor Dunkelstein. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir mit einiger Sicherheit davon aus, dass dieser mit dem endlosen Heerwurm, einer riesigen Armee von Untoten, von Yol-Ghurmak aus Richtung Wehrheim und Gareth zog. Vielleicht lässt sich in der Hauptstadt der schwarzen Lande noch etwas über ihn in Erfahrung bringen. Die dunkle Halle der Geister in Brabak, im Süden Aventuriens, wäre gegebenenfalls auch einen Besuch wert. Irgendwo muss der Nekromant sein Handwerk schließlich erlernt haben und mir fällt kein besserer Ort ein. Und wir müssen dringend mehr über diese finstere Gestalt erfahren. Nur das versetzt uns in die Lage sein Phylakterium, sein Seelengefäß und Quell seiner Unsterblichkeit, zu erkennen… sollten wir es denn überhaupt finden.</p>
<p>Wie dringend das Erlangen weiteren Wissens diesbezüglich ist, bewies unsere Diskussion, in der vor allem Bender davon ausging, dass das Phylakterium ein Gefäß sein muss. Nun sind die dunklen Künste nicht wirklich mein Fachgebiet und auch habe ich von dieser Thematik nur am Rande erfahren, aber ich glaube mich zu erinnern, dass zur Schaffung eines solchen Gegenstandes alles Mögliche dienen kann.</p>
<p>Yorlak informierte uns darüber, dass er auf jeden Fall sein Haus in Wehrheim verlassen und zurück nach Khunchom gehen würde. Hierfür wollte er von Beilunk per Schiff reisen. Denn egal wie es nun weitergehen würde, Nekromanten oder die Inquisition der Praios-Kirche sind keine angenehmen Nachbarn.</p>
<p>Doch wie sollten unsere nächsten Schritte aussehen? Wir könnten die Chance nutzen und uns Yorlak bei seiner Reise nach Khunchom anschließen. Immerhin hoffen wir dort etwas über den Schuldschein zu erfahren, den Stordian bei dem Toten unter dem alten Turm entdeckt hatte. Aber unsere aktuelle Reisegruppe umfasste auch die kleine Sophie, die Tochter des Holzfällers, welchem wir versprochen hatten, das Kind im nächsten Hesinde-Tempel vorzustellen. Dieser lag in Gareth. Auch wollten wir dort einen Blick in die Bibliothek der Akademie Schwert und Stab zu Gareth werfen, da diese durch ihre militärische Prägung auch vieles an geologischem und kartographischem Wissen angesammelt hat.</p>
<p>Letztendlich entschieden wir uns dafür, nach Gareth zu reisen, immerhin hatten wir die Verantwortung für ein Kind. Aves, der Schutzheilige der Abenteurer, Seefahrer und Reisenden, erwies sich uns gegenüber als gnädig und so gelangten wir bei schönem Wetter und ohne Zwischenfall nach Gareth. Dort, in der Hauptstadt des Mittelreiches, ließen wir uns im Tempelviertel nieder. Andaryn und Gray nutzen die Gelegenheit, um ihre Zeit in einigen der eher Rahja gefälligen Etablissements zu verbringen. Zwar schlugen die Beiden meines Erachtens deutlich über die Stränge, aber zumindest musste dieses Mal keiner in einer Zelle abgeholt werden. Ich selbst besuchte alte Kameraden und erbat einen Einlass zu Recherchezwecken in der Bibliothek der Akademie. So waren jedem auf seine Weise ein paar erholsame Tage vergönnt.</p>
<p>Wenige Tage nach unserer Ankunft in der Hauptstadt konnten wir mit Sophie im Tempel der Hesinde vorstellig werden. Die Tempelvorsteherin selbst nahm sich die Zeit, dass Kind zu begutachten und bot uns im Anschluss an, dieses bei sich aufzunehmen. Zwar wäre es ihr lieber gewesen, wenn Sophie schon vor einigen Jahren mit ihrer Ausbildung begonnen hätte, aber die besonders starke Verbindung, die das Kind zur Göttin hat, bewegten sie dazu, Sophie trotzdem aufzunehmen. Beide, sowohl das Kind als auch die alte Vorsteherin, schienen mit der Entscheidung glücklich zu sein. Auf Andaryns Anregen hin, verfasste die Tempelvorsteherin auch einen Brief mit einer Bitte an alle Tempel uns bei unserer Suche nach Wissen, sofern dies Hesinde gefällig sei, zu unterstützen. Nichts, was in irgendeiner Form eingefordert werden kann, aber immer noch besser als mit vielen Fragen und leeren Händen in einem der vielen Tempel aufzutauchen.</p>
<p>Zum Abschied bat uns Sophie noch, nach ihren Eltern zu schauen und ihnen zu berichten, dass es ihr gut ginge. Sie gestand uns, dass sie sich große Sorgen um die Beiden machte und schon seit einigen Tagen deswegen schlecht träumte.</p>
<p>In den darauffolgenden Tagen konnten wir die Bibliothek der Akademie besuchen. Dort gelang es Gray und mir ein Verzeichnis zu finden, in dem der Turm erwähnt wurde. Leider handelte es sich dabei nur um eine Zusammenfassung aus einem Werk, das in Gänze nur im Konzil der Elemente zu Drakonia verfügbar ist und ein paar allgemeinen Informationen, die in der Verantwortung des Militärs erhoben wurden. Auch fanden wir die Tagebücher des Kundschafters, der vor über 500 Jahren den Turm besuchte und diesen schon damals als Ruine beschrieb. Wir fertigten von Allem Abschriften an, aber letztendlich hatten wir nur mehr Fragen als Antworten.</p>
<p>Auch ich selbst quäle mich mit einer Frage. Die Zeit bei meinen alten Kameraden in der Akademie und die Verantwortung, die ich trage, lassen mich daran zweifeln, ob ich weiter mit der Gruppe reisen sollte, oder ob ich mich im Schwerpunkt meinen Aufgaben im Mittelreich widme.</p>
<blockquote>
<p><a href="https://online-resources.de/posts/2023-01-16-tagebuch-meiner-erkundung-der-region-oestlich-des-finsterkamms/">Tagebuch meiner Erkundung der Region östlich des Finsterkamms</a></p>
<p><em>Link zum Beitrag mit dem Inhalt des Reisetagebuches</em></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Unter dem Wachturm</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-unter-dem-wachturm/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:19:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-unter-dem-wachturm/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---19-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 19. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir die beiden Skelettkrieger besiegt hatten, konnte Link das Schloss der schweren Eisentür knacken. Dahinter verbarg sich ein langer und dunkler Gang, welcher durch Gittertüren in einzelne Abschnitte unterteilt wurde. Wir konnten kaum über den Schein unserer Fackeln hinausschauen, doch was wir erblickten, ließ uns an unserem Vorhaben zweifeln. Neben alten und verfallenen Waffenständern warteten weitere Skelette darauf uns am Weiterkommen zu hindern. Mit Schwertern und Bögen ausgerüstet versperrten sie uns den Weg.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---19-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 19. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Nachdem wir die beiden Skelettkrieger besiegt hatten, konnte Link das Schloss der schweren Eisentür knacken. Dahinter verbarg sich ein langer und dunkler Gang, welcher durch Gittertüren in einzelne Abschnitte unterteilt wurde. Wir konnten kaum über den Schein unserer Fackeln hinausschauen, doch was wir erblickten, ließ uns an unserem Vorhaben zweifeln. Neben alten und verfallenen Waffenständern warteten weitere Skelette darauf uns am Weiterkommen zu hindern. Mit Schwertern und Bögen ausgerüstet versperrten sie uns den Weg.</p>
<p>Gemeinsam konnten wir uns den Weg freikämpfen. Hier war uns vor allem Kalidor mit seiner Axt eine große Hilfe. Diese erwies sich gegen die Skelette als besonders effektiv. Dennoch mussten wir uns immer wieder gegen neue Angriffe zur Wehr setzen, während wir vorsichtig weiter in den dunklen Gang vordrangen. Die Luft war stickig und es roch nach Moder und Verfall. Der Boden war schlüpfrig und rutschig, wahrscheinlich aufgrund von Feuchtigkeit und Schimmel. Wir mussten aufpassen, nicht auszurutschen oder zu stolpern.</p>
<p>Verletzt und von den Kämpfen gezeichnet, gelang es uns, das Ende des Ganges zu erreichen. Fast alle von uns hatten schlimme Wunden und dem ein oder anderen ragte auch der Schaft eines Pfeiles aus dem Körper.</p>
<p>Je weiter wir uns dem Ende des Ganges näherten, desto deutlicher hörten wir ein seltsames und unheimliches Geräusch. Es klang wie knirschendes Eis und war laut und durchdringend. Wir wussten nicht, woher es kam, aber wir spürten instinktiv, dass es etwas Gefährliches war. Unser Herz schlug schneller und wir spürten, wie uns ein Schauer über den Rücken lief. Wir hielten inne und lauschten angespannt, während wir versuchten, das Geräusch einzuordnen und uns auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommen würde. Wir waren bereit, uns dem Unbekannten zu stellen und unserem Schicksal entgegenzutreten. Was auch immer uns am Ende des Ganges erwartete, wir waren entschlossen, es zu bewältigen. Lediglich eine weitere Eisentür, schlicht und ohne Verzierungen, trennte uns von dem Geheimnis dieses Gewölbes.</p>
<p>Wieder war es Link, der meisterlich seinem Handwerk nachkam und das Schloss knackte. Nichts hätte uns auf das vorbereiten können, was wir in dem Raum erblicken würden. Eine männliche Gestalt, alt und gebeugt, mit einem weiten, dunklen Umhang, schwebte im Raum und leuchtete in einem gespenstischen Grünton. Schon als wir die Tür öffneten, drang das Lachen dieser Kreatur zu uns.</p>
<p>Ich wähle hier bewusst den Ausdruck „Kreatur“, denn ihre Menschlichkeit hatte sie schon lange aufgegeben. Pentagor Dunkelstein, so nannte er sich, war ein Phylakteriker, eine Art beseelter Untoter, von denen ich zufällig in einem Buch an der Akademie Schwert und Stab zu Gareth gelesen hatte. Diese binden ihre weltliche Existenz an einen Gegenstand, dem sogenannten Phylakterium, mit dessen Hilfe sie auch die Seelen Verstorbener an sich binden können.</p>
<p>Wir standen solch einem Ding gegenüber und es lachte. Es lachte, weil wir es befreit hatten. Es lachte, weil es wusste, dass wir ihm nichts anhaben konnten. Und es lachte, weil es uns eine Angst einjagte, die wir bisher noch nicht kannten.</p>
<p>Dann begann es zu sprechen. Mit einer alten, gebrochenen Stimme bedankte es sich bei uns für seine Befreiung und dafür, dass es nun endlich seinen Plan und Wehrheim zu unterwerfen, zu Ende bringen könnte.</p>
<p>Trotz der schwierigen Umstände war Gray in der Lage, ein kurzes Gespräch mit diesem Monster zu führen, in dem es etwas von dem Freund eines Freundes erwähnte. Allerdings konnte ich diesem Gespräch nicht mehr ganz folgen.</p>
<p>Als das Ding ging, wirkte es einen Blindheitszauber auf mich, und seitdem liegt alles für mich im Dunkeln.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Zurück zum Wachturm</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-zurueck-zum-wachturm/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:18:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-zurueck-zum-wachturm/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---18-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 18. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Den Rest der Nacht nutzten wir zur Erholung, bis uns Yorlak, gemeinsam mit unserem Freund Kalidor, am späten Vormittag abholen kam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da Gray den Verdacht hegte, Yorlak könnte etwas mit den Hinterhalten zu tun haben, kam es schon vor dem Mittagessen zu einem Streit. Zugegebenermaßen waren Grays Argumente nicht gänzlich von der Hand zu weisen, aber auch Yorlak hatte mit seinen Verweisen auf unsere Entdeckung durch Dritte während der Nacht durchaus recht. Die Vermutung, dass diese Schläger und Söldner uns beobachtet haben, um kurzfristig etwas bei uns abgreifen zu können, ist sehr plausibel. Dennoch ließ sich der Streit nicht wirklich schlichten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---18-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 18. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Den Rest der Nacht nutzten wir zur Erholung, bis uns Yorlak, gemeinsam mit unserem Freund Kalidor, am späten Vormittag abholen kam.</p>
<p>Da Gray den Verdacht hegte, Yorlak könnte etwas mit den Hinterhalten zu tun haben, kam es schon vor dem Mittagessen zu einem Streit. Zugegebenermaßen waren Grays Argumente nicht gänzlich von der Hand zu weisen, aber auch Yorlak hatte mit seinen Verweisen auf unsere Entdeckung durch Dritte während der Nacht durchaus recht. Die Vermutung, dass diese Schläger und Söldner uns beobachtet haben, um kurzfristig etwas bei uns abgreifen zu können, ist sehr plausibel. Dennoch ließ sich der Streit nicht wirklich schlichten.</p>
