Das schwarze Auge - 56. Runde der Kampagne: Greifenfurter Adel
Am Vormittag des Praiostages besuchten wir mit Stordian nochmal den Basar von Khunchom, da dieser bislang noch nicht die Gelegenheit gehabt hatte, sich über das reichhaltige Sortiment der ansässigen Händler zu informieren. Dieses Mal verlief unser Aufenthalt ruhig und wir wurden nicht belästigt.
Gegen Mittag begaben wir uns ins Maraskanerviertel der Stadt und erkundeten die Gegend rund um die Taverne, von der wir ausgingen, dass es die Universität sei. Wir teilten uns auf und bezogen unterschiedliche Stellungen, während Andaryn die Taverne betrat.
Während die Rahjastunde verstrich und verließen nach und nach immer mehr Arbeiter die kleine Taverne, um erneut ihrem Tagewerk nachzugehen. Uns viel jedoch eine, in eine Kutte gehüllte Gestalt auf, die die Taverne betrat. Wir berieten kurz unser weiteres Vorgehen und betraten dann ebenfalls die Kaserne.
Zu unserer großen Überraschung entpuppte sich die verhüllte Gestalt als ein alter Bekannter und Yorlak Barbrück, der die anwesenden Arbeiter in irgendetwas zu unterrichten schien, begrüßte uns freundlich mit den Worten, dass er uns schon erwartet hätte. Klar, er hatte sich damals mit den Worten von uns verabschiedet, dass er wieder zurück nach Khunchom gehen würde und wir ihn dort besuchen sollten. Dies hatten wir aber im Laufe der Ereignisse völlig vergessen.
Er jedoch wusste, dass wir auftauchen würden und zu ersten Mal seit unserer Zeit am alten Turm bekamen wir Antworten. Das Problem war nur die richtigen Fragen zu finden. Daher möchte ich hier die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte noch einmal festhalten.
- Yorlak kennt Karlos Jurios und sagt, dass er und Karlos die unterschiedlichen Seiten derselben Münze seien.
- Yorlak und Karlos suchen und sammeln Informationen, Wissen und Artefakte, wobei Karlos dies tut, um seine Macht und seinen Einfluss zu mehren und Yorlak verhindern möchte, dass so etwas geschieht.
- Yorlak deutete an, dass er mit dem Sharika ay Mada Basari in Verbindung stünde, blieb dabei aber sehr vage.
- Yorlak bestätigte, dass Karlos sich an den Wortlaut seiner Abmachung halten würde und Boronep das Armband abnehmen würde, wenn er rechtzeitig wieder in Ragath wäre.
- Yorlak kann nicht sagen, ob es eine einfache Möglichkeit gäbe, Boronep von dem dämonischen Armband zu befreien, aber er würde es sich anschauen.
- Yorlak wusste von den Schriftrollen und deutete an, dass er davon wusste, dass diese irgendwann in unseren Besitz gelangen mussten.
- Yorlak machte generell viele Andeutungen und Anspielungen.
Auch schien es so, als wüsste er genau über die Kinder Bescheid, die wir am Basar kennengelernt hatten. Er wusste sogar, dass die Gruppe einen Gönner namens Mâlik hatte. Allerdings hatte er keine Möglichkeit direkt etwas für die Kinder zu tun. Yorlak konnte sogar die Gerüchte aufklären, warum sich Kinder, die sich mit seiner Universität eingelassen hatten, angeblich so sehr verändert hätten. Nahrung, Obdach und Bildung verändern ein Straßenkind. Eine wichtige Aufgabe schärft den Fokus, kein Wunder, dass die Kleinen davon ausgehen mussten, dass die, die sich als vielversprechend erwiesen hatten, komplett verändert haben mussten.
Wir standen aber vor einem größeren Problem. Wir hatten einen Auftrag zu erfüllen und konnten dies nicht tun. Doch hier konnte uns Yorlak behilflich sein. Seine Leute verbreiteten das Gerücht seines Ablebens und er wollte alles weitere arrangieren.