Wir folgten dem Wasser hinter die eingestürzte Stelle und fanden Sera — lebend, mit einer Platzwunde, an einem alten Wasserbecken voller Runen. Sie sagte nur ein Wort: Vergessen. Celestina hörte die Zeichen flüstern und vergaß es. Etwas kicherte im Dunkeln. Oben wartete ein Heiler mit offener Hand, und meine Kleidung brannte grün.
Diesmal stiegen wir mit Licht in den Kanal — Gregors Lampe voran, Seras Spur im Kopf. Was wir fanden, waren Ratten: zwei Wellen, acht Kadaver, Celestinas Totenglocke und mehr Feuerstrahlen, als mir lieb war. Ob die Biester verflucht waren oder bloß hungrig, blieb Streitfrage. Nächstes Mal geht es tiefer hinab.
Seras Wohnung stand angeblich offen – tatsächlich musste ich den Riegel mit dem Dolch aufbrechen. Drinnen: verschimmelter Käse, ein hastig verlassenes Zimmer und ein Zettel mit einer Brunnenzeichnung und einer dunklen Prophezeiung. Die Wache hielt uns für Einbrecher, ausgerechnet mich. Am Ende führte eine verwitterte Rune uns in einen dunklen Kanal – vorerst nur bis zur ersten Ratte.
Die anderen wollen Waffen, die niemanden gleich umbringen, und schleppen mich in meine eigene Werkstatt. Keule und Stock sind schnell gemacht, Thyras Glöckchen trage ich trotzdem nicht. Bei der Boten-Gilde erfahren wir mehr über die verschwundene Sera, bei einer alten Nachbarin noch mehr über ihre neuen, seltsamen Freunde – nur nicht, wo sie jetzt steckt.
Nach Feierabend will ich nur ein Bier in der Krummen Möwe, finde aber zwei Leichen und eine Gesellschaft, die sich selbst Ärger mit der Wache eingehandelt hat. Während Gregor erklärt und Lysa abgeführt wird, hole ich alte Kameraden zur Aufklärung. Am Ende übernehme ich die Suche nach der verschwundenen Botin Sera – das Bier hatte ich mir redlich verdient.
Bevor ich anfange, selbst Buch zu führen, gibt es nur meine eigenen Besorgungen: Werkstattarbeit, ein Metallklumpen mit Runen für meine alte Rüstung, ein Probeknüppel für Alric Dorn. Der hat eigene Sorgen – eine verschwundene Botin, eine Erpresserbande im Hafen. Was die anderen in der Zeit trieben, kann ich nicht sagen. Ich war beschäftigt.