<p>Gemeinsam ging es zurück in Yorlaks Haus, wo wir die Geschehnisse und Beobachtungen der vergangenen Nacht nochmals in Ruhe besprachen. Vor allem die Tatsache, dass ich die Untoten am Turm versammelt hatten und in diesen eindringen wollten schien unseren Auftraggeber zu interessieren. Unsere Frage hinsichtlich seines Interesses wollte er uns jedoch nicht sofort beantworten. Vielmehr zog er sich einige Tage in sein Studierzimmer zurück und überließ uns der Gastfreundschaft seiner fleißigen Bediensteten. Wir nutzten diese Zeit zur Erholung vom Erlebten und zur Ergänzung unserer Ausrüstung.</p>
<p>Als unser Auftraggeber nunmehr endlich aus seiner Stube kam, berichtete er uns von Geschichten und Erzählungen über einen Nekromanten, welcher manchmal zum Geist, Zombie oder sonstigen Untoten wurde. Mal lief er Amok oder desertierte, mal verschwand er und mal lebte er unerkannt in der Stadt weiter. Allen Geschichten gemein war jedoch, dass er zuletzt an einem Wachturm im Nord-Osten Wehrheims gesehen wurde. Yorlak bat uns daher, dass wir uns den Turm, welcher scheinbar regelmäßig von den Zombies besucht wird, einmal genauer anschauen. Zwar war es ihm nicht möglich uns finanziell zu entlohnen, er würde aber in unserer Schuld stehen.</p>
<p>Wir überlegten, ob wir schon während des Tages aufbrechen sollten, vermuteten jedoch, dass was auch immer die Untoten anlockt, vielleicht selbst auch nur nach Einbruch der Dunkelheit aktiv sein könnte. So warteten wir bis zum Beginn der Nacht.</p>
<p>Auf dem Weg zum Turm konnten wir ein gutes Dutzend dieser wandelnden Leichname erledigen. Bei einigen schlossen sich auf wundersame Weise die geschlagenen Wunden, daher wurden ihre Überreste sicherheitshalber von Stordian und Bender verbrannt.</p>
<p>Unterdes gelang es Link das Schloss der Eingangstür des Turmes zu öffnen. Dessen Erdgeschoss war zugestellt mit alten und längst verdorbenen Vorräten und verrosteten Waffen. Dies alles stammte vermutlich noch aus der Zeit vom Angriff auf die Stadt. Im Keller hingegen erblickten wir die Skelette zweier ehemaliger Soldaten, welche gerüstet und bewaffnet vor einer Türe standen. Sie reagierten erst auf uns, als sie vorsichtig durch uns angestupst wurden. Von da an verteidigten sie verbissen die Türe. Ihnen zu Hilfe kam ein, mit einem Bogen bewaffnetes Skelett, welche sich zuvor hinter der Treppe aufgehalten hatte.</p>
<p>Diese Skelette waren deutlich schneller und agiler als die Zombies. Sie konnten von ihren Waffen Gebrauchmachen und richtig kämpfen. So mussten wir ein bisschen was einstecken, bevor wir sie letztendlich besiegen konnten.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Steinchen werfen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-steinchen-werfen/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:17:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-steinchen-werfen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---17-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 17. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach diesem kleinen Ärgernis schlichen wir weiter Richtung des vermuteten Aufenthaltsorts. Von einem Beobachtungspunkt nahe der nordöstlichen Stadtmauer konnten wir eine Meute dieser kalten Alriks erkennen und tatsächlich trug einer von ihnen eine schwere, lederne Umhängetasche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es waren circa ein Dutzend dieser untoten Gestalten und somit zu viele, als dass wir sie direkt anzugreifen vermochten. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir auf die alte Stadtmauer zu klettern, um von dort aus unser Glück zu versuchen. Stordians Strickleiter erleichterte den Aufstieg hierbei enorm.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---17-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 17. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Nach diesem kleinen Ärgernis schlichen wir weiter Richtung des vermuteten Aufenthaltsorts. Von einem Beobachtungspunkt nahe der nordöstlichen Stadtmauer konnten wir eine Meute dieser kalten Alriks erkennen und tatsächlich trug einer von ihnen eine schwere, lederne Umhängetasche.</p>
<p>Es waren circa ein Dutzend dieser untoten Gestalten und somit zu viele, als dass wir sie direkt anzugreifen vermochten. Nach kurzer Überlegung beschlossen wir auf die alte Stadtmauer zu klettern, um von dort aus unser Glück zu versuchen. Stordians Strickleiter erleichterte den Aufstieg hierbei enorm.</p>
<p>Von unserem erhöhten Beobachtungspunkt erkannten wir, dass sich die Untoten an einem der alten und teilweise zerstörten Wachtürme sammelten. Was sie dorthin treibt, erschloss sich uns nicht. Wir schlichen uns auf der Mauer weiter an die Meute heran und Link beschoss die tumben Gestalten mit einigen Pfeilen. Dies zeigte auch ein wenig Wirkung, erwies sich letztendlich aber als müßig. Währenddessen vertrieb sich Andaryn die Zeit damit Steinchen auf die Gruppe vor dem Turm zu werfen. Dies schien enorm zu seiner Unterhaltung beizutragen.</p>
<p>Gray hingegen konzentrierte sich auf die Gaben Madas und kanalisierte seine arkanen Kräfte. Sein schierer Wille verdichtete die Luft in dieser schmutzigen Straße Wehrheims, kühlte sie herab, bis zum Gefrierpunkt und darüber hinaus. Innerhalb von wenigen Sekunden bildeten sich scheinbar aus dem Nichts Eiskristalle, verdichteten und verbanden sich zu einer beeindruckenden Mauer aus nahezu unzerstörbaren Eis. Ein Vorgang mystisch und auch sinnbildlich für das Zusammenwachsen unserer Gruppe. Sein pures Können und Geschick ermöglichten es im diesen beeindruckenden Beweis seiner elementaristischen Ausbildung zu wiederholen. So stand er da, im Lichte der Magie schenkenden Göttin Mada und beschwor eine zweite imposante Mauer aus Eis und schloss so die Gruppe von Untoten in der Gasse ein. Dann ging ihm die Puste aus und er musste sich aufs Werfen von Steinchen beschränken.</p>
<p>Bedauerlicherweise kamen wir jedoch so nicht in den Besitz der Umhängetasche. Nach kurzer Überlegung warf Stordian einen an einem Seil befestigten Enterhaken aus, um nach dem Boten zu angeln. Die Zwölfe waren ihm hold und das gelang ihm beim ersten Versuch den Haken in dem Untoten zu verankern. In einer gemeinsamen Anstrengung mit Bender gelang es ihm die bedauernswerte Gestalt langsam zu uns hinaufzuziehen. Gray versuchte den Untoten von der Tasche zu befreien, schien aber einen etwas zu schwachen Magen dafür zu haben. So musste sich Stordian erneut um alles kümmern. Unterdes warfen die Herren Gray und Andaryn weitere Steinchen die Mauer hinunter.</p>
<p>Irgendwann wird wohl jedes Spiel langweilig oder es gehen die Steine aus. So konnten wir uns nach einer Weile auf den Rückweg begeben. Doch gerade als die Gruppe sich am Fuße der Stadtmauer versammelt hatte, wurden wir von einem Trupp Söldner angegriffen, die scheinbar aus dem Nichts kamen. Während diese üblen Spießgesellen versuchten uns niederzumachen oder zumindest die Botentasche zu erbeuten, setzten wir uns heldenhaft und in einer Rondra gefälligen Weise zur Wehr.</p>
<p>Das hierbei entstandene Getöse erregte jedoch das Aufsehen der Zombiemeute, welche von dem alten Turm abließ und sich nun langsam, aber stetig in unsere Richtung bewegte. Ihren Bemühungen geschuldet uns auszurauben, entging unseren Angreifern diese entscheidende Änderung der Lage.</p>
<p>Als dann noch aus einer völlig unerwarteten Richtung Hilfe kam und wir uns im Haus eines alten Mütterchens in Sicherheit bringen konnten, waren wir mehr als nur dankbar, diese Nacht hinter uns zu lassen. So überließen wir es den Untoten sich um das räuberische Pack zu kümmern und brachten uns in Sicherheit.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Wehrheimer Gastfreundschaft</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-wehrheimer-gastfreundschaft/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:16:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-wehrheimer-gastfreundschaft/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---16-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 16. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am 25. Rondra 1043 BF erreichten wir etwa zur Mittagsstunde Wehrheim. Ich kann nicht sagen, was ich erwartet hatte, aber mit Sicherheit nicht Nichts. Wir sollten in Wehrheim angesprochen werden, aber begrüßt wurden wir von Schatten in Löchern und in dunklen Winkeln. Darüber hinaus entdeckten Link und Andaryn widerliches untotes Krähen-Geschmeiß, welches sich unter den Dächern der Stadt versammelt hatte. So beschlossen wir, nicht allzu lange zu verweilen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---16-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 16. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Am 25. Rondra 1043 BF erreichten wir etwa zur Mittagsstunde Wehrheim. Ich kann nicht sagen, was ich erwartet hatte, aber mit Sicherheit nicht Nichts. Wir sollten in Wehrheim angesprochen werden, aber begrüßt wurden wir von Schatten in Löchern und in dunklen Winkeln. Darüber hinaus entdeckten Link und Andaryn widerliches untotes Krähen-Geschmeiß, welches sich unter den Dächern der Stadt versammelt hatte. So beschlossen wir, nicht allzu lange zu verweilen.</p>
<p>Auf unserem Weg durch die Stadt wurden wir von einem älteren, orientalisch aussehenden Herren angesprochen, welcher sich als Yorlak Barbrück vorstellte und sagte, dass er unsere Ankunft erwartet hätte. Er lud uns in sein Haus ein, um alles mit ihm zu besprechen. Dies löste eine heftige Diskussion in unserer kleinen Reisegruppe aus, da vor allem unsere beiden Händler nicht in Wehrheim verweilen wollten. Nach einigem Hin und Her konnte Stordian jedoch aushandeln, dass zumindest unser bisheriger Lohn ausbezahlt wurde, bevor sich Branibart und Roban verabschiedeten.</p>
<p>Im Haus erfuhren wir, außer aranischer Gastfreundschaft, erst einmal nicht viel. So wurden wir reichlich bewirtet, erhielten importierten Tee und rauchten Wasserpfeife. Letzteres bekam leider nicht allen sonderlich gut.</p>
<p>Nach dem das Zeremoniell vorüber war, kam Yorlak auf unser Mitbringsel zu sprechen. Andaryn zögerte jedoch dieses ohne vorherige Antworten herauszugeben. Nach einer Weile konnten wir uns aber darauf einigen, dass wir mit Calvin Cordozar Broadus Jr. einen gemeinsamen Bekannten haben, welcher uns den Auftrag gab, eine Schatulle an Yorlak zu übergeben. Diesem Auftrag kamen wir sodann nach.</p>
<p>Als aber Yorlak genau diese Schatulle, nach einer kurzen Begutachtung, in das Kaminfeuer warf, war unsere Verwunderung groß. Stordian versuchte noch das Kästchen aus dem Feuer zu retten, gab dies aber nach einem Hinweis Yorlaks, auf die Unhöflichkeit seines Handelns, auf. Nachdem sich die Situation wieder ein bisschen beruhigt hatte, erfuhren wir, dass es sich bei der Schatulle lediglich um einen Vertrauenstest gehandelt hätte, welchen wir wohl bestanden haben, da die Kiste weder geöffnet noch manipuliert wurde.</p>
<p>Unser Gastgeber bat uns einen Auftrag anzunehmen, von welchem er uns erst dann mehr erzählen wollte, nachdem wir uns verpflichtet hätten diesen anzunehmen. Vorab erfuhren wir nur, dass es gefährlich sei und finanziell nicht vergütet werden würde. Dennoch willigten wir ein. Wie diese Entscheidung zustande kam, ist mir jedoch ein Rätsel.</p>
<p>Wir erfuhren, dass wir einen Boten aufspüren sollten, welcher seinerzeit aus Khunchom aufbrach, um eine Botschaft oder Nachricht nach Greifenfurt zu bringen. Allerdings kam dieser nie an.</p>
<p>Jahre später konnte er durch die Seinen in Wehrheim aufgespürt werden, wo er im Jahr des Feuers verweilte, als die Stadt durch Galotta und Rhazzazor geschliffen wurde. Dort führte er seit dem ein geistloses Unleben.</p>
<p>Kundschafter und Informanten Yorlaks fanden ihn zumeist im Nord-Osten der Stadt, wo er mit einer Horde anderen Zombies des Nachts umherzog. Zum Tage konnte er nicht gefunden werden. Allem Anschein nach, hatte er sogar noch immer seine Umhängetasche mit den Dokumenten um und unsere Aufgabe sollte es sein, diese zu bergen.</p>
<p>Da sich Gray jedoch noch nicht völlig von dem Überfall der vergangenen Nacht erholt hatte mussten wir unseren Einsatz auf den Abend des 26. Rondra 1043 BF verschieben.</p>
<p>Ein Versuch von Stordian, Link und Andaryn Wehrheim im Laufe des Tages zu erkunden scheiterte an der wenig vorhandenen Gastfreundschaft seiner Einwohner. So gelang es Link nur knapp dem Inhalt eines Nachttopfes auszuweichen, welcher ausdrücken sollte wie willkommen Fremde waren.</p>
<p>So gingen wir erst wieder nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus. Doch wo tagsüber lichtscheues aber zumindest lebendiges Gesindel sein Unwesen treibt, gehen des Nacht finsterere Gestalten um. Auch die gotteslästerlichen Schreckensraben kamen aus ihren Löchern und kommentierten jegliche Sichtung von lebenden Wesen mit einem gar fürchterlichen Geschrei. So wurde auch eine Gruppe dieser wandelnden Toten auf uns aufmerksam und versuchte uns anzugreifen.</p>
<p>Stordian, Gray und ich konnten einen von ihnen zerlegen, während Andaryn und Link das Schloss einer Türe eines nahestehenden Hauses knackten. Dies gab uns Gelegenheit die Zombies abzuhängen und ungesehen von den Raben weiterzukommen. Allerdings hatte auch dieses Vorgehen seine Tücken. Auch, wenn die Wehrheimer zumeist wissen, wenn sie in ihren Stuben bleiben sollten, traf dies nicht auf alle zu. Einer der ansässigen Schläger oder Söldner stellte sich uns in dem Weg, konnte aber mit etwas Silber von Gray und mir besänftigt werden.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Auf dem Weg nach Wehrheim</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-auf-dem-weg-nach-wehrheim/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:15:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-auf-dem-weg-nach-wehrheim/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---15-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 15. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Noch in Greifenfurt lernten wir die Händler Branibart Pausbäcker und Roban Honorald kennen. Diese boten 5 Silberstücke pro Kopf und Tag für ein sicheres Geleit nach Gareth, was ein durchaus verlockendes Angebot für uns darstellte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beiden wollten Greifenfurter Goldsaft in Eslamsroden gegen Eslamsbräu tauschen, um dieses weiter nach Gareth zu liefern. Ob dies so einen Sinn ergibt, erschließt sich mir nicht. Meiner Meinung nach liegen die Orte zu dicht beieinander, um einen üppigen Profit zu erwirtschaften. Schätze aber, dass irgendwer das Zeug ja trotzdem liefern muss.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---15-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 15. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Noch in Greifenfurt lernten wir die Händler Branibart Pausbäcker und Roban Honorald kennen. Diese boten 5 Silberstücke pro Kopf und Tag für ein sicheres Geleit nach Gareth, was ein durchaus verlockendes Angebot für uns darstellte.</p>
<p>Die Beiden wollten Greifenfurter Goldsaft in Eslamsroden gegen Eslamsbräu tauschen, um dieses weiter nach Gareth zu liefern. Ob dies so einen Sinn ergibt, erschließt sich mir nicht. Meiner Meinung nach liegen die Orte zu dicht beieinander, um einen üppigen Profit zu erwirtschaften. Schätze aber, dass irgendwer das Zeug ja trotzdem liefern muss.</p>
<p>So zogen wir am 20. Rondra gemeinsam los und erreichten nach zwei Tagen Eslamsroden. Doch war schon dieser erste Teil unserer Reise nicht ohne Zwischenfälle. Während wir Branibarts Wagen mittels Seilen einen steilen Hang herunterlassen wollten, da dessen Esel bockte, wurden wir von einem wilden Keiler attackiert. Doch es gelang Gray und Link das Tier zu erlegen.</p>
<p>Direkt nach unserer Ankunft in Eslamsroden verabschiedeten sich unsere Begleiter und wurden bis zum nächsten Morgen nicht mehr gesehen. Wir hingegen nutzen unsere Zeit um unseren Proviant bei Calvin Cordozar Broadus Jr. aufzustocken. Dieser übergab uns auch eine Schatulle, die wir einem seiner Bekannten in Wehrheim überbringen sollten.</p>
<p>Auf dem weiteren Weg nach Wehrheim, in der Nähe der Dergelsfurt, war eine Brücke der Reichsstraße kaputt. Diese konnte von uns zwar notdürftig repariert werden, allerdings kostet dies uns fast einen ganzen Tag und wir beschlossen unser Lager zu errichten.</p>
<p>In der Nacht erhielten wir unliebsamen Besuch von einer Räuberbande, was auch die kaputte Brücke erklären könnte. Allerdings funktionierte unsere Wachschicht hervorragend und so konnte sie uns nicht überraschen. So mussten sich den Überfall mit ihrem Leben bezahlen.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Nach dem Schwertfest</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-nach-dem-schwertfest/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:14:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-nach-dem-schwertfest/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---14-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 14. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zum Ende des Schwertfestes verblieben wir noch einige Tage in Greifenfurt, um noch einige Angelegenheiten zu „regeln“. Zum einen trafen wir uns mit Herrn Carolan Calavanti. Dieser konnte uns dank seines Informationsnetzwerkes in Greifenfurt Auskunft über die Unterbringung von Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell und seinen Kumpanen geben. Ob wohl der gute Binsbart schon mit seiner Mutter Richtung Osten abgereist war, verbleiben seine beiden schweinsäugigen Gesellen im Gasthaus Drei Kronen, einem der besseren Etablissements der Stadt. Dort soffen sich diese Dilettanten um den Verstand, wobei ihr Benehmen in keinster Weise darauf hindeutete, dass sie von Stand sein könnten. Sie wirken wie als Adlige verkleidete Affen…&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---14-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 14. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Zum Ende des Schwertfestes verblieben wir noch einige Tage in Greifenfurt, um noch einige Angelegenheiten zu „regeln“. Zum einen trafen wir uns mit Herrn Carolan Calavanti. Dieser konnte uns dank seines Informationsnetzwerkes in Greifenfurt Auskunft über die Unterbringung von Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell und seinen Kumpanen geben. Ob wohl der gute Binsbart schon mit seiner Mutter Richtung Osten abgereist war, verbleiben seine beiden schweinsäugigen Gesellen im Gasthaus Drei Kronen, einem der besseren Etablissements der Stadt. Dort soffen sich diese Dilettanten um den Verstand, wobei ihr Benehmen in keinster Weise darauf hindeutete, dass sie von Stand sein könnten. Sie wirken wie als Adlige verkleidete Affen…</p>
<p>Dennoch, in ihrem Rausch fabulierten sie von ausgedachten Titeln und Dienstposten und davon, was sie sich dann alles erlauben könnten. Das Ganze in einer derart primitiven Art und Weise, dass ich es nicht aufschreiben möchte.</p>
<p>Sie schienen fest daran zu glauben, dass ihr „Freund“ Binsbart in absehbarer Zeit Schildgraf Weidens werden könnte. Eine Stellung, die seinem Vater zustünde, welcher an vierter oder fünfter Stelle in der Erbfolge steht. Dies aber unter der Voraussetzung, dass Stordian verzichtet oder, dass er verstoßen würde. Eine Tatsache, die die öffentlichen Äußerungen dieses kleinen Ekels während des Turniers in ein neues Licht rücken.</p>
<p>Dennoch, die Gerechtigkeit ereilte die Beiden bei dem Versuch die Zeche zu prellen und unbescholtene Bürger zu überfallen. Die brachte sie letztendlich in eine gemütliche Zelle im Kerker.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Schwertfest</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-schwertfest/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:13:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-schwertfest/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---13-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 13. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;flucht&#34;&gt;Flucht&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_hand_axe_lying_on_mossy_background_darkness_db58029c-dc62-4726-ab4e-4632548a21ae-768x512.png&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Nächte bevor wir Greifenfurt erreichen konnten, gelang dem gefangenen Schwarzpelz sich von seinen Fesseln zu befreien. Gray versuchte noch den Ork an der Flucht zu hindern, doch zurück blieb ein zersägtes Seil und ein scharfkantiger Stein. Eine Verfolgung oder Suche erschien nicht sonderlich sinnvoll.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;turnier&#34;&gt;Turnier&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_medieval_tournament_7af3192b-2e50-4b5b-bb5f-72e1f1140a7c-768x512.png&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Stadt angekommen konnten wir uns dann aber ganz auf das Turnier und das Schwertfest konzentrieren. Auđur gelang es trotz der späten Ankunft noch eine hervorragende Unterkunft für die gesamte Gruppe zu finden. Auch das Turnier war ein Erfolg. Den heraldischen Anforderungen wurde Genüge getan und darüber hinaus, konnten wir in vier Turnieren einen Sieg erringen. So brillierte Stordian in der Minne, Auđur siegte im ritterlichen Zweikampf, Andaryn gewann im Bogenschießen und im Buhurt gegen die Mannschaft der Stadtwache gewannen wir auch.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---13-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 13. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="flucht">Flucht</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_hand_axe_lying_on_mossy_background_darkness_db58029c-dc62-4726-ab4e-4632548a21ae-768x512.png"></p>
<p>Zwei Nächte bevor wir Greifenfurt erreichen konnten, gelang dem gefangenen Schwarzpelz sich von seinen Fesseln zu befreien. Gray versuchte noch den Ork an der Flucht zu hindern, doch zurück blieb ein zersägtes Seil und ein scharfkantiger Stein. Eine Verfolgung oder Suche erschien nicht sonderlich sinnvoll.</p>
<h3 id="turnier">Turnier</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_medieval_tournament_7af3192b-2e50-4b5b-bb5f-72e1f1140a7c-768x512.png"></p>
<p>In der Stadt angekommen konnten wir uns dann aber ganz auf das Turnier und das Schwertfest konzentrieren. Auđur gelang es trotz der späten Ankunft noch eine hervorragende Unterkunft für die gesamte Gruppe zu finden. Auch das Turnier war ein Erfolg. Den heraldischen Anforderungen wurde Genüge getan und darüber hinaus, konnten wir in vier Turnieren einen Sieg erringen. So brillierte Stordian in der Minne, Auđur siegte im ritterlichen Zweikampf, Andaryn gewann im Bogenschießen und im Buhurt gegen die Mannschaft der Stadtwache gewannen wir auch.</p>
<h3 id="handel">Handel</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_medieval_craftsmen_at_a_medieval_fair_by_Albert_Biersta_b60d8880-fe1c-4e0c-abe9-c598acd892bb-768x512.png"></p>
<p>Auch bei den Anwesenden Händlern konnten wir für unsere nicht mehr benötigte Ausrüstung anständige Preise erzielen und das, was uns fehlte konnten wir günstig erwerben.</p>
<h3 id="bekannte">Bekannte</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-schwertfest/hnsstrk_medieval_mercenaries_showing_of_at_a_tournament_13ff1e39-0b75-4feb-9706-45d5ef107d4e-768x512.png"></p>
<p>Andaryn begegnete einer alten Wachtruppe seines Vaters, bestehend aus acht Mann, welche unehrenhaft entlassen wurde, weil er sich all zu kameradschaftlich mit ihnen gezeigt hat. Diese tapferen Soldaten, suchten im Umfeld des Schwertfestes nach einer Anstellung oder einem Banner, dem sie sich anschließen konnten. Nach einigen Bieren und einer schnellen Verhandlung, konnte Andaryn ihre wertvollen Dienste für einen Preis von 10 Silberstücke pro Kopf und Tag sicherstellen.</p>
<h3 id="verwandte">Verwandte</h3>
<p>Getrübt wurde der schöne Tag jedoch durch die Begegnung mit Binsbart Borkfried von Löwenhaupt-Gösselquell, einem entfernten Großcousin von Stordian aus dem durchaus eher buckligen Teil der Verwandtschaft. Es gelang diesem blassen Wurm Stordian zu einem ritterlichen Zweikampf auf’s dritte Blut anzustiften, in welchem er sich so dann, von einem bezahlten Kämpfer vertreten ließ. Dieser Söldner, Geron Waisenmacher war sein Name, besiegte Stordian mit einigen höchst unritterlichen Fußfegern und nur dank der Eitelkeit von Binsbart ist er noch am Leben, da dieser es vorzog Stordian weiter zu erniedrigen.</p>
<h3 id="schattenseiten">Schattenseiten</h3>
<p>Auch Gray hatte ein wenig Pech mit einem Taschendieb Namens Carolan Calavanti, welcher ihn um seinen Beutel erleichterte. Allerdings wurden wir eingangs vor Dieben und Streunern gewarnt und so erkannte Gray seinen Verlust noch rechtzeitig und konnte seinen Besitz zurückfordern. Carolan empfahl sich für den Fall, dass wir einmal einen erfahrenen Dieb benötigen, und suchte das Weite.</p>
<p>Mehr als unangemessen war Verhalten von Gray, als der Herrn Andaryn in einen Zweikampf mit einem farbenfrohen Ritter zweifelhafter Herkunft redete, um auf den Ausgang wetten zu können. Meines Erachtens sollten wir ein solches Verhalten eines Untergeben keinesfalls durchgehen lassen. Wenn es nach mir gehen würde, so würde ich diesen Magier auf Wochen in Eisen kleiden.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Auf dem Weg zum Turnier</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-auf-dem-weg-zum-turnier/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:12:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-auf-dem-weg-zum-turnier/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---12-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 12. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;früher-aufbruch&#34;&gt;Früher Aufbruch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Da für Sophie noch einige Reisevorbereitungen getroffen werden mussten, brachen Andaryn, Gray und ich einige Tage vor dem Rest der Gruppe auf, um eine Unterkünfte in Greifenfurt zu reservieren und ggf. die Anmeldung zum Turnier abzuschließen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;wegelagerer&#34;&gt;Wegelagerer&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auf etwa der Hälfte der Strecke trafen wir auf alte Bekannte. Die Schwarzpelze, die sich hier in der Gegend herumtrieben hatten mittels Holzpalisaden den Waldweg versperrt und versuchten ein Wegegeld oder Zoll zu erheben. Ihr Anführer erkannte und wieder und Andaryn versuchte mit ihm zu verhandeln. Als Grundlage für alles Weitere forderte der Ork jedoch seinen Gruufhai zurück, welchen Bender zur persönlichen Bereicherung bereits verkauft hatte. Leider waren die Verhandlungen nicht sonderlich erfolgreich und es kam zu einem erneuten Kampf mit den Schwarzpelzen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---12-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 12. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="früher-aufbruch">Früher Aufbruch</h3>
<p>Da für Sophie noch einige Reisevorbereitungen getroffen werden mussten, brachen Andaryn, Gray und ich einige Tage vor dem Rest der Gruppe auf, um eine Unterkünfte in Greifenfurt zu reservieren und ggf. die Anmeldung zum Turnier abzuschließen.</p>
<h3 id="wegelagerer">Wegelagerer</h3>
<p>Auf etwa der Hälfte der Strecke trafen wir auf alte Bekannte. Die Schwarzpelze, die sich hier in der Gegend herumtrieben hatten mittels Holzpalisaden den Waldweg versperrt und versuchten ein Wegegeld oder Zoll zu erheben. Ihr Anführer erkannte und wieder und Andaryn versuchte mit ihm zu verhandeln. Als Grundlage für alles Weitere forderte der Ork jedoch seinen Gruufhai zurück, welchen Bender zur persönlichen Bereicherung bereits verkauft hatte. Leider waren die Verhandlungen nicht sonderlich erfolgreich und es kam zu einem erneuten Kampf mit den Schwarzpelzen.</p>
<h3 id="gefangene">Gefangene</h3>
<p>In einem kurzen aber harten Kampf gelang es uns die Orks zu vertreiben. Dies, obwohl diese mit ihrer Befestigung eine deutlich bessere Ausgangsposition hatten. Vielleicht hatte sie ja der humorvolle Einsatz von Grays kleiner Eiswand völlig aus dem Konzept gebracht.</p>
<p>Zwar starben einige der Orks beim Kampf, aber es gelang uns zwei der Verwundeten gefangenzunehmen. Da diese nichts voneinander mitbekommen hatten beschlossen wir eine zurück zu seinem Anführer, welcher entkommen konnte, zu schicken. Er sollte diesem mitteilen, dass wir noch immer zu seinem Handel bereit wären.</p>
<p>Den Zweiten fesselten wir um ihn mit nach Greifenfurt zu nehmen, damit wir einen Beweis für die Miliz hatten, dass sich die Orks wieder in der Nähe herumtreiben.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Durchsuchung der Höhle</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-durchsuchung-der-hoehle/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:11:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-durchsuchung-der-hoehle/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---11-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 11. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem der Graf Praiodor von Arestehr mit seinen Soldaten abgezogen ist, hält nun sein Sohn Andaryn eine Urkunde und die Verantwortung über das Junkergut Finsterwacht in seinen Händen. Und dies zu einer Zeit, die interessanter nicht sein könnte…&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;träume&#34;&gt;Träume&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Gray der Eisige vage von seltsamen Träumen bezüglich der Höhle unter dem Turm berichtet hatte Beschluss unsere Gruppe, diese einmal gründlich zu untersuchen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---11-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 11. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Nachdem der Graf Praiodor von Arestehr mit seinen Soldaten abgezogen ist, hält nun sein Sohn Andaryn eine Urkunde und die Verantwortung über das Junkergut Finsterwacht in seinen Händen. Und dies zu einer Zeit, die interessanter nicht sein könnte…</p>
<h3 id="träume">Träume</h3>
<p>Nach dem Gray der Eisige vage von seltsamen Träumen bezüglich der Höhle unter dem Turm berichtet hatte Beschluss unsere Gruppe, diese einmal gründlich zu untersuchen.</p>
<p>Bei einem Gespräch mit der kleine Sophie fanden wir heraus, dass sie die Karte auf Grund eines Traums gezeichnet hatte und ein eigentlich ihrer Freundin der Schlange schenken wollte.</p>
<h3 id="göttliches">Göttliches?</h3>
<p>Zwar waren wir keine Experten für das Göttliches aber, dass Sophie eine angehen Geweihte der Hesinde sein musste vermuteten wir trotzdem. In einem Gespräch könnten wir die Eltern überzeugen, dass das Kind einmal in einem Tempel vorgestellt werden sollte. Diese, das Wohl ihres Kindes im Sinne, baten uns um entsprechende Hilfe.</p>
<h3 id="im-dunkeln">Im Dunkeln</h3>
<p>In der Höhle selbst hatte sich wieder einige Höhlenspinnen angesammelt und nach einer Suche von etwa einem Tag fanden wir die Erklärung. In der Nähe des hinteren Weihers, fast unterhalb der Höhlendecke ist eine Öffnung zu einer weiteren Kammer. Diese ist gerade groß genug, dass ich die Spinner hindurchdrücken können.</p>
<p>Die Suche selbst offenbarte uns auch noch etwas anderes. Gray scheint eine Vorliebe dafür zu haben, dunkle Ecken und Spalten anzustarren. Außerdem scheint er entweder ein Problem mit Spinnen oder Aggressionen zu haben.</p>
<h3 id="schulden">Schulden</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-durchsuchung-der-hoehle/alter_schuldschein-768x768.webp"></p>
<p>Auch die bei den Leichen in der Höhle gefunden Schuldscheine sah sich die Gruppe noch einmal ein bisschen genauer an. Zwar war es unmöglich das Alter zu bestimmen, aber Andaryn könnte den Text aus dem Tulamidischen übersetzen. Dieser lautet wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>Für die Erfüllung seines archäologischen Erkundungsauftrages und Bergung des Artefakts schulde ich <em>Aziru ben Melahath ai Beni Shadif</em>, Hassan y ben Khorim Al’jamila bei dessen Rückkehr 6 Alastren.</p>
</blockquote>
<p>Wenn man bedenkt, dass ein Alaster ca. 500 Dukaten wert ist, kann man von einem besonders wertvollen Artefakt ausgehen. Leider können wir nicht sagen, ob Hassan y ben Khorim Al’jamila dieses Artefakt in der Höhle vermutete oder vielleicht gar schon gefunden hatte.</p>
<p>Der Alaster, auch bekannt als Magiermünze, ist eine spezielle Münze, die von der Drachenei-Akademie zu Khunchom geprägt wird. Daher sollten wir uns vielleicht einmal in genau dieser umschauen, ob es einen <em>Aziru ben Melahath ai Beni Shadif</em> gibt oder gab.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Zurück zum Turm</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-zurueck-zum-turm/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:10:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-zurueck-zum-turm/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---10-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 10. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;orken&#34;&gt;Orken&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Bei der Abreise aus Greifenfurt trafen wir an der Fähre auf Auđur Egilsdottir. Die junge Thorwalerin war ebenfalls auf der Abreise aus Greifenfurt und wollte sich uns für ein Stück des Weges entlang des Finsterkammes anschließen. Nach wenigen Tagen Marsch wurden wir von einer Gruppe Orks angehalten, welche vermutlich einen Wegzoll erpressen wollten…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch so weit kam es erst gar nicht. Gray griff den Anführer der Schwarzpelze sofort an und ohne zögern an. Bei dem darauffolgenden Kampf wurden die meisten von uns schwer verwundet. Nur Andaryn kam wie durch ein Wunder ohne eine Schramme davon. Wäre er in meiner Obhut verletzt worden, so hätte es mir sein Vater, der Graf, nie verziehen. Ich sollte diese Gray, auch wenn er ein Collega ist, deutlich besser im Auge behalten. Eine solche Impulsivität könnte uns allen das Leben kosten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---10-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 10. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="orken">Orken</h3>
<p>Bei der Abreise aus Greifenfurt trafen wir an der Fähre auf Auđur Egilsdottir. Die junge Thorwalerin war ebenfalls auf der Abreise aus Greifenfurt und wollte sich uns für ein Stück des Weges entlang des Finsterkammes anschließen. Nach wenigen Tagen Marsch wurden wir von einer Gruppe Orks angehalten, welche vermutlich einen Wegzoll erpressen wollten…</p>
<p>Doch so weit kam es erst gar nicht. Gray griff den Anführer der Schwarzpelze sofort an und ohne zögern an. Bei dem darauffolgenden Kampf wurden die meisten von uns schwer verwundet. Nur Andaryn kam wie durch ein Wunder ohne eine Schramme davon. Wäre er in meiner Obhut verletzt worden, so hätte es mir sein Vater, der Graf, nie verziehen. Ich sollte diese Gray, auch wenn er ein Collega ist, deutlich besser im Auge behalten. Eine solche Impulsivität könnte uns allen das Leben kosten.</p>
<p>Leider entkamen zwei der Orks, darunter auch der Anführer. Bei den besiegten Schwarzpelzen könnten wir nicht besonders finden und nach dem wir unsere Wunden einigermaßen versorgt hatte, setzen wir unsere Reise langsam fort.</p>
<p>Nach einigen Tagen kamen wir wieder an unserem Lager beim alten Turm an. Grade noch rechtzeitig am Vorabend vor dem Auslaufen von Andaryns Strafarbeit.</p>
<h3 id="junkertum-finsterwacht">Junkertum Finsterwacht</h3>
<p>Gegen Mittag des nächsten Tages erschien Hochwohlgeboren Praiodor von Arestehr, Herrscher über die Baronie Finsterkamm, mit 16 Soldaten. Das sind doppelt so viele Männer wie den Junkertum Finsterwacht zur Verfügung stehen.</p>
<p>Andaryn schien mit allem gerechnet zu haben, nur nicht mit seinem eigenen Vater und schon gar nicht mit dessen Plan ihn zu mehr Verantwortung zu zwingen. So war er mehr als nur überrascht, als er erfuhr, dass er nun das Junkertum verwalten muss.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Besuch in Greifenfurt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-besuch-in-greifenfurt/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:09:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-besuch-in-greifenfurt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---09-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 09. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Um ein wenig mehr über den alten Turm zu erfahren und um die Garnison in Greifenfurt vor der Aktivität der Orks zu warnen, beschlossen Andaryn und Helbrecht nach Greifenfurt zu reisen. Begleitet wurden sie von Stordian und Bender, die in der Stadt ein wenig Handel betrieben wollten. In der Stadt begegnete die Gruppe Gray den Eisige, einen Elementaristen und Graumagier des Konzils der Elemente zu Drakonia. Diesen konnte die Gruppe als Unterstützer bei der Untersuchung des Turms anwerben.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---09-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 09. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Um ein wenig mehr über den alten Turm zu erfahren und um die Garnison in Greifenfurt vor der Aktivität der Orks zu warnen, beschlossen Andaryn und Helbrecht nach Greifenfurt zu reisen. Begleitet wurden sie von Stordian und Bender, die in der Stadt ein wenig Handel betrieben wollten. In der Stadt begegnete die Gruppe Gray den Eisige, einen Elementaristen und Graumagier des Konzils der Elemente zu Drakonia. Diesen konnte die Gruppe als Unterstützer bei der Untersuchung des Turms anwerben.</p>
<h3 id="erfolglose-wissenssuche">Erfolglose Wissenssuche</h3>
<p>Eine fünftägige sich in den Bibliotheken der Stadt blieb leider erfolglos. Es fanden sich zwar die einige Unterlagen zu Wehranlagen und deren Verwaltung, allerdings wurde der alte Turm hier nicht aufgeführt. Einer der Bibliothekare gab der Gruppe jedoch den gut gemeinten Rat es mal in Gareth zu versuchen.</p>
<h3 id="eine-warnung-die-keiner-hören-wollte">Eine Warnung die keiner hören wollte</h3>
<p>Um vor der zunehmenden Aktivität der Schwarzpelze zu warnen besuchten Andaryn und Helbrecht die Garnison in Greifenfurt. Bedauerlicherweise war der zuständige Hauptmann nicht zugegen. Der stellvertretende Leutnant wollte jedoch, vermutlich aus Unsicherheit und um seine Karriere nicht zu gefährden, keine Aufklärungstruppen losschicken. Er quittierte jedoch einen Bericht, den wir formal eingereicht haben.</p>
<h3 id="darrag-der-schmied">Darrag der Schmied</h3>
<p>Auf der Suche nach einem Schild wandte sich Stordian an Darrag den Schmied und verwechselte diesen mit einem einfachen Metall-Verbieger. Nach einigen Verhandlungen konnte er jedoch einen Schild zu einem mehr oder weniger fairen Preis erstehen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Orkenbedrohung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-orkenbedrohung/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:08:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-orkenbedrohung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---08-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 08. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;in-der-nähe-des-bauernhofes&#34;&gt;In der Nähe des Bauernhofes&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;img loading=&#34;lazy&#34; src=&#34;https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-orkenbedrohung/hnsstrk_small_medieval_farm_e76f447d-5e2d-4e34-9f73-6485280d9f23-768x512.png&#34;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die Lebensmittel- und Proviantvorräte sich wieder dem Ende neigten zogen Kalidor, Link Bender und Helbrecht gegen Süden, Richtung des Bauernhofes eines Schwagers des Holzfällers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bauer versprach der Gruppe diese für einen Monat mir Lebensmittel zu beliefern, wenn sie sich um eine Orkenbande kümmern, die seinen Hof überfällt, Schaden anrichtet und Tiere raubt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---08-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 08. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="in-der-nähe-des-bauernhofes">In der Nähe des Bauernhofes</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-orkenbedrohung/hnsstrk_small_medieval_farm_e76f447d-5e2d-4e34-9f73-6485280d9f23-768x512.png"></p>
<p>Als die Lebensmittel- und Proviantvorräte sich wieder dem Ende neigten zogen Kalidor, Link Bender und Helbrecht gegen Süden, Richtung des Bauernhofes eines Schwagers des Holzfällers.</p>
<p>Der Bauer versprach der Gruppe diese für einen Monat mir Lebensmittel zu beliefern, wenn sie sich um eine Orkenbande kümmern, die seinen Hof überfällt, Schaden anrichtet und Tiere raubt.</p>
<p>Nach etwa einem halben Tag Spurensuche fanden den Abenteurer eine Fährte, welcher sie in das Vorgebirge des Finsterkammes folgen konnten. Dort entdeckten sie einen Eingang zur Orkenhöhle.</p>
<p>Link, Kalidor und Helbrecht erkundeten vorsichtig die Höhle, während Bender wegen seiner schweren Plattenrüstung am Eingang wartete.</p>
<p>In der Höhle entdeckten sie zwei Orks schlafend und Zwei, die mit rituellen Handlungen beschäftigt waren. Darüber hinaus entdeckten sie einen Ork-Zombie in der Mitte der Höhle.</p>
<p>Nachdem sie die Höhle vorsichtig erkundigt hatten, wollten sie sich zuerst an die zwei schlafenden Orks heranschleichen, um diese zu töten. Leider war jedoch Benders Plattenrüstung zu laut und so weckte er einen der Orks der sofort alle alarmierte.</p>
<p>In einem zähen Kampf, mit Gegnern, die von allen Seiten anzugreifen schienen, könnte die Gruppe jedoch die Oberhand behalten und die Höhle von den Schwarzpelzen befreien.</p>
<h3 id="die-siedlung-im-nord-westen">Die Siedlung im Nord-Westen</h3>
<p><img loading="lazy" src="/posts/2023-01-16-orkenbedrohung/hnsstrk_very_small_medieval_rural_village_with_a_femal_blacksmi_f764a560-38e1-4c5e-b9e5-055d5929ff64-768x512.png"></p>
<p>Andaryn und Stordian erkundeten zur gleichen Zeit die Gegend zum Nord-Westen des alten Turmes. Dort stießen sie auf eine kleine Siedlung, Finsterdorf, im Vorland des Finsterkammes.</p>
<p>Kaum angekommen wurde sie Zeugen davon wie eine verletzte Frau wütend und verzweifelt auf den Schulzen der Siedlung einschrie. Sie und ihr Sohn wurden von den Orks überfallen und übel zugerichtet. Der Junge wurde von den Orks entführt und sollte vermutlich als Sklave verkauft werden.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Höhlenerkundung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-hoehlenerkundung/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:07:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-hoehlenerkundung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---07-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 07. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Um den andauernden Besuchen der Spinnen entgegenzuwirken, suchten Andaryn, Kalidor, Stordian und Fire die Höhle. Noch während der Suche nach dem Eingang bekamen sie von Sophie, der Tochter des Holzfällers, ein Bild geschenkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses war eine handgemalte Karte der Höhle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Höhle stellte sich die Gruppe zwei Höhlenspinnen und vertrieben zwei weitere in die dunklen Gänge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei ihrer Erkundung ist die Gruppe auf zwei Leichen und eine Schatztruhe gestoßen. So konnten sie einige Dukaten und etwas Ausrüstung bergen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---07-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 07. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Um den andauernden Besuchen der Spinnen entgegenzuwirken, suchten Andaryn, Kalidor, Stordian und Fire die Höhle. Noch während der Suche nach dem Eingang bekamen sie von Sophie, der Tochter des Holzfällers, ein Bild geschenkt.</p>
<p>Dieses war eine handgemalte Karte der Höhle.</p>
<p>In der Höhle stellte sich die Gruppe zwei Höhlenspinnen und vertrieben zwei weitere in die dunklen Gänge.</p>
<p>Bei ihrer Erkundung ist die Gruppe auf zwei Leichen und eine Schatztruhe gestoßen. So konnten sie einige Dukaten und etwas Ausrüstung bergen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Treffen in Eslamsroden</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-treffen-in-eslamsroden/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:06:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-treffen-in-eslamsroden/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---06-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 06. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Eslamsroden geriet Fire mit der Stadtwache aneinander als er beschloss mitten in einer Parkanlage ein Schlaflager aufzuschlagen. Seine stinkende Lindwurmhaut trug auch nicht dazu bei, die Situation zu entschärfen. Allerdings konnte ihm Stordian, der regelmäßig Hauptmann der Wachmannschaft war, helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Lindwurmhaut wurde außerhalb des Dorfes vergraben und der immer noch stinkende Fire in der Herberge Riva-Stube, in ein Bad gesetzt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---06-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 06. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>In Eslamsroden geriet Fire mit der Stadtwache aneinander als er beschloss mitten in einer Parkanlage ein Schlaflager aufzuschlagen. Seine stinkende Lindwurmhaut trug auch nicht dazu bei, die Situation zu entschärfen. Allerdings konnte ihm Stordian, der regelmäßig Hauptmann der Wachmannschaft war, helfen.</p>
<p>Die Lindwurmhaut wurde außerhalb des Dorfes vergraben und der immer noch stinkende Fire in der Herberge Riva-Stube, in ein Bad gesetzt.</p>
<p>Kalidor und Stordian kehrten ebenfalls in der Riva-Stube ein.</p>
<p>Etwas später am Tag kam auch Helbrecht auf seinem Weg zum alten Turm in Eslamsroden vorbei. Da auch vor seiner Weiterreise eine Pause machen wollte, traf er den Rest der Gruppe in der Riva-Stube.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Überfall im Wald</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-ueberfall-im-wald/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:05:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-ueberfall-im-wald/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---05-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 05. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf der Suche nach etwas Arbeit während seiner Wanderschaft begab sich Kalidor von Greifenfurt nach Eslamsroden. In einem Waldstück wurde er von drei Goblins angegriffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch Zufall war Fire auf dem Weg von Eslamsroden nach Greifenfurt und traf zur rechten Zeit ein, um Kalidor gegen die Rotpelze zu helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Ende des Kampfes erreichte Stordian, der einige Besorgungen in der Stadt machen wollte, die kleine Lagerstätte und half den Verwundeten.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---05-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 05. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Auf der Suche nach etwas Arbeit während seiner Wanderschaft begab sich Kalidor von Greifenfurt nach Eslamsroden. In einem Waldstück wurde er von drei Goblins angegriffen.</p>
<p>Durch Zufall war Fire auf dem Weg von Eslamsroden nach Greifenfurt und traf zur rechten Zeit ein, um Kalidor gegen die Rotpelze zu helfen.</p>
<p>Gegen Ende des Kampfes erreichte Stordian, der einige Besorgungen in der Stadt machen wollte, die kleine Lagerstätte und half den Verwundeten.</p>
<p>Gemeinsam machten sie sich erst einmal auf den Weg nach Eslamsroden um sich zu erholen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Am Turm</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-am-turm/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:04:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-am-turm/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---04-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 04. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Andaryn, Link, Bender und Stordian sind am alten Turm angekommen und wurden mehr oder weniger freundlich vom Förster begrüßt. Kaum von seiner Arbeit aufblickend wies der die Truppe darauf hin, dass sich die Zwangsarbeiter am Fällen der Bäume und am Vorbereiten des Flößens zu beteiligen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gruppe erkundigte oberflächlich das umliegende Gelände und beschloss ein Lager im alten Turm aufzuschlagen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---04-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 04. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Andaryn, Link, Bender und Stordian sind am alten Turm angekommen und wurden mehr oder weniger freundlich vom Förster begrüßt. Kaum von seiner Arbeit aufblickend wies der die Truppe darauf hin, dass sich die Zwangsarbeiter am Fällen der Bäume und am Vorbereiten des Flößens zu beteiligen haben.</p>
<p>Die Gruppe erkundigte oberflächlich das umliegende Gelände und beschloss ein Lager im alten Turm aufzuschlagen.</p>
<p>Auf dem Weg dorthin versuchte Link stiften zu gehen, doch Bender setzte nach einigen gescheiterten Versuchen ihn zu überreden und zu bedrohen seinen Charm ein. Seitdem weicht im Link nicht mehr von der Seite.</p>
<p>Für die Nacht wurde eine Wache aufgestellt, was sich als Glücksfall erwies, da eine umherstreifende Höhlenspinne die Gruppe angriff. Gemeinsam konnten sie das Biest jedoch besiegen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Abtransport</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-abtransport/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:03:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-abtransport/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---03-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 03. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bender hatte in Eslamsroden als Gardist bei der Stadtwache angeheuert und sind für den lukrativen Auftrag zwei Zwangsarbeiter zu betreuen freiwillig gemeldet. Zusammen mit Stordian brachte er Andaryn und Link zum alten Turm.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---03-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 03. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<p>Bender hatte in Eslamsroden als Gardist bei der Stadtwache angeheuert und sind für den lukrativen Auftrag zwei Zwangsarbeiter zu betreuen freiwillig gemeldet. Zusammen mit Stordian brachte er Andaryn und Link zum alten Turm.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>In der Zelle</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-in-der-zelle/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:02:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-in-der-zelle/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---02-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 02. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;im-loch&#34;&gt;Im Loch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Link schmorte schon seit einigen Tagen, bei karger Versorgung mit abgestandenem Wasser und schimmligen Brot, in der winzigen Zelle als plötzlich ein vollgesoffener Schönling im bewusstlosen Zustand vorsichtig von mehreren Gardisten in der Zelle abgelegt wurde. Zeitgleich wurden zum ersten Mal sauberes Wasser, frisches Brot und Käse in die Zelle gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst nach all den Tagen in der Zelle rochen Link und selbst der Käse immer noch besser als diese Person.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---02-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 02. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="im-loch">Im Loch</h3>
<p>Link schmorte schon seit einigen Tagen, bei karger Versorgung mit abgestandenem Wasser und schimmligen Brot, in der winzigen Zelle als plötzlich ein vollgesoffener Schönling im bewusstlosen Zustand vorsichtig von mehreren Gardisten in der Zelle abgelegt wurde. Zeitgleich wurden zum ersten Mal sauberes Wasser, frisches Brot und Käse in die Zelle gebracht.</p>
<p>Selbst nach all den Tagen in der Zelle rochen Link und selbst der Käse immer noch besser als diese Person.</p>
<h3 id="das-urteil">Das Urteil</h3>
<p>Für den begangenen Frefel, das unsägliche und unangemessene Verhalten, die Beleidigung und Entehrung von angesehenen Bürgern wird Link wegen Stadtstreicherei, öffentlicher Entblößung, öffentlichen Urinierens, Beleidigung eines und Angriffes auf zwei Beamte der Stadtwache zu einer Strafarbeit von einer Dauer von sechs Monden verurteilt.</p>
<p>Auf Grund seiner vorbildlichen Kooperation mit der Stadtwache, seiner förmlichen Entschuldigung, dem sofortigen Zahlen der Zeche sowie dem Zeigen von Einsicht und einer allgemein guten Prognose für die Gesellschaftsfähigkeit wurde Andaryn zu vier Wochen Zwangsarbeit im einfachen Dienst verurteilt.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Alles beginnt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-alles-beginnt/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:01:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-01-16-alles-beginnt/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;das-schwarze-auge---01-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel&#34;&gt;Das schwarze Auge - 01. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;link&#34;&gt;Link&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Link schlich sich aus dem Umland von Eslamsroden in die Stadt, um diese für einen Beutezug auszukundschaften. So kletterte er über Dächer und schlich durch Gärten, bis ihn ein Geräusch innehalten ließ. Schritte, sie kamen näher. Als Profi, der er nun mal war konnte er sich schnell in einem Gebüsch verstecken. Dort wartete er ab, bis die Luft wieder rein war. Sicherheitshalber beschloss er den Beutezug auf eine ruhigere Nacht verschieben. Um nicht aufzufallen wollte er sich über eine Seitengasse davon machen. Schwungvoll sprang er über eine Hecke und landete genau vor den Füßen eines Gardisten, der sich genau an dieser erleichtern wollte.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<h2 id="das-schwarze-auge---01-runde-der-kampagne-greifenfurter-adel">Das schwarze Auge - 01. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel</h2>
<h3 id="link">Link</h3>
<p>Link schlich sich aus dem Umland von Eslamsroden in die Stadt, um diese für einen Beutezug auszukundschaften. So kletterte er über Dächer und schlich durch Gärten, bis ihn ein Geräusch innehalten ließ. Schritte, sie kamen näher. Als Profi, der er nun mal war konnte er sich schnell in einem Gebüsch verstecken. Dort wartete er ab, bis die Luft wieder rein war. Sicherheitshalber beschloss er den Beutezug auf eine ruhigere Nacht verschieben. Um nicht aufzufallen wollte er sich über eine Seitengasse davon machen. Schwungvoll sprang er über eine Hecke und landete genau vor den Füßen eines Gardisten, der sich genau an dieser erleichtern wollte.</p>
<p>Verwirrt und mit weit aufgerissenen Augen erleichterte sich der Gardist nun an Links rechtem Bein. Link gewann seine Fassung schnell wieder zurück, doch der Gardist war etwas schneller. Noch während er die eigene Hose schloss, schimpfte er über den vermeintlichen Stadtstreicher. Was Link tatsächlich vorhatte, kam ihm gar nicht in den Sinn. Viel schlimmer war für den Gardisten, dass er entblößt erwischt wurde. Er beschuldigte Link fantasievoller Vergehen, ohne die Wahrheit überhaupt zu erahnen.</p>
<p>Bevor sich Link entschließen konnte, den Wachmann in das Reich der Träume zu schicken wurde es plötzlich dunkel…</p>
<p>Der zweite Wachmann, welche dem aufgeregten Geschimpfe seines Kameraden nachgehen wollte hatte Link eiskalt von hinten erwischt.</p>
<p>Am darauffolgenden Morgen fand er sich in einer Zelle wieder, da er der Stadtstreicherei, öffentlichem Urinieren, Sauferei, Ruhestörung und der Unzucht angeklagt wurde.</p>
<h3 id="andaryn">Andaryn</h3>
<p>Andaryn hat sich in der Herberge Riva-Stube in Eslamsroden einquartiert und über eine Woche durchgefeiert und die Zeche geprellt. Dies allein hätte auf Grund seines adligen Familienstandes noch zu überschaubaren Konsequenzen gehabt. Das Herumgehuren mit den Kellnerinnen war zwar völlig anstandslos, wäre aber verzeihbar gewesen. Was er allerdings mit der Wirtin in den darauffolgenden Nächten auch mit der Tochter des Wirts angestellt hat,…</p>
<p>Unfassbar! Dies hat letztendlich dazu geführt, dass von der Stadtwache abgeholt würde.</p>
<p>Acht Gardisten waren nötig um den vollgesoffen und pöbelnden Randalierer zu knebeln und ihn in des Nachts halbwegs würdevoll und ohne die ganze Stadt zu wecken ins Verlies zu werfen.</p>
]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Mysterien von Häpschbach: Auf der Spur des Unbekannten</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2007-01-05-gurps/</link>
      <pubDate>Fri, 05 Jan 2007 14:28:38 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2007-01-05-gurps/</guid>
      <description>&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&amp;rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir fast den kompletten letzten Tag und die ganze Nacht verschlafen hatten gesellten wir uns gegen Mittag in den dunklen und stinkenden Schankraum. Der dicke, haarige Wirt erinnerte mit seiner Statur eher an einen kahlen Bären als an einen Menschen. Seine Frau sah auch nicht viel besser aus. Ihr fettiges Haar und der Damenbart haben mit Ausnahme von ihrem Mann sicherlich alle anderen Freier in die Flucht getrieben. Diese beiden Perlen der Schöpfung mussten einfach zueinander finden. Erstaunlicherweise war die Tochter der beiden, die als Schankmaid arbeitet, recht ansehnlich. Ich würde darauf wetten, dass die beiden sie als Findelkind bei sich aufnahmen. Sie überragt meinen zwergischen Gefährten, der grade eine Vorliebe für größere Frauen entwickelte, um knapp fünf Zentimeter und schien der einzige Lichtblick in diesem Haus zu sein. Sie war ein tüchtiges junges Mädchen, das sicherlich von einem schöneren Ort träumen musste.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><strong>Hinweis:</strong> Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.</p>
</blockquote>
<p>Nachdem wir fast den kompletten letzten Tag und die ganze Nacht verschlafen hatten gesellten wir uns gegen Mittag in den dunklen und stinkenden Schankraum. Der dicke, haarige Wirt erinnerte mit seiner Statur eher an einen kahlen Bären als an einen Menschen. Seine Frau sah auch nicht viel besser aus. Ihr fettiges Haar und der Damenbart haben mit Ausnahme von ihrem Mann sicherlich alle anderen Freier in die Flucht getrieben. Diese beiden Perlen der Schöpfung mussten einfach zueinander finden. Erstaunlicherweise war die Tochter der beiden, die als Schankmaid arbeitet, recht ansehnlich. Ich würde darauf wetten, dass die beiden sie als Findelkind bei sich aufnahmen. Sie überragt meinen zwergischen Gefährten, der grade eine Vorliebe für größere Frauen entwickelte, um knapp fünf Zentimeter und schien der einzige Lichtblick in diesem Haus zu sein. Sie war ein tüchtiges junges Mädchen, das sicherlich von einem schöneren Ort träumen musste.</p>
<p>Ich hatte mich kaum an einen der wenigen Tische gesetzt und meine nach den Ereignissen der letzten Tage andauernd abschweifenden Gedanken sortiert, da hatte der Zwerg schon eine Reihe Bierkrüge vor sich stehen und tat der Dorfbevölkerung gleich. Er war kräftig am zechen. Die Götter mussten ihn wohl mit einer gigantischen Blase gesegnet haben. Kaum nachdem er die ersten vier Krüge mit wenigen Zügen geleert hatte bestellte er schon eine weitere Runde. Auch ich konnte nicht anders und stillte meinen Durst mit einem großen Bier. Dazu aßen wir etwas zähes Fleisch und genossen dabei die Tatsache, dass wir es nicht selbst erjagen mussten.</p>
<p>Am Tisch nebenan saßen einige der örtlichen Trunkenbolde zu welchen scheinbar auch der Bürgermeister von Häpschbach zählte. Sie unterhielten sich lautstark miteinander, doch es war mir aufgrund des Dialektes und der vom Alkohol gelockerten Zungen unmöglich ihrem Gespräch zu folgen. Daher gab ich den Versuch sie zu verstehen nach einer Weile entnervt auf. Eigentlich ging mir momentan alles auf die Nerven. Ich sollte in meiner Stube in der Magierschule sitzen und über meinen Unterlagen brüten. Wenn ich nur in der Weltgeschichte herumlaufen muss komme ich mit meinen Studien nie voran und der Meister regt sich dann nur wieder auf, dass ich zu wenig lernen würde. So langsam verstehe ich Himgis Einstellung und bestelle mir noch ein weiteres Bier. Doch durch Pessimismus kamen wir leider auch nicht weiter.</p>
<p>Um an Informationen zu kommen beschlossen wir uns ein wenig zu den Herren am Tisch nebenan zu setzen. Magan der Bürgermeister, er unterschied sich von den anderen nur durch seine schmucklose Amtskette, war über unseren spontanen Entschluss nicht sonderlich erfreut. Auch seine Kumpane taten ihr Bestes die Dauer unserer Gegenwart auf ein Minimum zu reduzieren. Scheinbar hielt der Pöbel nicht viel von Städtern oder Fremden im Allgemeinen. So erzählte man uns auch nur das Offensichtliche. Das Wetter war normal für diese Jahreszeit, das Dorf lag im Wald und andere Dörfer seien mindestens zwei Tagesreisen entfernt. Allerdings verwies man uns an Teslig, den alten Müller. Sie gingen wohl davon aus dieser wäre zu senil um uns etwas zu erzählen.</p>
<p>Auf dem Weg zur Mühle am Rande des Dorfes sahen wir probende Musiker und aufgestapelte Holzscheite für die Feuer. Manche der Häuser waren spärlich mit Laternen geschmückt. Letztendlich deutete alles darauf hin, dass die Feierlichkeiten immer erst gegen Abend begannen.</p>
<p>Die Mühle war genau so alt und klapperig wie ihr Besitzer. Sie wirkten wie Überbleibsel aus einer vergessenen Zeit. Teslig war jedoch ein netter alter Bursche der fortwährend seine Pfeife rauchte und von Zeit zu Zeit einige unverständlichen Dinge vor sich hin brabbelte. Er war schon etwas schwerhörig, schien sich aber dennoch gerne zu unterhalten. Wir erzählten ihm, dass wir Reisende aus dem fernen Bregen seien, die im Auftrag der Stadtbibliothek die Welt bereisten und Geschichten und Legenden sammelten. Man habe uns gesagt er könne uns viel über diese Gegend erzählen. So erfuhren wir, dass schon sein Vater und sein Großvater Müller in Häpschbach waren und er als Dorfältester die meisten der Einwohner hat aufwachsen sehen. Wenn es also jemanden gäbe der etwas zu erzählen hätte dann müsse wohl er es sein.</p>
<p>Das Dorf selbst war schon über 300 Jahre alt. Durch seine Mitte floss schon immer ein kleiner Bach. Die Häpsche. Zur Zeit der Gründung gab es noch Goblins in der Mine, die sich mit den Siedlern gelegentlich blutige Scharmützel lieferten. Allerdings, so erfuhren wir, handelte es sich in seiner Geschichte um eine andere Mine. Jene, die uns in das Dorf führte, kannte er gar nicht. Eine Tatsache die uns nicht weiter verwunderte, lag doch der Eingang an einer schwer zugänglichen Stelle am Hang verborgen. Um Häpschbach herum, so sagte er uns, könne man noch die Überreste des alten Steinwalls finden, der das Dorf zur damaligen Zeit schützte und ein gutes Stück außerhalb befände sich noch ein sehr alter Eichenhain. Die Frage ob hier schon abnorme oder mysteriöse Vorfälle gab, die er schon verneinen wollte, beantwortet er uns dann doch noch wie folgt: „In de’ Zeit als mein Vater uff die Welt gekomme’ is’ wurd’ einer von de’ Häpschbachern uffgeknüpft, weil er sich an ’em junge Mädel zu schaffe gemacht hat und am selbe Abend noch hat’s im ganze Dorf gebrannt. Das ist aber schon lang her. Außerdem kam vor einige’ Jahre die Köhlersfrau, die Nika, uff seltsame Weise ums Lebe’. Jemand hat ihr de’ Schlund uffgeschnitte und de’ Kadaver dann zum alte’ Eichenhain gebracht. So muss es gewesen sein, denn dort hat man kein Tropfe Blut gesehe’ und die Nika war blutleer. De’ Magan weis des aber sicher besser, der war ja schließlich dabei als man se’ gefunn’e hat. Damals hat’s dann auch wieder gebrannt.“</p>
<p>Irgendwie kam uns das bekannt vor. Feuer und aufgeschnittene Kehlen, das wollten wir hören. Da Teslig jedoch nichts Weiteres wusste und wir vermuten, dass Magan sich weiter ausschweigen würde, beschlossen wir unser Glück beim Köhler zu versuchen. So berichteten wir Teslig, dass auch wir eine blutleere Leiche mit aufgeschnittener Kehle gefunden haben. Daher müssen wir unbedingt noch mit dem Witwer reden. Der freundliche alte Müller beschrieb uns den Weg zu dessen Hütte die gut zwei Stunden außerhalb des Ortes im Wald verborgen lag. Dort lebte Berwaan alleine und zurückgezogen mit seiner Tochter.</p>
<p>Erst fanden wir nichts anderes als große, abgedeckte Holzscheite, wie sie zur Kohleherstellung gestapelt werden. Bald jedoch entdeckten wir, dass einer von ihnen eine Tür hatte. Dies musste wohl die Hütte des Köhlers sein. Himgi klopfte an die Tür. Nach einiger Zeit hörten wir das Schleifen von etwas metallischem und die Tür öffnete sich. Berwaan war ein kräftig gebauter und bärtiger Hüne, der den ganzen Türrahmen ausfüllte. In seiner Hand hielt er eine riesige Axt. Ich mag mich täuschen aber ich glaube Himgi wurde beim Anblick der Axt neidisch. Ein solcher Schädelspalter bringt das zwergisches Blut nun mal in Wallung. Mein kurzbeiniger Freund ist eben eine Kämpfernatur.</p>
<p>Um möglichst Nahe bei der Wahrheit zu bleiben erzählten wir auf Berwaan dieselbe Geschichte wie schon Teslig. Wir waren angeblich noch immer die Reisenden aus Bregen die Geschichten für die Stadtbibliothek sammelten und die auf ihrem Weg nach Ehrengard eine seltsame Leiche gefunden haben, der man die Kehle aufgeschnitten hatte.</p>
<p>Es kostete uns, zwar einiges an Überzeugungskraft den Köhler zum reden zu bringen aber wir erfuhren so, dass seine Frau damals, vor sechs Jahren, zum Dorf unterwegs war um einige Rechnungen zu bezahlen. Dort wurde sie zum letzten Mal von Malan, dem unsympathischen Dorfoberhaupt, gesehen. Zwei Nachte später fand man ihre Leiche. Die Umstände von Nikas Tod ähnelten sehr denen von unserem Banditen. Auch der Schnitt an ihrem Hals wies eine Brandspur auf. Sogar der Boden um ihren Fundort war verbrannt. Einen Schuldigen fand man jedoch nie.</p>
<p>Auch dem mürrischen Berwaan war die Höhle, die wir vor zwei Tagen durchquerten, völlig unbekannt. Also verrieten ihm Himgi ihre Lage. Warum es aus über Dämonen und Höllenbrut schrie. Wir beteuerten, dass wir ihm gerne helfen würde den Mord an seiner Frau aufzuklären und alles tun würden um eventuelles Übel abzuwenden. Aber es war vergebens. Er überraschte uns noch mit der Frage ob wir Priester der Allumnikirche seien nachdem wir erwähnten vielleicht etwas gegen eventuelle Dämonen tun zu können. Danach warf er uns aus seiner Hütte.</p>
<p>Hier konnten wir nicht mehr viel tun. Wir hatten jedoch einige neue Ansatzpunkte die uns alles nach Ehrengard führten. In Anbetracht dessen machten wir uns auf den Weg. Immerhin hatten wir auch noch einen Auftrag zu erledigen und unser kleiner Ausflug hatte uns schon zwei Tage gekostet.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Reise durch den Wald: Geheimnisse der Nacht</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2006-12-30-gurps/</link>
      <pubDate>Sat, 30 Dec 2006 14:28:22 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2006-12-30-gurps/</guid>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&amp;rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der Versuch Himgi davon zu Überzeugen die Schiffsreise anzutreten, kostete mich viel Mühe. Leider waren jedoch alle Beteuerungen und jegliches Zureden vergebens. Der Zwerg wollte einfach nicht auf ein Schiff. Den Göttern sei Dank hatte ich einen Verbündeten, der mir half den kleinen Fettsack doch noch aufs Schiff zu bringen: Der Alkohol. Der Zwerg konnte sein typisches, allabendliches Saufgelage einfach nicht lassen und war irgendwann so strack, dass ich ihn einfach von ein paar kräftigen Matrosen auf das Schiff hatte tragen lassen können. Irgendwie muss er mir das wohl ein bisschen übel genommen haben. Allerdings war er während unserer Seereise viel zu sehr damit beschäftigt sich über der Reling hängend auszukotzen anstatt sich bei mir zu beschweren. So konnte ich die Zeit in Ruhe für meine Studien nutzen. Von interessanten Ereignissen blieb unsere Schiffsfahrt nach Ehrengard zu Ritter Wilhelm von Reuhenthal glücklicher Weise verschont.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><strong>Hinweis:</strong> Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.</p>
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<p>Der Versuch Himgi davon zu Überzeugen die Schiffsreise anzutreten, kostete mich viel Mühe. Leider waren jedoch alle Beteuerungen und jegliches Zureden vergebens. Der Zwerg wollte einfach nicht auf ein Schiff. Den Göttern sei Dank hatte ich einen Verbündeten, der mir half den kleinen Fettsack doch noch aufs Schiff zu bringen: Der Alkohol. Der Zwerg konnte sein typisches, allabendliches Saufgelage einfach nicht lassen und war irgendwann so strack, dass ich ihn einfach von ein paar kräftigen Matrosen auf das Schiff hatte tragen lassen können. Irgendwie muss er mir das wohl ein bisschen übel genommen haben. Allerdings war er während unserer Seereise viel zu sehr damit beschäftigt sich über der Reling hängend auszukotzen anstatt sich bei mir zu beschweren. So konnte ich die Zeit in Ruhe für meine Studien nutzen. Von interessanten Ereignissen blieb unsere Schiffsfahrt nach Ehrengard zu Ritter Wilhelm von Reuhenthal glücklicher Weise verschont.</p>
<p>Wieder an Land waren wir Dank des unhöflichen und unkooperativen Bauernpöbels gezwungen unsere Reise zu Fuß fortzusetzen. Auch für Auskünfte über die Gegend oder den Weg wollte das unverschämte Pack eine Entlohnung haben. Da wir scheinbar sowieso unwillkommen waren wollten wir auch nicht lange verweilen. Kurzerhand schulterten Himgi und ich unsere Rucksäcke und setzten uns Richtung Süden in Bewegung. Der Weg führte durch einen nicht enden wollenden Wald.</p>
<p>Da kurze Zwergenbeine nun mal keine sonderlich großen Schritte machen zogen die Tage dahin ohne dass wir große Strecken zurücklegen konnten. Nach einigen Nächten im Wald gingen unsere Vorräte zur Neige und so mussten wir uns unser Essen erjagen. Durch meine Kenntnisse in der Fallentechnik und dem handwerklichen Geschick meines kurzbeinigen Gefährten konnten wir genug funktionierende Fallen improvisieren um uns mit Nahrung zu versorgen.</p>
<p>Eines Abends, die Töne des Waldes waren schon eine Weile verstummt vernahm ich den Ruf eines Vogels. Für diese Zeit etwas sehr ungewöhnliches. Sofort alarmierte ich Himgi, der sich daraufhin kurzerhand mit seiner Armbrust in einem nahe gelegenen Gebüsch verbarg um einen Hinterhalt für eventuell nahende Feinde zu legen. Jedoch verlief die Nacht genau so ruhig wie die Anderen zuvor. Das Feuer hielt die Tiere fern und nichts geschah. In der festen Annahme mich geirrt zu haben und unter einigem Spott des übermüdeten Zwerges schlief ich bei Sonnenaufgang erschöpft ein.</p>
<p>Das erste was ich sah, als ich meine Augen wieder öffnete, war eine auf mich zufliegende Faust. Ich konnte kaum den groben Schrank erkennen zu dem sie gehören musste, bevor ich eine Zwangspause einlegte. Wie lange ich weg war vermag ich nicht zu sagen. Allerdings hatte man mich in dieser Zeit wohl gefesselt und geknebelt. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen blickte ich auch noch direkt auf eine Pfeilspitze, die auf mich gerichtet wurde.</p>
<p>Meinem zwergischen Freund erging es scheinbar nicht viel besser, denn auch dieser lag, bereits gefesselt, auf dem Boden und setzte sich mit allen Mitteln gegen den Knebel zur Wehr. Robust wie Zwerge nun mal so sind steckte er dabei gelegentliche Schläge und Tritte einfach weg. Irgendwie gelang es ihm sogar noch selbst einige Tritte auszuteilen und so einem unserer Gegner zu Boden zu schicken. Diesen erwischte er sogar so heftig, dass er vermutlich nie wieder feste Nahrung zu sich nehmen könnte. Meinen Bewacher veranlasste dies sich selbst ein wenig um Himgi zu kümmern, was mir etwas Spielraum für meine Magie ließ. So hatte ich, noch gefesselt und geknebelt, unter Aufbringung all meiner Kraft die Möglichkeit einem unserer Gegner den Flammen zu übergeben. Na ja, zumindest übergab ich dessen Hosen den Flammen. Jedoch konnte ich ihn so erst einmal genug ablenken um mich zu befreien. Frei von Fessel und Knebel hatte ich wieder die Kontrolle über meine Magie und verwandelte unsere verbleibenden Feinde in weiße Asche.</p>
<p>Ich heilte den robusten Zwerg von seinen Verletzungen und auch dem verbleibenden Banditen konnte ich das Leben retten. Leider war mein Zauber jedoch nicht stark genug um all seine Wunden zu schließen. So war ihm das sprechen unmöglich und ohne einen Arzt würde er auch nie wieder reden können. Durch ein Verhör mit einigen Einschüchterungen erfuhren wir, dass das Lager der Banditen nicht weit von unserem Rastplatz lag und beschlossen einen kleinen Abstecher zu wagen.</p>
<p>Das Lager der Banditen, eine Höhle, lag verborgen hinter einem Wasserfall. Das Lager bestand nur aus ein paar Matten und Kisten. Ein wenig Beute lag herum. Alles in Allem waren die Banditen wohl nicht sehr erfolgreich. Wir fanden jedoch auch eine alte Rune an einer der Höhlenwände. Diese weckte unser Interesse. Himgi erzählte mir, dass sie in der Sprache der Zwerge für das Wort Verbindung steht. Daher vermutete ich, dass das Höhlensystem wohl noch eine Verbindung zu einem Anderen Ort haben müsste. Allerdings stellte ich mir darunter eher einen Ausgang oder ein weiteres Lager vor. Mit dem was kommen sollte hätte ich nie gerechnet.</p>
<p>Nachdem wir unseren Gefangenen in eine der größeren Kisten gesperrt hatten begannen wir mit unserer Erkundung. Wir folgten einem Gang, der uns tiefer in die Höhle führte. Umgeben von dem ganzen Gestein schien Himgi förmlich aufzublühen. Bei unserer kleinen Expedition stießen wir auf einen verschütteten Durchgang vor dem einige Skelette lagen. Seltsamer Weise, so erzählte mir mein Gefährt, waren die Geröllsteine von einem anderen Ort geholt worden. Man hatte sie so bearbeitet, dass sie wie der Stein der Umgebung ausgesehen haben mussten. Wahrscheinlich waren sie mal als eine Art Wand gedacht und sollten den Gang verstecken. Der Rahmen des Durchgangs bestand aus dem am glättesten bearbeitetem Gestein, dass ich je gesehen habe. Seine Erbauer hatten ihn perfekt ausgearbeitet. Er war genau rechtwinklig. Deshalb beschlossen wir die Steine bei Seite zu räumen und das restliche Höhlensystem auch noch zu erkunden.</p>
<p>Wir trafen auf einen maroden Holzsteg den wir mit einigem Geschick und viel Glück passierten und auf viele verzweigte Gänge. Wir hielten uns an Jene, die mit der Rune, welche für Verbindung steht, gezeichnet waren. Nach und nach entdeckten wir ein altes Minensystem mit Arbeits- und Schlafhöhlen. Der Ursprung der Mine schien goblinoidisch zu sein, wenn auch von einer frühen Form dieser Rasse. Sicher war jedoch, dass diese Mine überhastet aufgegeben wurde. Daher fanden wir auch an vielen Stellen Werkzeugreste und geschürftes Kupfererz. Wir fanden sogar fertig gegossene Kupferbarren. Nach einer Weile stießen wir auf Fledermauskot auf dem Boden und ein leichter Luftzug erlöste unsere Lungen von dem trockenen Staub den wir die ganze Zeit atmeten. Wir folgten dem frischen Luftzug und erreichten einen Ausgang.</p>
<p>Vor dem Höhlenausgang sahen wir den Hügel hinab auf die Bäume des Waldes. In einiger Entfernung stieg Rauch zwischen ihnen auf. Vermutlich werden wir dort auf ein Dorf treffen.</p>
<p>Um den Banditen nicht in der Kiste verrecken zu lassen kehrten wir wieder um. Zurück durch die Minen und Höhlen zum Eingang mit dem Wasserfall. Als wir jedoch die Kiste öffneten war unser Gefangener bereits tot. Jemand hatte ihm scheinbar mit einer glühenden Klinge die Kehle durchgeschnitten. Es gab nirgends Blutspuren zu sehen. Dennoch hatte er kaum noch einen Tropfen davon im Körper. Seine Augen waren aufgerissen und sein Gesicht war eine Maske des Grauens.</p>
<p>Wachsam sahen wir uns um. Die Angst schärfte unsere Sinne. So war es mir möglich eine Fußspur zu finden, die man nur gegen das Licht blickend sah. Unheimlicher Weise war dies keine Spur von nassen Füßen. Auch waren es keine menschlichen Abdrücke. Schlimmer noch, diese Abdrücke waren nicht einmal von einem Tier. Eine genauere Betrachtung offenbarte mir, dass irgendetwas mit enormer Hitze die Spuren in den Fels gebrannt haben musste. Ein Fußabdruck maß etwa zwanzig Zentimeter und das Wesen hatte eine Schrittweite von ca. einem halben Meter. Der erste Abdruck lag direkt neben dem Toten. Weiterhin fiel uns auf, dass die Rune mit Blut nachgezeichnet wurde. Zusätzlich hatte sie eine fremdartige magische Aura und strahlte, schwache, wenn auch schwach, eine unangenehme Wärme aus. Was auch immer mit uns in dieser verdammten Höhle ist, ich bin froh, dass es uns noch nicht erwischt hat.</p>
<p>Es drängten sich mir eine Menge Fragen auf. Was war es? Wo kam es her? Wo will es hin? Kam es aus dem Dorf und der Rauch stieg von brennenden Hütten auf? Haben wir es geweckt oder befreit? Warum wurde die Mine aufgegeben? Warum wurde die Rune mit Blut nachgezeichnet? Und wo führen die anderen Gänge der Hölle hin?</p>
<p>Himgi fiel ein, dass die Rune in alten Zeiten auch für einen Treffpunkt stand. Man unterschied zwischen aktiven und inaktiven Treffpunkten. Ein Bauchgefühl sagte uns, dass dieser Treffpunkt nun wieder aktiv war.</p>
<p>Wir mussten etwas tun und unsere Neugierde siegte über den Verstand. Also folgten wir der Spur. Sie führte uns zurück durch den mysteriösen Durchgang den wir freigelegt hatten und durch viele Gänge. In einem Gang fanden wir eine weitere Rune die mit Blut und Magie nachgezeichnet wurde. Diese stand für die Wörter Reise oder Bewegung. Die Spur endete so plötzlich wie sie begonnen hatte in einem Raum in dem ein einzelner zweieinhalb Meter hoher Spiegel stand, vor dem auch die Spur endete.</p>
<p>Doch dieser war nicht nur ein einfacher Spiegel. Vielmehr schien es eine Art von Portal zu einer anderen Dimension zu sein und in den anderen Dimensionen wohnen die Feenwesen, Götter und Dämonen. Der Spiegel war in einem mit unzähligen Runen verzierten Kupferrahmen gefasst. Dieser wies mysteriöse Schleifspuren auf. Bei genauerer Betrachtung stellte ich fest, dass es sich dabei um Linien handelte die ein komplexes Muster ergaben. Es ähnelte den Sternbildern wie sie vor Ewigkeiten ausgesehen haben mussten. Nachdem wir den Spiegel erhitzten und so verschmutzten stellten wir fest, dass er sich selbst reinigt. Seine Erbauer verwendeten auch nur Materialien aus der Höhle. So fanden wir die grünlich schimmernden Kristalle, welche man für das Glas verwendete auch an den Wänden im Spiegelraum. Als wir das Licht löschten bemerkten wir, dass die Kristalle und der Spiegel im Dunkeln schimmerten. Die Runen bildeten so etwas wie eine magische Formel, die ich jedoch nicht erfassen konnte. Vermutlich waren aber jene Runen besonders wichtig, an denen die feinen Linien die meisten Verbindungen aufwiesen. Auf dem Boden um den Spiegel herum lag feinster Kupferstaub, als ob man den Rahmen erst vor Kurzem abgeschliffen hätte.</p>
<p>Irgendein magisches Wesen, vermutlich ein niederer Dämon muss sich in der Höhle aufgehalten haben. Vielleicht war er sogar hier gefangen. Der Mord an dem hilflosen Banditen muss dem Wesen genügend Energie gegeben haben um sich auf dieser Existenzebene zu manifestieren und dies nur um sie dann wieder durch diesen Spiegel zu verlassen.</p>
<p>Ich fertigte noch schnell eine Abschrift der Runen an und markierte auf meinem Blatt die durch die Linien hervorgehobenen Symbole. Da wir durch die lange Erforschung der Höhle und das Wachen in der letzten Nacht sehr erschöpft waren, beschlossen wir zu dem Platz im Wald zu reisen an dem wir den Rauch aufsteigen sahen. Dort trafen wir wie vermutet auf ein kleines Dorf. Die Einwohner feierten eine Art Frühlingsfest. Wahrscheinlich dankten sie den Göttern für ihre Ernte. Überall gab es Essen und Bier. Die Menschen liefen ausgelassen durch die Straßen. Wir hingegen mieteten uns im erstbesten Gasthaus ein und fielen in unsere Betten.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Intrigen und Rettung: Der verschwundene Zwergenabgesandte</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2006-06-06-gurps/</link>
      <pubDate>Tue, 06 Jun 2006 14:28:06 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2006-06-06-gurps/</guid>
      <description>&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&amp;rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;So schloss sich nun die Gruppe wieder zusammen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><strong>Hinweis:</strong> Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.</p>
</blockquote>
<p>So schloss sich nun die Gruppe wieder zusammen.</p>
<p>Wir berichteten Kiley kurz was vorgefallen war, und dass die Waffenschieber mit einem Teil ihrer Waffen entkommen konnten. Die restlichen, der in den Baumstämmen verstecken, Waffen ließ Kiley dann von einem bestochenen Fischer einsammeln und zu unserem gemieteten Schiff bringen.</p>
<p>Während dessen planten Himgi und ich in unserer Unterkunft unser weiteres Vorgehen. Der Zwergen Kanzler wurde entführt und außer uns konnte ihm keiner helfen. Außerdem mochte ich den kleinen Kerl und überwand daher mal meine natürliche Abneigung dagegen mich in die Politik einzumischen.</p>
<p>Doch was sollten wir tun, die anderen Zwerge schienen keine große Hilfe zu sein. Sie waren viel zu verängstigt und durcheinander. Sie befürchteten einen Bruch des Friedens. Himgi hatte die Idee, als zwergischer Baumeister und Beamter aufzutreten um sich die Burg in der der Kanzler vermutlich festgehalten wurde genauer anzusehen. Gesagt getan preschte er los, während ich noch auf Kiley wartete.</p>
<p>Als wir aufschlossen hatte Himgi die meisten Wachen schon total eingewickelt und so gestresst, dass sie sich nicht mal mehr trauten Fragen zu stellen. Optimale Voraussetzungen. Mit ein paar Papieren und Zetteln herum zu wedeln und sich die Dienstgrade und Namen den Wachen, zwecks Beschwerde, aufzuschreiben plus die Tatsachen, dass mich der Bart älter wirken lässt als ich bin erledigten den Rest.</p>
<p>Nach dem Verbreiten von wenig Hektik unter den Soldaten nahmen wir uns den Kerker vor. Hierbei erwies es sich von Vorteil, dass der Kerkermeister nicht unbedingt eine Leuchte war. Treudoof zeigte er uns alle Zellen, die wir hier und da wegen völlig frei erfundener Mängel kritisierten.</p>
<p>Als wir die Zelle des Kanzlers erreichten, lenkte Himgi ihn ab um Kiley spaltete ihm mit seiner Axt den Schädel. Anschließend tarnten wir den Kanzler mit etwas eingesammelter Ausrüstung und verschwanden. Dummerweise waren die Beine des Kanzlers verwundet, somit verzögerte sich das Ganze etwas</p>
<p>Wieder bei den Zwergen wurde er in ein Versteck gebracht, das nicht einmal uns verraten wurde. Wir hingegen begaben uns auf unser Schiff um endlich unsere Reise anzutreten.</p>
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    </item>
    <item>
      <title>Schatten am Hafen: Das Rätsel der versteckten Waffen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2006-03-04-gurps/</link>
      <pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:27:48 +0100</pubDate>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2006-03-04-gurps/</guid>
      <description>&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&amp;rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Hinter Kisten und Fässern gekauert beobachteten wir gespannt das Verladen der in den Baumstämmen versteckten Waffen. Da die Waffenhändler vermutlich mit dem Seneschall der Stadt gemeinsame Sache machten, der König außer Landes, und der Abgesandte der Zwerge verschwunden war, waren wir auf uns allein gestellt. Während wir noch verzweifelt Pläne schmiedeten ging das Verladen aufs Schiff unaufhaltsam weiter.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><strong>Hinweis:</strong> Die in diesem Beitrag verwendeten Überschriften wurden von OpenAI&rsquo;s Sprachmodell ChatGPT erstellt und zur Verfügung gestellt. Bei der Erstellung der Überschriften wurden die zentralen Themen und Ereignisse jedes Abenteuers analysiert und zusammengefasst, um die wesentlichen Aspekte und die Erzählstruktur der Geschichten hervorzuheben. Ziel war es, Titel zu kreieren, die sowohl die Spannung als auch das Interesse an den einzelnen Erzählungen wecken.</p>
</blockquote>
<p>Hinter Kisten und Fässern gekauert beobachteten wir gespannt das Verladen der in den Baumstämmen versteckten Waffen. Da die Waffenhändler vermutlich mit dem Seneschall der Stadt gemeinsame Sache machten, der König außer Landes, und der Abgesandte der Zwerge verschwunden war, waren wir auf uns allein gestellt. Während wir noch verzweifelt Pläne schmiedeten ging das Verladen aufs Schiff unaufhaltsam weiter.</p>
<p>Irgendetwas musste unternommen werden und zwar schnell. So schleuderte ich nach einigem hin und her einen Feuerball gegen das Schiff, was für die nötige Ablenkung sorgen sollte. Leider reichte ein Rusfleck am Heck des Schiffes nicht aus, um die Waffenhändler aufzuhalten. Allerdings wurden sie auf uns aufmerksam und wir waren zum Handeln gezwungen. So verwandelte ich den Holzsteg in eine Flammenwand, indem ich die heißesten Feuer beschwor, die ich kannte. Leider holte mich der Entzug von den Füßen und als ich gerade wieder dabei war zu mir zu kommen, schlug mich Himgi wieder bewusstlos. Während ich so am Boden lag versuchte die Schiffsmannschaft das Feuer zu löschen. Um sie davon abzuhalten nahm der Zwerg sie mit seiner Armbrust unter Beschuss, wobei er davon profitierte, dass sie ihn durch das Feuer kaum sahen. Die Stadtwache jedoch sah das Feuer und löste einen Alarm aus.</p>
<p>In dem Moment in dem ich wieder zu mir kam, sah ich wie Himgi einem Matrosen die Nüsse wegschoss. Kurze Zeit später traf er einem Anderen in den Fuß und nagelte ihn so an der Anlegebrücke fest. Einen weiteren traf er ins Bein. Irgendwie müssen diese Zwerge lernen höher zu zielen.</p>
<p>Leider waren unsere Mühen jedoch vergebens und das Schiff legte ab, wobei wenigstens ein Teil der Ladung zurückgelassen werden musste. Um nicht der Stadtwache in die Hände zu fallen, verschwanden wir ins Gasthaus, in dem wir uns eingemietet hatten.</p>
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    </item>
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